Top die Wette gilt

Hallo Leute, dieses Jahr gibt es eine kleine Weihnachtsgeschichte für Diejenigen, denen vor Weihnachten immer stinklangweilig ist, weil alle Bücher gelesen und alle Geschenke gekauft sind.

ÜBRIGENS: Ich hab zusammen mit fanjana diese Story geschrieben. Vielen Dank! Du hattest viele gute Ideen.

So, und jetzt wünschen wir viel Spaß beim lesen

Kapitel 1: Die Wette und der erste Tag

„Top! Die Wette gilt!" Harry verzog das Gesicht. Ginny sah ihre großen Brüder spitzbübisch an und besiegelte die Wette mit einem Handschlag. Fred und George stolzierten lachend davon.


Harry ließ sich in einen Sessel fallen: „Ginny, ist dir klar, dass wir jetzt schon verloren haben?"

Ginny grinste spöttisch: „Das werden wir ja sehen!" Sie setzte sich Harry gegenüber.

„Also, pass auf, wir wollen doch diese Party und werden Ron und Hermine ja wohl zusammen bekommen. So schwer kann das ja nicht sein."

Harry schnaubte: „Du hast ja keine Ahnung. Ginny wach auf, wir haben nur 2 Tage!!!"

„Harry wir schaffen das, wir müssen es schaffen. Also, ich will mich nicht auf dem Silvesterball zu Tode langweilen. Und vor allem will ich mich in bei Snape wegen unseres Wetteinsatzes nicht total blamieren. Und Fred und George geben echt gute Party Manager ab."

„Jaah, schon klar, aber nur wenn wir es schaffen Ron und Hermine in diesen 2 Tagen bis Weihnachten zusammen zu bringen!"

„Das schaffen wir schon. Ich mein, wir müssen ihnen ja nur noch einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben. Die Vorraussetzungen sind ja vorhanden."

Harry trommelte mit seinen Fingern auf die Armlehne: „Also, ich weiß nicht, eigentlich ist es ja auch ein bisschen gemein." Ginny starrte ihn entgeistert an:

„WAS???"

Harry musste beim Anblick von Ginnys entsetztem Gesicht grinsen. Ginnys Entsetzten wandelte sich zu Misstrauen:

„Bist du etwa… bist du in… Hermine… ?!" Harry konnte den Lachkrampf nicht mehr unterdrücken:

„Hihi, nein, bin ich nicht, hihi…"prustete er. Harry sah wie die Anspannung von ihr fiel. Er musterte sie. Was sie etwa…?

„Also, das ist gut, weißt du…ich ähm, find nämlich…dass, dass Ron und Hermine super zusammen passen. Die beiden merken das nur nicht."

Harry schnaubte: „Ja, die beiden Holzklötze merken das echt nicht."

Ginny holte eine Rolle Pergament hervor: „Ok, wir brauchen einen Schlachtplan…"


Harry und Ginny gingen mit einem breiten anzüglichen Grinsen auf den Lippen an Ron und Hermine vorbei.

„Ginny bist du sicher, dass wir hier das Richtige tun?!" fragte Harry aus dem Mundwinkel.

„Ja, und jetzt sei still, sonst versaust du alles!" zischte sie zurück.


Hermine zog eine Augenbraue in die Höhe.

„Ron, ich bin nicht sicher, was Harry und Ginny uns mitteilen wollen…?"

„Hermine, du hast echt kein Gefühl für so was!"

Hermine sah ihn entrüstet an: „Ach nein? Ronald?! Was wollen sie uns mit dem Blick denn sagen?"

Mit einem frechen Gesichtsausdruck sah Ron Hermine an. „3 Mal darfst du raten!"

Hermine seufzte genervt und drehte sich um. „Ich gehe jetzt, es gibt gleich Mittagessen."

Ron verdrehte die Augen. „Hermine, du wirst wieder zickig!"

„Werde ich nicht!" Hermine beschleunigte ihr Tempo und Ron trabte meckernd neben ihr her. „Ron, du bist ein Ziegenbock!"

Abrupt blieb dieser stehen. „Wa…was?"

„Ach, war nur ein Witz, aber irgendwie muss man dich ja zum schweigen bringen!" sagte Hermine entnervt. Sie hatte keine Lust auf eine Diskussion mit Ron, denn sie wollte immer noch wissen, was Ron bezüglich Harrys und Ginnys Verhalten vermutete. Somit setzte sie eine Unschuldmiene auf und meinte:

„Ron, was vermutest du denn eigentlich?"

„Du solltest dreimal raten!" kam es jedoch gnadenlos zurück.

„Oooh man! Na gut! Harry und Ginny sind Opfer eines deiner Zauber geworden?!"

„Nein!"

„Guuut…ähm…sie übern, wie man Snape ansehen muss um eine gute Note zu bekommen?"

„Leider nein, streng dich mal an!"

„Sie suchen einen idiotischen Tanzpartner für den Silvesterball?"

„Nein. Du hast versagt." Frohlockte Ron.

„RON!" Hermine schubste ihn in eine Gruppe Slytherins.

„Pass doch auf Wiesel! Lässt dich von einem Schlammblut herumschubsen? Oooh!"

„SCHNAUZE IHR BANDWÜRMER!!!" Ron kramte sich aus dem grünen Haufen Slytherins hervor und fing böse Blicke ein.

„Sehr nett Hermine, danke!"

„Sorry, ich … wollte dich… äh… nicht in die Bandwürmer schubsen…"

Ron tat so als würde er Dreck von seinem Umhang klopfen. „Schon gut. Also wegen Harry und meiner Schwester… Ich glaube mit diesen Blicken meinten sie so was wie: ‚Sorry, aber ihr versteht es bestimmt wenn wir zwei allein sein wollen', denkst du nicht auch?"

Hermine grübelte. Harry und Ginny? Nun, Harry schien Ginny wirklich gern zu haben, aber… „Vielleicht hast du Recht. Aber findest du das gut?"

Ron knabberte an seiner Unterlippe. „Öhmm…nein. Harry und MEINE Schwester? Das würde ich nicht verkraften! Harry ist auch viel zu grob! Meiner Schwester würde das gar nicht gut tun!"

Hermine nickte. „ Wir sollten sie nicht mehr aus den Augen lassen! Komm!


Entgeistert sah Ginny Harry an. „Was faseln die da für einen Schrott?" Sie hielt das eine Ende eines ‚Langziehohres' aus Fred und Georges Scherzartikelsortiments in der Hand und tappte nervös vom einen aufs andere Bein.

„Ich würd sagen, das ist gründlich in die Hose gegangen."

Ginny nickte zustimmend. So hatten sie sich das nicht gedacht gehabt. „Harry, wir haben ein Problem!"

„Und das nur wegen dem schwarzen Schaf in deiner Familie!"

„Du sagst es! Wenn die nun uns nicht mehr aus den Augen lassen wollen und ‚Entkuppler' spielen wollen, während wir verzweifelt verkuppeln, dann…dann…Oh Mist!!!" Ginny nahm Harry am Arm und zog ihn in Richtung Mädchen-Klo.

„Was soll ich im Mädchenklo?"

„Harry, das ist das Klo der maulenden Myrthe, schon vergessen? Wir müssen uns erstmal verstecken."

„Ah, ja." Sie schlüpften unauffällig durch die Tür und verschlossen sie. Nachdenklich stützte sich Ginny am Waschbecken ab und sah in den gesplitterten Spiegel. Ihr Zopf hatte sich an einigen Stellen gelöst und hing zerzaust herunter. Sie zog das Haarband heraus und machte sich einen neuen Zopf. Harry lehnte an einer Säule und blickte grübelnd vor sich hin.

Ein lang gezogenes Heulen durchbrach die Stille. Die maulende Myrthe schoss aus ihrem Klo hervor und machte gackernd vor Harry halt. „Haaarry Potter! Wie schön, dass du mich mal wieder besuchst! Aber romantisch bist du ja nicht gerade, wenn du nicht mal alleine kommst!" Myrthe lächelte und schwebte vor Harry hin und her.

„Romantisch…hmm…", meinte Ginny, sie schien in Gedanken. „Harry, ist ein Klo romantisch?", fragte sie plötzlich.

Myrthe sah zu ihr hin: „Na klar! Jeder Ort kann romantisch sein, es hängt ganz vom Betrachter ab."

„Myrthe, du bist ja poetisch!" Man konnte Harry nicht ansehen, ob er es ernst meinte oder nicht.

„OH, danke Harry!"

„Perfekt! Dieses Klo ist romantisch genug!"

Harry sah sie entsetzt an: „Ginny, bist du gesund? Nichts ist hier romantisch! Oder glaubst du etwa, dass dreckige Kloschusseln und nasse, schimmelige Böden…R-O-M-A-N-T-I-S-C-H sind!?"

„Harry, hast du Myrthe nicht zugehört? ‚Es liegt am Betrachter'!"

„Ron ist nicht so der Klo-Typ… und Hermine steht auch nicht unbedingt auf Gammel…"

„Haaaary! Denk doch mal nach! Wenn wir Hermine und Ron hier einsperren…daaannn…"

„Dann verlieben sie sich?"

Myrthe nickte zustimmend. „Harry, deine Freundin hat total Recht! In der Zweisamkeit werden sie sich schon verlieben…haach…"

Harry sah Ginny entsetzt an. Myrthe war Feuer und Flamme: „Ihr schließt sie so drei Tage hier ein und bringt nur ab und zu was zu Essen! Ich werde unterdessen für die richtige Musik sorgen… haach…wie romantisch!"

„ZWEI TAGE??? Myrthe, wenn wir ihnen Brot bringen, dann wissen sie erstens, dass wir sie mit Absicht eingesperrt haben und sind zweitens stinke sauer und denken nicht ans Verlieben!", belehrte Ginny die Geistin.

„Jaaa, stimmt…dann eben nur Musik…"

Harry und Ginny beachteten Myrthe nicht und sahen sich einen Augenblick an, dann sagte Harry: „Okay. Ich denke es ist einen Versuch wert. Lotsen wir sie hier rein. Nach dem Abendessen."

„Gut. Ich richte einen Spionagezauber ein." Ginny ging zu dem kreisrunden Waschbeckenpodest und verzauberte einen Spiegel nach dem anderen. Dann zog sie einen rosanen Taschenspiegel aus dem Umhang und tippte ihn ebenfalls murmelnd mit dem Zauberstab an. Harry und Myrthe sahen ihr begeistert zu. „So, das dürfte reichen. Wenn wir in meinen kleinen Taschenspiegel sehen, dann können wir Ron und Hermine genau beobachten. Wenn es zuu…Öhm…privat wird drehen wir den Spiegel einfach um."

„Cool, wir lange hält das?"

„Zwei Stunden. Myrthe du darfst die beiden aber nicht stören, okay?"

„NEIN, nein, DAS mache ich doch eh NIE!"


Eine halbe Stunde später saßen die Gryffindors beim Mittagessen. Harry, Ginny, Ron und Hermine blickten stur auf ihre Teller. Als Ron jedoch den Arm hob, ruhten plötzlich 3 Augenpaare auf ihm.

„Wasch", fragte er mit vollem Mund, als ihm bewusst wurde, dass Harry, Ginny und Hermine ihn anstarrten, „wasch isch'n losch? Wasch glotscht ihr misch so an?"

Harry schmunzelte und begann wieder zu essen. Hermine und Ginny jedoch blickten unaufhörlich vom einem zum anderen und bissen nur ab und zu in ein Stück Brot und aßen auch nur zögerlich von ihrer Nudelpfanne. Harry bemerkte das und stieß Ginny an. Ginny errötete leicht und starrte auf ihren Teller. Wenn sie Ron und Hermine weiterhin so anstarrte, würden die später etwas vermuten. Ginny durfte ihren eigenen Plan nicht versauen.

Sie schwiegen. Harry spürte Hermines Blick auf sich ruhen. Plötzlich ließ Ron seine Gabel zu Boden fallen, mit einem lauten Geklapper schlug sie auf und landete vor Ginnys Füßen. Die Blicke ruhten wieder auf Ron.

„Was habt ihr eigentlich? Hab ich was im Gesicht kleben oder so?", motzte Ron, „Was seid ihr denn so komisch?"

Ja, ja…, dachte Hermine, wer ist hier der Gefühlslose?

„Ginny, heb' ma' meine Gabel auf! BITTE!" Ginny bückte sich und angelte nach der Gabel. Sie reicht Ron das gute Stück und Hermine ließ sie nicht aus den Augen. So ein schrecklichen Mittagessen hatten sie noch nie gehabt, dabei war die Nudelpfanne lecker gewesen.

Plötzlich stand Ginny auf, beugte sich zu Harry herunter, flüsterte ihm etwas ins Ohr, kicherte und zog ihn aus der Großen Halle. Als sie den Kopf leicht drehte, sah sie wie Ron und Hermine sich einen bedeutungsschweren Blick zu warfen und ihnen folgten. Ginny grinste hinterlistig.


Als Harry plötzlich Ginnys warmen Atem an seinem Ohr gespürt hatte, hatte er sich gerade noch davon abhalten können, zusammen zu zucken.

„Spiel mit", flüsterte Ginny in sein Ohr und kicherte albern. Vollkommen perplex folgte Harry ihr aus der Halle.

„Ginny, sag mal WAS bei Merlins gestreifter Unterhose (AN: wir fanden die Stelle in HdT einfach nur göttlich) hast du vor?"

Ginny lachte erneut albern, und sehr laut auf. „Harry", quitschte sie. Harry starrte sie an. Dann meinte sie jedoch sehr viel leiser: „Wenn sie schon denken, dass wir zusammen sind, können wir das auch zu unserem Vorteil nutzen. So werden sie uns ganz einfach folgen, oder was hattest du dir überlegt, wie wir sie zu Myrthe locken können?"

Harry starrte sie versutzt an. „Aaaha! Jetzt bin ich voll im Bilde!", meinte er sarkastisch.

„Jetzt komm weiter, sie sollen uns nicht einholen." Ginny machte sich auf in den 2. Stock, zum Klo der maulenden Myrthe, dabei stapfte sie laut auf, kicherte immer mal wieder und sagte Harrys Namen. Als sie beim Klo angekommen war, blieb sie jedoch stehen und sah Harry ratlos an: „Hast du ne Idee wie wir sie jetzt in das Klo bekommen? Ich wollte eigentlich nicht mit darein gehen."

„Jep, ich hab ne Idee! Vertrauen wir mal auf Hermines Ego, ne! AGUAMENTI!" Eine große Wasserlache bildete sich vor der Tür. Harry grinste triumphierend.

„Harry, was soll das, wenn da Wasser ist, werden sie doch erst recht nicht reingehen." Flüsterte Ginny, da die trappelnden Schritte von Ron und Hermine rasch näher kamen.

„Das klappt, vertrau mir, und jetzt psst. Sie kommen." Ginny öffnete den Mund um etwas zu erwidern, doch in diesem Augenblick kamen Ron und Hermine in den Korridor und Harry und Ginny sprangen blitzschnell hinter eine Ecke. Vorsichtig lugte sie um die Ecke um keines der folgenden Geschehnisse zu verpassen.


„Hermine, weißt du wo sie hin sind, ich hab sie eben noch gehört!" Ron lief aufgeregt ein bisschen schneller.

„Neihein! Ich weiß auch nicht wo sie sind. Ron, komm wir gehen. Wenn sie merken, dass wir ihnen hinterher spionieren, werden sie uns die Freundschaft kündigen. Komm… RON, sieh mal", Hermine klang bei den letzten Worten ganz aufgewühlt. Ron wandte sich zu ihr um.

„Was ist denn los, Hermine? Los, ich will Harry und Ginny noch einholen." Ron klang total genervt.

„Nein, Ron, schau doch mal. Das ganz Wasser…erinnert dich das nicht an etwas?" Hermine blieb hartnäckig.

„Ja und, die maulende Myrthe flutet doch regelmäßig ihr Klo. Warum glaubst du, benutzt es niemand?"

„Aber nicht so extrem. Das sieht aus wie in unserem 2. Jahr. Weißt du noch. Vielleicht ist Myrthe ja etwas passiert."

Ron schaute Hermine entsetzt an: „HERMINE??? Sie ist ein Geist! Was kümmern uns Geister? Die können doch sowieso nichts mehr fühlen."

Hermine sah ihn halb entsetzt und entrüstet an um ihn dann zu belehren: „Oh doch, können sie sehr wohl! Denk an Nick! Wir sollten mal nach ihr sehen."

Roch schaute aus, als wenn er seinen Kopf gleich gegen die Wand schlagen würde. „Hermine, das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Denk an Harry und Ginny." Doch Hermine ließ sich nicht mehr aufhalten.


Ginny kicherte: „Typisch Ron!"

Harry grinste: „Typisch Hermine!"

Sie sahen wie ihre zwei Verfolger auf Zehenspitzen durch die Pfütze vor Myrthes Klo tapsten und durch die Tür hineinschlüpften. Ohne zu zögern hob Harry seinen Zauberstab: „COLLOPORTUS MAXIMA!" Ein orangener Lichtblitz schoss auf das Türschloss zu und es machte „Klick". „So schnell kommen die da nicht mehr raus. Los, hol deinen Spiegel raus. Ich will nichts verpassen."

Ginny zog den kleinen Taschenspiegel aus dem Umhang und klappte ihn auf.


„Hermine…ich sehe nichts ungewöhnliches…?" Ron verschränkte die Arme und Hermine sah verdutzt auf die ganz ‚normale' Umgebung.

„Myrthe?" Die beiden gingen auf die Toilettenkabinen zu. In diesem Moment hörte Hermine ein leises Klicken. Sie blieb ruckartig stehen und fuhr zur Tür herum. Sie war geschlossen.

„R…Ron? Hast du die Tür nicht offen gelassen?" Sie konnte nicht verhindern, dass ihre Stimme ganz leicht zitterte. Die Tür war doch eben noch offen gewesen, oder nicht?

„Ja, wieso fragst du?" Ron hatte noch nicht bemerkt, dass etwas Ungewöhnliches zugange war. Doch jetzt drehte er sich um und erfasste mit einem Blick was Hermine meinte. Diese war zur Tür geeilt und rüttelte am Türknauf.

„Sie ist verschlossen!" Auf ihrem Gesicht war ein ängstlicher Ausdruck zu erkennen.

„WAS??? Hast du es schon mit einem ‚Alohomora' versucht?"

„Oh, nein, das habe ich noch nicht versucht: ‚ALOHOMORA'!!!" Hermines Gesicht nahm einen ungläubigen Ausdruck an, als sich nichts tat. Das war ihr noch nie untergekommen. Ihr, Hermine Granger, gelang ein Zauber nicht??? Und dann auch noch ein so einfacher. Immer und immer wieder versuchte sie es, bis Ron ihr eine Hand auf den Arm legte.

„Hermine, lass gut sein. Es liegt bestimmt nicht daran, dass du den Zauber nicht hinbekommst, sondern daran, dass die Tür mit einem Zauber verschlossen wurde, den man nicht mit einem Alohomora lösen kann." Hermine sah Ron dankbar an. Sie konnte nicht wissen, dass Harry und Ginny vor der Tür in diesem Augenblick erwartungsvoll die Luft anhielten. Im nächsten Augenblick verwandelte sich Rons Beruhigung jedoch in Wut.

„Verdammt, wer hat uns hier eingesperrt… und WARUM sind wir, wem auch immer, eigentlich so leicht in die Falle gegangen? Wer geht schon in ein Klo nur weil es einem Geist schlecht gehen könnte." Hermine sah inzwischen auch nicht mehr dankbar aus.

„Also hör mal, ICH konnte doch auch nicht wissen, dass uns jemand hier einsperren will. Ich kann schließlich nicht hellsehen, und wahrsagen erst recht nicht."

„Jaah, aber du wolltest doch unbedingt nach Myrthe sehen, wo doch die ganze Schule weiß, dass sie ne Vollklatsche hat."

„Ach ja, und was war in unserem 2 Jahr? Da war es doch gut, dass sie das Klo geflutet hat. Sonst wären wir nie an das Tagebuch gekommen."


So ging das noch eine ganze Weile weiter und Harry und Ginny sahen sich entsetzt an.

„Müssen die denn immer streiten? Das ist ja nicht zum Aushalten. Jetzt ist Myrthe unsere einzige Rettung. Hoffentlich hat sie gute und vor allem romantische Musik ausgesucht." Ginny klang wirklich verzweifelt. In diesem Moment erklang aus dem Bad ein grauenhaftes und Ohrenbeteubendes Gekreische. Entsetzt sahen sich Harry und Ginny an und sahen dann schnell wieder in Ginnys Spiegel. Was sie da sahen ließ sie kreidebleich werden.

Wassermenschen!!!

Die Wassermenschen aus dem schwarzen See entstiegen der Badewanne. Myrthe hatte es irgendwie geschafft sie ins Schloss zu holen und inzwischen waren schon mindestens 20 der Wasserbewohner in dem Mädchenklo und ihr schauriger Gesang halte von den gefliesten Wänden wieder.

Hermine und Ron standen entsetzt mit auf den Ohren gepressten Händen inmitten der Schar Wassermenschen.

„Los Harry, mach die Tür wieder auf. Wir müssen sie da raus holen. Das ist ja nicht zum aushalten.", forderte Ginny lautstark, wobei sie ebenfalls die Hände auf die Ohren presste. Harry nickte zustimmend und schrie dann:

„ALOHOMORA MAXIMA!!!" Die Tür sprang auf und sogleich stürmten Hermine und Ron heraus und verschwanden. Ginny und Harry jedoch rannten in das Bad. Harry sprach sogleich einen Silencio über die Wassermenschen. Die Stille darauf, war wohltuend für jedes Ohr, das dieses Gekreische vernommen hatte.

„MYRTHE! WO BIST DU? KOMM SOFORT HERAUS!!!", Ginny tobte vor Zorn. Das die Situation schon vor Myrthes Musikeinlage nicht gerade rosig gewesen war, ignorierte sie geflissentlich.

„Hallo", war Myrthes fröhliche Stimme jetzt zu hören, „war ihr Gesang nicht wundervoll? Harry, warum hast du sie mit einem Zauber belegt? Ich hätte ihnen gerne noch ein wenig zu gehört." Harry wollte gerade antworten, doch Ginny war schneller: „Myrthe", meinte sie liebenwürdig, „es freut mich wenn dir das gefallen hat, auch wenn es nicht mein Musikgeschmack gewesen ist, aber… NEIN! ES HAT UNS NICHT GEFALLEN!!!", fauchte sie. „Was hast du dir dabei gedacht. Ich weiß ja, dass du keinen Geschmack hast…" „Hey!", kam es empört von Harry. „Dich ausgenommen!...aber, dass dein Musikgeschmack soo schrecklich ist, hätte ich nicht erwartet."

Jetzt war Myrthe beleidigt. Sie zog eine Schnute und verschwand mit einem lauten Platsch in ihrer Toilettenschüssel.

Erschöpft lehnte sich Ginny an die Wand. „Das war ja mal wieder ein voller Reinfall. Ich denke wir lassen es für heute gut sein. Für morgen hab ich auch schon eine Idee…

Tbc


So, das war's für heute. Wie hat es euch gefallen??? Zuu abgedreht? Hoffentlich nicht.

Kriegen wir auch ein kleines Review??? Biiitttteee…

Morgen kommt dann das zweite und letzte Kapitel. Mit der Auflösung.

Was meint ihr schaffen sie es, oder nicht?

LLG eure fanjana und Nily