Titel: Forgotten Memories
Teil: 01?
Autor: KuschelGruftie
E-Mail: KuschelGruftieyahoo.de
Fandom: Breath of Fire 3
Pairing: Rei x Teepo, Ryu x Nina, Garr x Fahl
Bewertung: PG
Warnung: bissal depri
Inhalt: Rei verpflichtet sich Nina bei ihren ‚Polizeilichen' Aufgaben zu helfen. In der Zwischenzeit haben sich auch wieder Leute gefunden, die, die Arena führen, genauso zwielichtig wie Balio und Sunder. Rei wird beauftragt der Sache auf den Grund zu gehen und trifft dabei unerwartet auf eigentlich tote Bekannte.
Kommentar: ... NEIN... Ich weigere mich immer noch Teepos Tod zu akzeptieren ggg Und Garrs... eigentlich schon, jetzt aber nicht lach
Disclaimer: Breath of Fire III gehört leider Gottes nicht mir, sondern Capcom und alle anderen, die da mitgearbeitet haben. Ich möchte kein einziges Copyright verletzen und ich mach auch keine Kohle hier mit
„ … " Wörtliche Rede
… Gedanken
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Leise seufzend stand Rei vor seinem neuen zu Hause. Das Schloss Wyndias. Nina hatte gerade ihre Verlobung mit Ryu bekannt gegeben, weshalb im Schloss ausgelassene Stimmung herrschte. Nur Rei fehlte irgendwie der Grund, sich zu freuen. Es war seinen Freunden nicht fair gegenüber, aber viel zu schwer, lag ihm die Last auf seinem Herzen.
Er war hier, ohne Teepo. Den Jungen, den er aufgenommen hatte, mit dem er so viel erlebt hatte und vor allem, den er so lange vermisst hatten. Der, dessen Blut an seinen Händen klebte. Rei ballte die Hände zu Fäusten und ging die Treppe zu seinen Gemächern nach oben. Er wollte den Anderen nicht die schöne Stimmung vermiesen, daher hielt er es für besser, sich zurück zu ziehen.
Betrübt ließ er sich auf sein Bett sinken und sah wieder seine Hände an. Wie konnte er nur? Teepo! Wieder ballte er seine Hände zu Fäusten, diesmal aber so fest, dass seine Fingernägel, seine Haut aufrissen und blut zu Boden tropfte. Er war dein Freund, dein Leben und du? Du hast ihn einfach getötet, hast die ganzen Erinnerungen verdrängt...
Es war viel passiert und beide hatten an etwas geglaubt, beide hatten dafür gekämpft, aber nur einer konnte diesen Kampf überleben. Der Hulin1 schüttelte den Kopf und schürzte die Lippen. Warum musste es nur soweit kommen? Wieso ausgerechnet Teepo?
Rei ließ sich nach hinten auf die weiche Bettdecke sinken und sah die Decke an.
Erinnerungen an die Zedernwälder und seine Jugend mit Teepo stiegen hm in den Sinn. Du hast für ihn getötet, so viele Menschen und dann tötest du ihn einfach selbst. Was bist du nur für ein Monster Die Stimme in seinem Kopf trieb ihm die Tränen in die Augen. Seit wann war er nur so ein Schwächling?
Es klopfte an der Tür und Ryu betrat mit fragendem Blick das Zimmer. „Hey Rei, alles in Ordnung? Seit wir gegen Myria gekämpft haben, bist du so anders." Rei setzte sich auf und schüttelte den Kopf. „Ich bin nur einfach im Moment etwas in Gedanken." Ryu sah ihn besorgt an, setzte sich dann zu ihm, dabei Reis Hände nehmend und sie mit einem einfachen Spruch heilend.
„Es ist wegen Teepo, nicht wahr?" Rei machte ein verletztes Gesicht und drehte den Kopf zur Seite. „Ja. Ryu, ich hab ihn umgebracht. Wir waren doch Freunde, so lange Zeit!" Der Blauhaarige legte sanft eine Hand auf die Schulter des großen Hulins. „Wir haben ihn getötet, Rei. Es ist nicht deine Schuld, er war bereit für seinen Glauben zu sterben und das, hat er getan!"
„Wir haben ihn für unseren Glauben getötet!" Wieder stieg Wut in Rei auf und er war überrascht, dass sie sich nicht einmal jetzt auf Ryu konzentrierte. Rei wusste, dass Ryu nicht Schuld war, es war sein eigener Wunsch nach Freiheit, aber jetzt fühlte er sich wie ein Mörder. Der Brutler lächelte leicht und deutete auf die Tür. „Am Besten, du beruhigst dich erst mal ein bisschen. Schlaf dich aus und hör auf dich selbst zu verletzen, dass bringt niemandem etwas!"
Rei nickte und drehte sich auf die Seite. Ryu warf dem Gelbfelligen einen letzten besorgten Blick zu und verließ dann das Zimmer, um mit Nina, Momo und der Königsfamilie weiter zu feiern. An ihm war die ganze Sache auch nicht spurlos vorrübergegangen, aber seine Beziehung zu Teepo war nicht vergleichbar zu der, die Rei mit ihm hatte.
Rei hatte sich wieder voll und ganz im Griff. Sein Wunsch nach Selbstverstümmlung war abgeebbt und er konnte sich wieder auf andere Dinge konzentrieren. Nina hatte ihn zur Beobachtung der Arena abgestellt, da diese nun neue Besitzer hatte, die anscheinend ebenfalls Kontakte zum Schwarzmarkt hatten, wie ihre Vorgänger.
Rei konnte sich nichts besseres vorstellen, um sich abzulenken, als sich in der Arena etwas um zu sehen. Auf dem Weg wickelte er seine Hände mit Bandagen ein, damit er die Griffe seiner Dolche besser halten konnte. Immer wieder hingen seine Gedanken an Ninas immer dicker werdenden Bauch. Ryu hatte wirklich keine Pause eingelegt und bald würde nun die Hochzeit folgen.
Schließlich stand er am Tor der Arena und seufzte. Hier kamen Balio und Sunder her. Diese verdammten Mistkerle. Ich werde nicht zulassen, dass das, was uns passiert ist, noch mal welchen passiert Rei grinste. Auch wenn ich mir sicher bin, dass genau das, was wir erlebt haben, eh nie wieder passiert
Noch immer lag ein betrunkener Penner im Eingangsbereich. Es hatte sich wirklich nichts verändert, rein gar nichts! In Erinnerungen schwelgend steuerte er auf Fahl's Taverne zu. Das Zelt hatte sich zumindest verändert, denn es war um einiges Größer, als das letzte Mal, wo er hier gewesen war. Sein Blick sah sich die sonstigen Zelte an, auch diese schienen durch Größere ausgetauscht wurden zu sein.
Ein schmierig aussehender Mann stand vor einem Zelt und wedelte mit den Armen. „Kommen sie her, meine Herren, die schönsten Frauen des Reiches, nur für sie, kommen sie her!" Rei schmunzelte. Das letzte Mal war in diesem Zelt die ‚kleinste Frau der Welt', eine reine Katastrophe. Der Eingang zur Arena war versperrt, daher würde er sich erst mal schlau machen, wann das nächste Turnier der Meister statt fand.
Rei betrat also die Taverne. Fahl stand wie immer hinter der Theke, er sah noch genauso aus, wie immer. Er war ein betrunkener Muskelprotz. Halt! Er war NICHT betrunken. Okay, hier hat sich eine MENGE verändert Schmunzelnd trat er ein einem der vielen Tische vorbei und stellte sich zu Fahl. „Sag mal, wann ist denn das nächste Turnier der Meister?"
Fahl sah von seinem Glas auf, das er poliert hatte und zog eine Augenbraue hoch. „Du bist neu hier, was?" Rei nickte grinsend, anscheinend konnte sich der Wirt nicht mehr an ihn erinnern. „Du hast es erfasst, also? Was läuft hier jetzt so?" Fahl machte eine wegwerfende Handbewegung. „Die neuen Besitzer lassen täglich Leute gegeneinander kämpfen. Eine reine Wettsache!"
Der Hulin zog eine Augenbraue hoch. „Nur ein paar Kämpfe gegen einander? Und wer kämpft?" Fahl schmunzelte. „Der, der sich anmeldet. Na, ja die meisten versuchen gegen einfach Gegner zu kämpfen, zum Beispiel gegen Monster, die Gial aussucht!" Rei nickte verstehend. „Und wieso keine Mann gegen Mann kämpfe?"
Fahl lachte nun leise auf. „Weil keiner gegen Garr kämpfen will, du Hirni!" Die grünen Augen des Hulins weiteten sich ungläubig. „Garr?" Der Wirt zog eine Augenbraue hoch. „er ist ungeschlagener Meister des Turniers..." Der Gelbfellige schüttelte den Kopf. „Aber Garr ist tot!" Der Braunhaarige schüttelte nun, leicht sauer werdend den Kopf. „Garr und tot? Er erzählt denn so eine Scheiße!"
Er legte ein laszives Grinsen auf. „Glaub mir, ich weiß, dass er nicht tot ist!" Durch Reis Körper ging ein Schwall von Freude und Hoffnung. Der Wächter war nach dem Kampf gegen Myria versteinert wurden und dann war das Gebäude eingestürzt. Was auch immer passiert war, er lebte! „Wo ist er? Ich muss unbedingt mit ihm sprechen!"
Der Wirt schüttelte den Kopf. „Er lebt in der Arena, wahrscheinlich ist er drin. Da kommt niemand rein, der nicht zur Crew gehört!" Rei legte die Stirn in Falten. „Kommst du rein?"
„Ja... Und?" Der Hulin sah ihn flehend an. „Ich muss ganz dringend mit ihm reden, bitte Fahl!" Der Wirt seufzte schwer und ging Richtung Zeltausgang. „Du wartest gefälligst draußen!"
Nach gut zehn Minuten kam Fahl wieder, gefolgt von Garr. Rei machte regelrecht einen Satz, als der Garr auch wirklich DER Garr war. „Du lebst!" Der Wächter sah Rei an und lächelte leicht. „Du auch." Rei war fassungslos, er starrte Garr einfach weiter an, der nur schmunzeln konnte.
„Wie kann das sein, ich habe gesehen wie..." Garr schüttelte den Kopf und wendete sich Fahl zu, der noch immer neben ihm stand. „Entschuldige, aber ich würde gern..." Der Wirt nickte verstehend, drückte Garr die Schulter und verschwand dann wieder in sein Tavernenzelt. Der Wächter ging mit Rei etwas abseits und seufzte schwer.
„Ich wurde entsteinert." Die grünen Augen des Hulins sahen ihn fragend an. „Wer hat so eine Macht?" Der Wächter lachte leise und spielte an seinen Perlen herum. „Fällt dir wirklich nichts ein?" Rei legte abermals die Stirn in Falten. „Die Brut. Aber Ryu ist nicht zurückgegangen, da wir uns sicher waren, dass du tot seiest!"
Der geflügelte Mann sah Rei in die Augen. „Ich rede auch nicht von Ryu." Der Hulin machte einen Schritt zurück und hatte die Augen weit aufgerissen. „Heißt das, dass er noch lebt?" Garr schmunzelte leicht und nickte. „Hat die Ryu nicht erzählt, was er alles überlebt hat?"
„Doch schon, aber ich dachte, dass es Myria war, die ihn vor dem Tod bewahrt hat!"
„Dann unterschätzt du unsere Macht aber gewaltig." Rei erstarrte, er konnte seinen Herzschlag hämmern hören. Diese Stimme! Ganz langsam drehte der Hulin sich um und blickte in Teepos lilane Augen. „Du lebst!" Der Hulin wollte den Mann umarmen, dieser verpasste ihm aber eine Ohrfeige. „Stimmt und das ist nicht DEIN verdienst!"
Der Gelbfellige spürte einen Stich im Herz. „Es tut mir Leid, Teepo, aber du hast uns doch gar keine andere Wahl gelassen." Der Angesprochene warf seine langen lilanen Haare zurück und funkelte den Hulin offen hassend an. „Du hast dich gegen mich gestellt und dabei dachte ich, dass wir Freunde wären!"
„Oh Teepo, das sind wir, aber..." Rei fehlten die Worte. Er lebte, er lebte doch tatsächlich! Teepo sah ihn abwartend an. „Aber? Aber Ryu hat mich von seiner Sache völlig überzeugt und er ist nun mein bester Freund!" Grüne Augen fanden wütend funkelnd Lilane. „Das ist nicht wahr, Teepo und du weißt das!"
Rei nahm Teepos Hand und drückte sie leicht. „Bitte, Teepo. Das was passiert ist, tut mir wirklich Leid und ich... Es tut mir wirklich Leid, bitte versteh doch!" Der Brutler entzog sich der Berührung und drehte sich auf dem Absatz um. „Ich habe eine Arena zu führen. Entschuldige mich doch bitte und wenn nicht: Dann ist es mir auch egal!"
Der Hulin verstand die Welt nicht mehr, fragend sah er zu Garr, der seufzte. „Er ist sehr enttäuscht gewesen und voller Hass." Rei nickte. „Aber warum hat er dich geheilt?" Der Wächter lächelte leicht. „Weil wir beide Freunde sind, Rei." Der Hulin ließ die Schultern hängen. „Ich bin so ein Monster, ich habe meinen besten Freund betrogen!"
Sachte klopfte Rei dem Jüngeren auf die Schulter. „Kopf hoch, Rei. Teepo bekommt sich bestimmt wieder ein. Ich hoffe doch, dass du dir die Kämpfe heute Abend an siehst!" Der Hulin sah in die Richtung, in der Teepo verschwunden war. Garr grinste. „Man könnte denken, dass ihr ein altes Liebespaar seid, so wie ihr einander hinterher schmachtet!"
Rei zog eine Augenbraue hoch. „Er ist mein bester Freund, ich schmachte ihm nicht hinterher!" Der Wächter schmunzelte. „Schon gut. Komm, lass uns was trinken gehen!"
„Garr? Glaubst du, dass er mir je vergeben wird?" Ein leises Lachen erklang vom Angesprochenem. „Ich bin mir sehr sicher, dass er das wird. Er war wie besessen dich zu finden, als ihr aber hier nicht aufgetaucht seid, war er wütend. Er muss wohl erst mal über die Sache hinwegkommen."
„Er hat mich gesucht?" Rei musste leicht lächeln. „Wirklich?" Garr nickte und betrat mit ihm das Tavernenzelt. „Und wir, er war in den Minen, auf der Ogerstraße, Schwarzmarkt, Zedernwälder, Mc Neil... Überall!" Der Hulin nickte und setzte sich an einen der Tische. Garr ging zu Fahl und kam mit zwei Krügen voller Bier wieder.
„Sag mal, wie soll ich Fahls laszives Grinsen einstufen, als ich nach dir fragte?" Der Wächter musste leise lachen. „Nun Fahl und ich..." Garr machte eine wedelnde Bewegung mit seiner großen Hand. Auf Reis Gesicht zeichnete sich ein riesiges Fragezeichen ab. „Ihr?" Der Andere schien nach Worten zu suchen, als Fahl ihm zuvorkam: „Ich tun es miteinander!"
„Hääääääääääääääää?" Der Unglauben stand Rei ins Gesicht geschrieben. „Bitte!" Fahl lachte leise, während Garr mit den Schultern zuckte. „Tja, Tatsache!" Rei nickte plötzlich. „DAS erklärt einiges." Er nahm ein Zug seines Bieres und machte eine wedelnde Handbewegung. „Deswegen kommt dein Hirn auch auf diese absurde Idee, dass Teepo und ich uns anschmachten!"
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1 Falls jemand nicht Erinnerungen Erneuerungen gelesen hat: Katzenmensch
