Inhalt:
Ein Mitglied der Crew hat eine interessante
Begegnung...;-)
Altersbeschränkung: ab 0
Disclaimer: Mir
gehören weder die Charaktere, noch das Konzept von "Andromeda:
Ascendant" und ich verdiene mit dieser Story auch kein Geld
Eindrücke
A
stranger is just a friend you haven't met.
"Streetcar!"
Nachdenklich
beugte er sich vor, betrachtete die reglose Gestalt vor ihm auf den
Boden. Dann richtete er sich wieder auf, kratzte sich nachdenklich am
Kopf und schüttelte sich ratlos.
„Was nun?" fragte er die
hinter ihm stehenden Frau, die ihn skeptisch beobachtete hatte. Die
zuckte achtlos mit den Achseln.
„Was weiß ich denn?" Sie
gähnte demonstrativ. „Weißt du, ich bin ziemlich müde",
erklärte sie. Der Mann rollte mit den Augen.
„Ah ja, wir
schön, daß du immer nur an dich denken kannst. Der…das…das
Ding da", er deutete auf die Gestalt auf de Boden. „…braucht
vielleicht Hilfe. Sollten wir ihm nicht helfen?" Er schaute wieder
hinunter und kratzte sich am Kopf. Die Frau seufzte ergeben.
„Gut,
wenn du also so ein Samariter bist, dann hilf ihm doch. Ich bin
sicher, es wird gar nichts schief gehen, wenn du an ihm herumpfuscht
– und wieso sollte es bösartig sein? Der Gedanke wär'
ja vollkommen abwegig…" Der Mann beachtete sich nicht weiter,
sondern ging in die Knie und starrte die reglose Gestalt an.
„Meinst
du, es ist ein Alien? Ich meine – das Licht vorhin. Vielleicht…"
Er blickte zu der Frau hoch, die nicht sehr begeistert drein blickte.
ü
„Noch ein Grund mehr, hier abzuhauen. Außerirdische
Invasoren…" Sie grinste etwas spöttisch. Dann gefror ihr
Lächeln und sie blickte ihren Begleiter fast erschrocken an.
„Laß mich raten – du hast diese romantische Vorstellung,
daß du diesem Ding hilfst, nach Hause zu kommen und es wird dir
ewig dankbar sein. Himmel, du hast eindeutig zu viele Romane
gelesen!" Der Mann war rot angelaufen, schnaubte aber nur.
„Ich
bin einfach nur neugierig, ok?"
„Na klar", murmelte die
Frau. „Also, was hast du nun vor, oh Retter der armen,
außerirdischen Kreaturen? Es nach Hause mitnehmen und füttern?"
„Sehr witzig. Wir wissen doch gar nicht, was es ißt und…"
Er stockte, als das Wesen vor ihm sich zu bewegen begann. „Oh
Himmel!" Er sprang auf und wich zurück, bis die Frau ihn am
Arm packte und nach vorne stieß.
„Na los, du Held! Du
wolltest es doch retten, nicht wahr? Dann mach mal!"
Das Wesen
gab seltsame, röchelnde Laute von sich, dann richtete es sich
auf und blickte sich um, bis sein Blick auf seinen beiden „Findern"
hängenblieb.
„Nun, Alca – dann hilf ihm mal, deinem
Alien", wisperte die Frau. Alce warf ihr einen nervösen Blick
zu, trat aber einen Schritt auf das Alien zu, zeigte seine leeren
Hände als Zeichen der Friedfertigkeit und versuchte zu lächeln.
Das Wesen starrte ihn immer noch an, seine helle Haut schimmerte im
Dämmerlicht, sein flaches, breites Gesicht schien
undurchdringlich.
„Ähm…willkommen auf unserem Planeten.
Es ist schön…ähm…Sie willkommen zu heißen
und…äh…wir kommen in Frieden." Die Frau hinter ihm
kicherte leise.
„Ist das nicht eigentlich der Spruch der
Aliens?" wisperte sie hinter Alca.
Das Wesen stand langsam auf
und sah sich um, dann blickte es wieder zu Alca und Devoin, die es
furchtsam und neugiereig beobachteten. Es begann seltsame, abegahckte
Laute von sich zu geben, die nur aus Konsonanten und Gekeuche
bestehen zu schienen.
„Ich glaube, es versucht zu
kommunizieren!" rief Alaca aufgeregt.
„Ich finde, es hört
sich eher an, als würde es gerade abkratzen…", murmelte
Devoin hinter ihm. Sie blickte hoch, als die ersten Regentropfen zu
fallen begannen. „Oh, einfach toll – ich gehe jetzt nach Hause",
informierte sie Alca. „Nimm das Ding doch mit, vielleicht können
wir es ja zum Abwasch überreden…" Etwas unsicher sah Alca
ihr hinterher, dann wandte er sich an das Wesen, das sich inzwischen
ganz aufgerichtet hatte. Es war seltsam dünn, mit langen Stelzen
als Beinen, einem kurzen Torso, auf dem der Kopf saß und
dünnen, zerbrechlich wirkenden Armen. Es starrte Alca
erwartungsvoll an, als wäre es wirklich ein kleines Tier, das
ihm zugelaufen war. Der stöhnte auf, kam aber zu einer
Entscheidung und winkte dem Wesen, ihm zu folgen. Es zögerte
kurz, aber als ein besonders kalter Wind durch die Bäume fuhr,
trabte es Alca schnell hinterher.
Es war erstaunlich, wie es sich
fortbewegte – seltsam steif und ungelenk und wie zu Hölle
konnte es überhaupt sein Gleichgewicht halten? Alca schüttelte
innerlich den Kopf. Als sie nach ein paar Minuten zu Hause in der
Vorhalle angekommen waren, fiel ihm was ein.
„Ah, hätt ich
doch beinahe vergessen!", rief er laut. Dann deutete er auf sich.
„Aaaalllcaaaa", sagte er langsam und betont deutlich. Dann deutet
er auf Devoin, die dazu getreten war und ihn mir gerunzelter Stirn
betrachtete. „Deeeeeevvvoooiiinnn", sagte er. Das Wesen nickte
langsam und versuchte die Namen nachzusprechen. Nach mehreren
Versuchen, bei denen es sich fast die Zunge verknotet hätte,
schaffte es die Namen fast richtig auszusprechen.
„Eeelke.
Teefuuin", rief es und klang fast begeistert. Alca und Devoin
wechselten einen kurzen, amüsierten Blick, dann deutete Alca auf
das Wesen und gab einen fragenden Laut von sich. Das Wesen verstand,
was er meinte und gab einen seltsames Röcheln von sich, das
plötzlich zuschnappte.
„Interessanter Name", meinte
Devoin. „So werde ich mein Kind mal nennen." Alca warf ihr einen
bösen Blick zu und begann nun seinerseits einige
Zungenverrenkungen zu versuchen.
„Heeeedn…", versuchte er
tapfer und ignorierte Devoins Gekicher. Das Wesen schüttelte den
Kopf und sprach laut und langsam.
„Haaaaaaaaa…", begann Alca
und verstummt etwas ratlos. „Habba?" Devoin prustete
los.
„Vielleicht hat es ja einfach nur Hunger?", schlug sie
vor. Das Wesen nickte Alca zu, der das als Aufmunterung nahm und es
erneut versuchte.
„Harper? Harper!" Er lachte auf und drehte
sich zu Devoin um, die ihn mit hochgezogenen Augenbrauen
musterte.
„Es hat sein erstes Wort gesagt! Wie toll… Ich geh
rein, mir ist kalt." Kopfschüttelnd drehte sie sich um und
marschierte ins Haus.
„Harper, komm mit!" strahlte Alca und
machte die entsprechende Bewegung, woraufhin das Wesen ihm hinein
folgte und anscheinend fasziniert stehen blieb. Draußen
donnerte es laut und alle zuckten zusammen.
„Puh, was für
ein Gewitter…", meinte Alca.
„Äh…Alca?" Devoins
Stimme klang verblüfft.
„Was ist denn?"
„Sieh mal
raus…wir haben Besuch." Alca drängte sich neben Devoin ans
Fenster und starrte hinaus.
„Oh, das sind bestimmt seine
Freunde, die es…ähm…die Harper holen wollen", freute er
sich.
„Woher willst du wissen, daß sie ihn nicht jagen und
er vielleicht nicht auf der Flucht vor ihnen ist?", meinte Devoin
unschuldig und lächelte, als sie die Ratlosigkeit in Alcas Miene
sah. Dann winkte sie Harper, der sich neben sie stellte und sofort
los röchelte…ähm..sprach, als er die Wesen sah.
„Ist
das nun Freude oder Verzweiflung?", fragte Alca etwas
hilflos.
„Gute Frage…" Devoin beobachtete Harper wie er zu
Tür rausrannte, wohl in der Absicht zu den anderen zu kommen.
Sie folgte ihm ohne zu zögern und Alca trabte schnell hinter ihr
her. Draußen bliebe sie beide stehen und beobachteten die
fremden Wesen. Sie sahen alle so aus wie ihr Harper, nur gab es
geringfügige Unterschiede in der Größe. Ein größeres
trat vor und blubberte Alca und Devoin zu, die eine ratlosen Blick
wechselten.
„Was soll ich nun tun?" fragte Alca hilflos.
„Mach
das, was du auch immer beim Chef machst – lächeln, nicken und
ihm in den A kriechen", schlug Devoin gehässig vor. Dann
wandte sie sich an das blubbernde Wesen und nickte ihm zu. „Da,
jetzt nimm deine Harper doch und hau endlich ab, du
Pfannkuchen-Gesicht", sagte sie freundlich.
Ein anderes Wesen,
genauso groß, aber etwas dunkler röchelte was zu dem
Pfannkuchen-Gesicht und fuchtelte mit etwas rum, was verdächtig
wie eine Waffe aussah.
„Wenn wir jetzt getötet werden, nur
weil du wieder was mit nach Hause gebracht hast…", begann
Devoin.
„Meine Güte – nur weil ich einmal... Und dabei
sah es aus wie ein Häschen!"
Harper grunzte seinen
Gefährten zu, die nickten und dann den Anschein machten,
aufzubrechen. Dann drehte es sich um und winkte Alca und Devoin zu
und das machte es so putzig, daß Devoin unwillkürlich
lächeln mußte.
„Süß ist Harper ja schon",
vertraute sie Alca an. „So ein Haustier wär schon was." Aber
sie winkte tapfer und Alca und sie sahen zu, wie die Wesen im Wald
verschwanden.
„Geht es Ihnen auch gut, Mr. Harper?" fragte
Dylan besorgt, als die bei der Maru angekommen waren und die Rampe
hinauf stiegen. „Der Slipstream-Fighter war wirklich übel
zugerichtet, als wir ihn fanden."
„Jaja, ich hab Ihnen doch
gesagt, daß es mir gut geht. Und die zwei waren doch echt nett.
Und sie hießen Elke und Tefuin."
„Wer hieß Elke
und Tefuin?" fragte Beka, die sie in der Maru empfing.
„Die
zwei, die mich gefunden haben. Sie haben mich zu sich nach Hause
genommen. Voll nett!"
„Und wer hieß wie?" fragte Tyr
und stellte sein Gauss-Gewehr sorgfältig in die dafür
vorgesehene Einrichtung.
„Der größere hieß
Tefuin, der kleinere Elke. Ich denke ja, Tefuin war das Männchen
und Elke das Weibchen. Tefuin hat Elke auch immer so komisch
zurechtweisend angeblubbert. Klang so wie Tyr…" Harper kicherte
und versteckte sich schnell hinter Beka.
„Was waren das denn
für zwei Aliens?" fragte Beka, und schnallte sich an, ohne auf
das Geplänkel zwischen Tyr und Harper zu achten.
„Oh, ganz
dunkele haut hatten sie. Ich hab sie erst gar nicht gesehen. Und vier
Knubbelbeine, ganz kleine, hatten sie auch. Und jeder zwei Arme…oder
Tentakeln…oder so… Am Anfang bin ich ziemlich erschrocken, aber
vor allem Elke war total nett. Ich glaub, sie hatte mich ins Herz
geschlossen…" Harper grinste anzüglich, während Tyr die
Augen verdrehte.
„Ja, wahrscheinlich als Vorspeise…", meinte
er trocken.
„Ach was, wie können Sie nur so viele
Vorurteile haben! Woher wollen Sie denn wissen, was die essen? War
wahrscheinlich nur ein altes Ehepaar, das im Wald ein zurückgezogenes
Leben führt!"
„Und hier sind wie wieder nach der
Werbeunterbrechung zu unserer Show – ‚Ich habe eine Geschichte'.
Unser erster Gast ist Alca. Hallo, Alca – setz dich doch bitte."
Alca marschierte zum Stuhl, ließ sich darauf nieder und blickte
sich interessiert um.
„Nun, Alca – was hast du erlebt?" Alca
konzentrierte sich auf den Gastgeber der Talkshow.
„Ich habe
ein Alien gesehen", berichtete er. Die Zuschauer begannen zu
tuscheln, schienen aber ausreichend fasziniert und nicht
ablehnend.
„Wirklich? Wie ist das passiert? Und wie sah es aus?"
Der Gastgeber lächelte etwas ölig.
„Nun, ich war mit
meiner Kollegin auf Patrouille nach Rebellen, als wir auf dieses
Wesen gestoßen sind. Es war anscheinend bewußtlos, aber
dann ist es aufgewacht und wir haben es zum Stützpunkt
mitgenommen. Und dann sind schon seine Gefährten gekommen, die
es mitgenommen haben."
„Wow, das ist ja unglaublich!" rief
der Gastgeber ebenso herzlich wie falsch und zeigte eine lange Reihe
dunkler Zähne. „Wollen wir doch mal hören, was deine
Kollegin dazu sagt. Hier ist sie – Devoin!" Applaus brandete auf,
als Devoin hereinmarschierte. Anscheinend kam sie direkt vom Dienst,
denn sie trug noch ihre Uniform. Sie nickte dem Gastgeber zu und ließ
sich neben Alca auf einen Stuhl plumpsen.
„Hallo, Devoin. Erzähl
uns dich mal deine Version der Geschichte."
„Was heißt
denn hier, Version? Wollen Sie damit andeuten, daß ich lüge?"
empörte sich Alca unwillkürlich. Devoin rollte ihre
rötlichen Augen, beschloß aber, aus Spaß
mitzumachen.
„Genau. Und wollen Sie damit auch andeuten, daß
Sie einen Lieutenant von der dritten Einheit der Zweiten Armee als
Lügner bezeichnen wollen?" fragte sie zuckersüß und
grinste erheitert, als der Gastgeber etwas erschrocken drein
blickte.
„Aber nein…ich, niemals! Also, Devoin – erzählen
Sie doch mal."
„Naja, wir haben dieses Wesen gefunden. Und um
ehrlich zu sein, ich wollte es erstmal liegen lassen, aber Alca
wollte ihm helfen. Dann ist es aufgewacht und da es anscheinend keine
feindlichen Absichten hatte, haben wir es mitgenommen. Sein Name war
übrigens Harper. Naja, und kaum waren wir auf dem Stützpunkt
angelangt, da kamen seine Gefährte, um Harper mitzunehmen."
„Oh,
sahen diese Gefährten genauso aus, wie Harper?"
„Mhm…nein,
sie hatten eine andere Größe. Alles sehr seltsame
Gestalten. Vielleicht war das ihr Junges oder so", mutmaßte
Devoin.
„Eine phanastische Geschichte", nickte der
Gastgeber.
„Und wir haben ihm geholfen. Also diesem Harper",
schaltete sich Alca noch mal ein.
„Ja, eine wirklich gute Tat –
hoffen wir nun für die Zukunft, daß diese Aliens besser
auf ihren Harper aufpassen werden. Und Sie auf sich. Damit eine Gute
Nacht und Auf Wiedersehen."
----------------------------------------------------------------------------------
Ja, etwas sinnlos die Geschichte, aber hey, hat wirklich Spaß gemacht, sie zu schreiben...hehe
