Prolog
War da nicht was?
Reika blickte auf.
Hatte er sich nicht gerade bewegt?
Nein, sie musste sich getäuscht haben.
Seit Stunden saß sie nun schon in diesem kahlen Zimmer und starrte an den vielen technischen Geräten vorbei auf den Mann, den sie über alles liebte. Als sie vor dieser, ach, sie wusste schon gar nicht mehr wie langen, Zeit diesen Raum betreten hatte, hatte sie schreien wollen.
Da lag er: Mitsuo Yamaki, ihr Mann. Er lag nun nach einer Not-OP auf der Intensivstation, an unzählige Geräte angeschlossen und trotzdem konnte keiner garantieren, dass er durchkommen würde.
Sie kam sich so hilflos vor. Er kämpfte, dass wusste sie; er bewegte sich zwar nicht, aber sie kannte ihn, er würde sich nicht so einfach geschlagen geben. Und sie konnte nichts anderes tun, als daneben zu sitzen und abzuwarten. Diese Vorstellung ließ sie fast völlig verzweifeln.
Doch Reika war bis jetzt in jeder Situation noch Hoffnung und Zuversicht geblieben.
"Jetzt, wo wir so glücklich sind," dachte sie, "jetzt kann das Schicksal uns doch nicht auseinander reißen."
Ein kleines Lächeln schlich sich auf Reikas Gesicht, als sie ihm sanft über die Wange strich, um ihm zu zeigen, dass er nicht allein war. Es konnte jetzt nicht zu Ende sein, dafür war ihre gemeinsame Geschichte viel zu ungewöhnlich.