A/N: Dies ist eine (genehmigte) Übersetzung der gleichnamigen Geschichte von Colubrina. Es ist meine erste richtige Übersetzung, also bitte ich darum, Fehler und holperige Sprache zu verzeihen (und mich darauf hinzuweisen, sodass ich es verbessern kann). Viel Spaß! :)


Sie hasste Muggel.

Hasste sie.

Sie wusste, es war nicht richtig, irgendjemanden zu hassen, noch weniger eine Gruppe von irgendjemanden, aber eine Lebenszeit von Armut, für die sie die bizarre Obsession ihres Vater mit Leuten, die so verkrüppelt waren, dass sie nicht einmal Magie hatten, verantwortlich machte, errichtete Vorurteile, Schicht für langsame Schicht.

Wirklich, wenn sie komplett ehrlich war, war es das Armsein was sie hasste. Aber Armut war abstrakt und hart zu bekämpfen und Muggel waren da mit den Geschichten, die ihr Vater von der Arbeit nach Hause brachte, und dem Auto in der Garage und seiner endlosen Faszination mit ihren Trivialitäten. Es war einfacher, gestohlenen Müll zu hassen und die Leute, die ihn herstellten, als ihre Eltern. Einfacher, Fremden die Schuld zu geben.

Als ihre Mutter ihr Hogwarts Zubehör kaufte, third-hand Bücher und benutzte Roben und sich darüber sorgte, ob Percys Kessel noch gut genug war, oder sie einen anderen brauchten, kochte Ginnys Ärger, sich immer mit weniger begnügen zu müssen, über. Sie konnte die Verachtung in den Augen der anderen Mädchen, die sich im Laden angestellt hatten, spüren. Schlimmer als die Verachtung war das Mitleid. Ein Mädchen mit glänzendem dunklen Haar warf das perfekte Haar zurück und drehte ihren Rücken zu der schmuddeligen, rothaarigen Familie. Die Botschaft war klar. Du? Mit den geflickten Roben und der Horde an lauten Brüdern? Du bist nicht gut genug für mich.

Fred machte ein unfreundliches Gesicht und Ron spottete mit vulgärem Fingerwedeln zum Rücken des Mädchens, aber das machte es schlimmer. Fred hatte George und Ron hatte Harry und sie hatte… nichts. Sie wollte neue Kleidung und frische Bücher und diesen Blick von Überheblichkeit aus dem Gesicht des Mädchens wischen, und anstelle davon hatte sie eine Mum in einem selbst gestrickten Pullover, der bessere Tage gesehen hatte, die mit einem angespannten Blick auf ihrem Gesicht Münzen zählte. Ginny kannte den Blick. Es war der Blick von stell es zurück, und vielleicht haben wir eins zu Hause, und ich denke ich kann herumfragen. Es war der Blick von nicht genug haben.

Ginny stand in Gang, während ihre Mutter diese Münzen zählte und ihre Augen zusammenkniff, und fragte die unsagbare Frage: „Warum kann Dad nicht einfach einen Job in einer besseren Abteilung kriegen?", forderte sie. „Warum nicht etwas anderes – irgendetwas anderes – als dreckige Muggel?"

Das entsetzte ihre Mum. Molly Weasley presste eine Hand auf den Mund ihres jüngsten Kindes, direkt hier in dem Laden, und zischte, „Rede nicht so." Molly Weasley war jedoch einst eine Prewett gewesen. Sie war mit mehr aufgewachsen. Sie hatte gute Roben gehabt für Partys ab und zu und einen eigenen Besen und sie hatte nie nervös zum Küchenschrank geschaut und überlegt, ob vielleicht für diesen Monat nicht genug da sein würde, bis sie für Liebe geheiratet hatte und Kinder bekommen hatte für Liebe und dann immer noch mehr Kinder. Sie hielt sich immer noch für eine reinblütige Hexe, mächtiger als die meisten, gefallen in harten Zeiten vielleicht, aber nicht arm.

Ginny wusste, dass sie arm waren. Sie wusste, dass sie untere Klasse waren, und das taten auch all diese Mädchen in der Schlange, ungeachtet der Betonung ihrer Mittelklasse.

Lucius Malfoy, der niemals arm gewesen war, stand hinter ihnen. Er lächelte mit den Sorte von perfekten Zähnen, die nur ein Mann mit Glück oder mehreren Besuchen zu einem spezialisierten Heiler bekommen konnte, und Ginny wartete, einen Schauder versteckend, auf die Verachtung oder, noch schlimmer, das herablassende Angebot, ihnen auszuhelfen. Keins von beiden erschien. Anstelle davon sagte er, „Schimpf das Kind nicht dafür, das zu fragen, worüber sich jeder wundert, Molly."

Draco Malfoy, an der Seite seines Vaters stehend, blond und blasiert und arrogant, schenkte Ginny ein Grinsen, das halb gemein, halb verschwörerisch war. „Vielleicht wirst du nach Slytherin einsortiert", sagte er. Sie versuchte, ihm nicht den frischen Stoff seiner Roben oder den glänzenden Kessel, den sie ihn mit Freude halten sehen konnte, übelzunehmen. Es war nicht seine Schuld, dass er vornehm war. Wenigstens sprach er mit ihr. „Ravenclaw wäre in Ordnung, denke ich, aber ich würde sterben, wenn es Hufflepuff wäre, du nicht?"

Molly Weasley blickte finster auf das Paar. „Sie wird nach Gryffindor kommen wie all ihre Brüder vor ihr", sagte sie. „Wie ich und Arthur."

„Oder du wirst was?", fragte Lucius Malfoy mild. „Sie von dem Familienwandteppich entfernen?" Er lächelte erneut zu Ginny hinab. „Falls sie das tut", sagte er, „wären Narcissa und ich erfreut, dich aufzunehmen."

Molly Weasley klatschte ihr Geld auf die Theke, ein jämmerlicher Haufen von Knuts und abgegriffenen Sickeln, und die Verkäuferin begann, es zu zählen. Ginny verpasste die Art, wie Lucius murmelte, „Ich werde mich darum kümmern." Sie sah nur, wie das Mädchen die Münzen in die Schublade fegte, und fühlte Erleichterung, dass sie nicht durch die Beschämung gehen würden müssen, Dinge zurückzulegen

„Ich seh dich dann in Hogwarts", sagte Draco. Ginny versuchte, ihm einen kurzen Abschiedsgruß zu geben, aber ihre Mutter war schon dabei, sie aus dem Laden zu ziehen, die Einkäufe in dem tristen Kessel gestapelt, der, wie sie beschlossen hatte, schussendlich doch nötig war.

„Ich bin niemals so gedemütigt worden", sagte sie, die Hand so hart an Ginnys Oberarm geklammert, dass es wehtat. „Und auch noch vor den Malfoys." Sie stieß ein müdes Seufzen aus und wandte ihre Aufmerksamkeit dem Abendessen und der Wäsche zu. „Nur… geh in dein Zimmer und denk über alles, was du gesagt hast, nach. Du wirst nach Hogwarts gehen und nach Gryffindor kommen und alles wird gut werden."

„Malfoy ist ein Arsch", sagte Ron. Er hatte seine Füße auf dem abgenutzten Sofa ausgestreckt und blätterte durch eines seiner neuen Bücher. „Halt dich fern von ihm."

„Hör auf deinen Bruder", sagte ihre Mum. „Verstehst du mich?"

„Absolut", sagte Ginny, ihren Arm wegreißend.

Sobald sie in ihrem Zimmer war, auf dem durchhängenden Bett sitzend mit seiner geflickten und wieder geflickten Decke, holte sie mit einem Seufzen die abgenutzten Bücher aus ihrem neuen Kessel und begann, sie in ihren Schulkoffer zu packen, der eine, der Bill gehört hatte. Ein Buch erkannte sie nicht wieder: es war ein teures Ledertagebuch, das einen Jungennamen in Goldbuchstaben auf die Vorderseite gestanzt hatte. Ein kurzes Blättern durch die Seiten zeigte, dass niemand jemals etwas hineingeschrieben hatte, mit einem düsteren Blick zu ihrer geschlossenen Tür, entschied sie, ihrer Mum nicht zu erzählen, dass sie durch einen Fehler anscheinend ein zusätzliches Buch bekommen hatten. Stattdessen holte sie eine Feder hervor, wandte sich der ersten Seite zu und begann zu schreiben.

Liebes Tagebuch. Mein Name ist Ginny Weasley. Ich bin elf Jahre alt und ich bin dabei, Hogwarts zu starten. Ich hasse Armsein. Hasse es. Ich will nicht in Gryffindor sein und ich will reich sein und ich will, dass das schreckliche Mädchen mit den Haaren wünscht, es hätte mir niemals den Rücken zugekehrt.

Die Tinte spritzte, als sie die Feder beim letzten Punkt zu hart stieß, aber sie sah mit Freude auf ihren ersten Eintrag. Da. Letzten Endes hatte sie es gesagt. Die Wörter heruntergeschrieben zu sehen, brachte sie dazu, eine gewissermaßen wilde, gehässige Freude zu spüren.

Dann wirbelten die Wörter davon und sie starrte in Schock auf die leere Seite bis neue Wörter erschienen.

Hallu, Ginny. Mein Name ist Tom Riddle. Es ist nett, dich kennenzulernen. Ich denke, wir haben ein paar Dinge gemeinsam.