So meine Lieben, gestern hat es in Wien ordentlich geschneit (halben Meter) und beim Zusehen wie mein kleiner Garten zugeschneit wurde, ist mir dieser kleine Drabbel eingefallen. Geplant war eigentlich nur die erste Partie, aber meine Hände haben einfach ein wenig weitergeschrieben. Nun ja, shit happens ^-^° (übrigens und darauf bin ich auch ein wenig stolz, es ist schon mein 5o Kapi, welches ich hochlad, nun ja)
Im verschneiten Prater...
Wien - Prater – Jesuiten Wiese – 14.01.2013
Gilbert lachte als er sich auf den Boden warf. Mit Armen und Beinen fuhr er über die kalte Fläche des Bodes, während er mit geschlossenen Augen das Gefühl genoss, sich für diesen Moment das Recht rauszunehmen, wie ein Kind zu sein. Als er ein paar Augenblicke später die Augen wieder öffnete, bemerkte er wie ihn sein Begleiter einen ärgerlichen Blick zuwarf. Roderich stand, in seinen altmodischen pflaumenfarbenden Mantel gehüllt, vor ihm und zupfte unbehaglich den Schal zu Recht. „Gilbert, ich bitte dich stehe auf. Die Leute schauen schon." Der Angesprochene richtete sich ein wenig auf und sah sich sein Kunstwerk an. Mit einem Grinsen erwiderte er dann den Blick vom Österreicher. „Kann ich verstehen. Ich habe auch schon lange nicht mehr einen solch gelungenen Schneeengel gesehen. Aber das ist ja bei meinen Genie weder Zufall, noch hohe Kunst."

Nachdem Gilbert wieder aufgestanden war und sich den restlichen Schnee von der Kleidung abgeputzt hatte, konnte er deutlich vernehmen wie der Braunhaarige irgendetwas in seinem nicht vorhandenen Bart murmelte, wobei verdächtige Schlagwörter, wie: erwachsener Mann, im Schnee rum kugeln, Bengel, fielen. Mit einem skeptischen Blick stellte er sich vor Roderich und hob seinen Kopf leicht an, damit dieser ihm in die Augen sehen konnte. Ein überraschter Ausdruck ließ sich aus den violetten Augen ablesen. „Sag mal, Roderich!", begann der Ostdeutsche mit einem drohenden Unterton. „Kann es sein, das du dich für mich schämst?" Verlegen versuchte der Österreicher seinen Kopf wegzudrehen, doch Gilbert ließ nicht locker. „Natürlich nicht.", nuschelte Roderich, dann schließlich, wobei er tunlichst vermied den Blick der roten Augen zu kreuzen. „Dann ist es ja gut.", meinte Gilbert kurz angebunden, bevor er die Augen schloss, um den anderen in einen Kuss zu verwickeln. Erst sträubte sich sein Partner, jedoch nach kurzer Zeit schwand der Wiederstand. Als sie sich voneinander lösten, blickte Roderich zur Seite. „ Gil, Die Leute schauen noch immer her.", meinte er dann mit roten Wangen, welche nicht nur von der Kälte herrührten. Gilbert lachte auf, und drückte den Braunhaarigen ein wenig mehr an sich. „Wir haben ihnen ja auch einiges zum Glotzen gegeben…"

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