Dunkelheit. Absolute Dunkelheit. Wohltuende Dunkelheit. Nichts sehen, nichts fühlen, nichts hören. Moment, nichts hören? Leider nicht. Durch den angenehmen Zustand der absoluten Nichtexistenz dringt eine Störung. „Jin, Jin, was ist mit dir? Geht es dir gut?" Ein Stöhnen dringt in seine Ohren, nicht wissend, dass er selbst die Ursache dieses Geräusches ist. Und überhaupt, wer ist das, dieser Jin? Seine Augen flackern, was zur Folge hat, dass helles Licht in seine Augen dringt, woraufhin er sie sofort wieder schließt, sie sogar fest zusammenkneift. Der Schmerz, der durch seinen Kopf schießt, ist viel zu heftig, als dass er in der Lage wäre, ihn auszuhalten. Geschweige denn, dass er den Wunsch verspüren würde, richtig zu Bewusstsein zu kommen. Es ist viel angenehmer, in dem Zustand der Abwesenheit zu verbleiben. Er wünscht sich nur eines: Dass ihn alle einfach in Ruhe lassen.

Leider wird seine Hoffnung enttäuscht. Die störenden Geräusche in Form von Worten hören nicht auf, im Gegenteil. War es eben noch eine Stimme, die diesen Jin angesprochen hat, wirbeln die Worte jetzt nur noch mehr durcheinander: „Jin, komm zu dir! Wie konnte das passieren? Warum hast du das nicht kommen sehen? Bitte stirb nicht, wir brauchen dich! ‚Wie konnte was passieren? Und können sie den Kerl, der da zu sich kommen soll, nicht leiser aufwecken? Wen kümmert es, ob dieser Jin stirbt, und wie soll überhaupt irgendjemand kommen sehen, dass ihm etwas zustoßen wird? Und warum tragen diese Typen all diese Fragen ausgerechnet hier bei ihm aus?', fragt er sich und legt seine Hand schützend über sein Gesicht. Vielleicht reicht diese Geste ja aus, um diese Störfaktoren endlich zu entfernen.

Auch diese Hoffnung wird jäh zerstört, denn nun wird er nicht nur mit Worten gequält, sondern Hände machen sich an ihm zu schaffen, greifen nach seinen Armen, zerren an seinen Kleidern. Schwach versucht er, die Hände wegzuschieben und murmelt: „Lasst mich doch in Ruhe, haut ab!" Schmerz schießt erneut durch seinen Kopf, allein der Klang seiner Stimme lässt ihn fast zerspringen, und er stöhnt leise. Am besten er steht einfach auf und haut selber ab. Mühsam versucht er sich aufzurichten, aber gegen das, was daraufhin in seinem Kopf explodiert, waren die Schmerzen, die er zuvor hatte, nicht mehr als ein leichtes Ziehen. Er lässt sich zurückfallen und die Welt um ihn herum sinkt wieder in absolute Dunkelheit, als er gnädiger Weise das Bewusstsein wieder verliert.