Disclaimer:
Das HP-Universum gehört nicht mir. : ( Aber dafür mein ABI!! Hahaha, so und jetzt weiter mit der Story…, deren Charaktere natürlich nicht mir gehören… ich werde alt, ich fange an mich zu wiederholen.
Inhalt:
Fudge will Harry zu einem Mündel des Ministeriums machen, um die Wahl zu gewinnen. Dies würde für den Gryffindor Gefangenschaft in einem goldenen Käfig und ein Leben voller Manipulation bedeuten.
Harry flieht, bevor sie ihn mitnehmen können und findet Hilfe bei einer unerwarteten Person. Aber wird das reichen, um dem Ministerium zu entkommen? Eine interessante wie auch gefährliche Reise beginnt für Harry und seinen widerwilligen Beschützer.
Kommentar:
Teile der Unterhaltung von Fudge und Harry sind direkt aus dem dritten Teil übernommen… und es ist erstaunlich wie gut sie in einen völlig anderen Sinnzusammenhang passen. ; )
Zu dieser ff hat mich das Gedicht von Robert Frost „The road not taken" inspiriert, hier ein kleiner Ausschnitt:
Two
roads diverged in a wood, and I -
I took the one less travelled
by,
And that has made all the difference.
Jetzt viel Spaß beim Lesen:
Harry Potter saß mit immer noch leicht pochendem Herzen auf seinem Bett im tropfenden Kessel.
Er hatte Tante Magda aufgeblasen! Er hatte sie aufgeblasen und war ohne Bestrafung davon gekommen!
Harry konnte sein Glück kaum fassen und trotzdem beschlich ihn ein wirklich ungutes Gefühl. Er hatte noch so viele Fragen. Es gab noch so viele Dinge, die noch ungeklärt waren. Das Ende der eben geführten Unterhaltung mit Cornelius Fudge spielte sich noch einmal vor seinem Geistigen Auge ab:
„Okay Harry, warte hier, während ich vorn nachfrage, ob Tom noch ein Zimmer für dich frei hat."
Fudge verließ das Hinterzimmer, sodass der junge Gryffindor allein zurückblieb.
Was würde jetzt geschehen? Warum hatte Fudge gerade im tropfenden Kessel auf ihn gewartet, wenn er ihn nicht bestrafen wollte? Und seit wann gab sich der Minister mit der Zauberei Minderjähriger ab, wenn er letztes Jahr auch nur einen Brief bekommen hatte? Hatte er ihn angelogen und wartete nur darauf bis Harry sich in Sicherheit wog, bevor er ihn nach Askaban abführen ließ?
Als sich plötzlich die Tür öffnete und ein fremder Ministeriumsbeamter eintrat, blieb Harry fast das Herz stehen. Unbewusst wich er zurück vor dem schlanken Mann in den Mittdreißigern.
„Harry, so darf ich dich doch nennen, oder?" Er zögerte so lange bis er ein kaum merkliches, Nicken von seinem Gegenüber vernahm, dann fuhr er fort: „Hast deinen Zauberstab bei dir?"
Harrys Alarmglocken schrillten.
Man würde ihn mitnehmen! Sei würden seinen Zauberstab zerbrechen!
Obwohl er sich fühlte, als würde Panik ihn ertränken, brachte er hervor: „N…nein, ich hab ihn im Koffer." Das stimmte nicht. Sein geliebter Zauberstab steckte in seinem Hosenbund unter dem viel zu weiten T-Shirt. Es war die erste Ausrede, die ihm in dem Moment eingefallen war.
Der Fremde würde nachsehen und den Zauberstab nicht darin finden. Er würde wissen, dass Harry gelogen hatte.
Jetzt konnte sich der ängstliche Gryffindor nicht mehr erklären wie er so dumm hatte sein können gerade diesen Ort zu nennen.
Ein merkwürdiges Funkeln, das Harry einen Schauer über den Rücken jagte, trat für einen kurzen Augenblick in die meergrauen Augen des anderen. Mit angehaltenem Atem starrte Harry zu dem Ministeriumsbeamten hinauf und wartete auf das Schlimmste.
„Gut, du hast doch nichts dagegen, wenn ich deinen Koffer trotzdem so klein schrumpfe, dass du ihn bequem in dein neues Zimmer tragen kannst?" Der schmächtige 13-Jährige schüttelte nur wild den Kopf. Eine Welle der Erleichterung durchflutete ihn, während der Mann (dessen Namen er immer noch nicht wusste) seinen riesigen Koffer auf die Größe einer Taschentuchpackung verkleinerte. Harry beobachtete die weite, sogar ihn einschließende Zauberstabgeste, die den abgewetzten Koffer verwandelte.
„Der Minister wird gleich wiederkommen, bitte warte hier."
„Ja, Sir" „Gut." Damit verließ der dunkelhaarige Mann den Raum und Harry war erneut völlig allein in dem kleinen Hinterzimmer. Kurze Zeit später kam Fudge mit Tom zurück.
„Ah, Harry, du kannst mitkommen, Tom hat noch ein Zimmer frei." Der Gryffindor nickte dankbar und wartete dann darauf, dass der Minister fortfuhr.
„Nun", der ergraute Mann räusperte sich vernehmlich, als wäre er nervös: „Du wirst bis zum ersten September hier im tropfenden Kessel wohnen, also gibt es nur noch eins, das ich von dir erbitten muss: Bleib in der Winkelgasse und halt dich vom London der Muggel fern." Ein großväterliches Lächeln, das seine Augen nicht zu erreichen schien, zeichnete seine Züge.
„Okay, aber warum, Sir?"
„Wir wollen dich doch nicht wieder verlieren, nicht wahr?" Fudge gab ein beinahe verlegenes leises Lachen von sich. Er sprach nun eher zu sich selbst als zu Harry, jedenfalls kam es dem 13-Jährige so vor: „Nein, nein… besser wir wissen, wo du bist…."
„Nun also…, Tom wird dir nun dein Zimmer zeigen, eine gute Nacht Harry. Mit diesen Worten ging der viel beschäftigte Zaubereiminister schnellen Schrittes aus dem Raum. Das letzte, was er von ihm sah, war der Saum des Nadelstreifenumhangs, der in einem anderen Zimmer verschwand, bevor die Eichentür ins Schloss fiel.
Tom winkte ihm zu und bat ihn ihm zu folgen. „Ja ja, der Minister hat viel zu tun, jetzt da die Wahl kurz bevorsteht. Ja ja, sehr viel zu tun", murmelte der gebeugte Wirt leise vor sich hin, während er seinen jungen Gast aus dem beinahe verlassenen Teil des Pubs heraus auf sein Zimmer führte.
RRRRRRR
Da saß Harry nun in diesem fremden aber gemütlichen Zimmer und fragte sich wie so viel innerhalb so kurzer Zeit hatte geschehen können. Unentschlossen rutschte der Gryffindor kaum einen Moment später vom Bett, um rastlos im Raum auf und ab zu gehen. Wieder diese merkwürdige Unruhe.
„Hmm, vielleicht hilft es einfach erst mal meinen Koffer auszupacken", sprach Harry leise zu sich selbst. Erst nachdem er sich zur Gänze umgewandt hatte, bemerkte er ein entschiedenes Problem: Sein Koffer war ja noch geschrumpft!
RRRRRRR
Zögerlich näherte sich der Junge, der lebte, dem Raum, in dem er Fudge hatte verschwinden sehen. Tom hatte er nicht finden könne, aber vielleicht wäre der Minister ja so nett und würde seinen Koffer wieder vergrößern. Harry wollte schon an die Tür klopfen, doch kurz bevor seine Hand das Holz berührte, hielt er inne. Er hörte drinnen Stimmen. Die eine war eindeutig Fudges und die andere musste dem Mann gehören, der seinen Koffer verkleinert hatte. So leise wie möglich atmend legte Harry das Ohr an die Tür:
„Nun, haben Sie getan, worum ich Sie gebeten habe?"
„Natürlich Minister." Es folgte ein kurzes Schweigen, dann: „Wie gedenken Sie Ihren Plan in die Tat umzusetzen? Es handelt sich hier immerhin um den Jungen, der lebt… er wird unter Dumbledores Schutz stehen."
Harry schnappte stumm nach Luft, sein Herz hämmerte in seiner Brust.
Was hatten sie mit ihm vor?
Fudge gab ein merkwürdiges Lachen von sich. Wieder schwang darin Unsicherheit, aber auch eine Spur Häme. Sie ließ Harry flau im Magen werden.
„Aber was nützt Dumbledores Schutz, wenn er bei seinen Verwandten nicht sicher ist."
Der plötzliche Umschwung in Fudges Stimme jagte Harry einen kalten Schauer über den Rücken. Sie war kalt, keinen Deut mehr von der so bekannten Nervösität.
„Diese armen Menschen werden ja noch nicht mal mit ihrem eigenen Neffen fertig."
„Sind Sie sicher? Ich denke es handelte sich hierbei lediglich um einen Fall von zufälliger Magie, nicht ungewöhnlich bei Zauberern seines Alters."
„Natürlich bin ich mir sicher", eine kurze Pause: „…dass es ein harmloser Ausbruch zufälliger Magie war…."
Harry hörte, dass der Beamte des Ministeriums dazu ansetzte sein Unverständnis in Worte zu fassen, doch in diesem Moment fuhr Fudge fort:
„Aber das muss die Öffentlichkeit ja nicht wissen. Sie wird nur erfahren, dass wir es uns zur Aufgabe gemacht haben, ihn vor Black zu schützen und ihm eine Ausbildung zu ermöglichen, die seine Verwandten ihm nicht bieten können."
„Nun, wenn das so ist…, wissen Sie schon wie Sie den Jungen kontrollieren, sobald er sein neues Jahr in Hogwarts beginnt?"
„Ich gedenke ihn nicht dem ach so schlechten Einfluss Dumbledores auszusetzen." Fudges Stimme klang kalt und teilnahmslos, die Ironie in den Worten schärfer, als er es von dem unsicheren Mann gewohnt war. Harry wusste eins hundertprozentig: Hier ging es nicht um seinen Schutz, sondern um Macht.
Ein leises schnaubendes Lachen erklang. Es musste dem anderen Mann gehören.
„Ich verstehe, wenn der Junge erst einmal Mündel des Ministeriums ist und lange genug von uns erzogen wurde, dann wird er Ihnen völlig ergeben sein. Ich muss gestehen, dieser Plan ist reizvoll."
Diesmal Fudges beinahe nervöses, schwaches Lachen.
„Oh ja, und vor allem so wirksam in Bezug auf die bevorstehenden Wahlen. Wer würde nicht einen Minister wählen, der Harry Potter, den Jungen, der lebt, auf seiner Seite hat?"
Eine Weile sagte niemand etwas und während drinnen mit zwei Gläsern leise angestoßen wurde, hörte Harry nur Rauschen in seinen Ohren. Es schien ihm, als wolle ihm das Herz aus der Brust springen. Es war merkwürdig schwer zu atmen. Erst Fudges nächste Worte holten ihn ein Stück weit aus seiner Starre.
„Hat der Junge seinen Zauberstab?"
„Ja, aber er kommt nicht heran, da ich den Koffer geschrumpft habe."
„Sehr gut, man weiß ja nie, was unser junger Freund damit anstellt… vor allem dann, wenn wir ihn mitnehmen."
Harry hatte genug gehört. Kaum auf die Lautstärke seiner Schritte achtend, rannte er in sein Zimmer und schlug die Tür hinter sich zu.
Was sollte er jetzt tun? Wie konnte er entkommen? Hedwig würde viel zu lange brauchen, um eine Botschaft an Hogwarts oder seine Freunde zu liefern!
Panisch sah der Gryffindor sich um und sein Blick fiel auf seinen verkleinerten Koffer auf seinem Nachttisch.
Er musste hier weg, so schnell wie möglich!
Der 13-Jährige ging zu Hedwig, seiner weißen Schleiereule hinüber.
„Okay mein Schatz, du musst jetzt ganz leise sein. Wir müssen hier verschwinden und niemand darf uns sehen." Damit nahm er ihren Käfig, steckte seinen Koffer in die Hosentasche und verschwand aus dem Zimmer.
Auf dem Flur sah er sich vorsichtig um. Niemand befand sich auf dem Korridor. Harry stieß erleichtert Luft aus. Leise wagte er sich bis zur Treppe vor, doch in diesem Moment hörte er Schritte von unten und leise Stimmen. Oh nein, das hörte sich an wie der Beamte von Ministerium!! Er durfte ihn nicht sehen.
Harry wirbelte herum auf der Suche nach einem Versteck… nichts, nur Zimmer.
Verzweifelt legte er sein Ohr an die erste Tür…. Er hörte Geräusche von drinnen. Er hastete weiter, während die Schritte immer näher kamen.
Bald würde er weit genug oben sein, um ihn zu sehen! Oh, verdammt!
Endlich, das dritte Zimmer schien unbewohnt zu sein. Er rüttelte am Türknopf. Was, wenn die Tür verschlossen war?! Einen Moment lang geschah nichts, dann öffnete sich die schwere Eichentür. Der Gryffindor hechtete in das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Der Raum war vollkommen leer.
Mit angehaltenem Atem wartete der junge Gryffindor bis die Schritte verklungen waren, dann spähte er hinaus und floh nach unten, sobald er wusste, dass die Luft rein war. Er konnte sich keine übermäßige Heimlichkeit mehr leisten. Harry war sicher, dass der Fremde zu ihm wollte und wenn er erst einmal sah, dass er nicht mehr da war, würde er ihn sofort verfolgen. Seine einzige Chance war das Gedränge in den Straßen der Winkelgasse.
Es war Harry egal, dass er einen älteren Herrn über den Haufen rannte, als er den Pub verließ. Hastig versuchte er Hedwigs empörtes Geschrei zu mildern, denn beim Zusammenstoß mit dem alten Zauberer war der Käfig gehörig durchgerüttelt worden.
Er hatte nicht mehr viel Zeit. Der 13-Jährige hatte unglaubliche Angst. Er spürte Schweiß seinen Rücken entlang laufen. Dass sein Handgelenk von dem Sturz eben ziemlich weh tat, beachtete er nicht. Auch nicht die empörten Vorhaltungen desjenigen, den er umgerannt hatte. „Kannst du nicht aufpassen, du nichtsnutziger Bengel?"
Kaum war er durch die Tür nach draußen geprescht, zog der Gryffindor seinen Zauberstab aus dem Hosenbund und tippte die Steine an, die die Tür zur Winkelgasse öffnen würden.
Autsch, warum tat denn sein Handgelenk so weh, wenn er die rechte Hand bewegte? Verdammt, wahrscheinlich hatte er es sich eben verstaucht.
In dem Moment da Harry im Gedränge verschwand, öffnete sich das Tor zur Gasse erneut und drei Ministeriumsbeamte stürmten hinaus. Er sah sie aus dem Augenwinkel und in seinem panischen Versuch noch schneller zu laufen, stolperte er und stürzte der Länge nach. Nein! Sie hatten ihn fast eingeholt!!
Dreck ausspuckend rappelte er sich wieder auf so schnell es ging. Ohne noch groß auf seine Umwelt zu achten, schlängelte er sich durch die Menschenmenge. Mehrmals wurde er angerempelte und aufgehalten, während seine Verfolger immer weiter aufschlossen.
Harrys Kopf wirbelte herum. Nirgendwo war ein Durchkommen!
Im Augenblick als der Mann mit den beunruhigenden meergrauen Augen ihn fast eingeholt hatte, sah Harry seine Chance: Trotz des Käfigs, den er zu tragen hatte, hechtete er auf alle Viere und versuchte so schnell er konnte zwischen den Beinen eines fremden Mannes hindurch zu krabbeln.
„Hey, was soll das?", brüllte der Mannaufgebracht und überrascht zugleich. Er hatte eine Adlernase und kurze, ungleichmäßige Haare. In seinem Blick lag etwas Wildes.
Genauso wild und ungestüm wie der Herr war auch das Haustier des Fremden, welches er an
der Leine hielt. Es war irgendeine magische Bestie und sie zerrte wie verrückt an dem breiten Lederband, welches sie mit ihrem Herrn verband.
Das war Harrys Glück!
In dem Moment da er voller Panik spürte wie sich eine schlanke, ungewöhnlich kräftige Hand um seinen Knöchel schloss, musste der Mann vor ihm einen weiten Schritt machen, um genug Standfestigkeit zum Halten seines Haustieres zu erlangen. Der Gryffindor trat mit dem freien Fuß so heftig er konnte nach der Hand, die ihn hielt, dann war er frei und konnte vollends zwischen den Beinen des Bestienbesitzers hindurch krabbeln.
Noch während er das schmerzerfüllte Knurren seines Verfolgers hörte und der Freiheit entgegen wetzte, fragte er sich ängstlich, warum sie keine Zauber benutzten, um ihn zu fangen.
Harry hatte jetzt einen kleinen Vorsprung, aber er musste sich beeilen. Lange würden die anderen ihn nicht zufrieden lassen. Wieder sah der 13-Jährige sich um.
Da! Die Apotheke!!
Er rannte in blinder Hast zur Eingangstür, riss sie auf und stürmte hinein.
WUMM!! Es war als renne er geradewegs in eine solide Mauer aus Stoff. Der heftige Aufprall ließ ihn zurückfallen, sodass er letztlich mit dem Hintern auf dem Boden saß, bevor er ganz registriert hatte, was passiert war. Hedwigs Käfig flog ihm aus der Hand und landete neben ihm auf dem Boden.
„Potter!" Harrys Kopf ruckte hoch.
Snape!!
RRRRRRR
Das war das erste Kapitel meiner neuen Story. Ich bitte euch ganz lieb darum, mir ein Review zu schicken. O.o Melf guckt euch mit großen Augen an.
