Autor: raYo
Titel: One by One
Anzahl der Kapitel: noch nicht bekannt
Raiting: P – 16/18

Disclaimer: Die Rechte an Primeval liegen bei ITV. Allein der Plot ist mir.

Summary: Kaum aus der frühen Kreidezeit entkommen, finden sich Connor, Abby und der Rest des Teams erneut in der Vergangenheit wider. Doch nicht die Raubtiere aus der Epoche sind die Jäger, vor denen sich das Team in acht nehmen sollte. One by One…

One by One

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Zum wiederholten Male in dieser Nacht schlug Connor die Augen auf. Nicht weit, denn schon beim Erkennen des flackernden, rötlich-gelben Scheines wusste er, dass der Alptraum noch nicht geendet hatte.

Mit einem leisen Seufzen schloss er die Lider erneut und versuchte das aufkeimende Unbehagen hinunterzuschlucken. Dies war nun schon die zweite Nacht, die sie unter freiem Himmel verbrachten und irgendetwas in seinem Inneren sagte ihm, dass es nicht die Letzte bleiben würde.

Ein leises Rascheln durchkreuzte seine Gedanken und veranlasste ihn dazu, dass er seine Augen ein weiteres Mal öffnete und einen Schatten erkannte, der ihm die Sicht auf das wärmende Feuer fast gänzlich verwehrte. Seine Augen brauchten ein paar Sekunden, um dem Schatten schärfere Konturen zu geben.

Danny hatte sich halb über das Feuer gebeugt, um es zu schüren. Wahrscheinlich konnte auch er nicht schlafen. Kein Wunder, schließlich waren sie erst vor wenigen Wochen einer ähnlichen Situation aus genau dieser Zeit entkommen – allerdings nur mit der Hilfe von Becker und Sarah.

Doch nun saßen sie alle hier fest. Und damit meinte er wirklich alle. Selbst Lester lag unweit von ihm entfernt und sah ihm nun, da sein Blick in seine Richtung geschweift war, direkt in die Augen.

Wie hatte er nur annehmen können, dass er der Einzige war, dem der wohltuende Schlaft nicht vergönnt war?

Connor seufzte, wich schnell Lesters böse-funkelndem Blick aus und richtet seinen müden Körper auf, während er ein vereinzeltes Knacken seiner Knochen hören konnte. Dieser kreidezeitliche Boden war definitiv nichts für seinen Rücken. Sein Fuß schmerzte ein wenig, als er sich streckte. Noch immer merkte er den Bruch, den er sich vor einigen Wochen bei ihrem kleinen Ausflug in die frühe Kreidezeit, zugezogen hatte. Gott sei Dank war er nun soweit verheilt, dass er ohne weitere Probleme laufen konnte – zumindest, wenn es ein angenehmes Tempo war und sie vor nichts flüchten mussten.

Connors Blick glitt über die schlafende Person neben ihm. Abbys platinblonde Haare lagen wirr um ihren Kopf und wirkten jetzt in der Dunkelheit und aufgrund des flackernden Lichtes ein wenig surreal. Dennoch freute er sich, dass wenigstens sie ein wenig Ruhe gefunden hatte. Auch Sarah, die direkt neben Abby lag, hatte ihre Augen fest verschlossen. Wie sehr er die Beiden doch beneidete.

Mit einem letzten Blick auf Abby stemmte er sich nun gänzlich in die Höhe und trottete mit noch immer schmerzendem Fuß – Hatte er sich wirklich so sehr gestreckt, dass der Schmerz anhielt? – hinüber zu Danny, der es sich mittlerweile auf dem umgekippten Baumstamm gemütlich gemacht hatte und ins Feuer starrte.

Wortlos ließ er sich neben ihm nieder und musterte die Dunkelheit, die ihr nächtliches Lager umhüllte und auf eine gespenstische Art zu verschlucken drohte.

„Wir sollten morgen noch einmal versuchen den Detektor zu reparieren", murmelte Danny, ohne vom Feuer aufzusehen. In Connors Ohren klangen seine Worte allerdings nur matt und niedergeschlagen. Sie beide wussten, dass dieser erneute Versuch aussichtslos war. Immerhin hatte Connor bereits die vergangenen Stunden daran gesessen, dieses Ding wieder zum Laufen zu bringen. Doch es war zwecklos. Der Sturz auf die harten Felsen hatte dafür gesorgt, dass der Detektor nicht mehr aus nur einem Stück bestand. Und ohne Ersatzmaterial war es Connor einfach unmöglich, etwas Funktionstüchtiges zustande zu bringen.

Connor murmelte nur ein leises ‚Hmm' als Antwort und rieb sich müde die Augen. Wie sehr wünschte er sich jetzt sein Bett – weich, kuschelig, warm. Zuhause eben.

Ein Klaps auf seine Schulter holte ihn aus seinem Wunschtraum zurück ins Hier und Jetzt – oder sollte er lieber ‚Ins Hier und Damals' sagen? Er war verwirrt.

„Du solltest schlafen, Connor."

Diese Worte kamen ausgerechnet von der Person, die wahrscheinlich noch blutunterlaufenere Augen hatte, als er selbst. Dennoch rang er sich ein Lächeln ab.

„Ich finde, Schlaf wird überbewertet."

„Essen auch…", fügte Danny mit einem Schmunzeln hinzu und klopfte ihm abermals auf die Schulter.

„Und nun hau schon ab."

Mit einem letzten Blick wandte er sich von Danny ab und begab sich zurück zu seinem Nachtlager, direkt neben Abby. Er fing ihren Blick ein, bevor sie sich in Bewegung setzte und näher an ihn heran rutschte. Im nächsten Moment spürte er ihren Kopf an seiner Seite und ihren Arm, der auf seinem Bauch zum liegen kam. Die Wärme, die von ihr ausging, tat ihm gut. Auch wenn es hier tagsüber wesentlich wärmer war, als in der bekannten Gegenwart, so war es nachts umso kälter.

Also legte Connor, ohne ein Wort zu sagen, seinen Arm um ihre Schulter, um sie so noch ein wenig näher an sich heranzuziehen, bevor auch er seine Augen schloss und ein weiteres Mal in dieser Nacht versuchte, Schlaf zu finden.