Titel: Heini Tupper und der strenge Geruch des Phönix
Autorin: Lenila
Beschreibung: Heini Tupper ist Held einer Vielzahl von Büchern. Da diese jedoch regelmäßig für ein paar Randfiguren ein unschönes Ende haben, beschließen er und seine besten Freunde Ronny Wiesel und Gudmiene Garage, dieses Mal gewappnet zu sein und die Handlung des neusten Heini Töpfer Buches zu erkunden, bevor es zu spät ist. Was dies mit einem schlecht riechenden Phönix zu tun hat...nun, das wird sich am Ende zeigen - oder auch nicht. (Parodie von "Harry Potter und der Orden des Phönix)

Disclaimer: Ähnlichkeiten mit und Abweichungen von bekannten Werken der Autorin J.K. Rowling sind beabsichtigt. Ich habe an diesen Werken allerdings keinerlei Rechte, weshalb ich darauf hinweisen möchte, dass ich mit dieser Geschichte keinen Gewinn erziele. Sollten eventuell Namen oder Handlungen in dieser Geschichte Ähnlichkeiten mit bereits existierenden Parodien aufweisen, so bitte ich dies zu entschuldigen. Sie waren nicht beabsichtigt und ich versichere, außer Barry Trotter noch nie eine Harry Potter Parodie gelesen zu haben. Sollte sich jemand auf den Schlipps getreten fühlen, bitte eine Mail an mich und ich ändere Beanstandetes sofort.

Hinweis: Zu dieser Story gibt es eine Spin-Off hier bei FFNet von Danbolz "Heini Tupper und der Camembert der Runzeln" (2758975/1)

1. KAPITEL
In dem eigentlich noch nichts passiert, außer dass Heini seinen Patenonkel besuchen darf

Heini Tupper saß am Küchentisch der Familie Durst. Onkel Wermut Durst, Tante Petunie und ihr Sohn Duffy hatten vor wenigen Minuten das Haus verlassen, um den Preis für die schönste Vorgartenhecke Englands entgegen zu nehmen, für den Onkel Wermut aus für Heini unerfindlichen Gründen nominiert worden war.

Heini Tupper, der seit seinem ersten Lebensjahr notgedrungen bei den Dursts wohnte, weil seine Eltern bei einem magischen Zwischenfall mit dem bösen Zauberer Lord Wolltemord umgekommen waren, war nur um den Genuss gebracht worden, ebenfalls an der Preisverleihung teilzunehmen, weil er Hausarrest hatte.

Natürlich wieder einmal völlig zu Unrecht. Er hatte einfach auf einer Schaukel auf dem Spielplatz gesessen und ein paar zufällig des Wegs kommende Dementierer als Zielscheibe für Zauberspruch-Zielschießen benutzt. Zu dumm, dass sein Cousin Duffy gerade in diesem Moment um die Ecke gebogen war, und ein paar der Sprüche abbekommen hatte.

Duffy war natürlich sofort zu Mama und Papa gerannt und Heini hatte die letzte Woche seiner Sommerferien Hausarrest. Viel schlimmer aber war, dass auch das MiFMa, das Ministerium für Magie, keinen Spaß mehr verstand und ihm sofort eine Verwarnung für das Zaubern in der Öffentlichkeit schickte. Damit hatte er jetzt insgesamt drei Verwarnungen und fünf Punkte in Flensburg. Nur noch zwei weitere und Heini würde seine Besenlizenz verlieren. Etwas, das ihm wirklich den Tag verdorben hatte.

Doch trotz alldem war Heini Tupper an diesem Abend, als er am Küchentisch der Dursts saß, guter Laune. Und das hatte einen einfachen Grund. Seine Sommerferien verliefen jedes Jahr äußerst ereignislos. Sobald etwas passierte, war das ein deutliches Anzeichen, dass er sich gerade im ersten Kapitel seines neusten Buches befand.

Heini Tupper war schließlich kein gewöhnlicher Zauberer - nein, er war der Held einer ganzen Bücherreihe. Diese bestand darin, dass er jedes Buch spannende Abenteuer erlebte und sich am Ende mit Lord Wolltemord duellieren durfte und natürlich dabei gewann.

Und Heini wusste, dass gerade der fünfte Band seines großen Abenteuers begann, und er war somit bester Laune und wartete darauf, dass etwas Handlungsentscheidendes passierte. Und das tat es auch.

POEFF!
POEFF!
POEFF!

Die Geräusche verklangen und für einen Augenblick herrschte wieder Stille in der Küche der Dursts.

"Ob wir hier richtig sind?", fragte eine Männerstimme zweifelnd.

"Sind alle da?", wollte ein weitere Mann wissen.

"Warum ist es hier so dunkel?", erkundigte sich eine Frau.

"Leuchticus", sagte Heini seinen Zauberspruch auf und ein kleiner Lichtball tauchte die Küche in einen hellen Schimmer.

Auf wundersame Weise waren drei Zauberer in der Küche der Dursts erschienen. Da war zum einen Mußauge Mutti, ein berühmter Zauberer, der die Hälfte seines Lebens damit verbracht hatte, gegen Lord Wolltemord zu kämpfen. Jetzt stand er mit einem Bein auf dem Küchentisch, mit dem anderen auf der Lehne von Onkel Wermuts Stuhl.

Auf der Anrichte, mit einem Fuß in der Spüle stand Remoulade Wolf, ein ehemaliger Freund von Heinis Vater. Und zwischen Mikrowelle und Kühlschrank eingeklemmt kniete eine Hexe, die Heini noch nie zuvor gesehen hatte.

"Hallo Heini", sagte Remoulade und kletterte von der Anrichte. "Schön Dich zu sehen. Mußauge Mutti kennst Du ja schon. Die junge Dame da ist Nymphomanin Dings."

"Für Dich nur Dings, Heini", sagte die junge rotharige Hexe.

"Ähm, Hallo Dings", sagte Heini.

"Wo sind die anderen?", erkundigte sich Mußauge Mutti misstrauisch.

"Haben bestimmt die falsche Hausnummer erwischt", spekulierte Dings.

"Oder sind von umherstreunenden Alpenveilchen neutralisiert worden", schlug Remoulade vor.

"Sehr witzig", knurrte Mußauge Mutti. "Über so was macht man keine Scherze. In meiner Jugend..."

"Professor Dummwietür hat uns geschickt", unterbrach Remoulade Wolf Mutti. "Nachdem hier Dementierer aufgetaucht sind, ist der Direktor von Hochwärts der Meinung, dass Du hier nicht mehr sicher bist."

Professor Apfel Dummwietür, der Schulleiter der besten - und zugegebener Maßen einzigen - Zauberschule Englands, war trotz seines Namens ein weiser Zauberer, auf dessen Rat fast jeder hörte - außer Heini Tupper natürlich, schließlich musste er die Gefahr suchen, um heldenhafte Abenteuer zu erleben.

"Und was meint Professor Dummwietür, wo ich sonst hin soll?", erkundigte sich Heini deswegen nur gelangweilt.

"Dummwietür meinte, Du solltest bis zum Beginn der Schule, bei Deinem Patenonkel wohnen", sagte Remoulade.

"Hurra!" Heini Tupper sprang von seinem Stuhl auf. Sein Patenonkel Ernst Schwarz, war sein absoluter Lieblingsverwandter, was aber nicht weiter verwunderlich war, denn die einzigen sonstigen Verwandten waren die Dursts und die waren ziemlich spießig.

Also schnappte sich Heini seine sieben Sachen, setzte sich auf den Besen und flog mit den anderen zum Haus seines Patenonkels.