NB: Freundlicherweise aus dem Englischen von Aymara übersetzt!

Hallo Leute! Vor nicht allzu langer Zeit habe ich Schindlers Liste gelesen und den Film dazu gesehen. Ich bin nicht die Einzige, die sich ein glücklicheres Ende für Amon und Helene gewünscht hat. Also habe ich mich entschieden dies zu schreiben. Ich hoffe es wird um die 20 Kapitel lang und es wird natürlich AU (teilweise vom Original abweichend) sein.

Bitte lest es euch mal durch und lasst mich wissen was ihr davon haltet. Bitte denkt daran, dass ich diese Geschichte mit Ralph Fiennes' und Embeth Davidts Darstellungen von Amon Göth und Helene Hirsch schreibe. Ich würde dieses Paar im wahren leben nicht unterstützen, aber ich unterstütze sie als Paar im Film. Ich werde versuchen es möglichst IC (unverändert)bleiben zu lassen, aber seid euch bewusst, dass esAUist. Das bedeutet, ich werde womöglich bestimmte Geschehnisse ändern z.B. Göths Hinrichtung. Außerdem beabsichtige ich nicht, in irgendeiner Hinsicht respektlos zu sein.

Ich finde ausschließlich die Darstellung Amon Göths von Ralph Fiennes in „Schindlers Liste" sympathisch, nicht die echte Person. Alle anderen Charaktere hier, z.B. Schindler basieren auf ihre Filmfigur und nicht direkt auf die wahre Person.

Dieser erste Teil greift ein paar Zeilen aus dem Film auf.

x Bea

Haftungsausschluss: Diese Geschichte ist völlig frei erfunden, basierend auf den Film Schindlers Liste. Ich möchte hiermit niemanden angreifen. Offensichtlich halte ich nicht an irgendwelchen Nazi-Idealen fest, und bin nicht einverstanden mit deren Motiven während des Holocausts.

Helene zitterte in der kalten Umgebung des Kellers. Sie hob sich aus der metallenen Badewanne heraus und fuhr zusammen, als ihre Füße den kalten Steinboden berührten. Sie konnte die Geräusche der Party über ihr hören – nocheine weitere Nacht der Freiheit für die, die sie genießen können, dachte sie wehmütig.

Plötzlich hörte sie den Klang von Stiefeln auf der Treppe, die in den schäbigen Raum führte. Die Panik ergriff sie. Sie schnappte sich ihren kürzlich abgelegten Überwurf und zog ihn über ihren Kopf, um ihren nackten Körper zu verdecken. Um sich anzuziehen, musste sie merkwürdige Bewegungen machen, da die Kleidung unangenehm an ihr klebte. Es flossen noch Wasserperlen an ihrem Gesicht entlang, als sie sich umdrehte, um zu sehen, wer den Raum betreten hatte.

Es war er. Der Kommandant trat hinein, und sah sich in dem schäbigen Zimmer um. Helene stand sofort still, ihr Rücken gerade, sie traute sich nicht zu sprechen, sich zu bewegen, oder gar hörbar zu atmen. Sie schauderte, durch die Mischung der Kälte und der schrecklichen Angst die bis in ihren Kern eingedrungen war. Er drehte sich zu ihr, während ihm ein undurchschaubarer Ausdruck im Gesicht stand.

„So, hierher gehst du also, wenn du dich vor mir versteckst," begann er. Er trat nach vorn, und Helene konnte nicht anders als etwas zurückzuweichen. „Ich bin gekommen, um dir zu sagen, dass du eine wirklich gute Köchin bist und eine gut ausgebildete Haushälterin. Das meine ich ernst. Falls du nach dem Krieg eine Empfehlung brauchen solltest, würd's mich freuen, dir eine zu geben." Er sah sie erwartungsvoll an, doch sie war sicher, er erwartete keine Antwort.

Sie sah ihn kurz an, bevor sie ihren Blick wieder senkte. Er wirkte fast... traurig? Helene verbannte den Gedanken aus ihrem Kopf. Dieser Mann hat keine Gefühle, überlegte sie. Er ist das Böse in Person. Er ist der Tod.

„Du musst dir sehr einsam vorkommen hier unten, wenn du hörst, wie vergnügt oben offenbar alle sind. Nicht wahr? Du kannst antworten." Sagte er, und wartete auf eine Reaktion. Helene konnte sich nicht einmal zu einer Bewegung bringen.

„„Was aber ist die richtige Antwort?" Das denkst du doch gerade. „Was will er wohl hören?" Die Wahrheit, Helene, ist immer die richtige Antwort." Aber Helene konnte das nicht glauben. Sie wollte antworten. Sie wusste, wenn sie das tun würde, würde sie etwas Falsches sagen, aber ihn zu ignorieren wäre auf einer Augenhöhe damit, ihn zu beleidigen.

Sie war immer einsam, und zu verängstigt sogar, um sich einem der anderen Dienstmädchen anzuvertrauen. Keine von ihnen wohnte im Haus – sie alle kehrten nachts in ihre Baracken zurück, aber der Herr Kommandant hatte darauf bestanden, dass sie im Haus blieb. Und bis jetzt konnte sie sich nicht erinnern, dass er irgendwelche besonderen Freunde hatte, es sei denn, man betrachtete Schindler als einen Freund. Schindler war ein guter Mann. Er hatte vermutlich zu viel Verstand dazu. Dennoch war die Art der Einsamkeit des Kommandanten ihrer vorzuziehen.

Da er ihr Schweigen erwartet hatte, fuhr er fort, fast so, als hätte sie geantwortet. „Ja ja, du hast recht. Manchmal sind wir beide einsam." Es erweckte den Anschein, als hätte er ihren unausgesprochenen Gedanken beantwortet. Er drehte sich von ihr weg. „Ja, ich würde, ich meine, ich würde so wahnsinnig gerne, zu dir in deine Einsamkeit durchdringen."

Er drehte sich wieder zu ihr, ein seltsames Funkeln in seinen Augen. Helene konnte sich nur mit Mühe zurückhalten, nicht abzuhauen und sich in einer dunklen Ecke zu verstecken, wo seine kalten Augen sie nicht ausfindig machen konnten. Doch nun schienen diese Augen voll von etwas anderem zu sein. Bedauern? Oder vielleicht Einsamkeit, wie er gesagt hatte. Er kam wieder auf sie zu.

„Wie, wie das wohl wäre, frage ich mich? Ich meine, was wäre so falsch daran?" Fragte er, leise. Helene spürte ein unvorhersehbares, verstecktes Motiv, hinter seinen nachdenklichen Worten. „Selbstverständlich weiß ich, dass du kein Mensch bist, im eigentlichen Sinne des Wortes." Da war sie schon wieder, seine unbegründete Voreingenommenheit, mit der er sie so leichtfertig konfrontierte. Sah er nicht, dass es ihr wehtat, dass es jedem wehtat, der für Verbrechen büßte, die er nicht begangen hatte?

„Aber vielleicht hast du ja auch in diesem Punkt recht. Ich meine aber, wir können nichts dafür, weder du noch ich. Es ist die Tatsache, ..." Er gestikulierte wild um sich herum. Sie wusste er bezog sich auf den Krieg, die Situation, eben jener Aufbau ihrer Gesellschaft.

Wir, dachte Helene. Er drückte sich so aus, als hätten sie eine Art verbotenes Verhältnis und trotzdem wusste sie, dass er sich nicht für sie interessierte. Er, dachte sie, war nicht in imstande zu Gefühlen der Liebe oder Zuneigung, besonders nicht für eine, wie sie es war. Er neigte sich leicht in ihre Richtung, bevor er sich wieder entfernte, als würde er es sich selbst verbieten, es zu wagen, ihr Nahe zu kommen.

„Ich meine wenn... wenn man euch mit Ungeziefer, Ratten und Läusen vergleicht, kann ich im Grunde... Nein, nein ich glaube da hast du vollkommen Recht. Ja, ja du hast vollkommen recht... " Er fuhr fort, während er näher zu ihr kam. Er stand vor ihr, seine Augen sahen ihr Gesicht unverwandt an. Sie erschauderte wieder, dieses Mal allerdings nicht aufgrund der Kälte. Sie konnte das warme Strahlen seines Körpers fühlen, der jetzt so nahe an ihrem war.

Er brachte seine Hand hervor, Helene war sicher, um sie zu schlagen, aber er tat es nicht. Sie fühlte, wie er ihr Haar berührte, ungewöhnlich zärtlich für das Monster, als das Sie ihn kannte. Sie zitterte unter seiner Berührung. Er fasste ihr Gesicht sanft an, schwach lächelnd.

„Ist das, das Antlitz einer Ratte? Sind dies die Augen einer Ratte? Hat nicht ein Jude Augen?" Seine Hand bewegte sich zu ihrer Brust. Sie fühlte sich so entwürdigt, dass sie am liebsten angefangen hätte zu weinen, dabei konnte sie sich noch nicht einmal bewegen. „Ich habe Mitleid mit dir, Helene." Seine Stimme schien tiefer, irgendwie rauer. Er senkte seinen Kopf, und für einen Moment, dachte Helene er würde sie küssen. In Panik vor ihm, wie sie es war, dachte sie, dass es schlimmere Dinge gab, die er tun konnte.

Er zog sich zurück, gerade in dem Moment, bevor seine Lippen ihre berührten. „Nein, eigentlich doch nicht." Seine Stimme war wieder einmal kalt, unerreichbar. „Du jüdische Schlampe." Er sprach leise, die Bedrohung in seinen Worten unüberhörbar. „Beinah hättest du mich rumgekriegt, nicht wahr?" Seine Stimme stieg zu einem Schreien an, und bevor Helene irgendetwas tun konnte, hob er eine Faust und versetze ihr einen Schlag in ihr blasses Gesicht.

Sie fiel hinunter auf ihr Bett, keuchend vor Schmerz, sie konnte fühlen, wie Blutergüsse sich bildeten, aber das war ihm nicht genug. Seine Fäuste schlugen wieder und wieder auf sie ein, er griff sie mit einem unendlichen Bombardement von Fausthieben und Schlägen an.

Sie fühlte den Schmerz in einem unendlichen Strom kommen. Er stand schwer atmend auf und drehte sich weg, nur um sich wieder zurückzudrehen und ein Regal auf die Seite umzustoßen, auf der sie lag. Es fiel auf ihren Oberkörperund der Inhalt flog von den Brettern. Eine Pfanne, die ihr auf den Kopf schlug, lies sie bewusstlos werden. Sie lag still, verletzt und blutend, in dem dunklen Zimmer, die Klänge der Fröhlichkeit des Raumes darüber immer noch hörbar, wo man sich ihrem Schmerz nicht bewusst war.

Wütend, mit zitternden Händen, kehrte Amon zu dem Treppenaufgang zurück, der hinaus aus dem schäbigen Keller führte. Er begann die Steinstufen hinaufzugehen, warf einen Blick über seine Schulter, zu der Matratze auf der sie ohnmächtig lag und auf das Durcheinander, dass er im Raum verursacht hatte. Das Regal, das auf ihr lag, klemmte sie ein und er konnte Blut auf ihrem hauchdünnen, weißen Nachthemd sehen. Er fühlte einen plötzlichen Schmerz von etwas, Tief in seiner Brust, doch drehte sich weg; er tat es als Nebeneffekt des Alkohols ab, den er getrunken hatte.

Jetzt fiel ihm nicht einmal ein einleuchtender Grund ein, aus dem er in erster Linie in den Keller gegangen war. Mit geglätteter Miene kam er zurück zu der Party, der Fröhlichkeit und der schönen Atmosphäre des gesellschaftlichen Beisammenseins.

Er beobachtete Schindler dabei, wie er mit einer hübschen, blonden Dame auf der anderen Seite des Raumes lachte. Dieser Mann tat, was immer er wollte, sagte, was immer er wollte und alle stimmten ihm zu. Er war charismatisch und nur wenige verurteilten ihn.

Amon hatte diesen Luxus nicht. Majola näherte sich ihm lächelnd, doch er winkte ab und griff mürrisch nach einem weiteren Drink.

Irgendwie war er diese Nacht nicht in der Stimmung für Unanständigkeiten.

Bitte sagt mir eure Meinung!

x Bea

NB: Eine massive Dankeschön an Aymara für die Übersetzung dieser, ich hoffe es gemacht hat Dinge einfacher für einige von euch zu folgen!