Hey ihr Lieben!
Habe eine neue Geschichte für euchzwinker
Titel: Enemies Mine (geliebte Feinde)
Genre: Fantasy( eventuell werde ich es noch ändern, mal sehen)
Rating:T
Pairings?, wahrscheinlich wird es keins geben
Betaleserinen: Midnight Sky und any (großes Dankeschön an die beidenknuff)
Disclaimer: Alle bekannte Personen und Orte gehören Mrs. J.K Roling, und ich habe sie mir nur ausgeliehen! Der Plot gehört mirzwinker
Summary: Spielt im zweiten Halbjahr des 6ten Schuljahrs von den Maraudern und Lily Evans
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen!
Chap 1
Über seinen Schatten springen
Leichte Nebelschleier zogen langsam über die Ländereien von Hogwarts, schlängelten um die Bäume herum, bevor sie sich auf das taufeuchte Gras legten.
Der Mond verabschiedete sich nun langsam von den Geschöpfen der Nacht, um der bald aufgehenden Sonne Platz zu machen.
Noch herrschte eine angenehme Ruhe auf den Ländereien und im Schloss, welche nur hin und wieder durch das Rufen eines Vogels unterbrochen wurde.
Für dieses faszinierende Naturschauspiel hatten die beiden jungen Männer, die gerade aus dem Wald traten, wahrlich keinen Blick übrig. Sie hatten ihren Freund in die Mitte genommen, und stützten ihn, so gut es ihnen eben möglich war. Man sah dem groß gewachsenen Mann in der Mitte deutlich an, dass er sich nur mit viel Mühe auf den Beinen halten konnte. Jeder Schritt bereitete ihm große Schmerzen und er stöhnte des Öfteren leise vor sich hin. Seine beiden Freunde sahen ihn besorgt von der Seite an und führten ihn zu einem großen Baum, um ihm eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Vorsichtig halfen sie ihm, sich auf dem Boden zu setzten.
„Das schaffen wir nicht alleine", rief der Kleinere der beiden panisch und wischte sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn.
„Ich weiß…", antwortete der Ältere knapp, und kniete sich neben seinen Freund auf den Boden.
Behutsam öffnete er dessen Jacke und schob den Pulli etwas nach oben.
„Bei Merlin, dass sieht überhaupt nicht gut aus! Die Wunde blutet immer mehr, und er atmet nur noch unregelmäßig", brachte der Dunkelhaarige sichtlich geschockt hervor.
„Du bleibst hier und passt auf ihn auf. Ich werde Hilfe holen", wies er den Jüngeren leise an, und warf noch einen besorgten Blick auf seinen Freund. Sekunden später lief er in die Dunkelheit und verschwand lautlos im Schloss.
Langsam öffnete Lily ihre Augen, bewegte sich aber vorerst nicht. Irgendetwas oder irgendjemand befand sich in ihrem Schlafsaal, das spürte Lily genau, und sie wurde das Gefühl nicht los, als würde sie jemand anstarren.
‚Du spinnst, Lily. Wer sollte dich mitten in der Nacht anstarren?', machte sie sich selber Mut, ignorierte ihren schnellen Herzschlag, und drehte sich langsam auf die anderen Seite.
Sekunden später spürte sie eine warme Hand auf ihrem Mund und entsetzt sah Lily den nächtlichen Besucher an.
„Wir brauchen deine Hilfe", hörte sie eine vertraute männliche Stimme nah an ihrem Ohr wispern.
Lilys Gefühle fuhren Achterbahn und in ihrem Kopf herrschte das reinste Chaos. Am liebsten würde sie dem ungebetenem Besucher in die Hand beißen, welche immer noch auf ihrem Mund lag, und ihn anschreien, dass er wieder verschwinden sollte. Doch irgendetwas, ganz tief in ihrem Inneren, hielt sie davon ab. Lily wusste nicht, ob es der besorgte Unterton in seiner Stimme, oder der flehende Blick, mit dem er sie nun eindringlich ansah, oder einfach nur die Tatsache war, dass Sirius Black mitten in der Nacht auf ihrem Bett saß und sie um ihre Hilfe bat. Vermutlich war es alles zusammen.
Doch Lily hatte keine Gelegenheit darüber nachzudenken, denn Sirius hielt ihr in diesem Moment ihren warmen Winterumhang, Schal und Handschuhe hin, ohne dabei seinen Blick von ihr zu nehmen.
‚Woher weiß Black eigentlich, welcher mein Schrank ist?', fragte sich Lily irritiert, nickte Sirius zum Zeichen ihrer Zustimmung doch nur zu, worauf dieser, endlich seine Hand von ihrem Mund nahm.
Lily, die nicht davon ausging, dass Sirius sich umdrehen würde, damit sie sich anziehen konnte, kletterte aus ihrem Bett, nahm ihm ihren Umhang ab, und zog diesen über ihren Schlafanzug. Anschließend schlüpfte sie in ihre Stiefel, wickelte den Schal um ihren Hals und verstaute ihre Handschuhe in ihre Umhangtasche.
Wortlos öffnete Sirius leise die Schlafsaaltür und schob Lily vor sich hinaus, bevor er die Tür ebenso leise wie hinter sich zumachte. Während sie schweigend nebeneinander durch die Gänge liefen, wobei Lily immer mehr die Orientierung verlor, da sie durch Gänge gingen, die Lily völlig unbekannt waren, musterte sie Sirius unverhohlen von der Seite. Erst jetzt bemerkte das Mädchen, dass ihr Mitschüler nicht seine Schuluniform, sondern Muggelkleidung trug.
Lily fragte sich gerade, wohin sie eigentlich gehen würde, als Sirius plötzlich stehen blieb, und seinen Zauberstab zückte, um die große Tür vor ihnen, die wie aus dem Nichts erschienen war, zu öffnen.
Unwillkürlich zog Lily ihren Umhang fester um sich und holte ihre Handschuhe aus der Tasche. Kalte Luft wehte ihr entgegen, nachdem Sirius die Tür geöffnete hatte.
„Hier lang", sagte er leise und zog Lily einfach mit sich auf die Ländereien und Richtung Heulende Hütte.
Gerade als Lily protestieren wollte, dass sie nicht gewillt war bei Vollmond in die Heulende Hütte zu gehen, beschleunigte Sirius seine Schritte und lief auf den großen Baum zu, der ein paar Meter neben der peitschenden Weide stand.
Mit zusammen gekniffenen Augen blieb Lily stehen, stemmte ihre Hände in die Hüfte und war gerade im Begriff, Sirius gehörig die Meinung zu sagen, als sie die am Boden liegende Gestalt erblickte. Mitten in der Bewegung hielt Lily inne, schluckte die Worte, die sie Sirius an den Kopf donnern wollte, wieder herunter und eilte nun mit schnellen Schritten auf ihre beiden Mitschüler zu.
„Komm schon, Prongs, nicht einschlafen. Du musst wach bleiben, dass kriegen wir wieder hin. Lass die Augen auf, Prongs", hörte Lily Sirius beinahe schon flehen, als sie die Jungs erreichte.
‚So kenne ich Black ja gar nicht', schoss es der Rothaarigen durch den Kopf, schüttelte diesen aber im selben Moment wieder und schalte sich selbst in Gedanken.
Lily wollte in diesem Moment nicht an den Tag denken, an dem Sirius und James sie zum Gespött der ganzen Schule gemacht hatten und verdrängte vorerst diese schlimme Erinnerung in die hinterste Ecke ihres Kopf.
Ohne darauf zu achten, dass der Boden feucht war, kniete sich Lily neben James und starrte für den Bruchteil einer Sekunde in das leichenblasse Gesicht ihres ungeliebten Mitschülers.
‚Was mache ich hier eigentlich? Das sind Potter und Black', dachte Lily dann noch einmal kurz, doch ihr gutes Herz und Hilfsbereitschaft siegten über ihre Abneigung diesen beiden Jungen gegenüber.
Behutsam strich sie James erstmal seine nassen Haare aus der Stirn, als sie seinen viel zu flachen Atem bemerkte. Sie achtete nicht weiter auf Sirius, der fluchend auf und ab ging, und dabei seine zu Fäuste geballten Hände immer wieder in die Luft warf, so als ob er jemandem ohrfeigen wollte.
„Wo steckte dieser Idiot nur schon wieder? Peter, du solltest doch auf Prongs aufpassen! Komm endlich her…", rief der Schwarzhaarige wütend, worauf Lily den Kopf schüttelte.
Vorsichtig legte Lily James Arme neben ihm, die er auf seinen Bauch gepresst hatte, und schob seinen Umhang zur Seite, worauf nun sein Blutdurchtränkter Pullover zum Vorschein kam. Lily zog scharf die Luft ein, bevor sie den Pulli langsam nach oben schob, worauf James schmerzhaft aufstöhnte.
Lily bemerkte Sirius vorwurfsvollen Blick, den er ihr nun zuwarf, ignorierte diesen aber geflissentlich. Grummelnd stellte Lily fest, dass ihr Zauberstab auf ihrem Nachtschrank lag, dafür hatte sie jedoch an ihre kleine braune „Notfalltasche", wie sie sie nannte, gedacht. Hastig suchte Lily in James Umhang nach dessen Zauberstab, den sie, zu ihrem Glück, dann auch in seiner Innentasche fand. Ohne nachzudenken, was James dazu sagen würde, zauberte sie ihre Tasche wieder groß, warf ihre Handschuhe achtlos zur Seite, bevor sie einen Verband und eine Kompresse aus der Tasche holte. Mit einer Hand presste sie die Kompresse feste auf die blutende Wunde auf James Oberbauch, bevor sie ihm mit flinken Fingern einen leichten Druckverband anlegte. Mehr konnte sie im Moment nicht für James tun, dass wusste Lily, da sie die Wunde erst reinigen und desinfizieren wollte.
„Mobilcorpus", murmelte Lily leise.
Es dauerte ein paar Sekunden, bis Lily es schaffte, James wenigstens einigermaßen ruhig in der Luft schweben zu lassen, was auf Grund seines Gewichts gar nicht so leicht für die Rothaarige war.
„Evans, was machst du da?", herrschte Sirius sie barsch an, als er James in der Luft schweben sah.
„Nach was sieht es denn deiner Meinung nach aus?", stellte Lily bissig die Gegenfrage.
„Evans…!", zischte Sirius, und richtete sich drohend zur vollen Größe auf.
Lily rollte darauf nur mit den Augen, etwas was sie perfekt beherrschte, und seufzte laut auf.
„Ich bringe deinen Freund hier in den Krankenflügel, du Schlaukopf!", informierte Lily ihren Gegenüber, der sie mit einem undefinierbaren Blick ansah.
„Das kommt überhaupt nicht in Frage, Evans! Oder was glaubst du wohl, warum ich ausgerechnet dich geholt habe, hm?", blaffte Sirius das Mädchen unfreundlicher, als eigentlich beabsichtigt an.
„Oh, dass frage ich mich auch schon die ganze Zeit, Black! Aber darum geht es jetzt gerade nicht. Potter muss schnellstens ins Schloss zurück, und zwar auf die schonende Art, damit die Wunde nicht wieder anfängt zu bluten. Also, entweder hilfst du mir jetzt, schließlich ist er ja dein bester Freund, oder du holst einen Krankenwagen", schoss Lily giftig zurück, und funkelte Sirius dabei wütend an.
„Schon gut, komm mal wieder runter, Evans. Ich helfe dir ja, aber wir können Prongs nicht in den Krankenflügel bringen, verstanden?", lenkte Sirius widerwillig ein, da ihm bewusst wurde, dass er immer noch auf Lilys Hilfe angewiesen war.
„Wie auch immer. Wir müssen uns beeilen, die Sonne geht bald auf, und ich gehe mal davon aus, dass du nicht willst, dass uns irgendjemand sieht", grummelte Lily.
Sirius nuschelte nur etwas Unverständliches vor sich hin und richtete nun ebenfalls seinen Zauberstab auf James, um diesen schonend und schnell ins Schloss bringen zu können. Immer mal wieder, blickte er über seine Schulter hinter sich, ob Peter da war, aber der jüngste der Marauder blieb fürs Erste verschwunden.
‚Das wirst du mir erklären müssen, Wormtail', dachte Sirius ärgerlich, bevor er mit Lily und dem vor sich schwebenden James zurück ins Schloss schlich.
Sirius verfluchte Peter nicht nur dafür, dass er seinen besten Freund allein da draußen liegen lassen hat, sondern, dass er zudem auch noch die Marauders Map mitgenommen hatte. Trotz allem schafften sie es, ungesehen in ihren Turm zu gelangen.
„Wo willst du hin, Black? Die Couch steht da drüben", meckerte Lily und blieb stehen.
„Wir werden Prongs in sein Bett bringen, Evans. Oder glaubst du wirklich, ich lass ihn hier im Gemeinschaftsraum liegen, wo alle ihn anglotzen und blöde Fragen stellen würden?", antwortete Sirius in dem gleichen kalten Tonfall.
„Ich werde keinen Fuß in euren Schlafsaal setzten. Das kannst du vergessen", schnappte Lily.
„Und ob du das wirst, Evans. Also, hör auf hier rum zu zicken und setzt dich endlich in Bewegung", zischte Sirius gefährlich leise, worauf Lily ihm zähneknirschend folgte.
Lily wollte Sirius noch etwas bissig an den Kopf werden, doch die Treppen zu den Schlafsälen erforderten nun ihre ganze Konzentration. Sowohl Sirius wie auch Lily mussten höllisch aufpassen, dass James nicht mit dem Kopf auf den Treppen aufschlug, obwohl Lily das nicht als sehr tragisch empfand. Nach gut zehn Minuten hatten sie es endlich geschafft und James lag in seinem Bett.
„Und jetzt?", wollte Sirius wissen, und blickte Lily abwartend an.
Ich hoffe, es hat euch gefallen
liebe Grüße jas
