Ich spürte noch eine leichte Brise.
Und dann war er weg...möglicherweise für immer...

"Nein...", meine Lippen begannen zu zittern. Ich wollte es nicht wahrhaben. Tränen liefen mein Gesicht hinunter. Es war vorbei. Er war weg. Mein Leben hatte keinen Sinn mehr. Nicht ohne ihn.

Ich spürte einen Schmerz tief in mir. Und begann zu rennen. Immer tiefer in den Wald hinein. Dieser Schmerz, er war so groß, so unerträglich, ich wollte ihn einfach nur noch loswerden. Ich rannte weiter und immer weiter, stolperte über Steine und Äste. Meine Kräfte entschwanden langsam, aber ich rannte dennoch weiter, in der Hoffnung, das jetzt und hier vergessen zu können.
Wieder stolperte ich, stürzte gegen einen Baum. Meine Hand begann zu bluten. Es tat so weh. Aber nicht einmal annähernd so sehr, wie der Verlust um ihn...
Wieder spürte ich Tränen auf meinem Gesicht. Und wieder stand ich auf um weiter zu rennen. Ich wusste nicht wohin. Aber das war mir in diesem Moment einfach egal. Ich wollte einfach nur noch diesen unendlich großen Schmerz verdrängen...und lief immer weiter.

Ich bekam keine Luft mehr. Wie viel Zeit wohl inzwischen vergangen war? Ich blickte in den Himmel. Es begann zu dämmern. Dann ließ ich mich auf den Boden fallen, der vom Regen durchnässt war. Schnappte nach Luft...

Und plötzlich ergriff mich Leere...