Harry saß in seinem dunklen Zimmer, die Stirn fest an die kalte Fensterscheibe gedrückt, um den Scherz der Narbe zu mildern

Diese Fanfiction beginnt mit dem Anfang des 5.Bandes.

Wer weiß dass er von Gewalt, Trauer, Angst etc. Albträume bekommt sollte hiervon die Finger lassen

Das hier ist keine Lovestorry. Falls es Pairings geben wird (darüber bin ich mir noch nicht sicher) kommen trotzdem keine großartigen Liebeszenen.

Alle Charaktere, außer das Mädchen im Kerker, gehören J.K.R. Ich verdiene hiermit kein Geld. (schön wärs muhahaha)

Ich werde jede Woche ein Kapitel heraus zu bringen(…vllt auch mal 2), aber bitte gebt mir Kommentare, damit ich nicht die Lust verliere. Ihr könnt auch schreiben, dass ich meine Story total scheiße findet(WEHE!) Also immer schön Kommis schreiben!!

Ich hab vor, aus meiner Story zwei Teile zu machen…Also ist das hier der 1.Teil mit so…ca.13Kapiteln oder so…

Kapitel 1

Harry saß in seinem dunklen Zimmer, die Stirn fest an die kalte Fensterscheibe gedrückt, um den Schmerz in seiner Narbe zu lindern.

Er hatte bis eben noch Hausaufgaben gemacht, wurde dann aber von einem grässlichen Schmerz in seiner Narbe gestört.

Dies war inzwischen nichts mehr neues, aber dennoch nicht weniger unangenehm. Nachts träumte er oft von grausamen Folterungen.

Immer wieder begleitete er Cedric in den Tod und musste sich von dem Toten Anschuldigungen anhören. Je länger er hier war, um so schlimmer wurde es.

Inzwischen schrieen ihn auch seine Eltern und die anderen Personen an, welche er dort getroffen hatte, dass sie ohne ihn noch leben würden.

Plötzlich schreckte Harry hoch, als er von einigen Eulen gestört wurde, die laut an seiner Fensterschreibe krazten.

Schnell, damit seine Verwandten nichts hörten, ließ er sie herein. Verwundert über den Ansturm, schaute er auf die drei Eule.

‚Was soll das? Es ist doch nicht etwa was passiert?'

Er warf einen Blick auf seine Uhr und einen Weitern auf seinen Kalender, bis er begriff, was der Ansturm sollte.

‚Ich habe Geburtstag!'

Es waren drei Eulen. Die eine Eule, welche von seiner Hedwig Unterstützung bekam, da sie zwei Päckchen trug, war Errol, die Familieneule der Weasleys. Die andere war Pig, Rons kleines Käuzchen.

Harry nahm den Eulen die Geschenke und den Brief ab und öffnete das kleinste Päckchen zuerst.

Es war ein Buch: Wie baue oder Style ich einen Besen?.

Auf dem Einband war ein alter Shooting Star abgebildet, der sich dann in seine Bestandteile zerlegte, welche alle beschriftet waren und sich schließlich ein nagelneuer Besen zusammensetzte. Das Bild ähnelte nun dem eines Feuerblitzes. Der Junge lachte leise in sich hinein. Er konnte sich denken, was es seinen Freund an Überwindung gekostet hatte, dieses Buch nicht selbst zu behalten, zumal es sicher nicht billig gewesen war. Harry seufzte.

In dem anderen Geschenk waren jede Menge Scherzartikel von Fred und Gorge, die zur Verteidigung gegen die dunklen Künste bestens gedacht waren. Es gab Pulver, das den Gegner bewegungsunfähig machte, sobald er nur eine Prise abbekam oder bei einer ganzen Ladung ohnmächtig werden ließ. Figürchen, die man mit „amaninom" erwecken konnte und die dann jeder beliebigen Person Ratschläge gaben wie: „Ein neuer Haarschnitt würde dir gut tun" oder einer 30-Jährigen sagten: „Mit Antifaltencreme würdest bestimmt wieder wie 60 aussehen!"

Das könnte lustig werden!'

Ein böses Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.

Im letzten Päckchen war ein großer Obstkuchen von Mrs. Weasley. Dann nahm er sich aufgeregt den Brief vor. Die Briefe, welche er bisher bekommen hatte, waren mit besorgten Fragen über sein Befinden und stetigen Vorsichtsmaßnahmen gefüllt oder übertrieben fröhlich geschrieben gewesen. Der Grund dafür lag natürlich auf der Hand, denn am Ende des letzten Jahres war Lord Voldemort zurück gekehrt. Und auch wenn er immer wieder darauf hinwies, dass es ihm hier bei seinem Verwandten alles andere als gut ging, schienen alle mit seinem Aufenthalt hier zufrieden sein. Ob er am Ende der Ferien ein psychisches Wrack sein würde, schien allen egal zu sein. Hauptsache Voldemort würde ihn nicht umbringen

Was Harry besonders aufregte, war dass Hermine und Ron im Mittelpunkt aller Informationen und Handlungen zu stehen schienen, ihm aber nichts verrieten

Die Einsamkeit, die der Junge bei den Dursleys immer ertragen musste, war auch nicht gerade angenehm, wo er doch so gerne mit seinen Freunden oder noch besser, mit seinem Paten, reden würde. Aber Hermine wäre sicher zufrieden, dass er sich mal in einen armen Hauselfen hinein versetzen musste.

Nein! Ich tue ihr unrecht. Hermine sorgt sich immer um mich. Ohne sie wäre ich schon so oft aufgeschmissen gewesen. Sie wäre entsetzt, wenn sie wüsste, wie sehr ich hier schuften muss!'

Doch vielleicht war in einer von seinen Geburtstagskarten, die Ankündigung, dass er bald abgeholt werden würde und er seinen Onkel und seine Tante nur noch wenige Zeit ertragen musste.

Hi Harry

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Ich hoffe die Muggel sind einigermaßen erträglich und machen dir das Leben nicht zur Hölle. Die Geschenke müssten so ungefähr nach deinem Geschmack sein, oder? Der Obstkuchen kommt sicher gut, wenn dein Cousin noch immer auf Diät ist. Dein Feuerblitz ist ja schon perfekt, aber in dem Buch sind noch einige Dinge, die sicher ganz praktisch sind und mit den Scherzartikeln kannst du die Muggel ärgern, wenn sie sich mal wieder auf dumme Gedanken kommen und du brauchst nicht mal zu zaubern! Erzähl aber bloß Mum nichts davon, die würde an die Decke gehen. Hier ist ziemlich viel los, allerdings sagt uns niemand irgendwas. Wir verbringen unsere Zeit größtenteils damit aufzuräumen. Freu mich schon darauf, wenn wir uns wieder sehen. Viele Grüße von allen Weasleys.

Ciao

Ron

Harry seufzte schwer. War ja klar. Nicht die leiseste Andeutung, dass man ihn hier wegholen würde. Dann lächelte er jedoch. Wie gern wäre er jetzt bei ihnen. Die Weasleys waren schon immer wie eine Familie gewesen, die er nie gehabt hatte. Nur, was meinte Ron bloß mit „aufräumen"? Der Junge schaute sich nach den Eulen um. Hedwig saß in ihrem Käfig und erlaubte sogar Pig, unter streng kontrolliertem Blick, etwas zu essen und zu trinken. Errol lag bewegungsunfähig auf seinem Bett und so trug Harry ihn auch ihn Hedwigs Käfig.

„Etwas überfüllt, aber muss jetzt mal gehen", sagte er zu Hedwig kopfschüttelnd. Die Antwort war ein uneindeutiges Krächzen.

Inzwischen war noch eine Eule angekommen. Ein großer, stattlicher Uhu saß leicht ungeduldig am Fenster und schauten Harry erwartungsvoll an. Dieser nahm ihm einen Brief und ein Geschenk ab. Kaum war er von seiner Last befreit, flog er auch schon durch das offene Fenster nach draußen. Der Brief erfreute den Gryffindor sehr, denn Harry erkannte die ordentliche, schwungvolle Handschrift sofort.

Lieber Harry

Alles Liebe zum Geburtstag. Ich hoffe das du dich wohl befindest und bisher angenehme Ferien hattest. Wenn du willst kannst du morgen um 14.00Uhr zu deinen Freunden kommen. In dem Päckchen befindet sich ein Stein, welcher ein Portschlüssel ist. Leider ist er ungemeldet, deswegen werden dich deine Verwandten heute Nachmittag an einen vereinbarten Ort bringen, von dem aus du dann her kommst. Wir konnten für den Portschlüssel nicht all zu viel Magie verwenden, da er sonst von dem Ministerium bemerkt werden würde. Also kann er kein all zu großes Gewicht tragen, lass bitte deine Sachen in deinem Zimmer, wir werden sie später abholen. In der Hoffnung dich Morgen wohlbehalten zu sehen

verbleibe ich mit herzlichsten Grüßen

Albus Dumbledore

Begeistert rupfte der Junge das Geschenk auf. Ein glutroter Stein kam zum Vorschein, in dem sich das matte Mondlicht, das durch das Fenster fiel, widerspiegelte. Besser konnte seine Laune nicht mehr werden.

Zufrieden, sich nur leicht wundernd, warum Sirius und Hermine sich nicht gemeldet hatten, legte er sich in sein Bett zurück. Den Schmerz der Narbe völlig vergessen.

Morgen um 14.00Uhr bin ich wieder bei meinen Freunden.'

Der nächste Morgen weckte Harry mit warmen Sonnenstrahlen, die durch das noch offene Fenster in das Zimmer fielen. In ihm brodelte ein Hochgefühl wie er es selten erlebt hatte und in diesen Sommerferien noch gar nicht. Nur noch ein paar Stunden! Freudig sprang er auf, um seine Sachen zu packen. Auch wenn er sie nicht mitnehmen würde, wäre es doch für jene, die sie abholen würden, praktischer.

Das Geburtstagskind hatte gerade mal zehn Minuten gebraucht, als er auch schon fertig war. Grade dachte er an Pig und wollte schauen, ob der Kauz noch da war, als sein Blick auf zwei Eulen fiel, die es sich auf dem Fenstersims bequem machten. Sofort rutschte ihm das Herz in die Hose. Jetzt würde er sicher erfahren, dass er doch noch nicht kommen konnte. Aber der Portschlüssel war doch trotzdem noch aktiv. Er würde ihn einfach um 14.00Uhr anfassen. Aus versehen natürlich. Nur was war, wenn die Dursleys auch erfahren hatten dass sie ihn heute nicht fahren brauchten?

Stopp! Ganz ruhig! Vielleicht brachten die Eulen ja ganz andere Nachricht. Immerhin waren es ja auch zwei und waren da nicht zwei Päckchen?'

Ein erleichterter Lacher kam über Harrys Lippen. Schnell befreite er die Vögel von den Briefen und Päckchen und entließ sie wieder. Pig und Errol machten sich mit ihnen auf den Weg. Der erste Brief war von Sirius.

Hi Harry

Na alles klar bei dir? Ich wünsche dir einen schönen Geburtstag. Tut mir leid, dass meine Eule nicht heut Nacht mit denen der anderen kam, aber wir haben momentan, da wo wir sind, etwas Eulenmangel. Von mir bekommst du ein magisches Messer. Es öffnet alle Schlösser und dumusst es nicht einmal ins Schloss stecken. Wenn du zum Beispiel gefesselt bist und die Hände nicht bewegen kannst, das Messer aber in der Tasche stecken hast, brauchst du dich nur auf es zu konzentrieren und dann auf die Sache die offen sein soll. Sehr nützlich, also in diesen Zeiten. Und damit man es dir auch nicht abnimmt, kann es nur von dem Besitzer gesehen, gespürt oder genutzt werden.

Noch einen schönen Geburtstag, wir sehen uns nachher.

Sirius

Harry öffnete das Päckchen. Heraus kam ein silbernes glänzendes Messer, das man problemlos mit einem Taschenmesser verwechseln konnte. An die Seite war eine Schrift eingraviert: „Von Sirius an sein geliebtes Patenkind Harry!" Dem Jungen überkam ein wunderbares Gefühl. Er hatte jemanden, der sich um seine Sicherheit sorgte, der ihn liebte für das, was er war. Sicher, Ron, Hermine, die Weasleys und natürlich auch Dumbledore, liebten und achtete ihn, aber mit Sirius war es was besonderes. Fast als hätte man ihm einen Vater geschenkt. Harry konnte sich nicht vorstellen, wie er ohne ihn noch leben sollte, dabei kannten sie sich er seit einem Jahr!

Der zweite Brief war von Hermine.

Lieber Harry

Alles, alles Liebe zum Geburtstag. Entschuldige dass ich so spät schreibe, aber Sirius und ich konnten einfach niemanden finden, der uns seine Eulen ausleihen konnte. Aber jetzt habe ich ja geschrieben. Sicherlich willst du wie immer wissen, was hier so alles los ist, aber gedulde dich noch eine Weile. Wir werden dich sicher bald sehen und dann können wir dir ja alles erzählen. Ich weiß das dir die Ferien bei deinen Verwandten nicht sonderlich zusagen und da dachte ich mir, ich schenke dir dieses Jahr kein Buch, (grins nicht so blöd!) sondern eine Kette. Und zwar ist es ein Medallion mit mehreren Bildern drin, damit du in diesen schweren Zeiten immer ein paar Bilder von uns hast und daran denkst, dass es aus lustige Seiten im Leben gibt. Nur derjenige, der sie umlegt, kann sie auch wieder abmachen und zerstören kann man sie auch nicht. Du brauchst auch nur „Öffnen" sagen oder „Bild eins" oder ähnliches. Auch die Bildgröße ist veränderbar. Das Medallion gehorcht auf jeden Befehl. Aber sieh selbst. Ach ja, sehen können es auch nur diejenige, die es von dir aus sehen dürfen.

Bis später,

Hermine

Er grinste. Hermine kannte ihn viel zu gut. „Grins nicht so blöd!"

Dann wurde sein Grinsen zu einem Lachen. Aber schließlich öffnete der Junge neugierig das Geschenk. Auf weißer Watte gebettet kam eine silberne Kette zum Vorschein. Ein ovalförmiger, ebenfalls silberner Anhänger lag daneben auf dem ein Hogwartslöwe, ganz in Gold, geprägt war. Harry flüsterte mit trockener Stimme: „Öffnen!" und wie von Geisterhand sprang der Anhänger auf, war aber leer. Grade wollte er „Bild eins" murmeln, als von unten das liebliche Gekreische Petunias nach oben schall. „Junge! Beeile dich und komm sofort herunter!"

„Weißt du eigentlich wie spät es ist?", fauchte Vernon. Harry blickte auf die Uhr. „Ja. Es ist um 12.00Uhr." Der Onkel lief bei der Gelassenheit des Jungen rot an vor Wut.

„Genau. Und deine Missgeburten von Freunden haben dir doch sicher geschrieben, dass wir dich zu einen bestimmten Punkt fahren sollen, von dem aus du dann selbst weiter reist." Vernon schien das Wort „Portschlüssel" bewusst nicht auszusprechen, als ob es giftig wäre.

„Ja und?", fragte Harry, verwundert, was das Ganze sollte. Es waren doch noch zwei Stunden.

„Gib es auf, Vernon, solche Menschen verstehen halt nichts von Höflichkeit", beruhigte seine Frau ihn.

„In einer dreiviertel Stunde bist du bereit! Verstanden?" Kopfschüttelnd ging Harry nach oben. Lag es an ihm oder waren seine Verwandten einfach nur so schwer zu verstehen?

Pünktlich um 12.45Uhr stand Harry bereit. Er hatte nur seinen Zauberstab in der Tasche. Außerdem hatte er die Kette und das magische Messer von Sirius um den Hals hängen und ein paar Scherzartikel von Fred und George und eingesteckt, da er auf Grund der vielen Geschenke einfach kein Platz mehr im Koffer gehabt hatte. Diese kleinen Gegenstände würden schon nicht zu viel sein.

Ärgerlich drängte Dursley ihn ins Auto. Und so fuhr der Junge der lebt, voller Freude in sein Unglück. Nicht wissend, dass bald nichts mehr so wie früher sein würde.

Und?? Lohnt sich´s weiter zu schreiben?