Das ist wirklich meine allererste Fanfiction, sie war ein Geschenk für meinen besten Freund; also seid nett ;)
Weder Castle noch Bones gehören mir, alle Rechte gehören den rechtmäßigen Inhabern
Für den Plot ist es wichtig, dass die Geschichte weit bevor Castle Beckett seine Liebe gestanden hat und Booth für Bones Gefühle entwickelt hat, spielt
Ach ja, und nur um das klarzustellen: Nein, Castle und Beckett siezen sich hier nicht ;) (Finde das schrecklich in der deutschen Synchronisation)
Detective Beckett vom NYPD ging eine dunkle Gasse entlang und dachte darüber nach, was sie wohl in der verlassenen Lagerhalle erwarten würde. Sie hatte schon hunderte von Tatorten betreten und doch war jedes Mal irgendwie anders. Die Luft roch verbrannt über dem regnerisch verhangenen Herbstmorgen, kleine Rauchreste machten sie schwer und drückend. Dectective Beckett hustete in den Kragen ihres dunkelblauen Trenchcoats und dachte daran, wie müde sie eigentlich war. Letzte Nacht hatte sie, wie viele Nächte davor, lange wach gelegen und über sich, ihr Leben und ihre Vergangenheit nachgedacht. Wo stand sie eigentlich in ihrem Leben und wohin sollte die Reise noch gehen, wenn ihr Geist und jeder Muskel ihres Körpers von dem einen Gedanken bestimmt wurde, der seit langer Zeit in ihr verwurzelt war? Sie wollte…, ja was war das eigentlich? Rache? Gerechtigkeit? Seelenfrieden?
„Hey Beckett!"
Beckett schreckte jäh aus ihren Gedanken hoch, als Richard Castle, der Schriftsteller, der sie sie seit einer ganzen Weile begleitete, um mehr oder weniger geschmackvolle Krimis mit einer auf ihr basierenden Hauptfigur zu schreiben, ihr eine Hand auf die Schulter legte.
„Oh! Morgen, Castle."
Beckett konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, denn um ehrlich zu sein, freute sie sich, Castle zu sehen. Sie arbeitete nun schon über drei Jahre mit ihm zusammen, wenn man das so nennen konnte. Eigentlich benutzte er sie am Anfang nur, um seine Schreibblockade zu durchbrechen, etwas Aufregendes zu erleben und sie nebenbei ständig anzumachen. Diese exklusive Partnerschaft hatte er sich mittels seiner engen Freundschaft zum Mayor von New York City, Robert Weldon, erschlichen. Als Beckett ihn damals zu einem Fall hinzuzog, weil ein Serienkiller Castles Bücher nachahmte, hatte er sich sofort für die gutaussehende, kühle und äußerst professionelle Mordermittlerin der New Yorker Polizei begeistert. Er beschloss, sie fortan zu seiner Muse zu machen, formte sie zu seiner Romanheldin mit dem Strippernamen Nikki Heat, ebenfalls eine Ermittlerin des Morddezernats des NYPD, und dichtete dieser eine heiße Affäre mit seinem eigenen fiktionalen Äquivalent, dem Journalisten Jameson Rooke, an, welcher sie, wie im richtigen Leben, im Buch bei ihrer Arbeit begleitete.
Castle sagte dem Mayor, er hätte da eine ganz tolle Idee und dieser rief daraufhin Becketts Captain Montgomery an, der wiederum behauptete, er könne nichts dagegen tun, dass Castle sie begeleitete. Doch sein Argument, dieses Arrangement würde dem NYPD eine gute Presse bescheren, erwies sich als Vorwand. In Wirklichkeit hatte Captain Roy Montgomery erkannt, dass der äußerst verschrobene Lebemann Richard Castle der ziemlich mit sich hadernden Kate Beckett auf eine Weise gut tat. Er wusste zwar nicht so recht, wie, aber er sah Beckett das erste Mal seit langer Zeit wieder lachen und Spaß bei der Arbeit haben, weswegen er diese Partnerschaft sui generis forcierte.
„Was für ein Morgen! Sieht ein bisschen nach „Volcano" aus, nicht?" sagte Castle gerade.
Beckett nahm ihm den obligatorischen Pappbecher Kaffee, den er ihr immer mitbrachte, aus der Hand und musste das zweite Mal an diesem trüben Morgen lächeln. Denn obwohl Castle am Anfang aufdringlich war und seine billigen Annäherungsversuche ziemlich nervten, hatte sie ihn irgendwie gemocht. Er war auf seine Weise witzig und charmant, konnte in dem einen Moment nett und mitfühlend sein, es in dem nächsten Augenblick aber schon wieder mit einem schlechten Witz wettmachen. Castle hatte immer eine abstruse Möglichkeit parat, wenn es darum ging, Verbindungen in einem noch ungeklärten Fall herzustellen. Nicht selten hatten sie mit Geheimagenten und Aliens zu tun, aber oft hatte er genau den richtigen Riecher, welchen er wohl nicht zuletzt seinen Recherchen für seine Kriminalromane zu verdanken hatte.
Was für ein Mann der Gegensätze, dachte Beckett. Reich, notorischer Frauenheld, lebt sein inneres Kind aus, zweimal verheiratet, zweimal geschieden und doch Vater einer entzückenden achtzehnjährigen Tochter, die um einiges weiser wirkte, als ihr Vater, der nie richtig erwachsen geworden zu sein schien. Außerdem beherbergte er in seinem luxuriösen Apartment seine Mutter, die ihre ganzen Ersparnisse auf ungeklärte Weise an einen Mann verloren hatte. Auch wenn von Anfang an eine gewisse Spannung zwischen den beiden herrschte und Beckett Castle faszinierend fand, hatte sie erst im Verlauf der drei Jahre gemerkt, dass hinter der Frauenheldfassade ein verlässlicher Freund steckte, der sie unterstützte und wahrscheinlich alles für sie tun würde.
Vielleicht beruhte dies auf Gegenseitigkeit, jedenfalls hatten sich beide schon des Öfteren das Leben gerettet. Trotzdem war aus beiden nie mehr geworden, auch wenn es den einen oder anderen Moment gegeben hatte, in dem sich das fast geändert hätte.
„Na wenn du meinst Castle, vielleicht begegnen wir ja Tommy Lee Jones…"
„Wer weiß, Beckett? Man sollte so einen Morgen nicht unterschätzen", sagte Castle vergnügt und zwinkerte ihr zu.
Als die beiden sich Kaffee schlürfend dem Tatort näherten, kamen ihnen die Detectives Kevin Ryan und Xavier Esposito entgegen, beide aus Becketts Team vom Zwölften Revier.
„Yo Beckett! Wir haben ein Problem …" rief Esposito ihnen gerade zu, als Castle ihn unterbrach und sich seine Augen wie bei einer Katze, die gerade einen Bommel entdeckt hat, in merkwürdig glänzende Teller verwandelten.
„Ich sehe einen schwarzen Geländewagen, ich sehe blaue Jacken mit gelber Schrift, ich sehe das FBI am frühen Morgen…Best morning ever!" Castle sah die anderen strahlend an und streckte Beckett seine rechte Hand zum Abklatschen entgegen.
Diese ignorierte es und fragte stattdessen: „ Espo, was ist hier los?"
„Ein Mann namens Ben Kaleb von der Straßenreinigung hat heute Morgen seine Arbeit in dieser Nebenstraße verrichten wollen, da fiel ihm auf, dass es irgendwie stark verbrannt roch. Er sah den Qualm aus der Lagerhalle kommen und wollte nachsehen, ob er noch jemandem helfen konnte. Aber alles, was er fand, war ein ziemlich übel riechender verkohlter Haufen, der wohl keine Hilfe mehr benötigte. Er rief die Feuerwehr, die den Schwelbrand löschte und die verkohlte Leiche der Polizei meldete. Ryan und ich machten uns auf den Weg und kurze Zeit später kamen die Feds um die Ecke gebraust und machen seitdem auf wichtig."
In diesem Moment kam ein gutaussehender Mann im Anzug auf die Gruppe zu. Er war Mitte dreißig, hatte braune Haare, und eine rote Gürtelschnalle. Als er näher kam bemerkte Beckett, dass er außerdem eine bunte Krawatte trug. Bei genauerem Hinsehen erwies sich die rote Gürtelschnalle als mit einem Hahn und der Aufschrift „Cocky" bestanzt. Sehr innovativ, dachte Beckett.
„Hallo, mein Name ist Special Agent Seeley Booth vom FBI. Das ist jetzt unser Fall.".
Fortsetzung folgt
Danke für's Lesen: Feedback wäre richtig toll (biiiitteee! ;) )
