A/N: Diese kleine Story setzt direkt an die letzte Folge der bislang noch nicht im deutschsprachigem Raum ausgestrahlten 7 Staffel an. "Living Doll" - Sara ist in irgendwo unter einem Auto gefangen.
Ich besitze keinerlei Rechte.
Rettet mich!
Schlamm, der wie eine billige Nutte am Straßenstrich klebte. Er bohrte sich in sie, ließ keine Stelle aus. Er kroch unter ihre Kleidung in ihren Mund und versperrte ihr die Sicht. Der Regen, der nicht aufhören wollte, der ein Schlammrinnsal nach dem anderen bildete und sie zu ertränken drohte. Ein kühles Nass, das sie zum Zittern brachte, war mitunter die einzige Bewegung die man ihr zugestanden hatte. Sie bekam kaum noch Luft, da der Schlamm bereits in ihrer Nase steckte, aber genug um nicht in Ohnmacht zu fallen.
Die Zeit verging und nichts änderte sich. Sie begann die Tropfen die auf ihren Handrücken fielen zu zählen. Sie spürte wie das Nass versuchte ihre Haut von ihr zu trennen. Es geschah nichts.
Nach etlichen Stunden fasste etwas ihre Hand. Und sie vernahm Laute. Sie konnte sie nicht zuordnen da der Schlamm auch in ihre Ohren gekrochen war. Sie spürte wie etwas sie noch tiefer in den Boden drückte, bevor es sich erhob. Bis dahin hatte sie nicht bemerkt wie schwer das Teil war, welches ihr beinahe die Luft weggedrückt hatte. Sie versuchte sich vorsichtig zu bewegen und drückte jenes was sie in der Hand hielt etwas fester. Sie spürte wie Tränen über ihre Wange liefen, als sie sich ein wenig aufrichtete. Sie versuchte zu sehen, doch die Lichter und Schatten die um sie wirbelten machten ihr Angst. Etwas nahm sie in den Arm. Sie pulte sich mit einem Finger die Nase frei. Es roch nach ihm. Es roch nach Gil Grissom. Aus leisem Wimmern wurde lautes Weinen. Ihre Finger bohrten sich in seinen Arm. Er strich ihr über Kopf und Rücken. Ihre Schulter schmerzte und ihr Genick war starr und steif, doch sie fühlte sich gut. Sie versuchte jede fleischige Stelle ihres Körpers zu spüren. Doch bis auf ihre Schulter tat nichts weh.
Etwas hob sie in die Luft und setzte sie wenig später wieder ab. Ein Schatten wischte ihr den Schlamm aus dem Gesicht. Ihr Blick wurde klarer. Sie wollte Lachen, etwas sagen doch stattdessen brach es immer mehr aus ihr heraus.
„Beruhige dich. Du musst ein und ausatmen.", sagte sie still zu sich selbst. „Ein und aus, ein und aus."
Mit einem Ruck wurde sie in etwas geschoben. Es musste ein Krankenwagen sein, denn wenig später begann es zu Rollen mit lautem Geheule. In der Hand hielt sie noch immer die seine, wie ihr nun bewusst war, während die anderen Leute um sie an ihr zerrten, drückten und wischten.
Sie kam zur Ruh und genoss es. Sie fühlte sich sicher und merkte wie sie der Schlaf holte.
Warmes Wasser floss über ihren Körper. Sie schlug die Augen auf und sah den Mann der sie wusch. Eine Schwester die ihm half verschwand fluchtartig durch die Tür.
„Ich liebe dich", sagte der Mann.
Sie berührte seine bärtige Wange, fuhr ihm durchs Haar und küsste ihn. „Ich weis, Gil. Ich weis."
