mDie Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.

Die Originalstory ist von Pam3.C.S.

.net/s/6000362/1/Tus_Imperfecciones_Mi_Perfeccion

Kapitel I Edwards POV.

Ihr Stöhnen erfüllte den Raum, es war wie eine Einladung mit ihr zusammen den Höhepunkt zu erreichen. Ich stützte mich ab um ihren Körper unter meinem sehen zu können, wie er sich völlig dem Genuss hingab den die Reibung unserer Körper auslöste.

Das war mein Lieblingsmoment des Tages, den ich jeden Morgen an dem wir, hungrig aufeinander, aufwachten und uns ohne Vorwarnung miteinander vereinten genießen konnte.

„Gott! Schneller..!" Stöhnte sie.

Ich streckte meine Arme aus, hielt mich am Kopfteil fest und stieß schneller und tiefer zu, wie sie es gewünscht hatte. Ihr Gesicht sagte mir alles, das war es was ich brauchte...aber ich wollte es auch hören.

„Gefällt es dir?" Fragte ich und gebrauchte all meine Kraft.

„Ja! Ja!...Edward!"

In dem Moment ihres Orgasmus, erkundete ich mit meinen lüsternen Augen ihren Körper. Sie war perfekt! Nichts an ihrem Körper war zu viel oder zu wenig. Sie war die Frau gewordene Perfektion.

Und mit diesen Gedanken schloss ich meine Augen und ließ mich gehen...

Die Entspannung nach meinem phantastischen Orgasmus, dauerte nur ein miserables Augen blinzeln lang.

„Steh auf Edward." Bat sie.

Ich rollte zur Seite und sie erreichte was sie wollte. Aufstehen und die Leidenschaft beenden.

„Tanya." Seufzte ich und diesen Satz hatte ich schon hundertmal wiederholt. „Könntest du mich, eines Tages, meinen Orgasmus so genießen lassen wie es sich gehört?"

Sie näherte sich mir, noch immer nackt wie Gott sie geschaffen hatte.

„Einen anderen Tag mein Schatz, ich schwöre." Sie gab mir einen kurzen Kuss. „Ich muss um zehn Uhr bei Marco sein, wegen den Fotos."

Ich beobachtete sie dabei wie sie durchs Zimmer lief und meine Augen wanderten über ihre Figur, die immer noch exquisit war, oder sogar noch besser als vor zwei Jahren, als unsere Beziehung begann.

Vor drei Jahren.

Mit meinen 22 Jahren, war ich in meinem Letzten Studienjahr der Architektur und meine Schwester Alice, zwei Jahre älter als ich, fing ihre Karriere als Designerin an.

Dank des Einflusses unserer Eltern und der Familie ihres Verlobten, war sie kurz davor ihre erste Kollektion auf den Markt zu bringen und suchte die passenden Models.

Eine Modelagentur schickte ihr junge und teilweise noch unerfahrene Models, die nicht so teuer waren. Darunter war Tanya, es war ihr erster richtiger Auftrag. Meine Schwester war sehr strickt gewesen, sie würde kein Geld für teure Models annehmen.

Der Erfolg meiner Schwester setzte sofort ein und schnell erweiterte er sich auf andere Regionen des Landes und auch in andere Länder.

Tanya wurde ihr Stamm-Model und da kam ich ins Spiel.

Sie war mir von Anfang an aufgefallen, aber ich hatte mich nie getraut sie anzusprechen. Obwohl ich das Spiel der Verführung und Eroberung perfekt beherrschte, spielte sie nicht in meiner Liga und schon gar nicht, als sie anfing auch für andere Designer arbeiten.

Die Monate vergingen und der Tag der Hochzeit von Alice, fiel zusammen mit dem Start zu ihrem totalen Erfolg, ihre Kleider wurden mittlerweile von bekannten Persönlichkeiten getragen und ihr Name war jetzt auch in der Wiege der Mode, Europa, bekannt.

Während der Hochzeitsfeier konnte ich viele Personen beobachten, die mit meiner Schwester arbeiteten, unter ihnen auch Tanya. Ich konnte meine Augen nicht von ihr wenden und zum ersten mal schien sie genauso interessiert an mir zu sein, wie ich an ihr.

Von meiner Schwester hatte ich gehört, das Tanya es nicht geschafft hatte sich im Ausland einen Namen zu machen, ihr Preis hier aber, unverdienter Weise, gestiegen war. Mir war auch bekannt, das einige Designer auf ihre Dienste verzichteten, unter ihnen auch meine Schwester.

„Ist es deine heutige Fassade, oder der Name deiner Schwester, der dich Heute zum Magneten für dieses Model da macht?" Fragte mein Freund Emmett.

Wir hatten uns am beginn unseres Studiums kennen gelernt und waren seit dem unzertrennlich. Zu uns gehörten noch Jacob und seine Freundin Leah. Mit ihnen würde ich meine eigene Firma aufmachen, das war damals unser Traum gewesen, der wenig später in Erfüllung ging.

„So wenig glaubst du an mich?" Fragte ich in arrogantem Ton zurück.

„Ehrlich gesagt nicht." Antwortete Emmett und nahm einen Schluck aus seinem Glas. „Aber Kumpel, es ist das erste mal das sie dich ansieht als ob sie dich gleich vergewaltigen wollte."

Wir vier lachten über den Scherz Emmetts, aber er hatte Recht. Auch wenn sie mir vom ersten Augenblick an aufgefallen war als sie das Studio meiner Schwester betreten hatte, würde ich wetten, das sie Heute das erste mal Notiz von mir genommen hatte.

Nachdem ich mit meiner Mutter, Alice, Leah und einigen anderen Freundinnen getanzt hatte, ging ich zur Bar um mir etwas zu trinken zu holen.

„Ich nehme an, das der gut aussehende Bruder der Braut, auch mir einen Tanz schenken wird, nicht?" Hörte ich hinter meinem Rücken eine Stimme und ich wusste sofort wer es war.

„Ich wäre über diese Ehre sehr erfreut." Antwortete ich mit dem fesselndsten Ton den ich zustande brachte.

„Ich bin Tanya Denali." Stellte sie sich vor und hielt mir ihre Hand hin.

„Ich weiß." Antwortete ich und nahm ihre Hand. „Edward Cullen."

„Ich weiß." Sagte sie und lachte sinnlich.

Nach diesem Abend trafen wir uns immer öfter. Ich würde das ja gerne sagen, das das an meinem Charme gelegen hatte, aber diesmal war eindeutig ich der Verführte. Es war sie die anrief und unsere Dates festmachte.

„Edward?" Rief mich eines Tages Alice auf dem Handy an.

„Hey Zwerg." Grüßte ich sie wie immer. „Wie geht's?"

„Gut." Sagte sie trocken. „Bist du im Hörsaal?"

„Nein, ich habe noch eine Stunde Zeit. Ist was passiert?"

„Hast du schon die Zeitung gesehen?"

„Ehrlich gesagt nicht. Was ist damit? Du weißt das ich kein Fan von Nachrichten bin." Sagte ich lachend.

„Du musst nicht die Nachrichten lesen, du kannst gleich auf die Klatschspalte blättern und da ist es. Wo warst du letzte Nacht?" Diese Frage verdutzte mich etwas.

„Ich...war etwas trinken." Sagte ich schnell, ohne ins Detail gehen zu wollen.

„Und wo warst du?" Ich hielt die Luft an. War es möglich...?

„Warum fragst du? Mit E..."

„Wage es nicht mich an zu lügen." Unterbrach sie mich, bevor ich die Lüge aussprechen konnte.

„Alice! Ich will nicht mit dir streiten, aber ich will auch nicht, das du dich in mein Leben einmischt. Ich bin alt genug um zu wissen was ich tue und was ich nicht tue." Sagte ich und fuhr mir mit der Hand durch die Haare.

„Also Edward, mir ist es völlig egal in welches Bett du deinen Hintern steckst." Kam es von meiner Schwester.

„Es ist nichts passiert..."

„Das ist mir egal! Ich möchte dich nur bitten,das du deine Eroberungen von meiner Arbeit fern hältst." Zum ersten mal erlebte ich meine Schwester richtig wütend und ich verstand nicht warum. „Ich gebe zu, das es mir nicht gefällt wenn mein Bruder sich auf Models einlässt, aber ich kann nichts dagegen tun."

„Wieso redest du von deiner Arbeit? Was hat Tanya und das was wir miteinander haben damit zu tun?" Ich wurde so langsam auch sauer.

„Kauf dir die Zeitung, geh ins Internet, oder warte auf die Klatschblätter und du wirst es sehen. Ciao." Und sie legte auf.

Ich blieb einen Moment mit dem Telefon in der Hand. Als ich wieder reagierte, machte ich sofort meinen Computer an und suchte die neueste Klatschpresse.

Und da war ich, zusammen mit Tanya. Fotos von dem Lokal in dem wir waren, Fotos wie wir aus dem Lokal kamen, Fotos wie wir in das Apartment von Tanya gehen und Fotos wie ich, um sechs Uhr Morgens, wieder hinaus kam.

Als ich die Vorstellung die die Reporter von der „ leidenschaftlichen Nacht des neuen Paares" hatten, musste ich humorlos lachen. Da war nichts leidenschaftliches gewesen, wir hatten nur geredet und uns ihre Fotos angesehen.

Für die Reporter war ich der Bruder der berühmten Designerin Alice Cullen, mein Name wurde nicht erwähnt und Tanya nannten sie die neue Muse meiner Schwester.

Meinte Alice das mit, ihrer Arbeit?

Ich suchte weiter, bis ein kurzes Interview meine Aufmerksamkeit erregte. Es war von Tanya und anscheinend schon ein paar Tage alt. Sie sagte nichts relevantes, nur das wir Freunde waren und uns gerade kennen lernten. Als sie nach ihrer Arbeit gefragt wurde antwortete sie, das sie sich gerade neue Projekte ansah. Was meine Aufmerksamkeit erregte war, das sie meine Schwester und Al Fashion, ihre Firma, dabei erwähnte.

„Hallo Ed." Tanya hatte nach dem ersten Schellen abgehoben.

„Hallo Tanya. Wie geht's?" Ich wusste nicht wie ich das Thema und dieses undurchsichtige Detail ansprechen sollte.

„Etwas überfordert. Mein Handy hört nicht auf zu schellen. Hast du es schon mitbekommen?" Ich lehnte meinen Kopf zurück und machte kurz die Augen zu.

„Hm. Meinst du etwa diese erschöpfende Reportage die sie über uns gemacht haben?" Fragte ich scherzhaft und versuchte die Spannung auch dem Gespräch zu nehmen.

„Es tut mir so Leid Edward. Wenn ich gewusst hätte das das passiert, hätte ich nie darauf bestanden, das du noch mit zu mir kommst."

„Du hast keine Schuld Tanya. Als Bruder einer berühmten Frau, hätte es mir eigentlich klar sein müssen, das das irgendwann passiert." Versuchte ich sie zu beruhigen.

„Ja, aber die Reporter denken sich immer so viel Unsinn aus. Ich will nicht, das du wegen mir Schwierigkeiten bekommst." Bei ihren Worten musste ich lächeln und jedweder Zweifel den ich über sie hatte verflog. Es war offensichtlich, das wir Beide in eine Falle gegangen waren.

„Du musst dir keine Gedanken machen. Außerdem sehe ich nicht, wer mir Probleme bereiten könnte." Sagte ich.

„Deine...Freundin." Sagte sie leise.

„Ich habe keine Freundin. Ich dachte das das klar währe."

„Gut." Antwortete sie und ich beschloss deutlicher zu werden.

„Also...noch habe ich keine, aber es gibt da bestimmte Interessen." Fing ich an zu spielen.

„Ich hoffe das du Erfolg hast Edward. Ich muss jetzt auflegen. Ciao."

Ich konnte nichts mehr sagen. Knurrend warf ich meine Telefon auf den Sessel. Offensichtlich hatte sie mich völlig falsch verstanden und dachte jetzt das es eine andere gäbe. Obwohl wir uns noch nicht mal geküsst hatten, machte sie mich wahnsinnig.

Die Tage vergingen und ich war zu sehr mit meinem Studium und den dazugehörenden Veranstaltungen beschäftigt, um mich mit ihr in Verbindung setzten zu können. Meine Schwester ließ keine Gelegenheit aus, um mir zu sagen, das sie nicht in meine Romanzen hineingezogen werden will und sich niemand auf ihre Kosten einen Namen macht. Ich verstand ihr Problem nicht und sie nervte mich ungemein.

Dann beschloss ich, den Stier bei den Hörnern zu packen. Ich ließ meine Bücher links liegen und wollte den entscheidenden Schritt machen.

„Mama, Papa, ich gehe noch mal kurz weg." Informierte ich meine Eltern, die im Wohnzimmer saßen.

„Um diese Zeit? Wo willst du denn noch hin?" Wollte meine Mutter wissen und stand auf.

„Ich habe das noch was zu erledigen." Mehr Erklärungen wollte ich nicht geben.

„Denk bitte daran, das wir Morgen sehr früh los müssen Edward." Erinnerte mich mein Vater.

Meine Eltern hatten Morgen ihren 25. Hochzeitstag und sie hatten beschlossen, das in unserem Ferienhaus zu feiern. Es würde eine große Feier werden.

„Keine Sorge, ich bin in ein paar Stunden wieder da."

Ungeduldig fuhr ich zu Tanyas Apartment. Im Kopf ging ich wieder und wieder durch, was ich sagen wollte. Ich würde ihr meine Gefühle offenbaren und alles auf eine Karte setzen. Aber als diese schöne Frau mir die Tür aufmachte, war mein Kopf komplett leer.

„Was machst du hier Edward?" Fragte sie erstaunt.

„Ich muss mit dir reden."

„Komm rein." Sie machte mir die Tür frei.

Ich vergrub meine Hände in meinen Hosentaschen, ich hatte keine Ahnung wie ich anfangen sollte und war wirklich nervös.

„Warum besuchst du mich? Nicht das es mich stört,aber ich bin überrascht." Erklärte sie schnell.

„Als wir das letzte mal gesprochen haben, habe ich gesagt, das es da bestimmte Interessen..."

„Du brauchst mir keine Erklärungen über deine Romanzen geben Ed. Es tut mir Leid was die Reporter da über uns geschrieben haben. Wenn ich die nächste Gelegenheit zu einem Interview habe, werde ich das klarstellen." Unterbrach sie mich.

„Wer hier was klar zustellen hat, bin ich."

„Was...?"

Diesmal unterbrach ich sie und zwar mit einem Kuss und ich legte all die Heftigkeit hinein, die ich in dem Moment fühlte. Ich konnte nicht sagen, das ich so etwas noch nie gefühlt hatte, aber Tanyas Lippen zu spüren war ein himmlisches Gefühl.

„Du gefällst mir." Murmelte ich gegen ihre Lippen.

„Und du mir." Antwortete sie.

Gegenwart.

Ich beobachtete sie dabei wie sie sich anzog. Jede ihrer Bewegungen, bewusst oder unbewusst, waren sinnlich und erweckten meine niedersten Instinkte. In den zwei Jahren die wir jetzt zusammen waren, konnte ich mich über nichts beschweren. Vor sechs Monaten hatten wir beschlossen zusammen zu ziehen, selbstverständlich hatten wir auch unsere Problemchen, aber es gab nichts, was das Bett nicht lösen konnte.

Das Einzige was unser Glück störte, war meine Schwester. Sie hat meine Beziehung mit Tanya nie akzeptiert. Meine Mutter musst all ihren Einfluss einsetzen, damit Alice sie wieder als Model für sich arbeiten ließ. Es war regelrecht ein Schlacht, bis meine Schwester nachgab, aber sie konnte es nicht lasen mich zu warnen und zu behaupten, das meine Aktionen mir in der Zukunft viele Schmerzen bereiten würden.

„Deine Mutter hat Gestern angerufen. Sie sagt, das sie dringend mit dir sprechen muss." Informierte mich Tanya nebenbei.

„Hat sie gesagt warum?"

„Keine Ahnung. Ruf sie an, dann weißt du es." Antwortete Tanya lapidar.

Ich nahm das Telefon und wählte die Nummer meiner Mutter. Hinter Tanya stehen, beobachtete ich sie beim schminken. Sie war perfekt.

„Ja?" Meine Mutter hatte abgehoben.

„Mama, wie geht es dir?"

„Sohn, wie gut das du anrufst. Ich muss dringend mit dir reden mein Schatz."

„Klar, worum geht es?"

„Kannst du dich noch an das Kindermädchen erinnern, das wir hatten als ihr klein wart?" Ich versuchte mich zu erinnern und das hübsche Gesicht einer jungen Frau mit blauen Augen kam mir in den Sinn.

„Renee?" Fragte ich.

„Genau die Edward." Sagte meine Mutter fröhlich.

„Was ist mit ihr?" Tanya sah stirnrunzelnd in meine Richtung.

„Dein Vater hat sie getroffen als er in Forks war. Weißt du eigentlich, das sie ein achtzehnjährige Tochter hat?" Jetzt war ich mit Stirnrunzeln dran, ich erstand nicht worauf meine Mutter hinaus wollte.

„Das freut mich für sie, aber was hab ich damit zu tun?"

„Also...Isabella, so heißt ihre Tochter, wir hier an der Universität studieren und ich wollte dich um einen Gefallen bitten."

„Der währe?" Fragte ich misstrauisch. Irgendetwas war hier nicht ganz koscher.

„Wie du ja weißt, wird ein Vater für drei Monate nach Europa gehen, um sich zu spezialisieren und ich werde mit ihm gehen. Ich wollte fragen, ob sie solange bei dir wohnen könnte?" Platzte sie heraus.

Ich blieb erstmal stumm und sah aus den Augenwinkeln zu Tanya. Darüber würden wir zu zweit reden müssen und entscheiden, ob wir der Bitte meiner Mutter nachkämen.

Wir waren nicht verheiratet und lebten wie in ständigen Flitterwochen. Wir lebten auch noch nicht lange zusammen, erst seit sechs Monaten. Ich hatte das Haus gekauft, es war groß, aber ob es so eine gute Idee war mit einer Fremdem zusammen zu leben?

„Eh Mama, ich glaube nicht das ich dir darauf sofort eine Antwort geben kann." Jetzt drehte sich Tanya zu mir.

„Ich weiß mein Sohn. Denk darüber nach und teile mir dann deine Entscheidung mit." Ich nickte, obwohl sie mich nicht sehen konnte. „Deine Schwester hatte sich angeboten sie zu nehmen, aber mit zwei Babys und ihrem Arbeitspensum ist das fast unmöglich. Für dich und Tanya ist es einfacher, ihr habt keine großen Verpflichtungen."

Wir unterhielten uns noch kurz und beendeten das Telefonat.

„Was wollte deine Mama?" Fragte Tanya, jetzt fertig um aus dem Haus zu gehen.

„Sie hat uns um einen Gefallen gebeten." Meine Mutter hatte zwar nie in der Mehrzahl gesprochen, aber ich wusste das es besser war es zu tun.

„Und welchen?"

„Als meine Schwester und ich klein waren hatten wir ein Kindermädchen. Mein Vater hat sie vor kurzem getroffen und erfahren, das sie ein Tochter hat, die hier studieren wird." Ich beobachtete sie, noch zeigte sie keine Regung.

„Und was hat das mit uns zu tun?" Stellte sie fast die gleiche Frage die ich gestellt hatte.

„Meine Eltern gehen für drei Monate nach Europa. Meine Mutter wollte wissen ob sie bei uns bleiben kann." Erklärte ich schnell.

„Bei uns?" Ihr Ton war noch immer sanft.

„Ja, meine Schwester hat sich angeboten, aber meine Mutter meint, das sie auch so schon genug zu tun hat." Sagte ich.

„Gut." Sie machte eine abwertende Bewegung mit der Hand. „Wir reden mit ihr und sagen nein."

Mein Kopf drehte sich ruckartig zu ihr. Ich hatte noch keine Entscheidung getroffen und hatte eigentlich gedacht, sie mit ihr zusammen zu treffen. Und jetzt gab sie mir praktisch einen Befehl, dem ich zu folgen hatte.

„Ich glaube das bedarf eines ausführlichen Gesprächs und wir sollten die Entscheidung zusammen treffen." Ich stand auf.

„Ich weiß nicht worüber du reden willst Schatz. Wir wollen niemanden hier im Haus und deine Mutter kann uns nicht deine Schwester sie nehmen." Kam es von Tanya.

„Meine Mutter zwingt uns zu nichts und meine Schwester kann sich nicht um noch jemanden kümmern. Das Geld ist kein Problem, aber ihre beiden Töchter brauchen ihre ganze Zeit." Versuchte ich zu argumentieren.

„Bist du etwa damit einverstanden ein Mädchen vom Dorf in unser Haus zu holen? Das jemand den wir gar nicht kennen bei uns wohnt?"

Da wurde mir bewusst, das ich nicht einen Moment daran gedacht hatte das Mädchen nicht bei uns aufzunehmen. Ich dachte an Renee und was meine Schwester und ich ihr schuldeten, sie war immer für uns da gewesen, auch nachdem sie geheiratet und ihre Tochter bekommen hatte.

Ich konnte mich wage an das kleine Mädchen erinnern. Renee war bei uns geblieben, bis ihre Tochter drei Jahre als war und ihr Mann, er war Polizist, versetzt worden war.

Ich war es ihr einfach schuldig...

„Ich sehe nichts schlechtes darin." Antwortete ich schlicht.

„Bist du irre?" Kreischte sie schon fast. Das überraschte mich.

„Deswegen musst du mich noch lange nicht anschreien.." Fauchte ich, sauer über ihre Reaktion.

„Aber Edward, das geht doch nicht." Versuchte sie sich zu verteidigen. Ich beschloss das Thema ruhig anzugehen.

„Tanya." Ich nahm sie an den Schultern und drehte sie zu mir. „Es sind nur drei Monate Schatz, dann geht sei zu meinen Eltern."

„Ich bin nicht einverstanden, aber es ist ja schließlich dein Haus." Sagte sie kalt und wand sich aus meinem Griff.

„Es ist auch dein Haus und ich glaube das wir es machen können. Komm schon Babe, ist doch nur für kurze Zeit." Versuchte ich sie umzustimmen.

„Mach was du willst. Ich gehe jetzt."

Da stand ich meine Hände noch immer in der Luft. Tanya hatte ein starkes Temperament und das zeigte sich ab und an mal. Laut meiner Schwester dominierte sie mich und ich machte alles was sie wollte...vielleicht hatte sie ja Recht, aber ich liebte sie und das war die einzige Antwort die ich darauf hatte.

Nicht das wir uns ständig stritten aber ab und zu kam es vor. Ich sah auf das Foto das auf dem Tisch stand, auch das war der Auslöser einiger heftiger Diskussionen. Aber bis jetzt hatte ich immer nachgegeben und ihren Punkt verstanden.

Auf dem Foto war mein Patenkind, die zweijährige Tochter von Alice. Jedes mal wenn ich sie ansah, dachte ich daran, wie es wäre eine Tochter zu haben. Ich betet jeden Tag dafür, das Tanya endlich damit einverstanden war. Sie argumentierte, das ihr Körper ihr Arbeitsmaterial sei und sie noch nicht bereit dazu sei.

Ich schob diese Gedanken zur Seite. Dieser Tag würde bald kommen, oder wann Gott es wollte und wir würden eine richtige Familie sein. Dann würden wir auch heiraten...wenn sie will.

Ich ging in mein Büro, nahm das Telefon und rief meine Mutter an.

„Hallo?"

„Mama, die Tochter von Renee kann bei uns bleiben."

„Oh, damit machst du mir eine riesen Freude Sohn." Bei ihrem Enthusiasmus musste ich lachen.

„Wann kommt sie?" Wollte ich wissen, ich musste auch noch ein Zimmer vorbereiten.

„Übermorgen Schatz."

Gut, ich würde für drei Monate einen Gast haben. Ich hoffte das sie schnell vergehen würden und mich das nicht von meiner Frau trennte...mit der ich jede Minute verbringen wollte.