Hey Ho.

Mir ist aufgefallen, dass ich beim ersten Kapitel vergessen habe herunterzuleiern, dass dies alles nicht mir gehört, bis auf meine Hirngespinste ;)

Ich hoffe diese Geschichte wird euch einigermaßen gefallen, und wenn nicht, habt Nachsicht, ich bin Amateur.

Viel Spaß beim Lesen

Kapitel 2 – Rückkehr nach Hogwarts

Sobald sie zu Hause war sprang sie unter die Dusche und machte es sich danach mit ihrem neuen Buch auf der Couch gemütlich. Sie hatte eine kleine Wohnung, dafür aber mit großer Terrasse und hübscher Einrichtung. Da sie das Apartment allein bewohnte brauchte sie nur 3 Zimmer. Ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, ein Zimmer voller Bücherregale, bis zum Erbrechen gefüllt, ihre wohnliche Küche und ein geräumiges Bad.

Als sie feststellte, dass die Uhr schon Mitternacht anzeigte, legte sie das Buch missmutig zur Seite und ging zu Bett. Sie hatte morgen allerhand Papierkram im Ministerium zu ihrem letzten Fund, eine Spielschatulle der griechischen Göttin der Schönheit, zu erledigen. In der Schule schrieb sie gern Aufsätze, doch seit sie ihren Job vor fast 4 Jahren angetreten hat, lässt es sich nicht mehr leugnen, dass es viel interessantere Dinge als Berichte zu schreiben gab.

Ihre Gedanken schweiften zu einem gewissen ehemaligen Slytherin ab. Selbst im Bett musste sie noch über seine Eisverschmierte Wange prusten. Sie hätte sich nie träumen lassen, dass Malfoy sich sowas von einem kleinem Mädchen, vor allem einer Potter, gefallen lassen würde. ‚Ob er wohl selbst Kinder hat? ' fragte Hermione sich. ‚Wenn dann wohl mit der ekligen Parkinson' . Sie wusste nicht warum, doch dieser Gedanke versetzte ihr einen Stich. Wahrscheinlich, weil sie den Gedanken, dass Parkinson vor ihr Kinder bekommen würde, absurd fand. Die hieß nicht umsonst wie eine Krankheit. Sie war sich sicher, dass dieser Stich nichts mit Malfoy zutun hatte. Warum auch.

Plötzlich viel ihr wie Schuppen von den Augen, was Dumbledore geschrieben hat. Friedensball. Meine Güte sie brauchte ein Ballkleid! Sie hatte nur noch 2 Tage Zeit.

ooooooooooooooooooooooooooooo

Als sie am nächsten Tag ihre Arbeit mehr oder weniger erfolgreich hinter sich ließ, machte sie sich auf den Weg in die Londoner Innenstadt. Dort gab es ein schönes Brautmodengeschäft, welches auch eine große Abteilung mit Ballkleidern und Anzügen führte.

An der Tür wurde sie gleich mit einem freundlichen „Guten Abend Miss" begrüßt. „Woher wollen sie wissen, dass ich noch eine Miss bin, und keine Mrs.?" fragte Hermine nicht allzu höflich. Ihr ging dies ziemlich auf die Nerven.

„Naja," entgegnete die Verkäuferin höflich „für gewöhnlich sind alle Frauen die uns besuchen noch eine Miss. Wir sind ein Brautmodengeschäft und ein Brautkleid kauft man doch vor der Hochzeit?"

Nun musste Hermine lachen. „Verzeihung, es tut mir leid. Wissen sie man bekommt es nicht grade einfach gemacht als junge Frau" aufgrund dieser peinlichen Situation wurde sie leicht rosa im Gesicht.

„Wem sagen sie das. Also, wie kann ich ihnen helfen? Soll es ein Brautkleid sein?" fragte die Verkäuferin.

„Oh, nein. Nein. Ein Ballkleid" wich die Angesprochene etwas beschämt aus.

„Ah, ich denke ich habe genau das richtige für Sie. Bitte folgen Sie mir."

Oh und wie sie das richtige hatte. Genau genommen hatte sie hunderte ‚richtige' Kleider für Hermione. Durch ihre zierliche Figur passte ihr jede Modellgröße wie angegossen.

Nachdem sie mit der Verkäuferin fast eine ganze Flasche Sekt geköpft und hunderte von Kleidern anprobiert hatte traf sie einen Entschluss.

„Das.. ist genau das richtige." Platzte es aus ihr heraus. Sie hatte leicht gerötete Wangen vom ganzen an- und ausziehen und zu guter letzt vom Sekt.

Die Verkäuferin, mit Namen Susi, so weit waren sie schon, saß mit offenem Mund auf dem Stuhl vor den Ankleidekabinen, als Hermione heraustrat.

Sie trug ein gerafftes elfenbeinfarbenes Kleid welches obenrum aus einem gut eingearbeiteten Korsett mit goldenen Verzierungen und einem nicht zu sehr gerafften aber leicht fallendem, langem Rock bestand. Am liebsten hätte Hermione sich mit einem Schwenk ihres Zauberstabs die Haare hochgesteckt, aber sie war hier schließlich in einem Muggelgeschäft.

„Das… ist das schönste Kleid von allen!" trällerte Susi. „Allerdings ist es ein Brautkleid. Aber wenn du es ohne Schleier und Handschuhe kaufst, geht es genau so gut als Ballkleid durch" strahlte sie.

„Ich muss es haben" sprach Hermione wie in Trance vor dem Spiegel.

Nachdem sie das Kleid gut verstaut in einer Tüte durch London trug, fühlte sie sich herrlich beschwipst und gut gelaunt. Leider konnte sie nun nicht apparieren, da es ziemlich gefährlich war dies unter Alkoholeinfluss zutun. Nachher landete sie noch in Malfoy Manor. Dass sie nun grade dachte dort zu landen, schob sie auf den Alkohol. Dennoch musste sie bei dem Gedanken kichern und schlenderte fröhlich Richtung Heimat.

Der Freitag verging wie im Flug da sie wieder einen neuen Auftrag entgegen nahm, und am Samstag war sie bei Ginny und Harry zum Mittag eingeladen.

„Hermii!" wurde sie gleich begrüßt, als sie in die Küche des Potterhauses apparierte. Fast ging sie zu Boden als Samantha ihr mit Anlauf in die Magengrube sprang. „Uhh… Hallo meine Süße" entgegnete sie. Nachdem sie Ginny und Harry zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange gab, setzten sie sich an den Tisch und Harry erzählte von seinem Auftrag, von dem er gestern Abend erst zurückkehrte.

„Die haben wirklich das komplette Anwesen leergeräumt gehabt. Die Muggel wussten gar nicht wohin mit sich und bevor wir eintrafen hatten sie schon die Polizei verständigt. Nachdem alles aufgeklärt war mussten wir ganze 47 Menschen mit dem Vergessenszauber belegen."

„Oh nein. Und wer war es?" fragte Hermione neugierig.

„Bullet und Goyle." Eröffnete Harry. Er konnte sich des Schweigens der drei wichtigsten Frauen in seinem Leben mehr als sicher sein.

„Ich verstehe immer noch nicht wie diese Idioten sich den Fängen des Ministeriums entwinden konnten. Dass Fudge und Percy unfähig waren wissen wir ja, aber Minerva Mac Gonagall sitzt nun schon seit ca. 4 Jahren auf diesem Stuhl." Tobte Ginny.

„Sie darf niemanden verurteilen für ein Verbrechen, welches vor ihrer Amtszeit geschah, Ginny. Das weißt du genauso gut wie ich. Außerdem werden sie doch jetzt in Askaban sitzen, oder Harry?" fragte Hermione.

„Nein. Wir hielten es für angebracht ihre Zauberstäbe zu zerstören und sie in einem Muggelgefängnis verrotten zu lassen. Sie Sollen endlich lernen, dass sie nichts besseres sind als andere Menschen. Und nun haben sie lang genug Zeit dafür." Grinste Harry.

Sie lachten und aßen gemütlich zu Mittag, doch nicht lange und Ginny rutschte nervös von einer Pobacke auf die andere.

„Was ist?" fragte Harry. „Naja. Mittlerweile ist es 13.00 Uhr und Mine und ich müssen und fertigmachen." Nuschelte sie. „Waas?! 4 Stunden zum umziehen?" fragte Harry entgeistert. „Harry James Potter. Du weißt ganz genau, dass da viel mehr zu gehört als sich nur umzuziehen." Entgegnete sie nun wütend. Um den Zorn seiner geliebten Frau nicht auf sich zu ziehen verkniff Harry sich ein lachen und ließ die beiden nach oben gehen, während er mit etwas Zauberei das Chaos in der Küche beseitigte und mit Samantha spielte.

„Wow Mine das ist ja noch schöner als das Kleid, welches ich an meiner Hochzeit getragen habe" staunte Ginny als sie halb fünf beide fertig im Schlafzimmer standen. „Es ist ein Brautkleid" murmelte Hermione verlegen. „Was?" lachte Ginny. „Hast du heute etwas vor, was du mir verschwiegen hast?" neckte sie ihre beste Freundin. „Nein, aber es sah so schön aus, also musste ich es einfach haben" entgegnete sie. „Am besten gefällt mir, dass es keine Ärmel hat und das Korsett, und die Farben. Und nicht zu vergessen der Rock…" Nachdem Ginny jedes Detail des Kleides aufgezählt hatte und sie gemeinsam lachten sagte Hermione: „Du siehst in den Kleid auch wahnsinnig hübsch aus Ginny" Ginny trug ein hellblaues langes, schmales Kleid, deren träger im Nacken zusammenliefen.

„Danke" lächelte Ginny. Sie wusste, dass ihre Freundin dies nicht sagen würde, würde sie es nicht genau so meinen.

„Harry!" schrie Ginny als sie unten in der Küche standen. Sie hatten Samantha ein hübsches lila farbenes Kleid angezogen und ihre langen Haare geflochten. Harry hatte von Ginny gnädige 30 Minuten Zeit bekommen um sich zu duschen und anzuziehen. Als Harry die Treppen hinunter gestürmt kam hielt er den Atem an. „Wow. Ihr drei seht… wunderschön aus." Stotterte er.

Sie apparierten direkt ins Schloss. Dumbledore hat für die engsten Ordenmitglieder die Appariergrenze aufgehoben, womit ihre Reise deutlich verkürzt wurde.

Ron und Lavender erwarteten sie schon. Hermione entging nicht, dass er die ganze Begrüßungszeremonie über nicht die Augen von ihr lassen konnte. Sie hoffte nur, dass Lavender es nicht mitbekam. Sie betraten gemeinsam die große Halle und stellten zu ihrer Überraschung fest, dass sie noch lange nicht die letzten waren.

Hermione fühlte sich in alte Zeiten versetzt. Wie aufgeregt war sie an ihrem ersten Schultag gewesen und wie sehr hatte sie sich jedes Mal nach den Ferien gefreut, wieder herzukommen. Sie sah sich um und bemerkte, dass alle Gesichter ihr bekannt vorkamen. Ernie Macmillan und Hannah Abbott standen zusammen am Getränkebuffet. Einige ehemalige Ravenclaws saßen an ihrem ehemaligen Haustisch. Und so ging es weiter. Viele Mitglieder des Ordens waren hier. Genaugenommen waren alle da. Auch Malfoy. Er stand vorne am Lehrertisch und unterhielt sich mit Severus. Der sie auch sogleich erblickte und sie zu sich heranwinkte. ‚Das musste ja so kommen' dachte sie im Stillen. Mit sicheren Schritten ging sie auf die beiden Männer zu. Nun hatte auch Malfoy ihr seine Vorderseite zugekehrt. Ihre Blicke trafen sich wie flüchtig, doch sie kam nicht umhin, zu bemerken wie seine Blicke ihren ganzen Körper entlangwanderten. Das ließ ihr einen kalten Schauer über den Rücken laufen. „Miss Granger. Wie schön sie mal wieder zu sehen" sprach Snape und schloss sie zu aller Verwunderung in seine Arme. Er war ihr mehr als dankbar, dass sie seinen Patensohn mehr als ein Mal das Leben gerettet hat. Sie schaffte es dennoch sich verlegen aus seiner festen Umarmung zu befreien.

„Granger" war das einzige was Malfoy rausbrachte. Seine Miene war schwer zu durchschauen, doch sie wusste, dass es für ihn ungewohnt war, sie ohne erhobenen Zauberstab, tiefen Augenringen und Blut an ihrem Körper zu sehen.

„Hallo Malfoy" entgegnete sie ihm nur.

Als Severus grade anfangen wollte Hermione auszufragen wie es ihr in letzter Zeit ergangen ist, erhob Dumbledore die Stimme und setzte zu der Rede an, vor der sich Hermione so gefürchtet hatte. Dank einem Seitenblick auf Malfoy wusste sie, dass es ihm nicht anders ging. Auch er hatte sich nie auf dem Ball blicken lassen, das wusste sie von Harry und Ron. Was suchte er grade jetzt hier?

„Meine lieben Gäste.

Ich freue mich, dass Ihr alle so zahlreich erschienen seid und hoffe ihr habt großen Hunger und gute Laune mitgebracht."

Durch die ganze Halle war zustimmendes Gemurmel von Ron zu vernehmen, welches sich verdächtig nach ‚Riesenhunger' anhörte. Das brachte ihm einige Lacher ein.

„Seien sie sich versichert, Mister Weasly, dass meine Rede nicht allzu lang dauern wird.

Dennoch müssen wenige Worte zum Anlass dieses Balles gesprochen werden, damit die großen Taten vieler hier Anwesenden nicht in Vergessenheit geraten und wir uns ewig erinnern, welch große Opfer für diesen Frieden gebracht werden mussten.

Besonderer Dank gilt dabei Harry Potter, welcher sich trotz seiner Furcht Lord Voldemort entgegenstellte und ihn bezwang.

Und natürlich Hermione Jane Granger, welche sie Furchtbarsten Monster, die Voldemort zu bieten hatte, in die Knie zwang. Diejenige, die nicht nur den blutdurstigen und wahnsinnigen Fenrir Greyback besiegte.

Und natürlich Mister Draco Malfoy, welcher sich gegen seinen eigenen Vater stellte, die Seiten wechselte und mächtige Todesser, wie Bellatrix Lestrange, Theodore Nott und die äußerst gefährliche Schlange Voldemorts, Nagini zur Strecke brachte.

Außerdem gilt großer Dank den Mitgliedern des Phönixordens welche durch viel Strategie, Mut und Wagnis und unter Einsatz ihres Lebens die Schwachen schützten. Und allen anderen, die Lord Voldemort nicht unterstützten, auch wenn sie sich nicht stark genug gefühlt haben sich ihm in den Weg zu stellen.

Es ist wichtig, dass wir nie vergessen wie wichtig dabei die Freundschaft und die Liebe war, wie schwach wir gewesen wären, wenn diese in unserem Herzen nicht existieren würden.

Nun habt Spaß und blickt nach vorn. Der Ball ist eröffnet."

Als er verstummte applaudierten die Leute wie wild und klopften den genannten auf die Schulter, umarmten sie, und gratulierten.

Hermine fühlte sich mehr als unwohl und ihr Blick suchte wieder den von Malfoy. Mit gequältem Gesicht schaute er sie an. Beide wussten genau was der andere dachte. Viel zu viele Menschen wurden getötet, als dass sie Glückwünsche und Danksagungen verdienten.

Endlich hatte das ganze Theater ein Ende und die Zauberer stürmten auf das Buffet zu, welches auf dem Slytherintisch aufgebaut war. Es gab nur wenige ehemalige Slytherins, welche nicht eine Zelle in Askaban ihr Eigen nannten. ‚Naja, zwei von ihnen sitzen ja nun im Muggelknast' schmunzelte Hermione.

„Granger ich wusste schon immer, dass du auf diesen Ruhm stehst." Sagte Malfoy, als er ihr Schmunzeln bemerkte.

Sie drehte sich um und Malfoy blickte auf sie herab. Er stand ihr näher als gut für ihn war, das wusste er auch. Doch schien er sich daran nicht zu stören.

„Du müsstest mich besser kennen Malfoy" resignierte sie und drehte ihm wieder ihren Rücken zu.

Plötzlich spürte sie seinen warmen und durchaus nicht unangenehmen Atem in ihrem Nacken, als er sich zu ihr runter beugte und ihr zuflüsterte: „Du siehst hübsch aus, Granger. Aller Achtung. Aber es fehlt etwas." Erschrocken über seine Worte spürte sie zuerst nicht, wie sich etwas um ihren Hals und in ihrem Dekolleté materialisierte. Sie blickte hinunter und sah wie sich nach und nach eine wunderschöne Kette, mit silbernen und goldenen feinen Gliedern um ihren Hals bildete. Kurz darauf erschien ein elfenbeinfarbener Ovaler Anhänger, welcher von innen heraus glitzerte. Als das Spektakel vorbei war wirbelte sie zu ihm herum. „Was.. was machst du mit mir?" stotterte sie mit roten Wangen. „Kein Grund gleich rot zu werden Granger. Du willst doch sicherlich perfekt aussehen wenn du deinem Prinzen begegnest, warum sonst hättest du dir so ein Kleid angezogen?" spottete er. „Ich hoffe für dich, dass du ab sofort deine Finger sowie deinen Zauberstab von mir lässt, Malfoy. Sonst garantiere ich für nichts." Zischte Hermione. „Du garantierst für nichts?" grinste er. „Also muss ich damit rechnen, dass du mich anfällst, weil du meinem Anblick nicht widerstehen kannst, willst du das damit sagen?"

In seinem Blick lag kein Spott, kein Hohn. Er sah sie einfach nur interessiert an. Doch sie war viel zu geschockt um zu Antworten.

„Mine!"

Sie wusste nicht, ob sie sich freuen sollte, dass Ron sie aus dieser Situation rausholte, oder frustriert, weil sie nun wohl nie erfahren würde, was es mit Malfoys Sinneswandel auf sich hatte.

Ein letztes Mal sah sie ihn an. Keine Chance, sein Blick war nicht zu deuten. Irgendetwas heckte er bestimmt aus. Und sie ärgerte sich, dass er sie so leicht aus der Fassung bringen konnte. Jahrelang hat sie sich ihre Fassade und ihre undurchschaubaren Gesichtszüge angeeignet, und dann kam er und sie wurde rot wie eine überreife Tomate. Seufzend wandte sie sich von ihm ab, welches ihr nur noch einen belustigten Blick Malfoys einbrachte.

„Ja Ron?" erst jetzt bemerkte sie, dass das Buffet und die Haustische weggezaubert waren und nun weniger Päärchentische am Rand der großen Halle standen.

„Wir hatten noch gar nicht die Gelegenheit uns zu unterhalten Hermione, erzähl, wie ist's dir die letzten Monate ergangen?" fragte er sie mit durchdringendem Blick. Sie liebte Ron. Doch eben nur wie einen Bruder. Und er dachte wahrscheinlich immer noch, dass wenn er stierte wie ein Ochse, es auf die Frauen anziehend wirkte. Augenblicklich musste sie lachen.

„Mir ist es wunderbar ergangen, Ron. Von Tag zu Tag wird mein Job interessanter und ich bin rundum zufrieden" Sie benutzte absichtlich nicht das Wort glücklich. Dazu fehlte ihr noch das private Glück.

„Das freut mich für dich, doch das meine ich nicht, Mine" drängte er sie weiter. „Ich meinte wie es dir privat geht. Ich will nicht, dass du wegen diesem blöden Krieg total vereinsamst" Er nahm ihre zierliche Hand in seine. Diese Hand, durch die viele Todesser ihr Ende fanden.

„Mach dir keine Sorgen Ron, wenn ich sage, dass ich rundum zufrieden bin, dann meine ich das auch so." hörte sie sich sprechen. Gut gemacht. Er wirkt beruhigt. Verwirrt, aber beruhigt.

Es ertönte langsame Musik und Ron hielt ihre Hand immer noch fest. Sie schenkte ihm ein Lächeln und legte ihre andere Hand auf seine Schulter, während er mit der einen die ihre hielt, und mit der anderen ihre Taille umfasste. Langsam bewegten sie sich zur Musik und er begann ihr langweilige Geschichten von seiner Arbeit als Sekretär der Ministerin zu erzählen. Wer hätte jemals gedacht, dass Ron mal ein solches Amt bekleiden würde. Sein größter Wunsch war es Auror zu werden. Und nach dem Krieg hätte er die Ausbildung trotz seiner nicht ausreichenden Noten beginnen können. Doch sie alle hatte der Krieg verändert. Und sie nahm es Ron nicht übel, dass er nicht mehr den Drang danach verspürte Tag für Tag sein Leben aufs Spiel zu setzen. Und allein für Percys Gesicht, als er sah wer seinen Posten nun bestreitete, hatte es sich gelohnt.

Sie ließ ihre Gedanken schweifen und sah sich die tanzenden Paare an. Ginny und Harry sahen so glücklich aus, während Fred und Goerge mit der kleinen Samantha spielten, tanzten die beiden ausgelassen und fühlten sich sichtlich wohl. Ob Fred und Goerge wohl jemals ein so verrücktes weibliches Zwillingspäärchen finden würden, wie sie es waren?

Tonks tanzte mit Remus Lupin. Seit Hermine Greyback getötet hatte litt er nun nicht mehr unter dem Vollmond. Er war ihr unendlich dankbar gewesen und hatte ihr pünktlich zu jedem Vollmond einen riesigen Strauß Blumen zukommen lassen, bis sie ihm gesagt hatte, dass sie ihn verhexen würde, wenn er damit nicht aufhörte. Er nahm es genau so auf wie sie hoffte. Er brach in schallendes Gelächter aus und ließ diese Schmeicheleien seitdem.

Dumbledore tanzte ausgelassen mit Minerva, welche Hermine glücklich zuwinkte und insgeheim fragte Hermione sich, weshalb die beiden nicht verheiratet waren. Sie fand sie passten perfekt zusammen. Doch das hatte Harry auch immer über Ron und sie gesagt. Einzig Ginny verstand Hermione sofort, als diese eröffnete, dass sie niemals mit Ron eine Beziehung führen könne. Harry verstand es erst, als Ginny ihm sagte, dass das genau so absurd wäre, als wenn Hermione mit Harry ein paar werden sollte. Und das war es auch.

Ron das ganze beizubringen war allerdings wesentlich schwieriger. Er hatte 2 Monate nicht mit ihr gesprochen und sie mit Briefen überhäuft. Zum Glück aller beteiligten hat Lavender ihm dann ihre Liebe gestanden. Die beiden arbeiteten schon seit Ewigkeiten zusammen.

Sie war froh, dass dieses Kapitel ihres Lebens abgeschlossen war, also schweiften ihre Gedanken weiter. Als sie Dumbledore weiterhin beobachtete fragte sie sich, was er wohl von ihr wollte? Streng geheim entsann sie sich. Vielleicht hatte er einen Auftrag für sie? Ein Artefakt was er persönlich benötigte? Sie hoffte nur es war nichts Schlimmes.

Sie schloss die Augen und genoss die Musik. Als sie eine ihr nur zu gut bekannte Stimme in die Realität zurückholte.

„Weasly, dürfte ich den nächsten Tanz mit Granger übernehmen?" Es war Malfoy. Und er wollte mit ihr tanzen? War das jetzt das neue Spiel? Versuchen wir alle mal so nett zu Granger zu sein, bis sie heult. Sie wusste nicht ob sie vor den Augen aller Leute ausrasten sollte oder ihn einfach ignorieren sollte.

„Tja Malfoy das musst du sie schon selbst fragen" sagte Ron. Er empfand kein Hass mehr für Malfoy, dafür hatte er ihm zu viel zu verdanken.

Beide Männer sahen die 23-jährige an. Sie wägte die Möglichkeiten ab. Entweder stundenlanges Geschwafel über Rons Arbeit, oder sich der Gefahr aussetzen, dass Malfoy sie beleidigte, oder noch viel schlimmer: ihr wieder schmeichelte.

„Granger wenn du noch länger zögerst, überleg ich es mir doch noch anders." Sagte Malfoy mit einem fragenden Ausdruck im Gesicht.

Erst jetzt fiel ihr auf, dass er ihr seine Hand entgegenstreckte. Zögernd legte sie ihre Hand in die seine.

Und schon zog er sie in seine Arme und von Ron weg. Unweigerlich musste sie feststellen wie gut er roch. Das war ihr nicht aufgefallen, da sie vorhin mit dem Rücken zu ihm stand.

„Du hast sie nicht abgenommen." Stellte er fest.

„Was?" Sie ließ sich heute eindeutig zu oft zu schlechten Gedanken hinreißen.

„Die Kette. Du trägst sie immer noch" nun lächelte er sie offen an.

„Oh.." Sie hatte nicht ein einziges Mal in Erwägung gezogen, ob diese Kette nicht verhext war und mit einem Fluch belegt.

Er schien ihre Gedanken zu erahnen. „Granger wenn ich dir schaden wollte, würde ich es nicht auf so feige Art und Weise tun." Funkelte er sie an.

„Ach nein? Wie würdest du es dann tun, Malfoy?" Sie spuckte ihm seinen Namen regelrecht entgegen.

Langsam beugte er sich zu ihrem Ohr hinunter, damit er sicher sein konnte, dass nur sie ihn hört. „Ich würde dir den blanken Hintern versohlen, Granger" Mit diesen Worten festigte er den Griff um ihre Taille, sodass sie gezwungen war in vollen Körperkontakt mit ihm zu gehen. Langsam wanderte seine Hand immer mehr in Richtung ihres Hinterteils.

Gut, den Körperkontakt konnte er haben. Ihre flache Hand näherte sich schwungvoll seiner Wange. Mitten in der Luft fing er sie mit seiner ab und hielt sie am Handgelenk fest. „Granger ich mach doch nur Spaß, oder denkst du wirklich, dass ich freiwillig den nackten Hintern eines Schlammbluts berühren würde?" Nun sah sie ihn offen und voller Zorn an. „Ach ja? Und warum forderst du mich dann zum Tanz auf?" zischte sie zwischen ihren Zähnen hindurch.

Er zuckte mit den Schultern. „Du sahst gelangweilt aus Granger. Ich wollte nicht, dass Weasly dich zu Tode quatscht."

„Wie ehrenhaft von dir Malfoy. Dann tu uns beiden einen Gefallen und zeig einer anderen deine Gentlemenkünste." Und damit macht sie sich von ihm los, nahm die Kette ab und gab sie ihm. Verwundert sah er ihr nach.

Warum war er erst so nett zu ihr um sie dann doch wieder nur zu beleidigen? Er war der einzige, der es nach dem Krieg noch wagte sie Schlammblut zu nennen, und das obwohl sie ihm verdammt nochmal hunderte Male den Rücken frei gehalten hatte. Um nicht noch schlechtere Laune zu bekommen widmete sie sich wieder ihren Freunden zu, die alle an einem Tisch saßen, den sie mit etwas Magie vergrößert haben.

Sie setzte sich zu Ginny, welche die schlafende Samantha auf dem Schoß liegen hatte. Da fiel Hermine ihre Tasche ein. Nach weniger Suche fand sie die Tasche hinter Fred, der darauf Acht gegeben hatte und wühlte darin rum. Nach kurzer Zeit zog sie eine kleine, rötlich schimmernde Kugel von der Größe eines Schnatzes heraus. Triumphierend hielt sie diese Ginny hin.

„Was ist das?" fragte diese neugierig."Sieht aus wie ein ErinnerMich"

„Fast Ginny. Es ist wie eine kleine Kamera und hier ist das Gegenstück." Sie hielt ihr die zweite, identische Kugel hin. „So können wir Samantha in den Gryffindoreturm zum Schlafen bringen und dennoch hast du sie immer im Auge" strahlte die braunhaarige.

„Oh das ist toll Mine! Mir schlafen nämlich schon die Beine ein. Lass uns sie gleich Hochbringen"

Zusammen verließen die beiden Frauen die große Halle. Ginny mit ihrer Tochter auf dem Arm und Hermione, die Tasche der kleinen um ihr Handgelenk gewickelt.

Hermione ahnte nicht, dass ein Paar silberne Augen ihr gebannt folgten.

Oben im Schlafsaal erzählte Hermione ihr alles, was Malfoy zu ihr gesagt hatte. Dabei ließ sie die unwichtigen Details, wie dass er sehr gut tanzte, roch wie ein junger Gott und seine Augen sie in ihren Bann zogen, einfach weg. Über das meiste davon war sie sich selbst noch nicht im Klaren, geschweige denn, dass sie sich darüber gar nicht im Klaren sein wollte.

„Malfoy ist eben einfach ein Arsch, Mine. Aber dennoch denke ich, dass er auf dich steht." Eröffnete Ginny.

„Was?! Wie kommst du darauf er könnte auf mich stehen? Hast du grade zugehört? Das Frettchen nennt mich immer noch Schlammblut!" erwiderte Hermione aufgebracht.

„Ja was denkst du warum? Er ist natürlich verwirrt, weil ihr immer Feinde wart. Ich war während des Krieges schon der Meinung, dass er verrückt nach dir ist. Ich habs Harry erzählt. Aber er hielt mich für bescheuert." Erzählte Ginny weiter.

„Ich kann mir gut vorstellen warum." murmelte Hermine.

„HEY!" lachte Ginny. „Ich bin nicht bescheuert, nur eben hoffnungslos romantisch" grinste sie.

„Lass uns einfach runter gehen und diesen Idioten vergessen." Für Hermione war dieses Gespräch damit beendet.

Wieder unten angekommen, dauerte es keine 10 Minuten, bis Dumbledore Hermione ansprach.

„Liebe Hermione. Ich freue mich so, dass du meine Einladung angenommen hast"

Es belustigte sie, dass er so tat als hätte sie eine Wahl gehabt. „Gern Albus, doch erzähl, was gibt es so dringendes zu besprechen? Brauchst du meine Hilfe?" fragte sie neugierig und aufgeregt.

„In der Tat Verehrteste. Doch nicht hier. Wir treffen uns am besten in einer halben Stunde vor meinem Büro. Vorher möchte ich mir noch ein Tänzchen mit Minerva gönnen" schmunzelte er.

„Gern. Bis gleich" lachte sie.

Hermione hatte nicht gesehen, dass er kurz vorher mit Draco Malfoy gesprochen hatte, mit der gleichen Bitte.

Sie machte sich kurz darauf auf den Weg zu Dumbledores Büro, um nicht so hetzen zu müssen und in Erinnerungen schwelgen zu können.

Nicht lang ging sie, da vernahm sie auch schon Schritte hinter sich. Sie blickte sich bewusst nicht um, sonst bog in der nächste Ecke und wartete mit gezogenem Zauberstab auf denjenigen, der sie verfolgte. Genau im richtigen Moment sprang sie heraus. Ja. Genau im richtigen Moment um sich vor Malfoy komplett zum Affen zu machen. Da stand sie vor ihm, mit gezogenem Zauberstab und er belächelte sie nur von oben herab.

„Wieso verfolgst du mich Malfoy?" spie sie ihm entgegen.

„Granger ich verfolge dich nicht, sondern bin auf dem Weg zu Dumbledore."

„Was? Was willst du bei ihm? Er wird keine Zeit für dich haben, da er mich zu sich bestellt hat." stellte sie klar.

„Genau das gleiche hat er auch mit mir gemacht Granger. Also reg dich ab und lass uns weitergehen" versuchte er sie zu beruhigen.

Sie grübelte. „Hat er dir auch einen Brief geschrieben, dass er etwas streng Geheimes mit dir besprechen will?"

Belustigt sah er sie an „Dank dir wird es wohl nicht streng geheim bleiben, Hasenzahn." Er konnte nicht anders, als sie zu necken, auch wenn sie schon seit gut 10 Jahren keine Hasenzähne mehr hatte. Er wusste selbst nicht mal, warum Besserwisserin-Granger selbst heute noch den Jungen in ihn hervorrufte.

Aufgrund der Tatsache, dass er Recht hatte und sie zu offenherzig geplaudert hatte, legte sich eine verdächtige Röte über ihre Wangen. Doch dies erklärte einiges, warum er genau wie sie dieses Jahr hergekommen war. Denn sie wusste, dass es ihm genauso wenig behagte wie ihr, wenn Dumbledore sie als Helden darstellte. Und das obwohl er ein Malfoy war. Sie musste schnauben anhand dieser Absurdität.

Er schaute sie nur mit hochgezogener Braue an und wider aller Erwartungen sagte er: „Ja Granger, ich habe genau so einen Brief erhalten. Doch warum wir beide? Ich hoffe die wollen uns nicht zwangsverheiraten, um allen zu zeigen wie toll reinblütige Zauberer und Schla.. muggelstämmige Zauberer doch zusammen passen. Das würde zumindest dein Kleid erklären." Wieder sah er sie mit undurchschaubarem Blick an.

„Mach dir nicht die Mühe das Wort Schlammblut zu umgehen, Frettchen. Und bevor ich dich heiraten würde, leb ich lieber von jetzt bis ans Ende meiner Tage in Abstinenz." zischte sie.

„Willst du damit etwa sagen, dass du bis jetzt nicht in Abstinenz gelebt hast, Granger? Das eröffnet mir ja ganz neue Seiten an dir. Erzähl mir mehr darüber" und anzüglich sah er sie an.

Entschlossen reckte sie ihm ihr Kinn entgegen. „Vergiss das lieber gleich wieder Malfoy, so sehr du dir das auch wünschst, es wird immer ein Thema bleiben, welches du nie bei mir erforschen darfst."

Froh darüber, dass diese Worte mehr Selbstsicherheit ausstrahlten, als sie im Moment empfand, und froh darüber, dass sie ihn damit zum Schweigen gebracht hat, ging sie den Rest des Weges friedlich neben ihm her. Als sie die Tür zu Dumbledores Büro erreichten fasste Malfoy sie noch ein Mal am Arm und zog sie zu sich. Hermione war nicht darauf vorbereitet und fiel gegen seine Brust. Gegen seine starke Brust wie sie feststellte.

„Ganz ruhig Granger" sagte er als er merkte wie ihr Atem verräterisch schnell ging und legte ihr die Kette wieder um den Hals. Als sie ihn nur erstaunt ansah und (seiner Meinung nach endlich Mal) nichts erwiderte, beugte er sich zu ihr hinunter und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange.

Sie konnte nichts anderes tun als ihn aus entsetzten Augen anzusehen, selbst als er an die Tür klopfte und ein ‚Herein' ertönte stand sie einfach nur da.

Die Augen rollend zog er sie am Arm hinter sich in das Büro.

„Ah schön, dass sie beide gleich zusammen erscheinen" sagte Albus Dumbledore, nun doch unheimlich müde.

Die beiden jungen Phönixorden - Mitglieder sahen sich nun an. Also doch kein Zufall, dass sie beide hierher eingeladen wurden.

Leise begann der Alte zu sprechen…

„Uns ist leider ein sehr großer Fehler unterlaufen…"