2. Kapitel - Des Vaters Plan

Da sich Sesshomaru zwar immer noch auf Reisen befand, seine Rückkehr aber jederzeit erfolgen konnte, kamen alle Beteiligten überein, das Saira eine Zeit lang bei einem menschlichen Fürsten leben sollte. Dieser hatte eine Tochter im gleichen Alter und die beiden jungen Frauen freundeten sich sofort an.
Dies diente auch den Vorbereitungen des Planes, an dem das ehemalige Fürstenpaar arbeitete. Saira gefiel es inzwischen bei den Menschen, sie waren alle sehr freundlich zu ihr, dennoch vermisste sie das Schloss im Westen. Gelegentlich dachte sie auch an den Erbprinzen. Dieser würde ihre zukünftige Verbindung sicherlich nicht gutheißen. Emi und auch Inu no Taisho versprachen ihr aber, dass sie den Unmut Sesshomarus nicht spüren würde.
Währenddessen diskutierte Emi mit Inu no Taisho über einen Vertrag diesbezüglich. Nach einigen Wochen, pünktlich zur Rückkehr ihres Sohnes hatten sie alle Details ausgearbeitet. Nun mussten sie es nur noch schaffen, Sesshomaru von der Notwendigkeit zu überzeugen.

Sesshomaru stand zu diesem Zeitpunkt auf einer Klippe und dachte nach. In den letzten Jahren reiste er viel, vor allem da er nicht ständig dieser menschlichen Prinzessin, der Mutter seines Halbbruders begegnen wollte. Zuerst verachtet er sie ja, doch allein ihre sanfte Art genügte um seinen Widerwillen ihr gegenüber einschlafen zulassen. Selbst Inuyasha wurde von ihm geduldet. Er hatte sogar begonnen diesen Halbdämon zu unterweisen, ihm das Kämpfen beizubringen. Zwar gefiel es ihm nicht, dass sein kleiner Halbbruder ihn vergötterte, doch er war recht gelehrig. Vielleicht konnte aus ihm noch ein ganz nützlicher Kämpfer werden. In Kriegszeiten kam es auf jedes Schwert an. Denn noch immer waren die Panther und auch etliche Drachen Feinde der Hunde.
Kaum betrat der Erbprinz nach seiner Rückkehr das Schloss, teilte man ihm mit, seine Eltern würden ihn sprechen wollen.
Vermutlich wollte sein Vater ihm wieder eine Predigt halten, wie wenig Mitgefühl er mit den Menschen hatte. In der Nähe eines Menschendorfes wurde der Prinz von Banditen angegriffen. Ohne großes Federlesen erledigte er diesen Abschaum mit seiner Lichtpeitsche. Darüber wusste sein Vater sicherlich bereits Bescheid. Doch er sollte diesmal überrascht werden.

"Wie war die Reise mein Sohn?", begann Inu no Taisho ganz belanglos.
Anders als sonst auf seinen Reisen trug sein Vater blaue edle Kleidung mit goldener Stickerei. Auch hier im Schloss trug der Fürst seine silberweißen Haare zu einem Zopf hochgebunden.
Sesshomaru hatte sich ebenfalls umgezogen. Seine Kleidung war wesentlich heller, weiß mit lilafarbenem Muster. Aufgrund einer Geste seines Vaters ließ sich der Erbprinz nieder und entgegnete höflich."Sehr aufschlussreich verehrter Vater", fügte aber dann hinzu: "Doch darüber werden dich sicherlich deine Spione ausführlich unterrichtet haben."
Diesmal musste der Fürst schmunzeln: "Sehr aufmerksam mein Sohn."
"Das habe ich nur deiner Unterweisung zu verdanken, verehrter Vater. Doch das ist bestimmt nicht der Grund, weshalb meine verehrten Eltern mich so kurz nach meiner Rückkehr sprechen möchten."
Die vertraute Zweisamkeit nach so vielen Jahren kam ihm verdächtig vor. Er sah beide abwechselnd an aber nichts in ihren Zügen verriet den Grund. Weder weshalb sie mit ihm sprechen wollten oder warum sie sich plötzlich scheinbar gut verstanden.
Jetzt zum ersten Mal ergriff Emi das Wort: "Nein Sesshomaru, wir haben ein sehr ernstes Anliegen. Deine Vermählung."

Es war nur ein sehr kurzer Moment, ein zucken der Augenbrauen, was die Überraschung des Erbprinzen verriet. Ansonsten hatte er sich sehr gut unter Kontrolle. "Meine Vermählung", wiederholte er emotionslos.
Als jemand sprach, war es Taro: "Mein Kampf gegen Ryukotsusei und mit Takemaru hat gezeigt, wie schnell jemand von uns sterben kann. Wir sind Krieger und müssen ständig Kämpfe bestreiten, deshalb halten deine Mutter und ich es für angebracht, dass du dir eine Gemahlin nimmst, um einen Erben zu zeugen."
Danach schwieg er, damit sein Sohn sich an den Gedanken gewöhnen konnte. Dieser dachte nach, wobei sein Blick auf einen Baum draußen im Garten ruhte.
Die Argumente seines Vaters ergaben durchaus einen Sinn. Zwar war er eigentlich nicht an einer Gemahlin interessiert, doch einen Erben zuhaben konnte nie schaden. Wer wusste schon, welcher Feind ihn versehentlich töten würde, denn er glaubte nicht unbedingt an eine Niederlage. Er war sich sicher das nur wenige seine Stärke erreichten oder ihn noch übertrafen. Als Nächstes wollte er nun wissen: "Steht es mir frei zu wählen?"
"Wenn du bereits dein Augenmerk auf ein Wesen gerichtet hast, wir werden gern in deinen Namen die Verhandlungen führen", kam es von dem Fürsten.

Erneut grübelte der Prinz. Es war ihm zuwider sich sämtlichen ungebundenen Youkai zu präsentieren, sie wie lästige Fliegen um sich zu haben und deren Aufmerksamkeiten ertragen zu müssen, bis er seine Wahl traf. Im Grunde genommen hatte Sesshomaru immer damit gerechnet, dass seine Eltern bereits eine Verbindung geplant hatten, so wie man es auch kurz nach Emis Geburt arrangierte. Das war allgemein so üblich. Weshalb sollte er es jetzt nicht seinen Eltern überlassen. Am Ende musste er sich nur mit dieser Youkai so lange paaren, bis sie ihm den Erben schenkt, danach fand er sicherlich genug willige Konkubinen um seine Bedürfnisse auszuleben. So wie er seine Eltern kannte, suchten sie eine gehorsame, ruhige Braut aus. Deshalb erklärte Sesshomaru:" Bis jetzt habe ich eine Verbindung noch nicht in Betracht gezogen aber ich stimme der Notwendigkeit zu. Sicherlich ist die Auswahl groß genug."
Der Fürst nickte kurz und berichtete: "Wie du weißt, gibt es genug willige weibliche Wesen. Jeder Fürst würde sich eine Verbindung mit unseren Ländereien durch einen Bund wünschen, nicht nur unter Dämonen. Selbst ich bekomme seit dem Tod von Izayoi wieder etliche Angebote. Es sind einige darunter die deine Mutter und ich durchaus für geeignet halten."
"Ihr werdet sicherlich eine vorteilhafte Verbindung aussuchen. Sobald eure Entscheidung gefallen ist, werdet ihr mich doch über einen Termin in Kenntnis setzten?"
"Wenn du uns die Entscheidung überlässt ...", gab Taro seinem Sohn eine letzte Chance.

Der Prinz bestätigte noch einmal:" Das werde ich. Dennoch stelle ich eine Bedingung. Wenn ich schon das Lager mit meiner zukünftigen Gemahlin teile, sollte sie nicht abstoßend sein."
Jetzt mischte sich Emi ein:" Keine Sorge. Sie wird deinen Geschmack treffen, nicht nur vom Aussehen, sondern auch im Charakter. Zusätzlich trage ich dafür Sorge, dass deine zukünftige Gemahlin den Aufgaben einer Fürstin gewachsen ist."
Unter diesen Voraussetzungen stimmte Sesshomaru zu. Sein Vater hatte dann noch ein Anliegen. "Damit beide Seiten nicht benachteiligt werden, haben wir einen Vertrag aufgesetzt."
Er legte die Pergamente seinem Erstgeborenen vor. Dieser blätterte sie kurz durch, ohne jedoch ein Wort zu lesen. Dann ergriff er die Schreibfeder.

"Willst du ihn nicht lesen?", fragte Emi ihren Sohn.
Dieser setzte seine Unterschrift unter das Pergament und sagte dabei: "Das ist doch alles nur formell."
An der Tür wurde der Prinz noch einmal aufgehalten: "Sesshomaru, diese Banditen verdienten kein Mitleid. Diesmal hast du richtig gehandelt. Kindermörder und Frauenschänder hätte ich ebenso ausgelöscht."
Der jüngere Youkai sah seinen Vater eine Weile an. Deutlich hörte er die versteckte Botschaft darin. Nicht die Täter, sondern die Opfer sollte er bemitleiden. Jetzt war er sich nicht sicher, ob sein Vater eine Entgegnung erwartete. Doch diesmal schwieg er sondern nickte nur.
Kurz danach verließ Sesshomaru den Arbeitsraum seines Vaters, wobei er seine Kopie mitnahm.
Sein Vater sah ihm lange nach: "Ich hätte mehr Widerstand erwartet."

Mit einem Hauch von Besorgnis begann Emi etwas später: "Es verwundert mich ebenso. Ich hoffe, er liest die Papiere noch."
Inu no Taisho meinte dazu: "Das wird er sicherlich. Sesshomaru ist niemand der sich blind auf so etwas einlässt."
Vielleicht hatte Taro recht, dennoch wollte das ungute Gefühl der Fürstin nicht weichen.
"Unser Sohn hat unterschrieben, wenn ich nun deinen Wunsch erfahren darf?", fragte der Fürst und riss die Youkai aus den Gedanken.
Deshalb stand sie auf und ging zum Fenster:" Meine Bedingung zu akzeptieren dürfte dir nicht schwerfallen. Wenn ich ehrlich bin, seit du dich von mir abgewendet hast und mit Izayoi den Bund eingingst, vermisse ich nachts ein Wesen. Starke Arme, die mich im Schlaf halten oder zärtlich liebkosen."
So riet Inu no Taisho der Fürstin: "Dann such dir einen Liebhaber ..."
Die silberweißhaarige Youkai fuhr herum und sah ihren früheren Gemahl an. "Das tue ich doch gerade", entfuhr es ihr.
"Oder einen neuen Gemahl", fügte der Herr der Hunde hinzu. Das wollte er noch sagen, bevor die Dämonin ihn unterbrach. "Du bist frei und musst mich nicht um Erlaubnis bitten."
"Das ist nur nicht so einfach. Bis jetzt habe ich niemanden gefunden, der mir zusagt oder meinem Stand entspricht. Unter dem kommt keine Verbindung infrage." erklärte die Fürstin gleich darauf. Schließlich gab es nur einen Herrn der Hunde der ihr in diesem Sinn ebenbürtig war.
Diesen Umstand zog Inu no Taisho bei seinen nächsten Worten in Betracht. So gab er Emi einen dezenten Hinweis. "Wer sagt, dass du dir unter deinem Stand einen Liebhaber suchen sollst."
Emi seufzte. Sie blieb am Fenster stehen, genoss weiterhin die Aussicht auf den Garten. "Niemand", gab sie leise von sich. Dann wandte sie ihren Kopf und erläuterte: "Es kommt für mich nur ein Wesen in Betracht." Diesmal musterte Taro die Youkai lange. In die Stille hinein sprach Emi weiter: "Ich bitte dich nur gelegentlich mein Lager aufzusuchen und mir deine Aufmerksamkeit zu schenken."
Emi brauchte nicht genauer zu werden. Taro wusste genau, was sie damit meinte. Im Grunde war er nicht abgeneigt, doch gelegentlich lag nicht in seinem Sinn. Deshalb fragte er jetzt: "Wenn du noch an mir interessiert bist, weshalb hast du mich dann vor Jahren in die Arme dieses Menschen getrieben."
Taro bereute seine Zeit mit Izayoi nicht. Er traf die Prinzessin zufällig und verliebte sich. Er fand bei ihr, was ihm Emi immer verwehrt hat. Zuneigung und Geborgenheit. Nur einmal wollte er es auskosten, deshalb entschied er sich für den Bund mit Izayoi. Das Schönste was sie ihm hinterlassen konnte war sein Sohn Inuyasha. Ebenso dankbar war der Fürst Emi für seinen Erstgeborenen Sesshomaru.
"Der Mensch war deine Wahl", gab Emi jetzt zurück. Taro sollte ihr ja nicht die Schuld daran geben.
Der Fürst wollte deshalb jetzt wissen: "Wenn ich dir nicht gleichgültig bin, weshalb hast du dann nie ein Wort verlauten lassen?"
"Das wollte ich. An dem Tag, als du mir von Izayoi berichtet hast."

Taro erinnerte sich. Sie beide trafen sich im Garten, weil sie miteinander sprechen wollten. Emi bat ihn, dann zuerst seine Neuigkeiten zu erzählen. Ihr abwesender Blick und die Traurigkeit in den goldenen Augen danach ergaben nun einen Sinn. Deshalb stand er nun auf und trat hinter seine ehemalige Gemahlin.
Sofort legte er seinen linken Arm um Emis Bauch, während er die rechte Klaue hob und zaghaft über ihre Kehle streifte bis in den Nacken. Hier ließ er seine Finger ruhen und fuhr mit dem Daumen in kreisrunden Bewegungen darüber.
Die Youkai senkte ihren Kopf etwas. So wurde sie noch nie berührt von ihrem Gefährten. Dann beugte er sich näher und flüsterte in ihr Ohr: "Weißt du, ich bin nicht abgeneigt. Doch ich habe eine viel bessere Idee. Du bist Inuyasha eine Mutter und bekommst seinen Vater dazu."
Diesmal drehte sich Emi um und schaute ihm in die goldenen Augen. Sie wollte eine Betätigung für seine Worte finden. "Du meinst das ernst?"
"Ja Emi. An Konkubinen habe ich kein Interesse und eine neue Gemahlin brauche ich nicht, wenn ich dich haben kann. Nicht gelegentlich, jede Nacht, wenn es dein Wunsch ist."
"Ich bin dein", flüstere sie darauf.
Damit hob Taro seine Hand und legte sie an Emis Wange. Sein Daumen lag unter dem Kinn. Mit sanftem Druck hob er das Gesicht der Youkai, dann beugte er sich vor und küsste die Lippen.
Unwillkürlich neigte sie sich näher. Beide erfasste ein neuartiges Verlangen. Eine Leidenschaft, heftiger als jemals zuvor ergriff von beiden Besitz. Voller Hingabe küssten sie sich.
Plötzlich unterbrach Taro sein Tun. Im letzten Moment, bevor seine Instinkte die Oberhand gewannen und er den letzten Rest seiner Selbstbeherrschung einbüßte, stellte er etwas fest: "Du bist läufig. Es könnte also Folgen haben."
"Der Zeitpunkt wäre perfekt um ein Kind zu empfangen", gab Emi zu. Nach seinem merkwürdigen Blick fügte sie hinzu: "Diesen Umstand hatte ich völlig außer Acht gelassen. Entschuldige bitte", damit wollte sie sich aus den Armen ihres Fürsten lösen. Doch Inu no Taisho hielt sie fest. Seine nächste Frage erwartete sie nicht: "Hättest du etwas gegen ein weiteres Kind?"
"Wenn ich ehrlich bin, wünschte ich mir immer eine Tochter. Es würde mich nicht stören", erklärte sie.
"Was wäre besser unseren erneuten Bund mit einem Kind zu besiegeln. Meine Söhne freuen sich sicherlich ebenso darüber."
"Ist das dein ernst?", diesmal war deutlich Überraschung heraus zuhören.
"Noch nie habe ich etwas mehr gewollt als in diesem Moment dich. Eine Tochter wäre eine Bereicherung, meinst du nicht."

Emi zögerte. Sie sehnte sich schon so lange Taros Hände wieder auf ihrem Körper zu spüren, sich ihm hinzugeben. Doch konnte sie den Preis zahlen. Wollte sie wirklich noch länger warten oder ließ sie zu das er sie schwängerte.
Aufgrund ihrer Unsicherheit sah er sich zu seinen nächsten Worten gezwungen. "Das ist meine letzte Warnung, Emi. Wenn dann möchte ich alles von dir und deshalb werde mich auch jetzt nicht zurückhalten. Falls es dir zu früh ist, dann geh bitte."
Sie schüttelte plötzlich den Kopf. "Ohne Kompromisse mit allen Konsequenzen", hörte Inu no Taisho sie sagen.
Die Youkai wusste, wenn sie jetzt nicht die Chance ergreifen würde, die Taro ihr bot, bestand die Gefahr ihn erneut zu verlieren.
Dann hob sie ihren Kopf und legte ihre Arme um den Nacken des Hundedämons: "Das Risiko gehe ich nicht noch einmal ein. Wer weiß schon, ob du morgen nicht einen anderen Menschen triffst, der dich verzaubert."
Diesmal lachte der Fürst leise. Bevor er Emi küssen konnte, murmelte sie: "Dann gebe dir gefälligst Mühe, eine Tochter hörst du."

Langsam ließ Taro seine Rechte an ihrem Körper hinabgleiten. Er strich über Emis Bauch und dann hinauf zu ihren Brüsten, die sich deutlich unter ihrem Gewand abzeichneten. Mehrmals strich er über die Knospen, die trotz der Schicht Stoff auf die Berührung reagierten und hart wurden.
Emi fand kaum Worte, denn seine Berührungen löste ein kribbeln in ihrem Körper aus. Noch nie empfand sie Taros Berührungen so intensiv, eine Flamme des Begehrens wurde in ihr geweckt. In diesem Augenblick wurde der Fürstin bewusst, wie sehr sie ihren früheren Gemahl geliebt hatte, eigentlich immer noch liebte. Oder lag es daran, dass sie sich gerade selbst neu entdeckten. Sie war erstaunt, welche Macht Inu no Taisho über ihren Körper und ihre Gefühle haben konnte. Sie schloss ihre Augen und gab sich ganz seinen sanften Berührungen hin.
Er drehte sie um, sodass sie nun mit dem Rücken an seiner Brust ruhte.
Inu no Taisho strich zärtlich über Emis leicht gebeugten Hals und streifte die Haare seiner Fürstin beiseite. Dann küsste er ihren Nacken, leckte mit der Zunge hinauf bis zu ihrem Ohr und flüsterte: "Du bist immer noch sehr schön."
Mit einmal verharrte der Fürst. Nachdem er kurz mit seinen Zähnen über ihr Genick geraffelt hatte, öffnete er den Mund weiter und biss sanft in ihren Nacken. Heiß durchfuhr es Emi vor Erregung, da er im gleichen Augenblick mit sanften Küssen weiter machte.
Nur wenig später spürte sie eine Klaue wieder auf ihrer Haut. Er fuhr ihren Nacken entlang bis vor zu ihrer Kehle. Von dort glitt er langsam tiefer und begann sie auszukleiden.
Bald stand sie nackt vor ihm. Seine Linke wanderte über ihre Hüfte, die Brüste oder streichelte ihren Bauch. Dann ließ der Fürst zu das sie sich zu ihm wandte, nur um ihre Lippen in einem Kuss einzufangen.

Seine Rechte streifte er nun über die Innenseite von Emis Schenkel abwechseln auf und ab. Immer wieder berührte er ihre intime Mitte und drang sanft mit einem Finger in sie ein. Wenn ihr ehemaliger Gemahl sie nicht mit seinem linken Arm am Bauch gehalten hätte, wäre sie schon längst zitternd zusammengebrochen. Fast automatisch drückte sie sich den tastenden Fingern entgegen, während sie Seufzer der Lust ausstieß.

Nur kurz ließ Taro seine Geliebte los. Im nächsten Moment hatte er sich selbst ausgekleidet und danach hob er seine Fürstin auf den Tisch. Jetzt benutzte er jedoch beide Hände, um Emis Körper weiter zu erregen. Immer wieder überfluteten die Dämonin leichte Schauer. Seine Berührungen lösten ein Strudel der Verzückung bei ihr aus. Als Taro dann langsam in sie eindrang, wurde das Empfinden noch gesteigert. Da sie ihn so bereitwillig aufnahm, entfernte er sich wieder, was ihr einen Laut der Enttäuschung entlockte.
Gleich darauf wiederholte er seinen Stoß, diesmal kräftiger. Kurz schrie sie erschrocken auf. Jedoch nicht vor Schmerzen, sondern weil dieses Gefühl sie überwältige.
Emi schlang ihre Beine um Inu no Taishos Körper, hob ihm ihre Hüften entgegen um ihn noch tiefer in sich zu spüren.
Dann begann sich der Fürst in ihr zu bewegen in einem unaufhaltsamen Rhythmus. Die Youkai passte sich seinen Stößen an, während sich alles in ihr nach Erlösung sehnte.
Beide Wesen bestanden nur noch aus sinnlichen Empfindungen, wurden überrollt von der Ekstase und hochgetragen auf den Gipfel der Lust. Gemeinsam erreichten sie den Höhepunkt. Nach einem letzten Stoß warf Taro seinen Kopf in den Nacken und verströmte sich bebend in den Tiefen von Emis Schoß.
Nach Atem ringend hielt er seine Geliebte weiter im Arm. Diese Vereinigung war wesentlich leidenschaftlicher als er sie in Erinnerung hatte. Sie beide hatten sich heute hemmungslos in völliger Hingabe geliebt. Diesmal nicht nur körperlich, sondern sie öffneten sich vollkommen, schenkten einander endloses Vertrauen. Das war eine gute Voraussetzung für eine gemeinsame Zukunft.

"Gütiger Himmel, das hättest du früher tun sollen", waren die ersten Worte zu denen Emi fähig war. "Dann hätte ich dich nie aus meinen Armen fortgelassen."
Sie öffnete ihre Augen und sah diesen Blick des Fürsten. Diesen zufriedenen Ausdruck, das zärtliche Schimmern in den goldenen Tiefen und gleichzeitig das erneute aufflackern von Begehren. Jetzt antwortete Taro: "Glaube mir, wenn wir früher solche Nächte geteilt hätten, wäre ich bestimmt nicht gegangen."
"Und jetzt?", fragte sie hoffnungsvoll. Im Moment war sie nicht sicher, ob sie das alles träumte. Auf keinen Fall wollte sie Taro wieder verlieren.
Mit einem Lächeln stellte er Emi auf die Beine, und während er nach seiner Kleidung griff, erklärte er sein Vorhaben: "Und jetzt gehen wir in unser Schlafgemach und wiederholen das Ganze. Wir müssen doch sicher sein das du tatsächlich ein Kind empfängst."
Kaum war die Youkai angezogen hob Taro seine Geliebte auf die Arme.
Zärtlich küsste sie den Fürsten. Danach flüsterte sie in sein Ohr: "Heute, morgen, jede Nacht, solange du mir deine Aufmerksamkeit schenkst."
Allein die Aussicht gefiel dem Fürsten.

3. Kapitel - Die Vermählung

Titel verrät es ja schon. ;)
Bis Sesshomaru aber seinen Fehler erkennt ist es schon zu spät oder gibt es doch noch ein Schlupfloch für ihn...