Ginny öffnete die Augen.

Wo war sie nur ? Sie lag auf einem Felsen. Die Luft um sie herum schimmerte seltsam grün, teilweise auch türquis. Es war still, sehr still.

Moment, war das gerade ein Fisch, der da an ihr vorbei flog?

Quatsch! Ginny schüttelte den Kopf. Sie hatte Haluzinationen, nichts weiter.

Aber wo war sie nur?

Sie sah sich um. Der Felsen, auf dem sie lag, stand auf einem sandigen Boden. Überall wuchsen seltsame Pflanzen, die sich im Wind bewegten... Aber es wehte kein Wind! Es sah aus, als würden sie zu einer Musik tanzen, die Ginny nicht hören konnte. Sie sah nach oben. Die Sonne schien, aber es war als sah Ginny sie durch Wasser.

Sie stand auf. Oder vielmehr, sie versuchte es. Es war, als wären ihre Füße zusammengebunden und doch strauchelte oder fiel sie nicht.

Ginny sah an sich herunter. Und war nahe dran erneut in Ohnmacht zu fallen.

Sie war nackt, nein, nicht richtig nackt. Ihr Haar bedeckte die Spitzen ihrer Brüste und von der Hüfte abwärts waren ihre Beine in Schuppen gehüllt. Sie hatte einen Fischschwanz, mindestens einen halben Meter länger, als ihre Beine waren.

Wie war sie hierher gekommen?

Klar, sie war letzte Nacht von den Klippen gestürzt, aber was war mit ihr passiert? War dies alles nur ein merkwürdiger Traum? War sie vielleicht tod? Was für absurde Gedanken!

Unbeholfen schlug sie mit ihrer Flosse aus und machte ein paar Schwimmzüge, streifte durch die Algen und tastete sich am Boden entlang, solange, bis sie fast in eine Schlucht gestürzt wäre.

Sie sah sich um (Anm. Ja ich weiss, schon wieder) und erblickte eine Stadt. Prachtvoll glänzte sie im Wasser, Überall schwammen Meermenschen und Fische umher.

Vorsichtig näherte sich Ginny der Stadt. Wie kann es sein, dass, wie es schien, Millionen von Meermenschen, unbemerkt von Zauberer und Muggel dort unten so nahe der Küste leben konnten?

Neugierig schwamm sie näher, zum Zentrum, wo offenbar der Marktplatz war. Überall waren bunte Marktstände aufgebaut Händler schrien und es herrschte ein ein fröhlich, buntes Treiben.

Die Meermenschen sahen alle ähnlich aus, wie sie selbst, von der Hüfte an unbekleidet, schimmerte ihre Haut in allen Blau- und Grünannoncen (wird das so geschrieben?). Ihre Flossen waren der entsprechenden Hautfarbe abgepasst, nur waren sie von deutlich kjräftigerer Farbe.

Erst jetzt viel Ginny auf, dass sie auffallen musste, wie ein bunter Hund, was sie buchstäblich sein musste: Sie schien weit und breit die einzige zu sein, die in andere Farben gehüllt war. Ihre Haut hatte ein sanfte Braun, nicht allzustark, gerade soviel, alsdass m,an sie nicht als blas bezeichnen konnte Ihr Haar hatte eine so leuchtende Farbe angenommen, dass es aussah, als Stünde ihr Kopf in Flammen. Dieser Effekt wurde noch durch die Tatsache verstärkt, dass es ungebändigt vom Wasser umhergeweht worde. Ihre Flosse schien hauptsächlich magentarot, aber nicht gans so stark ins blaue rein, sanfter, aber auch nicht orange. Es war schwer zu beschreiben.

Aber ihr erster Eindruck trug. Zwar waren die Meermenschen überwiegend blau und grün, aber es gab doch einige, vor allem Frauen, die Farben wie violet und gelb angenommen hatten.

Ginny schwamm auf dem Markt umher. Es wurden seltsame Lebensmittel angeboten, die hauptsächlich aus Algen zu bestehen schienen, aber auch grosse Seepferde, auf denen man offensichtlich reiten konnte, und wunderschöne Perlen und Kämme aus Koralen. Verträumt strich sie durch die Stände, auf denen allerlei hübscher Zierat angeboten wurde, als sie plötzlich gegen eine, wie es schien harte, aber warme Mauer stieß. Sie war gegen einen Meermann gestoßen und es verschlug ihr glatt die Sprache.

Irgendwoher kannte sie ihn, aber das konnte nicht sein! Oder doch?

tbc

Ich hoffe es hat euch gefallen.