Hallo! Im Moment bin ich ziemlich motiviert und stelle deswegen heute schon das nächste Kapitel rein. Ich hoffe, es gefällt euch und ihr reviewt fleißig. Ein dickes Dankeschön, an die die mir bereits reviewt haben.

Na das kann ja was werden

Dunkelheit umgab sie, als sie langsam aus ihrer lähmenden Ohnmacht erwachte. Emma hörte leise Stimmen, aus denen man deutlich die Besorgnis raushören konnte. Trotz allem, traute sie sich nicht ihre Augen zu öffnen. Emma erinnerte sich noch ziemlich genau an die Geschehnisse nach ihrem Unfall. Konnte es wirklich wahr sein? War sie tatsächlich im wirklichen Hogwarts gelandet? Ein Hogwarts, von dem sie bis vor kurzem glaubte, es würde nur in der Fantasie der Menschen existieren.

Vorsichtig öffnete sie ihre Augen. Trotz des gedämpften Lichtes konnte sie deutlich die Umrisse des Krankenflügels erkennen. Doch es war nicht der Krankenflügel, den sie kannte. Hier standen keine Kameras und Scheinwerfer. Hier war alles…echt! Sie schaute sich um und bemerkte, dass das Bett neben ihr ebenfalls belegt war. Ihr Herz machte einen Hüpfer. Es war Tom! Oder Draco? Emma hoffte inständig, dass er sich ebenfalls an sein „früheres Leben" erinnern würde. Nun zogen die Stimmen wieder ihre Aufmerksamkeit in den Bann. Sie schaute sich um und sah Dan, Rupert, Bonnie - Nein, Harry, Ron, Ginny und Madam Pomfrey in einem Kreis stehen und sich leise beraten.

„…und er hat sich genauso merkwürdig aufgeführt, wie Miss Granger. Hat die ganze Zeit irgendwas von einer Emma gebrabbelt und dass er unbedingt mit dem Regisseur sprechen will."

„Also glauben sie, dass ihr merkwürdiges Verhalten etwas miteinander zu tun hat? Vielleicht hat Malfoy ja Hermione verhext."

„Jetzt werd aber nicht albern Ron. Dann müsste er sich ja auch verhext haben. Malfoy und einen Fluch verpatzen? Das passt irgendwie nicht zusammen."

Als sie diesem Gespräch lauschte, fiel Emma ein riesiger Stein vom Herzen. Also erinnerte sich Tom an sein richtiges Leben. Das gab ihr neue Hoffnung. Sie war nicht allein.

Sie hörte, wie die vier den Krankensaal verließen. Leise erhob Emma sich von ihrem Bett und schlich zu ihrem Schauspielerkollegen.

„Pst, Tom. Ich bin es. Emma!"

Als er sich von ihrer Stimme nicht wecken ließ, schüttelte sie ihn unsanft an den Schultern. Erschrocken schoss Tom in die Höhe. Mit schreckensstarrem Blick sah er Emma an.

„Was, hab ich verschlafen? Ich muss zum Make-Up Raum, zur Kostümanprobe!"

Trotz der seltsamen Situation musste Emma lachen.

„Du, ich glaube wir werden in nächster Zeit uns nicht mehr um solche Dinge kümmern müssen."

Tom sah sie schockiert an.

„Dann war das ganze doch kein böser Traum?"

„Ich bedaure, nein." Emma setzte sich betreten neben Tom.

„Aber wie sind wir hierher gekommen?"

„Keine Ahnung. Vielleicht sind wir ja bei dem Unfall gestorben."

„Emma!"

„Schon gut. War ja nur ne Idee. Eigentlich ist das ja auch ziemlich egal. Wichtig ist, wie wir hier wieder wegkommen. Irgendwelche Vorschläge?"

Tom sah sie schräg von der Seite an. „Wie kannst du bloß so ruhig bleiben? Wir haben so gesehen unsere Identität verloren. Wir sind jetzt nicht mehr Tom Felton und Emma Watson. Wir sind jetzt Draco Malfoy und Hermione Granger."

Emma versuchte einen aufmunternden Gesichtsausdruck auf zu setzen. „Das könnte doch vielleicht eine interessante Erfahrung werden. Wir sind immer noch Schauspieler."

„Ja, Full-Time Schauspieler."

„Ach komm schon, Tom. Sieh das ganze doch nichts so schwarz."

„Wieso, das passt doch gut zu meiner neuen Identität: Draco Malfoy, das schwärzeste und negativste, was Slytherin zu bieten hat."

„Hey. Komm schon. Für mich wird es auch nicht gerade einfach werden. Du kannst wenigstens machen, was du willst. Ich muss die ganze Zeit lesen und Hausaufgaben machen, wenn ich nicht unangenehm auffallen möchte."

Spontan fing Tom an laut los zu lachen.

„Ich glaube, die werden alle ganz schön dumm gucken, wenn Hermione Granger, plötzlich anfängt morgens vorm Frühstück drei Runden um den See zu sprinten."

„Hey, das sind Gewohnheiten, die ich nicht einfach abstellen kann. Der Sport hilft mir bei Stressbewältigung. Außerdem wird es dir da bestimmt auch nicht anders gehen."

„Hm, da hast du Recht. Meinst du, es wäre auffällig, wenn „Draco" plötzlich seine Liebe fürs Angeln entdeckt?"

Emma musste grinsen. „Dir ist schon klar, dass Angeln eine Muggeleigenart ist, und dass Draco, der letzte wäre, der etwas Derartiges tun würde."

Tom seufzte und ließ sich zurück in die Kissen fallen.

„Na das kann ja was werden."