Teil II

Cooler saß tief in den mechanischen Eingeweiden seiner geheimen Basis verhüllt im Halbdunkel des Komplexes und war durch eine Art geistigem Netzwerk mit seiner Armee von Androiden verbunden, welche er so in absoluter Echtzeit steuern konnte. Er sah, was sie sahen, er sagte, was sie sprachen. Eine untrennbare Verbindung zu den vielleicht zuverlässigsten Dienern, die dem Ice-jin jemals zur Verfügung gestanden hatten.

Denn auf wen konnte er sich mehr verlassen, als auf sich selbst? Doch leider war die Reichweite seiner Verbindung begrenzt und so konnte kein Coolerdroid einen Planeten erobern, auf dem sich der wahre Cooler nicht auch befand. Er brauchte also jemand Neues in seinen Reihen und dieser befand sich nun auf dem Weg.

Ein leises Lachen ging von Cooler aus, welches ein wenig mechanisch und computerisiert klang, während seine Augen in einem finsteren rot aufleuchteten und er auf seinem Thron saß, mit welchem er durch Kabel verbunden war.

Cooler wusste, dass es noch Zeit dauern würde, bis seine Gäste eintrafen und so entschloss er sich einem der besonderen Genüsse nachzugehen, die seine absolute Vereinigung mit der Ghetti-Technologie bot.

Obwohl er den Raum nicht verließ, versetzte Cooler seinen Geist in eine virtuelle Umgebung, die er aus seinen Erinnerungen produzierte. Auch er selbst erschien wieder als das schlanke Wesen mit der lila Haut und hatte einen stolzen und fast seligen Ausdruck im Gesicht, als er sich in einer weiten Halle wieder sah.

Es war ein Meisterstück an Architektur und stand genau im richtigen Licht, da die Untergehende Sonne durch das Glasdach schien und den Saal in ein rötliches Licht tauchte. Die Ecksäulen bestanden aus Marmorstatuen, die verschiedene Ice-jin darstellten, allesamt uralte und längst verstorbene Imperatoren und Könige, von denen jeder ein Vorfahre Coolers war, der absichtlich darauf bestanden hatte, dass hier kein Abbild seines Vaters King Cold sehen zu müssen.

Cooler hatte sich schon früh innerlich von seiner Familie gelöst, da Freezer einen nicht zu verachtenden Konkurrenten dargestellt hatte und Cold selbst seinen jüngsten Sohn als absoluten Liebling zu betrachten gepflegt hatte. Natürlich schmerzte Cooler noch immer der Tod der beiden, doch sachlich gesehen, war er damit zwei gefährliche Rivalen losgeworden und konnte sich ihre Herrschaftsgebiete beinahe widerstandslos einverleiben.

Doch Cooler konnte nicht sagen, ob während der Zeit seiner Abwesenheit sein Reich untergegangen war, oder es sich noch tapfer widersetzen konnte und auf seine Rückkehr wartete.

Dies hier war alles nur eine Illusion, die sein Heimweh ein wenig linderte und ihm Hoffnung machte, sich bald wieder in den Stand eines galaktischen Regenten erheben zu können. Er lächelte. Und wenn, dann würde er sich mit seinem zukünftigen General eben ein neues Reich erobern. Das würde mit dieser Unterstützung keinen wirklichen Kraftakt darstellen.

„Wie kommt es, dass Sie in der Lage sind, in Majestät Coolers privaten Kommunikationskanal einzudringen?", hörte der Ice-jin eine vertraute Stimme und versetzte seinen Verstand automatisch wieder in die Realität, wo er sich wieder in der relativen Dunkelheit seiner versteckten Basis wieder fand.

Vor ihm aktivierte sich ein größerer in die Wand eingefasster Bildschirm, der das Bild eines Soldaten, der Coolers Emblem auf dem Brustteil seines gepanzerten Kampfanzuges trug. Seine Haut hatte eine hellblaue Farbe, seine Ohren waren spitz und seine Haare besaßen ein schwächliches blond. Dazu trug er einen Scouter in einem blutrot.

Cooler hatte damit nicht gerechnet, doch er hatte es geschafft, den Hauptplaneten seines Reiches zu kontaktieren. Es war irgendwie beruhigend, dass dort scheinbar noch einige seiner loyalen Truppen stationiert waren.

„Kommandant Spicy!", sagte Cooler zu dem Krieger, der der Bruder eines Soldaten war, der Cooler auf seine erste Reise zur Erde begleitet hatte.

„Wer spricht da?", fragte der Soldat, doch dann schien er die Stimme zu erkennen. Der Ice-jin bemerkte, wie es seinem Gesprächspartner vor Überraschung die Luft abschnürte. „Das kann nicht….Meister Cooler?"

„Ihr begreift nicht ganz so schnell, wie ich es wüsche Kommandant.", antwortete Cooler und legte ein wenig subtile Brutalität in seine Stimme. Er wusste instinktiv, wie man seinen Untergebenen eine furchtbare Angst machen konnte. Eigentlich etwas, was ein Ice-jin schon früh lernte und man durfte nicht vergessen, dass er es sogar seinem kleinen Bruder Freezer beigebracht hatte. Cooler war ein großer Meister dieser Kunst.

„Verzeiht mir!", winselte Spicy unterwürfig. Er machte dabei einen sehr ungeübten Eindruck. Scheinbar hatte der Kommandant schon lange nicht mehr vor jemandem kriechen müssen. Das bedeutete, dass er die Kontrolle über Coolers Reich übernommen hatte.

„Wir haben alle gefürchtet, Ihr wäret tot und würdet nie wiederkehren. Natürlich haben wir gehofft…".

„Das reicht!", unterbrach Cooler den Soldaten. „Ich werde sicherlich nicht auf einem Planeten wie der Erde mein Leben lassen. So eine Schande ist für ein Wesen wie mich undenkbar. Was jedoch nicht zu bestreiten ist, dass ich für Jahre verhindert war und meine Pflichten als rechtmäßiger Herrscher leider nicht wahrnehmen konnte. Mir sind daher nicht alle aktuellen Zustände bekannt. Ich wäre also über einen Allgemeinbericht sehr dankbar, Kommandant."

Spicy atmete tief durch. „Die Sachlage ist…bedenklich."

„Inwiefern?", forderte Cooler zu wissen und bemerkte, dass es seinem Kommandanten schwer fiel, auf diese Frage im vollsten Umfang wahrheitsgemäß zu antworten.

„Ich habe wirklich alles versucht, erhabener Meister Cooler. Doch gegen so viele Feinde konnten wir nichts ausrichten. Und es werden mehr."

„Was im Konkreten heißt?". Coolers Geduld wurde langsam erschöpft. Stünde er dem Soldaten gegenüber, hätte er diesen für seine Ausweichversuche längst in Staub verwandelt.

„Nachdem sich die Nachricht verbreitet hatte, dass ihr fort seid, haben sich andere Lords der Ice-jin zusammengeschlossen und sind mit ihren Armeen in eure Sektoren eingefallen. Sie besetzen Welt um Welt und drängen unser eigenes Militär immer weiter zurück. Die Verluste sind wirklich schrecklich."

Wut stieg in Cooler auf. Seit so langer Zeit war es zu keinen direkten Kriegen zwischen den Lords gekommen. Sicherlich versuchte man sich stets durch geschickte Intrigen gegenseitig auszumanövrieren, doch das war es auch. Alles andere widersprach der Werte und den Normen seiner Rasse.

„Wer von ihnen wagt es mich herauszufordern?"

Spicy antwortete schnell. „Lady Frostina hat mit dem Großimperator Kalter ein Bündnis geschlossen. Sie publizieren bei ihrem Feldzug übrigens, dass Ihr längst tot seid. Mehrere Welten Eures Reiches haben deswegen schon angefangen zu rebellieren. Wir sehen uns an zu vielen Fronten mit Feinden konfrontiert."

Cooler dachte nach. Kalter und Frostina waren zwar keine Mitglieder seiner Familie aber trotzdem sehr mächtige Vertreter der Ice-jinlords. Sie verfügten dazu noch über eine nicht zu unterschätzende Kampfkraft, die sicherlich nicht mit Coolers zu vergleichen war, aber dennoch ausreichte, um Planeten für immer verschwinden zu lassen. Ohne ihn würde sein Reich bald fallen.

Cooler lachte laut auf. „Diese beiden Narren werden es bereuen. Es werden ihnen ihre teuren Weine im Halse stecken bleiben, wenn sie sehen, dass sie meinen Tod ein wenig zu früh gefeiert haben. Ich werde Kalter ins ewige Exil schicken. Irgendwo in der intergalaktischen Leere und Lady Frostina wird mich anbetteln, ihr Leben zu schonen. Sie wird sich sicherlich sehr bemühen, um mich davon zu überzeugen, sie nicht zu töten."

Ein wenig Hoffnung glühte in den Augen des Kommandanten. „Ihr werdet zurückkehren? Ihr könnt euch meine Freude nicht vorstellen! Wann kann eurer geprüftes Reich mit euch rechnen?"

„Es dauert nicht lange.", versicherte Cooler. „Ich werde nur noch einen neuen General für meine Armeen rekrutieren und dann sofort aufbrechen. Kommandant Spicy, ich will dass ihr an alle Lords eine Nachricht schickt. Sie sollen wissen, dass ich sehr erbost darüber bin, dass Frostina und Kalter einen direkten Angriff auf meine Systeme wagten und ich große Enttäuschung empfinde, dass die anderen Lords sie einfach in ihrem aggressiven Handeln gewähren ließen. Sagt diesen Feiglingen, dass wenn ich zurückkehre, ich die beiden zerschmettern werde und mir ihre Gebiete einzuverleiben gedenke als gerechten Ausgleich. Und darüber hinaus erwarte ich, dass die anderen Lords mich als einen höhergestellten Herrscher ansehen und mir die Vasallentreue schwören."

Spicys Augen weiteten sich. „Diese Nachricht soll ich weitergeben? Niemals hat ein Wesen so eine Forderung an die Lords der Ice-jins gestellt. Sie werden mich für wahnsinnig halten und für diese Frechheit Rache an mir und Eurem Reich üben."

"Das werden sie nicht wagen, denn diese Forderung wird ihnen mehr als zu denken geben. Ihnen wird klar sein, dass es kein einfacher Kommandant wagen würde alle Ice-jins einfach so herauszufordern. Sie werden wissen, dass es nur bedeuten kann, dass ich wirklich zurück bin. Dass wird Zeit erkaufen. Ich erwarte also, dass meine Befehle silbengetreu ausgeführt werden, Kommandant Spicy."

Der Soldat verneigte sich und Cooler unterbrach zufrieden die Verbindung. Er würde schnell zum mächtigsten Herrscher der Galaxie aufsteigen und das ohne wirklich großen Aufwand. Freezer und King Cold mussten dort, wo sie auch waren, grün vor Neid werden.

„Die Gäste sind auch fast da, perfekt."


C17, Vegeta und der Coolerdroid hatten nach einem etwas längeren Flug eine weite Wüste erreicht, und der Androide war der erste, der zu einem Landeanflug ansetze. Der Cyborg und der Prinz taten es ihm gleich und alle drei standen in einer weiten aber absolut leeren Ebene.

Die Nacht war in dieser Wüste sehr kalt, doch in diesem Moment schien sich keiner der drei dafür zu interessieren.

„Wir sind da.", meinte der Coolerdroid und breitete feierlich die Arme aus.

„Und was soll hier sein?", fragte C17, der sich ungläubig umsah. „Ich sehe nur Sand und Felsen."

„Du verfügst scheinbar nicht gerade über die besten visuellen Sensoren.", meinte der Androide spöttisch, der es sich scheinbar angewöhnte, seine Technologie mit der C17s zu vergleichen.

„Ach du meinst, dann könnte ich noch schärfer nichts sehen?", konterte der schwarzhaarige Cyborg, als der Androide jedoch eine Handbewegung machte und plötzlich aus dem Nichts ein gewaltiges Gebäude fremder Architektur vor ihnen erschien.

C17 bekam den Mund kaum zu, als er diese gewaltige Festung sah, die dort stand wo einst die Leere der Wüste bis zum Horizont gereicht hatte.

„Was zur Hölle…?"

„Tarntechnologie.", fiel Vegeta dem Cyborg ins Wort, wobei er keinen wirklich überraschten Eindruck machte. „Cooler hat sich also die ganz Zeit über in zwischen Sandkörnern und Steinen versteckt. Beschissener Feigling."

Der Android trat an seine Seite. „Aber aber, es hat doch nichts Feigheit zu tun, abzuwarten und abzuwägen. Das ist der Unterschied zwischen Barbar und König, mein verehrter Freund."

Vegeta verzog den Mund, sagte auf diese Beleidigung jedoch nichts. „Der echte Cooler, oder was von seinem biologischen Körper übrig ist, hockt also in diesem Kasten?"

„Exakt.", bestätigte der Android, machte eine Handbewegung wodurch sich eine große Tür öffnete, die direkt ins Innere führte.

„Und er wartet."

Vegeta sagte nichts, sondern schritt auf die Tür zu, wobei ihm der Android folgte. C17 kam erst mit ein bisschen Abstand hinterher und hinter ihm schlossen sich die Türen wieder. Drinnen befanden sie sich in einem hellen Gang, der direkt zu einer weiteren Tür führte, welche sie ebenfalls passierten und sich dann wieder im Freien zu befinden schienen.

Der Himmel war blau und der Boden erinnerte an die Wüste draußen, sogar die Felsen, egal ob große oder kleine, waren dem äußeren entsprechend.

„Eine Holografie?", fragte Vegeta auf. „Was soll das hier sein?"

„Dass hier ist eine Art Arena, deren Gesicht man anpassen kann. Egal ob Schneelandschaft oder ausbrechender Vulkan. Dabei ist das gesamte Gebäude isoliert, was bedeutet, dass keine Auras nach draußen hin messbar sind. Egal ob durch Scouter oder auf mentalem Wege. Man ist hier völlig ungestört."

Der Android ging an Vegeta vorbei und blieb vor ihm stehen. „Wir haben viel zu besprechen."

Doch dazu kam es nicht. Plötzlich schoss ein Arm hervor, bohrte sich durch den Rücken des Androiden, bis die Hand aus dem eisernen Brustkorb des Coolerdroids ragte. „Was… soll…?", fragte dessen Stimme abgehackt und mit Fehlfunktionen durchsetzt, als er bemerkte, dass Vegeta ihn durchschlagen hatte, dessen schwarzes Haar nun blond war und um dessen eine goldene Energieflamme brannte. Er hatte sich in einen Super Saiya-jin verwandelt und zog schließlich seinen Arm aus dem Körper des Coolerdroids und zerstörte diesen mit einer schnellen Blastattacke. Die Explosion ließ nur ein paar Trümmer von dem Androiden übrig.

„Was soll das denn?", fragte C17, wurde von Vegeta jedoch nicht beachtet, der seine Stimme erhob.

„Ich weiß, dass du mich hörst Cooler! Es interessiert mich nicht wirklich, wieso du mich hergeholt hast, es ist mir also scheißegal, was du kybernetisches Arschgesicht damit zu bezwecken versuchst. Dir sollte aber klar sein, dass ich ganz sicher nicht mit einem deiner hässlichen Roboter verhandle. Also wenn du was willst, dann sei ein Mann und komm selbst und schick nicht dein Spielzeug vor! Wenn nicht, werde ich diese Festung einfach auseinander nehmen, bis ich dich gefunden habe. Du darfst dir aussuchen, wie es zu Ende gehen soll. Willst du dich verstecken, oder dich wie ein Kämpfer stellen? Es steht dir frei!"

Ein lautes Lachen ertönte und schien von überall her zu kommen, während sich ein paar rundliche Löcher im Boden auftaten und vier neue Coolerdroids auftauchten. Die Öffnungen schlossen sich wieder, sodass die Androiden landen konnten. Vegeta war nun umzingelt. Jeweils einer von ihnen stand in gewisser Distanz vor ihm, einer hinter ihm, einer links und der andere rechts von ihm.

„Was für eine Zeitverschwendung!", knurrte Vegeta auf.

„Vegeta, du solltest das hier alles nicht mit so einer allgemeinen Ablehnung betrachten. Dir bietet sich hier gerade eine große Chance.", sprachen gleich alle vier, während der Super Saiya-jin eine Kampfhaltung annahm.

„Du könntest diesen armseligen Planeten endlich wieder verlassen und das tun, was ein Krieger deines Volkes am Besten kann. Ich biete dir einen Platz an der Spitze einer gewaltigen, unbesiegbaren Armee an. Meiner Armee."

„Du willst mich anwerben?", fragte der Super Saiya-jin mehr als nur ein wenig ungläubig.

C17 stand ein wenig abseits und kam sich ein wenig vergessen und unbeachtet vor und hatte sich deswegen entschlossen, erst einmal zuzuhören, um herauszufinden, was dieser Cooler mit Vegeta zu besprechen hatte. Doch damit hatte er nicht gerechnet. Dieser Cooler war also auf der Suche nach Soldaten.

Der Cyborg lächelte. Das war vielleicht sine Chance, um wieder das zu tun, was er wirklich konnte, um das sein zu können, was er war.

„Also ich bin dabei!", sagte er laut, doch keiner der vier Androiden beachtete ihn. Er biss die Zähne zusammen. „Hey, der andere Roboter hat gesagt, dass es hier auch einen Platz für mich gibt. Also ich nehme an!"

„Verzeihung!", hörte er jemanden hinter sich sagen, und erkannte einen fünften Coolerdroid, als er sich umdrehte. Der Android holte aus und rammte seine Faust tief in C17s Magengrube und sprach dabei mit äußerst höflichem Ton in der Stimme. „Es muss ein Missverständnis vorliegen, denn dieses Angebot gilt leider nur Vegeta."

C17 fühlte sich wie von einer Dampframme getroffen und hustete, während er zu dem Android aufsah.

Der Cyborg ächzte etwas, während er spürte, dass sich eine große Übelkeit in ihm ausbreitete. Plötzlich schoss ein Schwall Erbrochenes aus seinem Mund und bespritzte den Boden und den Coolerdroid, der sich davon nicht stören ließ. „Du bist eine Maschine auf absolut niedrigem technischen Niveau und scheinbar schwächer als ein einfacher Android. Wieso sollte ich so jemanden als General in mein Heer aufnehmen? Das macht wenig Sinn, wenn du verstehst.", erklärte der Coolerdroid freundlich, während sich alles vor C17s Augen drehte. Der Alkohol und dieser heftige Schlag waren zu viel für ihn.

„Dazu kommt, dass du aussiehst wie ein heruntergekommener Landstreicher und dich benimmst wie ein wertloser Säufer. Diese Attribute machen dich für die Politik auf interplanetarischer Ebene natürlich untragbar."

Langsam zog der Android seine Faust zurück und C17 verlor seine letzte Stütze, weswegen er auf die Knie und schließlich auf alle Viere fiel und nur am Rande bemerkte, dass er mit der Hand in einer Pfütze seines eigenem Erbrochenem steckte.

Er atmete schwer und spürte, dass er kurz davor war, sich wieder zu übergeben.

„Aber natürlich heißt das nicht, dass du für mich völlig ohne Nutzen bist.", hörte er den Coolerdroid sagen. C17 bemerkte eine Bewegung in seiner Seite, dann traf ihn ein Tritt in die Rippen, sodass er weit flog und durch einen massiven Felsen knallte, der wenn er auch nur eine Holografie sein sollte, sich äußerst real anfühlte.

Aus den Augenwinkeln bekam Vegeta mit, dass C17 von einem Androiden angegriffen wurde, entschied sich aber, dass das ein Problem des Cyborgs war. Er hatte ihm oft genug gesagt, dass er verschwinden sollte und nun musste er halt mit den Konsequenzen leben.

„Und was sagst du?", fragte einer der Coolerdroids und Vegeta konzentrierte sich wieder gänzlich auf die vier.

Er sparte sich eine Antwort, breitete die Arme zur Seite aus und feuerte zwei Attacken ab, sodass die Droiden rechts und links von ihm explodierten.

Der Coolerdroid vor ihm ging nun zum Angriff über und hatte Vegeta schnell erreicht. Coolers Ebenbild holte zu einem tödlichen Schlag aus, doch kurz bevor er getroffen wurde, verschwand Vegeta und schwebte nun über dem Androiden.

„Ich habe doch gesagt, dass ich mich nicht mit euch Mülltonnen unterhalte." Mit diesen Worten pulverisierte er auch den dritten Androiden, landete wieder auf den Füßen und machte eine schnelle Drehung um 90 Grad, bei der er den vierten Androiden mit seiner ein wenig golden glühenden Faust durchbohrte und dann mit einer Blastattacke endgültig erledigte.

„Ich hoffe, dass war jetzt deutlich." Plötzlich tauchten überall in der weiten Arena Öffnungen auf, durch die weitere Coolerdroids erschienen und auf Vegeta zuflogen. Der Super Saiya-jin knurrte mürrisch auf. „Scheinbar nicht!". Er sammelte ein wenig Energie und raste dieser Armee entgegen.

C17 lag zwischen den zertrümmerten Felsbrocken am Boden und blickte in den holografischen Himmel, durch den weitere der Androiden flogen. „Ich schätze…", setze er an. „Dass es das wohl gleich für mich…war." Der Cyborg hatte keine Ahnung, für was ihn dieser Cooler brauchte, doch scheinbar war es nicht nötig, ihn dafür am Leben zu lassen.

Eine eiserne Hand packte ihm am Halstuch, zog in wieder auf die Beine und C17 erkannte den Coolerdroid, der ihm eben eine verpasst hatte. Der Droide begann damit das Erbrochene an C17s Kleidung abzuwischen, während er sprach.

„Es braucht viel Energie, um diesen Komplex und die Androiden funktionstüchtig zu halten und du darfst dich glücklich schätzen, mit deiner dafür sorgen zu dürfen."

„Ich soll für das hier als beschissene Batterie fungieren?", fragte C17 schwach und der Coolerdroid nickte.

„So erfüllt am Ende schließlich jeder seinen Zweck. Es ist doch besser, als betrunken umherzuwandeln. Nicht so sinnlos. Und um sicher zu gehen, dass du nicht in der Lage bist, Schaden anzurichten…".

Den Rest ließ der Coolerdroid unausgesprochen und verpasste C17 mit der Handkante einen Schlag ins Gesicht, sodass der Cyborg auf dem Rücken über den Boden schlitterte.

Es wurde eine richtige Schlacht, in der Vegeta mit so gut wie jedem Schlag einen seiner Gegner erledigte, wobei die Zahl der Angreifer jedoch kein Ende zu haben schien. Seine Schläge und Tritte waren schnell und mit ihnen wütete er gnadenlos unter den Androiden, die jedoch immer weiter nachsetzen. Vegetas Frustration wuchs langsam.

Er blockte einen Faustschlag von der Seite ab, dessen Urheber ihm ins Ohr flüsterte. „Ich weiß, dass es nicht dem Lebensstil eines Saiya-jins entspricht. Du bist hier gefangen."

Vegeta umschloss die Faust des Droiden mit seiner eigenen, zerdrückte sie und enthauptete den Coolerdroid mit einem Schlag.

‚Halt die Fresse!', dachte der Supersaiya-jin wütend.

„Ich habe dich beobachtet. Du trainierst stets hart, aber wozu? Was gibt es denn noch wogegen du kämpfen kannst?", hörte er hinter sich sagen und schlug mit seinem Ellbogen nach hinten, traf einen weiteren Androiden, der weggeschleudert wurde und mit einigen anderen Coolerdroids kollidierte. Vegeta feuerte ihnen einen Kistrahl hinterher, der sie in einer großen Explosion vergehen ließ. Es regnete förmlich Trümmer.

„Ich gebe dir ein ganzes Universum von Gegnern.", sprach der nächste Coolerdroid, der jedoch schnell von einer Energieattacke zerrissen wurde.

Vegeta knurrte wütend. „Ihr sollt still sein."

„So viel Kraft, die hier vergeudet wird. Tu doch nicht so, als wärst du damit zufrieden.", meinte ein anderer, der von dem Saiya-jin einen harten Schlag ins Gesicht bekam, sodass der Schädel des Roboters auseinanderbrach.

„Wie groß ist der Wert eines Kriegers, der nicht kämpfen kann?", fragte wieder einer, doch dieses Mal hatte Vegeta keine Chance zu reagieren, denn alle Roboter starteten gleichzeitig einen Angriff. Der Super Saiya-jin verschwand regelrecht in der Masse der Feinde, von denen alle mit Schlägen und Tritten auf ihn einprasselten.

Der Prinz hielt die Arme schützend vor das Gesicht, bekam aber eine große Menge der Attacken ab. Er biss jedoch die Zähne zusammen.

„Ich befreie dich auch gerne von diesem Balg, für das du Aufpasser spielen musst."

Vegetas Augen weiteten sich, als er das hörte. ‚Jenny!', schoss es durch seinen Kopf, als es plötzlich aus ihm herausbrach und eine gewaltige Welle reinster Energie von ihm ausging. Es gab einen lauten Knall und die Coolerdroids wurden von der Druckwelle weggerissen und brachen auseinander, während die goldene Aura um Vegeta herum heller als vorher brannte.

In seinem Gesicht brannte die Wut.

„Cooler!", rief er zornig. „Komm endlich aus deinem Versteck!". Vegeta war nicht wirklich bewusst, dass es vor allem daran lag, dass Cooler Jennys Leben bedroht hatte, warum er sich gerade kaum unter Kontrolle hatte.

„Cooler!", schrie er ein weiteres Mal, und bemerkte, dass von den Trümmern am Boden Gelächter kam. Ein halbzerstörter Androidenschädel lag dort, blickte zu Vegeta auf und lachte höhnisch.

„Ich habe genug von deinen albernen Spielchen!", brüllte er und zerstörte den Schädel mit einem gezielten Energiestrahl.

Dann öffnete sich eine große Luke im Boden, und Vegeta machte sich bereit. Egal, was da kam, es würde sich nicht um einen einfachen Coolerdroid handeln.

C17 kam nur langsam wieder auf die Beine und wischte sich ein wenig Blut von der Oberlippe. „Denkst du, ich lass mich ausschlachten, nur damit du hier nachts das Licht brennen lassen kannst, Arschloch?"

Dann erschien vor dem Cyborg der Coolerdroid mit verschränkten Armen. „Jetzt versuch dir doch nicht einzureden, du wärst noch für mehr zu gebrauchen."

Der Roboter drehte sich und verpasste C17 einen harten Schlag mit seinem Schwanz an die Wange, was den Cyborg einen Schritt zur Seite wanken ließ.

Dabei beließ es der Coolerdroid jedoch nicht. Er setzte dem schwarzhaarigen Mann nach, welcher jedoch sein gesamtes Gewicht auf ein Bein verlagerte und mit dem anderen einen Tritt ausführte, der direkt auf das Gesicht des Droiden zielte. Der Coolerdroid war aber schneller, fing den Fuß mit der Hand ab und hielt ihn fest.

„Wärst du nüchtern, hätte ich den wenigstens nicht so einfach abwehren können."

Der Coolerdroid hob schließlich seinen eigenen Arm deutete mit dem Zeigefinger auf C17 und feuerte einen kleinen Energieball ab. Dieser traf den Cyborg, der von der Explosion weggeschleudert wurde und einige Meter entfernt auf dem Rücken landete.

Vegeta knurrte, als er sah, was da aus der sich wieder schließenden Öffnung in die Luft erhob und dort ruhig schwebend stehen blieb.

„Ich habe dich anders in Erinnerung, Cooler. Im Ghetti-Stern warst du damals nur ein einfacher Kopf, der an ein paar Kabel hing. Oder ist dieses Ding nur wieder einer deiner Zinnsoldaten?"

Vegeta betrachtete die Erscheinung eines Wesens, das um einiges größer und breiter war als ein Coolerdroid. Eigentlich erschien es wie eine große wandelnde Rüstung mit ice-jintypischen Schwanz und tief eingefassten roten Augen.

Aus der breiten Schulter ragten gewaltige Stacheln und auch aus den Ellenbogen etwas kleinere Exemplare, die er im Kampf sicherlich zu benutzen wusste.

„Der Kopf damals war nur eine einfache Attrappe. Ich war zu dieser Zeit nicht in der Lage, mich einem Super Saiya-jin zu stellen."

Der scheinbar wahre Cooler verschränkte die Arme und lachte leise.

„Und ich denke, dieses Mal bist du es?", fragte Vegeta argwöhnisch und gleichzeitig landeten sie beide und ihre Füße hatten schnell wieder festen Boden unter sich. Zwischen ihnen bestand etwa eine Entfernung von zwanzig Metern, doch ihre Blicke waren längst eins.

„Ich bin stärker als ein Super Saiya-jin. Das, was Son Goku nach unserem ersten Treffen von meinem Körper übrig ließ, ist in dieser Rüstung versiegelt und mit ihr verbunden. Das hier ist die perfektionierte Ghetti-Technologie mit einem schier endlosen Vorrat an Energie. Ich bin der stärkste Kämpfer des Universums."

„Ich schätze es gibt überhaupt keinen deiner Sorte, der Bescheidenheit zu seinen Tugenden zählt.", zischte der Prinz.

Metacooler verzog keine Miene. „Und was sagst du zu meinem Angebot? Wie wäre es, wieder fremde Sterne und Planeten zu sehen? Es gibt so viele schönere Welten als diesen armseligen blauen Ball. Du bist seit Jahren hier. Langweilt dich diese Eintönigkeit nicht?"

„Nicht so sehr wie dein Gefasel!", brüllte Vegeta, stieß sich vom Boden ab und sammelte ein wenig Energie in seiner Faust, während er direkt auf Metacooler zuflog. Als er diesen erreicht hatte, schlug der Super Saiya-jin zu, doch sein Angriff ging ins Leere und sein Gegner war verschwunden. Vegeta kam wieder auf den Boden und blickte sich frustriert um. Er konnte Cooler nicht lokalisieren. Diese Maschinen hatten einfach keine für ihn erfassbare Aura.

„Feigling."

Plötzlich bemerkte Vegeta etwas im Rücken und sprang im Affekt zur Seite. Dieses rettete ihm vielleicht das Leben, denn wo er gerade gestanden hatte, bohrte sich nun Metacoolers spitzer Schwanz in den Boden.

Der Super Saiya-jin hielt vorerst ein wenig Abstand, denn der künstliche Echsenschwanz erhöhte die Reichweite seines Gegners im Nahkampf ungemein.

„Seit wie lange ist dies hier dein erstes richtiges Gefecht, Prinz der Saiya-jins? Dein Blut muss doch kochen vor heißer Kampfeslust. Es ist ein angeborener Drang deiner gesamten Rasse. Ihr müsst zerstören, ihr müsst töten. Denkst du, du wirst deinen Hunger danach auf dieser Welt stillen können? Ich kann dir ein Leben bieten, in welchem du dich jeden Tag einem neuen Gegner stellen kannst. Das Universum ist voll mit Wesen, mit denen du dich messen könntest. Ich weiß, dass du das willst."

„Was ich will?", fragte Vegeta. „Ich kann dir sagen, was ich will. In diesem Moment will ich nichts anderes als dir deine widerliche Arroganz aus dem Körper zu prügeln. Cooler, du kannst mir glauben, dass du es bereuen wirst, ein weiteres Mal auf diesen Planeten gekommen zu sein. Du wirst dastehen und dich selbst verfluchen, weil du dachtest, die Erde sei hilflos. Du wirst dich selbst verfluchen, weil du dich, wie es deine Natur ist, bei weitem und wirklich maßlos überschätzt hast."

Cooler ließ jedoch nicht locker. „Stellt Euch doch nur mal vor, tausend Welten, die Euren Namen kennen…"

Vegeta ließ Metacooler jedoch nicht aussprechen und ging wieder zum Angriff über. „Es reicht wenn ich meinen Namen kenne!", rief er, während er auf den Ice-jin zuflog. Wieder holte der Super Saiya-jin zu einem weiteren Schlag aus und tatsächlich schien Cooler dieses Mal nicht ausweichen zu wollen.

Dennoch erreichte Vegetas Faust nicht ihr Ziel, sondern wurde einige Zentimeter davor abgebremst, da Metacooler zur Verteidigung sein Knie hochgezogen und es tief in den Magen des Saiya-jins gerammt hatte.

Vegetas Augen und Mund standen für einen Moment nur weit offen, während eine schreckliche Welle des Schmerzes ihn durchströmte und er schließlich Meter weg geschleudert wurde.

„Bastard!", fluchte Vegeta mit schwacher Stimme, kam jedoch wieder mit den Füßen auf und konnte sich beim Zurückschlittern auf den Beinen halten. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Cooler in dieser Gestalt so viel zu bieten haben würde. „Krepier!", war sein Schlachtruf, als er ein wenig mehr Energie mobilisierte und in Form einer Galikkanone auf seinen Gegner abfeuerte.

Es gab eine heftige Explosion, doch Metacooler war mit unglaublicher Schnelligkeit entkommen und stand unverletzt neben dem rauchenden Krater. Das würde Super Saiya-jin Vegeta niemals auf sich beruhen lassen. Sofort schoss er eine weitere Galikkanone ab, welcher sein Feind jedoch ebenso spielend entging und so ließ er eine nach der anderen los. Doch immer wieder konnte Metacooler ohne großen Aufwand den Strahlen und Explosionen ausweichen. Es sah so aus, als würde sich der Ice-jin hin und her teleportieren, so schnell waren seine Ausweichmanöver, die meist nur einen oder zwei Meter umfassten.

Mit jeder nutzlosen Galikkanone wuchs Vegetas Frust und langsam wurde seine Zielsicherheit noch unsicherer, sodass es Metacooler möglich gemacht wurde, selbst einen Angriff zu starten.

Rasend schnell brach er durch das Muster aus Attacken und erschien neben Vegeta, der zu spät reagieren konnte. Hart wurde Vegeta von Metacoolers Faust an der Schläfe getroffen, sodass er weit flog und hart auf den Boden aufschlug.

C17 brauchte viel Kraft, doch er konnte sich wieder auf die Beine und in eine Art Kampfstellung zwingen, obwohl sich alles vor ihm drehte und sein Körper bettelte, sich fallen zu lassen. Er würde das hier nicht mehr lange aushalten.

„Du siehst verletzt aus. Waren meine Worte zu hart für dich?", fragte der Androide amüsiert und mit einer gespielten Portion Sorge. „So armselig bist du nun auch nicht. Du bist ein interessanter Anfang einer Entwicklung. Einige Jahrzehnte Forschung und dein Folgemodell könnte wirklich eindrucksvoll sein."

„Denkst du das, du Alien-Robtoter-Mischmasch?", fragte C17 schwer atmend und stützte sich auf den Knien ab. „Ist das irgendwie eine schlechte Angewohnheit von dir? Du brauchst nicht höflich zu Leuten sein, bevor du sie umbringst. Und nur, damit du es weißt. Der Mann, der mich in das hier verwandelt hast, was du für einen interessanten Anfang einer Entwicklung hältst, ist tot. Es wird keine weiteren Cyborgs geben, weil ich meinen Erschaffer umgebracht habe." C17 lächelte schwach. „Ich bin also der stärkste Cyborg, weil ich der letzte meiner Sorte bin. Ich muss dich enttäuschen."

„Wie bedauerlich.", setzte der Coolerdroid an und meinte es augenscheinlich sogar ernst. „Ein solches Genie hätte ich sicherlich gebrauchen können. Es ist wirklich sehr, sehr schade, aber da kann man nichts mehr machen. Tragisch, dass die Serie C, wenn ich sie so nennen darf, in dir ihren letzten Höhepunkt findet."

C17 ließ sich das nicht weiter gefallen. Er hob seinen Arm und feuerte einen gewaltigen Energieblast ab, wodurch es zu einer großen Explosion kam. „Du solltest mich nicht unterschätzen!", schrie er. „Es gab eine Zeit, da haben wir mit den Saiya-jins den Boden aufgewischt."

Langsam legte sich der Rauch, doch außer einem Krater war nichts zu sehen. Keine Metallteile und nichts was von einem zerstörten Coolerdroid zeugen würde.

„Wo…?"

Da erschien der Android neben dem Cyborg und verpasste diesem einen schwachen roten Energieball. C17 wurde einen Meter zurückgedrückt, feuerte selbst eine Attacke, die der Coolerdroid einfach hinnahm.

„War das alles?", fragte er und schoss einen weiteren Energieball. C17 machte angeschlagen einen Schritt zurück.

„Du kannst mich…", zischte der Cyborg und feuerte einen stärkeren Energievolley. Der Coolerdroid wurde von dem Angriff fast drei Schritte mitgerissen.

Diesen Triumph konnte der schwarzhaarige Cyborg aber nicht lange feiern, da traf ihn schon ein schwacher Strahl, der ihn taumeln ließ.

Er blickte auf und wollte reagieren, als ihn schon die nächste Explosion traf und schon wieder weitere folgten. Der Coolerdroid ließ ein richtiges Dauerfeuer auf den Cyborg los, bis dieser schließlich erschöpft und angeschlagen umkippte und auf dem Rücken liegen blieb.

Vegeta stand nach diesem Angriff schnell wieder und kam sich vor, als würde sein Schädel gleich platzen. Metacoolers Schlag war wirklich wirkungsvoll gewesen. Während er seinen Gegner zornig anstarrte bemerkte der Super Saiya-jin, wie ihm etwas die Schläfe herab, die Wange entlang, lief und dann in Tropfen von seinem Kinn perlte.

Ohne sich abzuwenden wischte Vegeta die Flüssigkeit ab und sah aus den Augenwinkeln seinen rot verfärbten Handschuh. Es musste sich um eine stark blutende Platzwunde handeln.

„Wir können jeder Zeit mit dieser Sinnlosigkeit aufhören.", erklärte Metacooler. „Auch wenn ihr Saiya-jins mächtig geworden seid, hat auch eure Kraft Grenzen. Du kannst ganz einfach nicht gewinnen, Vegeta."

Der stolze Prinz vernahm dieses Appell seines Feindes, doch kam nicht einmal für eine Sekunde lang auf die Idee, dieses Angebot anzunehmen.

Vegeta antwortete mit einer harten aber kontrollierten Stimme. „Du scheinst dir nicht bewusst zu sein, was das hier für mich bedeutet. Es wird mir hier gerade eine große Chance geboten."

„Es ist schön, dass du zu würdigen beginnst.", unterbrach ihn Cooler, doch Vegeta ließ sich nicht aus dem Konzept bringen.

„Es war dein Bruder, der mein Volk versklavte, nur um es schließlich auszulöschen und es war dein Bruder, den ich nicht besiegen konnte. Er hat mich, meine ganze Rasse gedemütigt und erniedrigt. Und ich hatte wegen Kakarott nie die Möglichkeit mich dafür an ihm zu rächen. Ich war nicht stark genug. Und nun kommst du zur Erde und ich habe die Gelegenheit, das gutzumachen. Ich konnte mein Volk nicht rächen, aber ich kann dich dafür erledigen, Cooler."

„Was redest du da?", fragte der Ice-jin verständnislos. „Was bringt es dir, den Hass gegen meinen Bruder auf mich zu lenken? Ich habe den Planeten Vegeta nicht zerstört und hätte es an seiner Stelle nicht getan. Freezer hat viel zu voreilig gehandelt, weil er sich vor dem legendären Krieger fürchtete. Der Narr kam nicht auf die Idee, die Kraft eines solchen Wesens nutzen zu können. Du kennst die Galaxie. Es gibt beinahe so viele Tyrannen und Despoten, dass es für jeden Planeten reicht und Freezer hatte die Chance zum König der Könige zu werden. Doch er opferte sie und fast den gesamten Nutzen, den das Volk der Saiya-jins darstellte. Damals habe ich eure Gattung für eine Spezies von Barbaren gehalten, wie es sie vom gleichen Schlag auf der Hälfte aller bewohnten Welten gibt. Doch ich versichere, ich hätte Freezer aufgehalten, wäre mir bewusst gewesen, wie viel Potenzial und Macht mit dem Planeten Vegeta untergehen würde."

Vegeta lachte laut aber nicht herzlich. „So willst du meine Wut besänftigen? Du erzählst mir, wie schade es ist, dass man mein Volk nicht mehr versklaven kann? Dass du es nicht mehr in Knechtschaft führen kannst? Du bist nicht besser als dein verdammter Bruder. Ihr hässlichen Echsen glaubt, die Galaxie würde darauf warten, dass ihr sie unter euch aufteilt und ihre Bewohner vor euch niederknien dürfen. Ich sehe eigentlich keinen Unterschied zwischen dir und Freezer. Warum sollte ich dann nicht einfach dich für Millionen getötete Saiya-jins zur Rechenschaft ziehen?"

„Denkst du nicht, dass es viel angemessener wäre, das Gedenken an deine Spezies zu bewahren? Auf dieser Welt lebst nur noch du und dieses Mischlingskind, welches irgendwann andere Mischlinge zur Welt bringen wird, in deren Blute das Saiya-jinische immer weniger werden wird. Das Erbe der Saiya-jins wird irgendwann in dem doch leider sehr schwachen Erbgut der Menschheit untergehen und in Vergessenheit geraten. Niemand würde sich an dieses stolze Volk erinnern, doch kämest du mit mir, könntest du im Namen des Planeten Vegeta die ganze Galaxie erobern. Erzgeneral Vegeta! Billionen Lebewesen würden für Jahrtausende diesen Namen kennen und den Namen des Volkes, dem du entsprungen bist." Metacooler breitete feierlich die Arme aus. „Was wäre das für ein großartiges Andenken!"

„Ich lasse mich ganz sicher nicht von dir versklaven lassen. Ich bin ein freier…."

„Ein freier Krieger?", fragte Cooler. „Du bist nichts weiter als das Kindermädchen für den Spross deines größten Konkurrenten. Doch Kinder haben die Angewohnheit, irgendwann erwachsen zu sein. Dieses Gör namens Jenny wird dich irgendwann nicht mehr brauchen, Vegeta, und du wirst allein auf den Tod warten. Das ist für dich Freiheit?"

„Und was würde mit ihr geschehen, wenn ich dir folge, Cooler?"

Metacooler verstand diese Frage als Signal, dass er kurz vor seinem Ziel stand. „Du würdest sie als Zeichen, dass du mit diesem Kapitel deines Lebens abgeschlossen hast auslöschen."


Fortsetzung folgt in Teil III...