Kapitel 2: Ankunft in Hogwarts
„Charls, geh doch bitte schon mal alleine weiter, ja? Wenn du mich suchst, ich bin dann draußen irgendwo!" „ Geht klar, Süße! Ich geh zu den andren."
Dray POV
Die Abteiltür ging auf und Potty kam rein, man wie ich den Kerl hasse. Kann der einen nicht einmal in Frieden lassen? „Na Malfoy, spielst wieder den großen, coolen Macho, was? Und Ginny was machst du überhaupt hier, ich glaub ich sollt dich besser mitnehmen, bei mir hast dus doch viel besser. Nicht bei diesen ..., diesen Angebern und Mädchenschändern. Komm kleine Ginny, komm mit zu Harry ins Abteil da sind wir ungestört!" „Potty, du Wixer, halts Maul und verpiss dich!" „Oh, Malfoy, hat Angst vor mir! Hast du das gehört Ginny?" „Noch ein Wort, Potter!" „Knuffelbee, was ist dann, Mistkerl?"
„Dann bist du tot! Und wage es noch einmal Virginia nur vage, wirklich nur vage anzumachen! Falls du es noch nicht bemerkt haben solltest, Potter, du bist hier unerwünscht!" sagte Flint mit einem gefährlichen Unterton. Potter zog seinen Zauberstab und wollte schon einen Fluch loswerden, als die Abteiltür erneut aufging. „Hallo Leute! Oh, was wird den hier veranstaltet?" fragte Hailey, die gerade zur Abteiltür herein kam. Hailey ist eine 13-jährige Slytherin, die gut mit Charlie befreundet war. Sie hatte braune Haare und blaue Augen. Sie hatte sehr viele Verehrer für ihr Alter, was auch nicht verwunderlich war, da sie ein Mädchen, dass sehr schlank, sportlich und gut in der Schule – aber auch wirklich nett zu ihren Hausgenossen, und umso fieser zu allen anderen in Hogwarts – war.
Die Tür ging erneut auf. „Sieht man doch, ist heut offene Tür oder was?" fragte ich. „Nein, Dray eigentlich nicht! Aber wie es scheint große Versammlung. Potter, was suchst du hier? Raus, aber ganz schnell! Bevor mich noch die Zauberhand ausrutscht? Mobillarmus! Uups schon passiert!"
Charls hatte die Lacher auf Ihrer Seite. Sogar ich musste lachen, obwohl ich eigentlich überhaupt keinen Grund dazu hatte, da sah man mal wieder, dass Charls echt ein Talent zur Guten-Laune-machen hatte.
.„Hey Hailey, wie waren die Ferien? Können wir uns nicht später unterhalten, der Moment ist glaub ich en bisschen schlecht! Mich würd sowieso interessieren, was heute unseren Prinzen so depri macht." „Geht klar, Charlie! Ciaoi!"
Ah, Gott sei Dank endlich Ruhe. Moment da fehlte doch jemand. „Sa..." „Leuteeee, sorry Dray, ich schau mal wer so alles da ist? Bis Nachher!" unterbrach ihn Gin gedehnt. „Warte ich komm, mit!" fügte Markus hinzu und folgte Gin aus dem Abteil. Hab mich schon immer gefragt, ob das wohl noch was werden wird, mit den Zweien, ich wünsch ihnen auf jeden Fall alles Gute. „Und ich geh dann mal nach Merit schauen, meiner Süßen!" „Uh, jah, mach das! Aber Achtung sie sitzt mit Cho in einem Abteil!" Und die Abteiltür war wieder geschlossen.
„Was wolltest du gerade fragen?" „Oh, eh ja, wo hast du diese Babette gelassen? Oder" „Sie hat sich zurück gezogen. Hat gesagt sie braucht auch ihre Ruhe!"
„Kein Wunder, bei dem Trubel, sag mal ist die immer so?"
„Wie? So vorwitzig? Gesprächig? Nein! Überhaupt nicht! Eigentlich ist sie eher ruhig und nachdenklich. Wenn man sie ne zeitlang beobachtet merkt man auch das sie in Wirklichkeit sehr, sehr traurig ist. Es ist nicht so, dass sie der Tod ihrer Eltern einfach so hinnimmt. Sie versteckt, ihre wirklichen Gefühle hinter einer Maske..." „Genau wie ich"
„Nicht ganz, du versteckst sie hinter einer fiesen Maske, sie hinter einer fröhlichen.
Weißt du, ich kannte ihre Mom. Sie ist erst vor 3 Jahren gestorben. Damals war sie auch schon traurig gewesen. Wir haben uns damals durch unsere Mütter kennengelernt. Deine Mom war übrigens eine der besten Freundinnen von Cecilia, genau wie meine Mom. Aber dann vor fünf Jahren brach der Kontakt zwischen deiner Mom und unseren Müttern ab. Cheneys Mutter hat uns, also Mom und mir erzählt, dass Cheney tagelang geheult hat, als ihre kleine Schwester mit nur zarten drei Jahren starb. Chasy-Chloe war nur 1 Jahr jünger wie Cheney. Ich weiß gar nicht ob ich dir das alles erzählen darf. Aber, eins kann ich dir sagen, sie hasst es bemitleidet zu werden, und ich warne dich, wenn du nur daran denkst, das was ich dir gerade erzählt habe, an nur einen einzigen weiterzugeben, dann..." „Keine Angst, ich hab mit meinem eigenen Problem zu kämpfen..." „Dray, du weißt, dass du gerne zu mir kommen kannst, wenn du irgendwelche Probleme hast. Aber wenn es um Tod oder Rache geht sprich bitte mit Cheney sie weiß, genau wie man darüber hinwegkommt. Sie hat es oft genug erlebt. Oh, wir sind bald da. Lass uns unsere Schuluniformen anziehen. Dann holen wir Cheney."
„Geht klar! Chef!", meinte ich dann schon etwas aufgemunterter, da ich hörte, dass andere noch schlechter dran waren als ich selbst, ging es mir gleich doppelt so gut. „Hey, du kannst ja doch noch lachen! Ich hab schon gedacht du hättest das über den Sommer hinweg verlernt" „Okay, hast du was dagegen wenn ich sie hole und du derweil schon mal Blaise von Merit trennst, du weißt doch Hausgerechter Einlauf" „Na gut, aber das du sie mir ja nicht vergraulst!" „Ich doch nicht!"
Dann ging ich los und suchte den Hinterausgang. „Cheney? Babette? Wo bist du?" Nachdem ich mich umgesehen hatte entdeckte ich sie auf dem Dach des Zuges. Ich meine wirklich auf dem Dach. Na gut sie war ja auch ne Katze, aber... „Hey du!" versuchte ich es erneut und ging vorsichtig näher, da sah ich das sie Gedankenversunken in die Ferne sah und Tränen in den Augen hatte. Ich weiß, nicht was in dem Moment über mich kam, es war wohl der verbliebene Einfluß meiner Mom, aber ich umarmte sie und versuchte zu trösten. Sie erschrak, das bemerkte ich, doch dann legte sie ihre Arme auch um mich! Ich weiß nicht warum aber in dem Moment fühlte ich mich so geborgen, wie schon lange nicht mehr. Und meine Rache verging wie im Flug, Charlie hatte Recht behalten! „Cheney, gehts wieder? Wir müssen wir sind dann bald da!"
„Sorry, i-ich, miich überkam gerade mal wieder eine Trauerwelle ich musste an meine Mom denken. U-und immer wenn ich das tue fange ich an zu heulen. Sorry, dass ich dein Hemd nass gemacht hab, war keine Absicht" fügte sie mit einem Lächeln hinzu. „Keine Ursache! Hab ich gern gemacht! Ich meine, so als Handtuch gedient!"
Sie lachte, was sich wunderschön anhörte. Es war kein aufgesetztes Lachen und sie entblößte dabei ihre makellosen, weißen Zähne. Es steckte an. Und ich lachte mit. „Ich hätte nie gedacht, dass du auch lachen kannst. Sorry, aber du kamst mir vorhin so miesepetrig vor. Ehrlich ich hätt dich anders behandelt, wenn ich gewusst hätte das du so nett sein kannst!" meinte sie mit einem Lächeln. „Ich mach dir keine Vorwürfe, hey ich muss mich bei dir entschuldigen, aber du kamst mir vorhin echt so verboten glücklich und vorwitzig vor, dass hat genervt in dem Moment. Aber das du ganz anders bist hätt ich mir nicht erträumen lassen! Fangen wir noch einmal von vorne an?"
„Klar warum nicht? Hallo, mein Name ist Cheney – du kannst mich ruhig Cheney oder Coco nennen, dieses Vorrecht haben nur meine Freunde, alle anderen müssen mich mit Babette, Babsi oder Bebe ansprechen – wollen wir Freunde sein?" fragte sie und reichte mir ihre Hand. Ich konnte nicht anders und musste Lächeln. „Hey, ich bin Dray. So dürfen mich auch nur meine Freunde nennen. Und ich krieg en Tobsuchtsanfall wenn das jemand Außenstehendes macht. Ich wäre sehr gern ein Freund von dir!" ich nahm ihre Hand und zog sie auf die Füße.
„Komm schon, Cheney! Die Kutschen warten nicht!" Ich zog sie einfach mit mir mit. Auf der Fahrt nach oben zu Schloss quatschten wir noch über alles mögliche. „Schau mal aus dem Fenster, Cheney! Willkommen in Hogwarts!" meinte ich zu ihr, in Erinnerung an mein erstes Jahr. „Wooow, schick, schick! Hätt ich nicht gedacht!" „ Was denn?" „Nix nix!" „Komm schon! Sags mir!" Ich fing an sie zu kitzeln und sie rollte sich auf der Bank zusammen und lachte sich echt kaputt. „Hör auf! Bitte! Ich bin soooo kitzlig!" „Ich merks! Was krieg ich dafür?" Aus Spaß kitzelte ich weiter. Bis wir auch vor Hogwarts angekommen waren und die Tür der Kutsche so wie jedes Jahr von alleine aufging. Cheney wälzte sich mittlerweile am Boden und fiel auch schon aus der Kutsche raus. „ Dray, du Sponk! Hilf mir schon auf und lach net so blöd! Man, was gibt's'n da zu glotzen. Ich bin heute nicht zum Bestaunen da, dass könnt ihr auch noch wann anders machen. Seh ich aus wie ne Schaufensterpuppe? Husch, husch!" ich kriegte mich kaum noch ein. „Draaaaay, kommst du und hillfst mir auuuf?" Sie lag doch echt kopfüber auf dem Boden. Und die Menge die sich angesammelt hatte teilte sich bereits. Die Alte McGonagall schritt zwischen ihren Schülern hindurch. Schnell stieg ich aus und half Cheney auf, das hätte noch peinlich werden können. Sie sagte noch zu mir: „ Man wie die alle gekuckt haben, zum Totlachen..." „Miss Atkins? Dürfe ich sie bitten mir zu folgen?" „Ja, natürlich Professor. Tschüss Dray. Sehen uns später!"
