Harry Potter und die graue Seite, Teil 2:

Kapitel 2: Überraschendes Auftauchen


Lucius nickte Snape zu, während dieser sich neben ihn setzte. Das Halbfinale stand an. Harry gegen die Inderin.

„Willst du wetten?", fragte Severus nach einer Weile; es waren noch 10 Minuten bis der Kampf begann.

Lucius verzog die Mine: „Ich habe die Woche schon 300 Galleonen verloren. Nein, ich denke nicht."

Severus zuckte mit der Schulter: „Wird er die Lehrerstelle annehmen?"

„Keine Ahnung", meinte Lucius ehrlich. Sein langes blondes Haar flatterte ein wenig im Wind.

„Und was macht Draco jetzt? Studiert er immer noch magisches Recht?" - „Ja – aber irgendwie fehlt ihm immer noch die Disziplin, die Harry hat."

Aufgrund des Krieges wollte Draco nicht sofort nach der Schule studieren, sodnern einige Zeit überall auf der Welt verbringen, weswegen er immer noch am studieren war.


Harry stand im Ring; die Augen geschlossen. Er spürte wie sich die Inderin näherte, sie hatte eine starke Präsenz, doch Harry wusste jetzt schon, wer als Gewinner aus dem Kampf gehen würde. Niemals hätte er gedacht so gut zu werden.

Und er wird geboren um zu kämpfen..."

Die Prophezeiung lauerte in seinen Gedanken. Traf sie auf ihn zu? Oder nicht?

Er fegte die Gedanken beiseite und konzentrierte sich auf die Inderin. Sie betrat gerade den Ring; Harry öffnete die Augen.


Der Kampf dauerte 4 Minuten und 32 Sekunden.

Kurz, schmerzlos und überhaupt – unspektakulär. Sobald Harry einmal die Deckung der Frau überwunden hatte war sie bewusstlos.

Harry nickte der Frau zu und verschwand aus dem Ring.

Das Finale versprach interessant zu werden...


Den Abend verbrachte er mit Severus und Lucius; so wie die vorigen Tage. Die Gesellschaft der beiden war sehr angenehm, beide waren intelligent, gebildet, vornehm und extrem gefährlich.

Sie spielten Schach oder politisch angehauchte Spiele, bei dem man den anderen täuschen muss, falsche Fährten legen muss.

Es war hoch interessant, doch Lucius gewann regelmäßig bei diesen Spielen wobei die beiden anderen es ihm nicht leicht machten.

„Ich hatte lange nicht so viel Spaß", gab Lucius nach einer Weile zu, während er das Brett einpackte.

„Severus, was ich dich noch fragen wollte; denkst du es lohnt sich ein paar Estiko-Bergminen aufzukaufen, nachdem dieses Metall nun ständig bei neuen Zaubertränken gebraucht wird?"

Snape grinste: „Ich glaube, da warst du zu langsam."

„Hmpf", machte Lucius, als ihm klar wurde, dass er ein Millionen Geschäft verpasst hat.


„Willkommen zum großen Finale", eine laute Stimme ertönte – wie jeden Tag.

„Es stehen sich gegenüber; Stertka aus Nigeria gegen Harry Potter-Black aus England."

Die beiden Finalisten gingen in den Ring und ließen beide ihre Magie wirken. Es war für den außenstehenden vollkommen unklar wer gewinnen würde, doch Harry war sich seiner Sache ziemlich sicher.

Der Startschuss war schon längst gefallen; die Zuschauer fingen langsam an unruhig zu werden, als nach drei Minuten immer noch keiner der Duellanten sich geregt hatte.

So war das manchmal, der Kampf wurde im Kopf entschieden, nicht durch das direkte Kräftemessen.

Es war eine eine Frage der Geduld, wer den schwächeren Willen besaß griff zuerst an; das war die Faustregel.

Harry blickte dem schwarzen Mann direkt in die Augen, der schon gegen Severus und Ginny gekämpft hatte.

Schwarze Augen sahen unbarmherzig zurück. Dann flog die erste Magie. Die kompliziertesten Zauber, die gefährlichsten Flüche und die heimtückischsten Hexereien wurden ausgetauscht.

Gelbe Zauber, rote Flüche und unsichtbare Magie ging umher.

Keiner traf den anderen – alles wurde umgeleitet, geblockt; es wurde ausgewichen, appariert.

Alle Tricks, von Illusionen bis zum „Unsichtbarmachen" wurden verwendet. Elemente wurden ausgespielt, von Feuer über Wasser; einmal traf Stertka ein Feuerzauber; doch ohne die Verbrennungen zu beachten ging es weiter.

Der Schnittfluch, der Harry streifte ließ diesen kalt.

Seine Magie heilte ihn, ohne, dass es ihn stark beeinträchtigte.

Das Duell dauerte schon 30 Minuten, und es war immer noch kein Ende in Sicht.

Bäume aus dem Umfeld wurden entwurzelt und als Schutz, oder als offensives Objekt genutzt. Steine und Felsen wurden verwendet um den Gegner durch die Wucht des Aufpralls aus den Ring zu werfen.

Nichts war von Erfolg.

Die beiden atmeten heftig. Dann kamen die Körper zum Einsatz. Gewöhnlicherweise blieb man beim Duell immer in einem bestimmten Abstand; ansonsten war man ein zu leichtes Ziel für die Magie des Gegners.

Doch Harry reagierte gelassen als der schwarze Mann auf ihn zu rannte, Flüche schoß, teilweise verbal, was die Wirkung vergrößerte, doch Harry das Ablocken erleichterte.

Die Faust des Schwarzen traf nicht. Das Knie auch nicht.

Harrys Ellenbogen jedoch schon. Und das brachte ihm die die entscheidenden Sekunden, die notwendig waren um eine Rune zu zeichnen.

Er brachte die Rune zwischen den Gegner, der am Rand des Feldes stand.

Die Angriffsrune war nicht das stärkste, dass Harry hätte produzieren können, aber es würde ausreichen.

Er aktivierte sie zehn mal hintereinander, in kurzen Abständen.

Stertka hatte keine Chance; zwar blockte er noch eine, teilweise sogar die zweite Magiewelle, aber von den anderen wurde er gnadenlos aus dem Ring geworfen.

Harry atmete auf, ließ die Rune verschwinden und hörte erst jetzt das ohrenbetäubende Publikum.

Stertka kam auf die Beine; er war erschöpft, dass merkte jeder. Hary jedoch stand, nachdem er sich kurz gebückt hatte um zu Luft zu kommen, aufrecht und vollkommen unberührt davon, dass er gerade Weltmeister im Duellieren geworden war.

Stertka kam auf ihn zu, schwer atmend und reichte ihm die Hand. Harry glaubte, dass der schwarze Mann etwas sagen wollte, aber er konnte es nicht.

Harry ließ über die Hand Magie in den Körper des anderen fließen.

Dieser zuckte überrascht auf; nach einer halben Minute Energietransfer blickte der Mann Harry ins Gesicht: „Sie haben fast gespielt, oder? Wie können Sie nach dem Duell noch solche Magiereserven haben?"

Harry lächelte und wusste keine Antwort, sagte stattdessen, dass er gut gekämpft hatte. Seine Magiereserven erholten sich seit seiner Verwandlung zum Sakall sehr schnell.


„Der dritte Platz, mit einem Gewinn von 500.000 Galleonen geht an die Inderin Esthar Watschii."

Die Frau kam auf das Podest und dankte den Verantwortlichen, während die Nationalhymne von einem Orchester gespielt wurde.

Der zweite Platz gab eine Millionen Galleonen, während der erste Platz 2 Millionen Galleonen versprach.

Harry dankte allen, gab jedem Verantwortlichen und Podestplazierten die Hand und verschwand mit dem Scheck in der Hand, nachdem er ein Glas Champagner getrunken hatte, zurück nach England.


John blickte in das Gesicht seines Lehres und folgte den Lehren. Es war unglaublich was für Fortschritte der Junge machte, dachte sich Wereseid. Aber bei solchen Eltern...

Es war eine Tragödie gewesen, dass die Kinder Harry abgenommen worden waren.

Nachdem Sarah und Hermine getötet worden waren, wurden die Kinder aus dem Schloss entführt, wie das passieren konnte wusste Wereseid noch immer nicht.

Irgendwie hatte Osaras von der Prophezeiung erfahren, die Wereseid solange Zeit gehütet hatte.

Und Osaras war überzeugt davon, die Prophezeiung verstanden zu haben. Er war der Pol des Bösen, während Wereseid der Pol des Guten war.

Wereseid hielt nichts von Prophezeiungen; sie beeinflussten die Handlungen der Menschen. Pol des Bösen... des guten... des Lichts und der Dunkelheit. Absurd.

Alles diente einem Zweck, weder war er gut, noch war Osaras schlecht. Osaras hatte viele Menschen umgebracht, ja, aber das hatte er, Wereseid, der angebliche Pol des Lichts auch getan.

Auf jeden Fall hatte Osaras ihm einen der Jungen überlassen, John, der Sohn von Sarah und Harry..., auf das er ihn ausbilden möge.

Seit dem, 5 Jahren später, bildete er den Jungen aus; es war nicht richtig, dass ein so kleines Kind schon so komplexe Magie beherrschen musste, und auch konnte. Aber angeblich war das ja das Schicksal der Kinder.

Sie hatten Talent, ja – eigentlich wäre es ein Sakrileg dieses Talent nicht zu nutzen; aber man sollte es nicht übertreiben, die Kinder sollten aus dem eigenen Willen lernen.

So hatte Wereseid damals gedacht. Und heute... Heute wusste er, dass die Kinder, oder zumindest John, alles Wissen und jede Magie aufsogen wie ein Schwamm einen Eimer Wasser. John wollte es.


„Ich begrüße als neuen Lehrer für das Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste: Harry Potter-Black.", Professor Lestrange, ein gebildeter, charismatischer Mann, der die 120 schon längst überschritten hatte, und beim Krieg nicht teilgenommen hatte, stand vor den Hunderten von Schülern: „Er wird die Klassen 5-9 übernehmen."

Ein tobender Applaus ertönte, als Harry aufstand und sich verbeugte.

Nachdem er sich wieder gesetzt hatte begann das Essen. Severus verwickelte ihn direkt in ein Gespräch.

„Wer übernimmt eigentlich die vier unteren Jahrgänge von der Verteidigung gegen die dunklen Künste?"

„Das ist Professor McBrown, zwei Sitze Rechts von dir."

Harry blickte sich um. Er war ziemlich kurzfristig hergekommen, und hatte daher keine Zeit gehabt sich vorzustellen.

Naja – das war eigentlich ziemlich unnötig; ihn kannte eigentlich jeder...


Nach dem Essen trafen sich die Professoren im Lehrerzimmer. Er kannte nur Snape; ansonsten war jeder Lehrer ausgetauscht worden...

Der erste Eindruck von McBrown auf Harry machte einen Bürokraten. Er war ein ziemlich kleiner Mann von großen Bauchumfang. „Und Sie werden also die Jahrgänge 5-9 übernehmen", fragte McBrown ihn.

Harry sah nach unten: „Wissen Sie, ich bin kein Freund von unnötigen Fragen." - „Verstehe", sagte der Mann lächelnd und wandte sich ab.

„Was für ein Vollidiot", murmelte Harry vor sich hin, während die Professoren auf den Direktor, Lestrange warteten.

Snape hatte sich neben ihn gesetzt und stimmte ihn lautlos zu.


Es war sein erster Tag als Lehrer. Harry hatte in der Nacht die Bücher der Jahrgänge gelesen. Katastrophal.

Er hatte einen Lehrplan bekommen. Dunkle Flüche stand auf dem Programm der fünften Klasse.

Harry saß vor dem Pult und wartete auf die Schüler. Er blickte zu Severus, Lucius und Lestrange, die die ersten Stunden von ihm anwesend sein würden.

Nach dem kurzen Blick beachtete er sie nicht mehr. Hufflepuff und Ravenclaw, dachte sich Harry während er die Namensliste durchging. Das würde einen Spaß geben. Slytherin und Gryffindor zusammen.

Die Schüler sassen auf ihren Stühlen und Harry lies seinen Blick über sie laufen.

„Amworth, Susan", die ruhige und leise Stimme war im gesamten Raum zu hören. Ein Hufflepuff Mädchen hob die Hand.

Harry sah ihr direkt in die Augen, musterte sie und versuchte sie einzuschätzen. Als sie den Blick ab wand nahm er seine Feder und schrieb etwas in die Klassenliste auf.

„Ascon, Will." Harry blickte den breit gebauten Jungen an. Seine langen schwarzen Haare waren ordentlich zusammengekämmt und zusammengebunden, die schwarzen Augen sahen zurück. Minutenlang musterten sich die zwei; keiner im Raum ließ einen Mucks von sich hören, auch nicht die Professoren oder Malfoy, die sich fragten, was Harry da trieb.

Harry ließ seine Legilimens nach vorne wirken und las in den Augen, ohne die Gedanken zu lesen.

Da wand sich der Junge ab. Harry lächelte und malte zwei schöne Os in die Liste.

„Baxtor, Lauren"...

Diese Prozedur wiederholte sich noch einige Mal, während Harry immer wieder etwas in die Liste schrieb.

Als er beim letzten Schüler, David Zettzuki, ein A hingemalt hatte stand er auf und sagte mit ruhiger Stimme: „Willkommen zu eurem 5 Jahr. Dieses Jahr wird euer ZAG Jahr. Wenn ihr das Jahr besteht, habt ihr die Möglichkeit in der neunten Jahr die UTZ abzulegen. Mein Name ist Potter-Black. Ich bin gespannt auf das Jahr; wir werden mit dunklen Flüchen anfangen. Hat irgendjemand eine Frage, die er loswerden will?"

Will Ascon, der einzige Schüler, bei dem er zwei Os gemalt hatte meldete sich. Harry grinste innerlich: „Ja, Mister Ascon."

„Was haben Sie denn aufgeschrieben, als Sie uns so... gemustert haben?"

Harry ließ seinen Blick über die Schüler laufen: „Eure Noten", sagte er schlicht.

Die Schüler blickten ihn fragend an. „Eine kleine Wette, die ich mit Lucius Malfoy am laufen habe", er blickte kurz zu dem blondhaarigen: „er glaubte es mir nicht, dass ich im ersten Augenblick die Noten, die ihr in der ZAG-Prüfung haben werdet, herausfinden werden."

„Sie missbrauchen uns für Wetten", fragte Will schließlich.

Harry blickte ihn lange an und lächelte: „Ganz im Gegenteil, ich übe; und wenn ich falsch liege weiß ich, dass ich noch lernen muss."

Harry faltete das Pergament mit der Klassenliste und ließ seine Magie wirken.

„Dieses Pergament wird erst am Schuljahresende geöffnet werden können; bis dahin bleibt es unter Gewahrsam von Mister Malfoy."

Er ließ den Brief zu dem Mann schweben, dieser nahm es lächelnd an. Professor Lestrange wirkte irgendwie nicht erfreut. Harry grinste innerlich während er mit dem Unterricht anfing.

„Dunkle Flüche unterscheiden sich grundlegend von hellen. Warum?"

Ein Junge mit blondem Haar meldete sich, es war Bondam; den Vornamen wusste er nicht.

Er sagte, dass sie einem niederem Zweck dienten und immer jemanden schaden wollte.

„Falsch", Harry sah sich die Klasse an: „sonst jemand eine Idee?"

Als keiner etwas sagte seufzte Harry; ungebildete Bälger... „Hat irgendjemand von euch Arithmantik?"


Die Glocke läutete das Stundenende an und Harry schwang seinen Zauberstab; seine Sachen schlossen sich im Pult ein. Er stand auf und blickte zu Lucius, Serverus und Lestrange.

„Ich muss sagen, Mister Potter-Black, Sie haben eine sehr merkwürdige Art zu unterrichten.", meinte der Direktor während sich er über sein Haar strich.

„Aber effektiv", fügte Severus hinzu.

„Sie scheuen nicht vor dem komplexesten Erklärungen zurück und hoffen, dass einige es verstehen... Das kann nicht gut gehen; aber wenn Sie den Unterricht so vollstopfen wie heute, dann sollte das von meiner Seite aus kein Problem sein", meinte Lucius während die vier in die große Halle liefen.

„Ich muss nämlich sagen, dass ich den Unterricht sehr interessant fand und am liebsten dauerhaft Gast sein möchte, denn manches davon wusste ich auch nicht."

„Gibt es einen Grund warum Sie die Schilde extra weglassen? Sie sprechen direkte Gegenzauber an.", fragte Lestrange interessiert und sah Harry ins Gesicht.

„Diese Kinder sind die Zukunft Englands, und mit solch ineffektiven Verteidigungsmaßnahmen wie Schilde, werden sie schnell sterben; es sind Kinder und sie wollen kämpfen; man sieht es ihnen an."

„Sogar Dumbledore hatte in seinem Unterricht Schilde als Thema durchgenommen, denken Sie nicht, dass es sinnvoll wäre?"

„Es gibt Schilde, die nützlich sind; aber kaum ein Schüler wird in der Lage sein mit ihrem magischen Potenzial diese Schilde zu beherrschen. Sie sind noch zu jung.", entgegnete Harry: „Aber komplett auf Schilde verzichten werde ich nicht."

„Nun gut; wir werden noch die nächsten Stunden anwesend sein, um Ihren Unterricht zu beurteilen. Aber zu dieser Sache mit der Wette...", fing Lestrange an.

Lucius lächelte: „Das ist eine Beurteilung von mir. Ich möchte sehen ob Professor Potter-Black in der Lage ist Kinder zu durchschauen, um zu sehen ob er in ein paar Jahren eventuell den Posten des stellvertretenden Direktor übernehmen zu können. Von den anderen Lehrer halte ich keinen für geeignet, und es sollte meiner Ansicht immer einige Personen da sein, die ein bisschen Menschenkenntnis und Empathie besitzen. Es war eine unglückliche Formulierung und hat absolut keine Ähnlichkeit mit einer 'Wette'", Lucius lachte um seinen Worten Ausdruck zu verleihen.

Jeder der vier wusste, dass es gelogen war. Severus kümmerte es nicht und Lestrange... konnte nichts tun; wenn die beteiligten Namen Malfoy, Potter und Black hießen... hielt man sich lieber dezent zurück, selbst wenn man Lestrange hieß.

Lucius prostete Harry zu und begann zu essen.


Harry lief die Gänge seiner alten und nun neuen Schule entlang. Es war etwas beruhigendes. Hogwarts hatte sich nicht geändert. Nur die Personen... Harry hatte Severus nach Hagrid gefragt; dieser sagte ihm, Malfoy habe ihm gekündigt.

Was Hagrid jetzt mache wusste Severus nicht. Harry hatte vor ihm einfach mal eine Eule zu schicken... Er vermisste den bärtigen Halbriesen schon ein wenig.

Im Moment war Unterricht, während er Freistunden hatte. Die Wände waren voller Leben, damals, als er ungebildet, naiv und dumm war hatte er es nicht bemerkt, aber jetzt...

Er spürte die Magie – überall, in dem kleinsten Bild, im größten Portrait. Die Wände waren durchzogen mit der Magie, die hier zusammentraf, natürliche Linien der Magie; sie hatten einen ähnlichen Fluss wie auch der Wind.

Wovon sie beeinflusst wurden hatte man noch immer nicht herausgefunden. Fakt war nur, auf Hogwarts trafen mehrere Magielinien zusammen.

Weil er nicht wirklich darauf geachtet hatte wohin er ging, war er ein wenig überrascht als er sich vor dem Eingang der Kammer des Schreckens stand.

Ein Wörtchen auf Parsel und die Kammer öffnete sich. Er schoss ein paar Säuberungszauber in die Röhre und sprang hinein. Die Geschwindigkeit hatte ihn; pure Freude überwältigte ihn, während er immer schneller wurde.

Kurze Zeit später wurde er hinausgeschleudert. Harry lachte, während er auf beiden Beinen zum stehen kam.

Die Kammer war verdreckt, alt und ein wenig moderig. Der Geruch war nicht sehr anregend, doch wozu beherrschte man Magie?

Harry sah sich neugierig um, es war lange her, seit er hier gewesen war. 32 Jahre alt war er jetzt... mit 12 war er das letzte Mal in der Kammer gewesen. 20 Jahre; und im Prinzip hatte sich nichts verändert.

Harry war noch immer in Gedanken, als er etwas spürte... Lebewesen, nicht nur kleine Nager oder einige Schlangen – nein, es waren teilweise größere Tiere.

Noch lange bevor er in der Gefahr war spürte er eine größere Menge Tiere auf sich zu kommen. Acromantulas.

Sie kamen in einer geschlossener Formation – über zwanzig Stück. Harry seufzte – warum war hier kein Basilisk ... Er schoss einen Feuerball in die Menge der Spinnen; zwölf verbrannten elendig zu Asche, 8 hielten weiter auf ihn zu.

Es war zu einfach ... er verstand es nicht, was er damals für eine Angst vor den Tieren gehabt hatte.

Keine zwanzig Sekunden später ging er den Weg, aus dem die Acromantulas gekommen waren.

Er spürte, dass dort noch etwas anderes war, als die Spinnen; etwas mächtigeres, etwas denkendes, etwas, was die Spinnen auf ihn gejagt hatte...

Die Fackeln, die Harry entflammt hatten erloschten, als er zehn Meter gegangen war. Harry stand in der Dunkelheit.

Harry zögerte, doch ließ er seine Magie wirken um die Halle zu erleuchten. Es war jemand hier unten. Jemand, der Magie beherrschte und zwar zu „menschlich", als das es ein Tier sein könnte.

Wer war das? Wie kam er hier rein?

Harry zauberte zusätzlich helle, schwebende Kugeln um sich herum. Er konnte sich zwar theoretisch auch ohne Augen orientieren, aber er wollte nicht auf einen Sinn verzichten. Er verließ sich schon so genug auf die Magie...

Sollte er jemanden mitnehmen?

Er verwarf diesen Gedanken schnell – nur Severus würde er genug vertrauen um ihn auf eine solche „Erkundungstour" mitzunehmen. Und der hatte Unterricht. Außerdem konnte er sich selbst ganz gut wehren. Und wenn nicht... er hatte kaum etwas zu verlieren, so toll war sein Leben nicht. Vielleicht wartete ja ein gutes Duell auf ihn. Der Mensch, wer auch immer es war, wollte ihn ja scheinbar loswerden.

Harry lief weiter und spürte wie weitere Tiere auf ihn zukamen. Mit einem lässigen Schwung seiner Zauberstabhand wirkte er einen materiellen Schild um sich herum.

Feuer stob während die Tiere aufheulten, Eis ließ die Tiere gefrieren, Blitze verwandelte Tiere in stinkendes Gewebe.

Der Professor lief ungerührt weiter während er die Nase rümpfte. Acromantulas stanken, vor allem tote...

Schlangen schienen auf ihn zu zukommen, doch Harry schleuderte sie einfach 300 Meter in die Halle hinein. Es schien ein Parselmund zu sein, der hier war, anders käme er hier nicht hin.

Aber wer konnte noch Parsel. Die meisten, die Parsel sprachen machten es nicht publik, teilweise wussten sie es nicht einmal. Slytherin war so arrogant gewesen zu denken, nur noch seine Linie hätte die Fähigkeit diese Sprache zu sprechen.

Harry spürte wie die Magie sich auf eine Stelle fokussierte. Dort war er... oder sie. Es?

Der schwarzhaarige ging weiter, während er lässig hier und dort etwas Magie wirken ließ.

Dann stand er nur noch 30 Meter vor dem Mann... es war ein Mann. Oder?

„Wer bist du?", zischte schließlich das Etwas.

„Was suchst du hier?", erwiderte Harry schlicht. „Du solltest von hier verschwinden", zischte der Fremde weiter. Harry schüttelte es. Dieses Zischen... Nein, das war unmöglich.

„Du bist hier ohne Berechtigung. Ich möchte sofort wissen, wer du bist.", sprach Harry mit einer Autorität. Er ließ Magie wirken.

Der Mann lachte... „Ich habe dir gesagt, du solltest verschwinden... Nun", fing der fremde Mann an, während er sich langsam umdrehte, sodass Harry bald sein Gesicht sehen konnte: „musst du sterben."

Sobald der fremde Mann das Wort „sterben" ausgesprochen hatte sah Harry sein ganzes Gesicht. Er erstarrte innerlich, blieb jedoch gelassen.

Blasse Haut, flache Beule, oder war das eine Nase? Schmale Lippen, und blutrote Augen die ihn ebenso musterten wie er ihn.

„POTTER!", schrie der Mann.

Harry blickte erstaunt – es war Voldemort...

wie war das möglich.

Doch der ehemalige dunkle Lord war wohl ebenso überrascht, dass Harry hier vor ihm stand.

Dann begann das Duell...

Harry spürte, dass der dunkle Lord mächtiger geworden war; mächtiger als er es damals war... aber Harry war ebenfalls stärker geworden.

Magie stob hin und her, Flüche wurden ausgetauscht, während die Erde der Decke dazu genutzt wurde, Magie zu stoppen, oder Magie zu ersetzten. Es war effektiv Steine auf seinen Gegner fallen zu lassen. Zumindest wenn sie trafen.

Harry grinste während er einen extrem mächtigen Fluch blocken musste. Wie war es möglich, dass Voldemort lebte. Er hatte ihn doch getötet.

Erst jetzt wurde Harry klar, was Ituko und Dumbledore damals für eine Arbeit geleistet hatten, denn er hatte es schwer jeden Fluch zu blocken. Doch schon bald wurde klar, dass sie einander ebenbürtig waren. Todesflüche wurden, durch Steine oder sonstige Materie, geblockt, Schnittflüche umgeleitet und Lähmungsflüche einfach gebrochen, sollten sie mal ihr Ziel treffen.

Voldemort nahm seinen Stab vor den Mund und atmete aus, während er einen Feuerball erzeugte.

Harry bekam trotzdem Verbrennungen ab, trotz dessen, dass er sich durch seine Magie, 100 Meter zur Seite geworfen hatte. Immer wieder versuchten die beiden Duellanten Schwachstellen zu finden, sie umkreisten sich während die Magie nie aufhörte zu toben.

Ein großes Stück Decke löste sich, als Harry es auf Voldemort stürzen ließ.

Ein sehr großes Loch.

Und dann... war Voldemort weg. Nicht tot, aber weg. Geflohen.

Harry atmete schwer, doch er wusste, dass er außer Gefahr war... er wusste es irgendwo her...

Er ließ seine Magie wirken, ließ sich nach oben tragen, gut dreihundert Meter. Wo er vorher ein großes Stück Decke der verbotenen Kammer ausgerissen hatte. Er landete direkt in der großen Halle – ein Loch mit dem Durchmesser von gut 40 Metern war dort. Harry beachtete es nicht, während er sich nach oben levitierte und sanft auf den Boden der Gott sei Dank, leeren Halle landete.

Er ließ seine Magie wirken, kein Schüler konnte nun näher als drei Meter an das Loch herantreten, und eventuell hinunter fallen.

Dann schritt er mit zügigem Gang aus der großen Halle.

Direkt in die Kerker, mit der linken Hand ließ er die Tür zum Klassenraum aufspringen. Severus unterrichtete gerade die 7 Klasse... Scheinbar... und da stand der grünäugige, mit einer wehenden Robe...


Irgendwie wiederhol ich mich bzgl. der Duelle – in Zukunft wird es mal andere geben