Hallo Leute,
ich bedanke mich erst mal herzlich für die Reviews. Schön dass sich bereits Leser für diese FF begeistern konnten. Ich verspreche auch, dass das nächste schneller online geht, nur war ich die letzten Tage in Berlin und davor habe ich noch Arbeiten schreiben müssen.
Sjofna & little-witch Vielen Dank für eure Reviews. Mit der Übersetzung bin ich jetzt ganz fertig. Poste die Kapitel jetzt nach und nach. Entschuldigt, dass ihr so lange warten musstet.
Ü/N: Noch eine kleine Anmerkung: Ihr könnt auch an Apythia selbst ein
Review schreiben
Nun aber weiter mit dem 2. Kapitel!!
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Kapitel 2
Hermine, die sich nach ihrem Nickerchen besser fühlte, trat in das Wohnzimmer, gerade als die Flammen im Kamin grün wurden und Minerva aus eben diesem heraustrat.
„Minerva! Wie geht es ihnen?" Molly begann sofort die steife Professorin zu befragen, die aus dem Kamin stieg.
„Sie werden wieder. Man muss sie nur noch ein bisschen mehr zusammenflicken und dann werden sie wieder zurückkommen", sagte Minerva und nahm die ihr angebotene Teetasse von Molly mit einem knappen Nicken entgegen.
„Sie hatten großes Glück. Es hätte ihnen alles Mögliche zustoßen können, jedem von ihnen - " Molly stoppte und atmete tief durch. „ Man müsste ihnen ein bisschen Vernunft in ihre Dickschädel einhämmern!"
„Nun, als ich gerade ging, hat Tonks ihnen einen Vortrag gehalten, der mit einen von deinen konkurrieren kann, Molly", sagte Minerva mit einer Spur Schadenfreude in den Augen.
„Sehr gut!"
„Geht es ihnen wirklich gut?", fragte Hermine, besorgt, dass die ältere Frau etwas in ihrem Bericht verheimlichen könnte.
„Wirklich, Hermine", versicherte Minerva ihr. „Harry gab zu, dass sie alle etwas Felix Felicis genommen hatten, das Severus gebraut hatte, bevor sie gegangen sind. Das ist der Grund dafür, dass sie es fertig brachten die Lestranges fest zu nehmen, und nun unter nichts schlimmeren als ein paar Beulen und blauen Flecken zu leiden.
„Sie haben was getan?", brüllte Molly „Wartet nur, bis sie wieder hier sind!"
Hermine entschied Molly zu unterbrechen, bevor sie so richtig in Fahrt kommen konnte. „Bist du sicher, dass Snape in Ordnung ist, Minerva?"
„Natürlich." Sie sah Hermine fragend an.
„Es ist nur, dass ich ihn, als wir das letzte Mal miteinander sprachen, zum größten Teil seines Denkvermögens beraubte und ich frage mich, ob der Fluch, von dem er heute getroffen wurde, ihm genug seines Verstandes gelassen hat, um sich in den kalten, einsamen Nächten in Spinner's End, warm zu halten", bemerkte Hermine scharf.
Molly brach in lautes Gelächter aus. „Oh, du fühlst dich definitiv besser!"
„Machst du dir Sorgen um Severus, Hermine?", fragte Minerva.
„Wohl kaum", sagte Hermine und rollte mit den Augen. „Aber wenn er gestorben wäre, an wem würde ich dann meine Zunge schärfen?"
„Ist es nicht ruhiger zwischen euch geworden? Ich hatte gedacht, dass du ihm gestattet hättest, deine guten Bücher einzusehen", sagte Minerva.
„Wenn er das getan hat, muss ich meine Bibliothek niederbrennen und ich hasse es von ganzem Herzen meine Bücher zu teilen." Hermine erschauderte übertrieben.
„Nein, es ist viel besser, wenn er seine große Nase aus all meinen Büchern heraushält, danke!"
Minerva stieß einen verärgerten Seufzer aus und schüttelte den Kopf als Molly lachte. Die Tür öffnete sich und der Hausflur war plötzlich überfüllt von Leuten: Ginny kam herein, die Arme fest um Harrys Taille gelegt; Remus lehnte sich gegen Tonks, leicht hinkend; Lunas und Rons Hände waren fest ineinander verschlungen; und Snape bildete das Schlusslicht, alleine und, von allen äußeren Erscheinungen, unbeschädigt.
Das Haus war lebendig an Geräuschen, als auch noch der Rest der Weasleys und einige Ordensmitglieder aus dem Kamin heraustraten oder genau vor die Tür apparierten.
Glückwünsche und Vorwürfe wurden vermischt als die Leute Elfenwein und Feuerwhiskey tranken und damit die improvisierte Feier einleiteten.
Hermine ging durch das Wohnzimmer und fand Snape in einem Ecksessel sitzen von dem man freie Sicht auf den Garten hatte.
Es war ihr Sessel und er wusste das. Dieser Idiot!
Sie blickte finster drein und setzte dann einen erfreuten Gesichtsausdruck auf, bevor sie ganz gelassen zu ihm herüber schlenderte.
„Ich sehe, Sie sind also immer noch am Leben", sagte sie mit schwerer gespielter Enttäuschung.
Er sah zu ihr auf und schmunzelte. „Wie könnte ich sterben, wenn Sie mir solch einen Grund zum Leben geben? Es ist meine Pflicht als freundlicher Hexenmeister Ihnen zu beweisen, trotz Ihres Glaubens an das Gegenteil, dass Sie nicht alles wissen. Eine Aufgabe, die ich gerne übernehme.
„Geben Sie es zu Snape", sagte sie mit einem neckenden Grinsen, „Sie lieben mich."
Er guckte beleidigt. „Zu Lieben würde bedeuten, dass ich ein Herz habe. Ich versichere Ihnen, dass dies nicht der Fall ist. Der große Idiot hat kein Herz und kann deshalb niemanden lieben."
„Wie soll eine Frau jemals solch einen Verlust überleben?" Sie seufzte dramatisch. „Vielleicht sollte ich eine Selbsthilfegruppe gründen. Wie wäre es mit W.U.S.S – Women Under Snape's Spell (dtsch.: Frauen unter Snapes Bann)?
„Haben Sie keinen jungen Mann, dem Sie Ihre Zuneigung schenken können oder werden Sie mir weiterhin das Privileg gewähren der zu schärfende Stein Ihres langweiligen Verstandes zu sein?"
„Mein Verstand ist genauso scharf wie Ihrer. Und im Gegensatz zu anderen Frauen hier", sie sah zu Ginny, die Harry berührte als bräuchte er Beruhigung, und dann zu Tonks, die anscheinend versuchte Remus' Mandeln zu untersuchen. „würde ich eher nackt auf einem Thestral über London fliegen, als mich in so etwas zu verwandeln."
„Wenn das so ist, denke ich, dass die Männer der Zaubererwelt ebenfalls jubeln können, nicht einer Höllenkatze wie Ihnen gegenübertreten zu müssen. Sie würden das nicht ohne ein zerkratztes Gesicht überleben."
„Oh, Aber Kratzer können ein Gesicht wie Ihres nur verschönern", sagte sie lieblich und zwinkerte mit den Augen.
„Wenn doch nur Potters Zauberstab die Geschwindigkeit Ihrer Zunge hätte, dann hätte er nicht den Alarm ausgelöst, und wir hätten uns den Besuch im St. Mungos sparen können", sagte er nüchtern.
„Harry ist - ", begann sie. Die Beleidigung veranlasste sie, die Spiele beiseite zu lassen.
Snape hob seine Hand. „Genug! Ich denke Molly will gerade das Abendessen auftragen und ich könnte einen weiteren Drink gebrauchen." Er nickte ihr zu und ging davon, sie mit einer schlechten Laune zurücklassend.
Ich hasse das! Sie war aufgebracht. Warum muss er immer davon laufen, wenn ich offensichtlich gewinne?
Das Abendessen war eine festliche Angelegenheit, als alle ihren Wein und ihr Essen hatten. Sogar mit dem leichten Zucken seines linken Armes, das von dem Fluch herrührt, fand sich Snape in einer guten und ausgelassenen Stimmung wieder.
Mit den Lestranges in Askaban, waren nu alle bekannten Todesser eingesperrt und verantwortlich gemacht worden.
Die meisten von ihnen waren tot oder erhielten den Kuss des Dementors, so war die Angst vor einer Flucht der Todesser minimal geworden. Die Welt konnte endlich in Frieden leben.
Bis der nächste Dunkle Lord entscheidet sich zu erheben, dachte er. Aber Merlin weiß, dass würde ein Krieg für eine jüngere Generation sein. Er wurde in den letzten 12 Jahren
in genug Kämpfe hineingezogen. Zum ersten Mal in seinem erwachsenen Leben, war er frei von allen Meistern und jeder Schuld. Seit heute war sein Leben wirklich sein eigenes und die Vergangenheit konnte endlich begraben werden. Er leerte seinen Feuerwhiskey und goss sich einen weiteren ein, bevor er mit den anderen zurück in das Wohnzimmer ging.
„Hey Snape! Kommen Sie morgen Abend zu Lunas Geburtstagsparty?", rief Harry durch den Raum.
Snape versuchte nicht mit den Augen zu rollen. Er wusste, dass Potter in nur dort haben wollte weil er wusste wie ungemütlich Snape dies fand; es hatte nichts mit ihrer Freundschaft zu tun.
Er war dabei ab zu lehnen, als sich ein scharfer Ellbogen in seine Rippen bohrte. Er sah auf Minerva hinunter, die ihn erwartungsvoll anstarrte. „Ich vermute, ich habe keine Wahl", seufzte er. Wirklich! Was war da an seiner ehemaligen Lehrerin und Kollegin, das ihm das Gefühl gab ihr gehorchen zu müssen?
Bevor er sich in seinen Gedanken verlieren konnte, wie er dem blutigen Maskenball entkommen konnte, lehnte sich Lupin zu ihm herüber und flüsterte: „Ist sie nicht etwas besonderes?"
Snape war im Begriff zu antworten bezüglich Minerva, als er realisierte, dass Lupins Augen Tonks gefolgt waren, als sie zu Hermine, Ginny und Luna hinüberging.
„Etwas, ist ein Word dafür", sagt er und wollte mit dieser Konversation nichts zu tun haben. Er dachte, dass Lupin mit einer jüngeren Frau eine Dummheit begehen würde.
Das Geräusch brechenden Glases, als Tonks stolperte und ihre Tasse fallen ließ, veranlasste ihn dazu sich zu verbessern zu „jüngere, ungeschickte Frau." Er unterdrückte ein Glucksen, bei dem Gedanken daran, wie schrecklich jemand im Bett sein musste, der so tollpatschig ist. Und hier saß Lupin und geiferte ihr praktisch nach. Tatsächlich, er sah durch den Raum und fand, dass beinah jeder Mann eine Frau an seiner Seite hatte. Er schüttelte den Kopf. Die plötzlichen Beziehungen als eine Reaktion auf den Krieg und der Gegenüberstehung mit der eigenen Sterblichkeit verbuchend, war Snape froh, nicht das Bedürfnis zu verspüren sich zu paaren und zu vermehren. Diesen Weg hat er schon vor langer Zeit aufgegeben; spionieren und Beziehungen waren nicht wirklich zu vereinbaren.
Lupin war jedoch unbarmherzig. „Komm schon, Severus", scholt er ihn. „Sogar du, weißt eine schöne Frau zu würdigen. Sag mir, was denkst du?"
„Was hat es für eine Bedeutung, was ich denke? Ich bin nicht der jenige, der mit ihr schläft." Das „Danke Gott" blieb ungesagt. Siehst du, ich kann auch höflich sein, dachte er.
„Ist es nur sie, oder magst du Frauen generell nicht, Severus?", scholt Lupin ihn.
Da seine Sexualität infrage gestellt wurde, reagierte Snape wie die meisten Männer. „Sie ist eine laute, schmuddelige, violetthaarige, faule Stümperin. Das Einzige was für sie spricht, ist dass sie ein Metamorphmagus ist", sagte er mit einem anzüglichen Grinsen.
„Du weißt ihre Schönheit wirklich überhaupt nicht zu schätzen, Severus?"
„Gehst du mit ihr aus, oder versuchst du sie zu verkaufen, Lupin?"
„Könnte die Welt solch einen Juwel kaufen?", fragte er fast träumerisch.
Snape lächelte höhnisch. „Ja, ein ganzes gefülltes Gringotts Verließ in der Tat. Ich kann dir eine Wegbeschreibung zu einem Ort in der Knockturngasse geben, wo du einen guten Handel machen kannst, sogar wenn man ein Werwolf bist."
Lupin war zu verloren in seinen Argumenten, Snape von Tonks Werten zu überzeugen, um auf die halbherzige Beleidigung einzugehen.
„Mein Sehvermögen ist wirklich gut, aber ich kann nichts von diesen Dingen sehen", sagte Snape verärgert, bevor er innehielt und überlegte, dass Tonks ihm vielleicht einen Lusttrank untergeschoben hat oder ihn unter den Imperius gestellt hatte. Was sonst könnte diesen schlampigen vernarrten Mann neben ihm erklären. Er erwartete solch ein Verhalten von Potter und Weasley, aber Lupin war ein erwachsener Mann, um Merlins Willen! „Willst du sie wirklich heiraten?", fragte er verächtlich.
„Wenn sie mich haben will. Ich denke daran sie morgen Abend auf der Party zu fragen."
Bill Weasley kam zu ihnen herüber, seine junge, schwangere Frau in Mollys Händen lassend.
Da ist noch so eine, dachte Snape. Können diese Männer wirklich keine Frauen in ihrem Alter finden?
„Ich muss wissen, was für eine Diskussion solch eine Reaktion bei Snape verursacht. Was hast du ihm erzählt, Remus?"
„Er ist in Tonks verliebt", spie er aus, als würde das alles erklären.
„Nun, das ist genauso genommen nichts Neues", sagte Bill, den anderen Mann ansehend „ Du erwägst sie zu fragen, nicht wahr?"
Lupin grinste. „Wenn sie mich haben will."
„Natürlich will sie", sagte Bill und knuffte ihn leicht in die Schulter.
„Ich nehme an, sie würde wollen", stimmte Snape zu und lächelte Lupin spöttisch an. „Immerhin, wer sonst würde einen von euch haben wollen?"
„Bist du eigentlich nur gegen Hochzeiten, gegen Frauen oder gegen Tonks, Severus?", fragte Lupin.
„Darf ich nur eines davon auswählen?"
Bill lachte. „Du solltest aufpassen was du sagst, Snape. Eines Tages wird es eine Hexe geben, die deine Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird und dann sollten wir alle sehen, wie du dich für die Liebe zum Narren machst."
„Ich kann mich selbst zum Narren halten aus Zorn, Hass oder sogar aus Angst, aber niemals aus Liebe", schwör er unerbittlich. „ Ich würde lieber sterben als ein Narr der Liebe zu sein."
„Wir werden sehen, Severus", sagte Lupin. „Wir sind noch ziemlich jung, und die Jahre werden noch so einiges für uns bereithalten."
„Sie werden Krieg, Pest und die konstante Schar an Weasleys bringen, aber sie werden niemals den verheirateten Mann, Severus Snape, bringen. Ich vertraue keiner Frau so sehr. Man kann mehr Blut wegen einer Frau vergießen als bei einem Krieg, Lupin. Es würde dir sehr dienen, dich daran zu erinnern, besonders dann, wenn du planst eine solch reizlose Frau, wie Miss Tonks, zu heiraten."
Als wäre es das Stichwort gewesen stolperte die violetthaarige Frau und wäre da nicht Hermine gewesen, wäre sie beinah wieder ausgestreckt auf dem Boden geendet.
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Ich hoffe es hat euch gefallen; bis zum nächsten Mal
Lg -Serena-S-
