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Als ich am nächsten Morgen aufwachte, stellte ich überrascht fest, dass Deidara schon nicht mehr im Zimmer war. Für gewöhnlich blieb er solange im Zimmer, bis ich aufwachte. Er sah mir gern beim schlafen zu. Ich war leicht irritiert, entschloss mich aber dazu, ein heißes Bad zu nehmen. Trotz der ruhigen, erholsamen Nacht war ich immer noch ziemlich verspannt. Das warme Wasser würde mir sicher helfen.
Ich erhob mich langsam von meinem Bett und ging zum Schrank um frische Klamotten rauszusuchen.
Da Pein eine Besprechung für den anstehenden Tag angesagt hatte, zog ich mir ein hell-graues T-Shirt und eine dunkle Hose aus dem Schrank.
Besprechungen waren immer sehr offiziell und wurden auch so gehalten. Auch wenn sich nicht jeder an die Vorgaben hielt.
Zum `Bandentreffen´ oder wie auch immer man eben dieses Zusammentreffen krimineller Persönlichkeiten nennen will, erschienen wir meist in unseren Organisationsmänteln.
Theoretisch besaßen wir diese nur, um anderen Untergrundorganisationen vorzuhalten, wie aktiv und effektiv wir waren oder um schlicht und ergreifend die Polizei anzustacheln.
Unser Strafregister war legendär...
Als ich alles zusammen hatte, ging ich in Deidara´s und mein Badezimmer. Jedes Team teilte sich eins. Eigentlich teilten sich die Teams so gut wie alles.
Ich schloss sofort die Tür hinter mir ab und ließ Wasser in die Wanne.
Ich seufzte voller Vorfreude... und weil Deidara sich, wie es aussah, schon geduscht hatte und er sich NICHT im Bad versteckt oder mir sonst irgendwie aufgelauert hatte.
Gedankenverloren zog ich mich aus und stieg in die Badewanne. Das Wasser stellte ich nach einer Weile aus und ich ließ mich ins Wasser zurücksinken.
Ich stöhnte leise auf, als sich meine verspannten Muskeln entspannten.
Wie ich dieses Gefühl liebte!
Ein weiterer Punkt, in dem mein Partner und ich uns ziemlich unstimmig waren.
Ein heißes Bad, in der Wanne liegen, seine Sorgen einfach mal vergessen...
Ja, das hätte man vielleicht nicht erwartet, aber trotz meiner Ungeduld verbrachte ich eine gewisse Zeit im Badezimmer. Ein Faktor trug besonders zu meiner Vorliebe bei.
Kein. Deidara.
Je länger ich im Bad war, desto länger musste ich ihn nicht sehen!
Ein wenig hart, vielleicht. Aber es war ungemein stressig, sich tagein tagaus mit einem spätpubertierendem Blondchen auseinander zusetzen.
Ganz nebenbei, er benutzte lieber die Dusche.
Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen. Er hätte sicher gerne ein Bad mit mir genom-
...
Kein. Deidara.
...
Nachdem ich mich eine Weile lang mit meiner Schadenfreude befasst hatte, wusch ich mir die Haare und stieg aus der Wanne.
Ich trocknete mich ab und zog mich an, bereit für einen weiteren Tag voller organisierter Verbrechen.
Ein Tag in Akatsuki.
Ich war gerade auf dem Weg in die Küche, als ich vermeintliche Stöhngeräusche vernahm.
Aus dem Wohnzimmer.
Eigentlich nichts ungewöhnliches, wir waren alle noch ziemlich jung...
Aber morgens bereits einen Porno zu sehen, hielt ich für etwas... nymphomanisch.
Ich schritt leise näher zur Tür, getrieben von Neugier, die ich verdammte. Noch bis heute.
Das Stöhnen... nein, viel eher die Stimme kam mir bekannt vor.
Kurz vor dem Türrahmen verharrte ich und hielt überrascht meinen Atem an.
Itachi?
Pubertät schön und gut, aber ITACHI?
Itachi war noch gefühlskalter als ich, wenn er in der `Öffentlichkeit´ war.
Er sprach noch nicht einmal mit uns.
Leicht irritiert begann ich, mich langsam wegzudrehen und einen anderen Weg in die Küche zu nehmen. Ich war nicht unbedingt erpicht darauf, dem Uchiha beim onanieren zuzusehen.
Dann ertönte Kisame´s Stimme. Aus dem Wohnzimmer.
Itachi´s Partner.
Ich interessierte mich nicht für die Beziehungen anderer. Ich selbst hatte bereits genug Probleme mit meinen.
Vielleicht eher mit den nicht vorhandenen, wozu ich auch die mit Deidara zählte.
Allerdings trieb mich meine naturgegebene Neugierde abermals an und ich wagte einen Blick ins Zimmer.
Vor mir bot sich ein... etwas unerwartetes Schauspiel.
Kisame massierte Itachi. Nichts weiter.
Angewidert strich ich die nahende Enttäuschung ab und ging erleichtert in die Küche.
Ich konnte also doch noch essen.
In der Küche traf ich auf Kakuzu, Konan und meinen notgeilen Teamkollegen die gemeinsam am großen Esstisch saßen.
Kakuzu las die Zeitung, um genauer zu sein, den Wirtschaftsteil. Er hatte einiges in die Börse gesteckt und trotz weltweiter Finanzkrise, ein ziemlich gutes Geschäft gemacht. Er grüßte mich mit einem kurzen, anerkennendem Nicken, welches ich erwiderte.
Konan nippte an ihrem Kaffee und ließ ihren kühlen Blick über mich wandern.
Desinteressiert wandte sie sich dem Entwurf einer Mission zu, den sie Pein später liefern musste.
Mein Blick wanderte zu Deidara, der mit seiner quietschgelben Cornflakes Schale nur noch jünger aussah, als er war.
`Bang!´ hatte er Kreativerweise mit einem schwarzen Edding auf die besagte Schüssel gezeichnet.
Sein Grinsen konnte er sich, wie sooft nicht verkneifen. Verstohlen blickte er auf den Platz neben sich, der noch frei war.
Mit einem gelangweilten Gesichtsausdruck schritt ich zu ihm und setze mich neben ihn.
Ich konnte förmlich die Siegesglocken läuten hören, als Deidara einen geistigen Jubeltanz vollführte.
Ich war ja so gemein...
Aber ich stehe nun mal zu meiner sadistischen Seite, das wusste auch Deidara.
Auch, wenn er es gerne verdrängte.
Ich saß gerade ein paar Sekunden, da spürte ich auch schon eine Hand auf meinem Oberschenkel.
Gekonnt griff ich mit einer Hand nach einer der auf dem Tisch stehenden Schalen, während ich mit der andern in die Hand auf meinem Oberschenkel kniff.
Besagte Hand entfernte sich schlagartig und ich konnte beide Hände dazu benutzen, mir frühstück zu machen.
Cornflakes.
Da ich eh keinen großen Hunger hatte, genau das Richtige.
Nachdem ich mir ein paar Cornflakes und Milch eingeschüttet hatte, begann ich zu essen.
Die sehnsüchtigen Blicke meines Partners ließen mich kalt und ich aß in Ruhe auf.
Nach dem Frühstück räumte ich das Geschirr ab, wobei ich freundlicherweise Deidara´s Geschirr mitnahm und in die Spüle stellte.
Keine allzu gute Idee.
Ich ging zurück in mein Zimmer und schmiss mich auf mein Bett. Pein würde Deidara und mir sicher eine Mission geben, also konnte ich mich jetzt genauso gut ausruhen, als irgendetwas anderes zu tun.
Man konnte sich ja nie sicher sein, wie lange so eine Mission dauerte.
In Gedanken versunken hörte ich nicht, wie sich die Tür öffnete und sich der blonde Pyromane zu meinem Bett schlich.
Ich lag da, Arme und Beine von mir gespreizt.
Das Raubtier machte sich bereit zum Sprung... und ich konnte gerade noch verhindern, dass unsere Köpfe zusammenstießen.
Leicht irritiert sah ich ihn an und stellte entnervt fest, dass er wieder dieses perverse Grinsen im Gesicht trug.
„Deidara... beweg deinen Arsch."
„Wie hättest du es denn am liebsten... Danna,hm?"
Ugh... Danna... ich kam mir jedes mal vor wie ein Zuhälter oder Sklavenhändler... Eben dergleichen, wenn er mich so nannte.
„Am liebsten hätte ich es, wenn du den Corpus Delikti deiner selbst von mir bewegen und verschwinden würdest. Wenn du unbedingt auf nem Bett liegen musst, leg dich auf deins."
Ich sprach nicht unbedingt gelassen mit ihm. Aber es fiel mir sehr schwer den Druck auf meinen Unterleib zu ignorieren, was mich etwas nervös stimmte.
„Aber ich bin so einsam, hm..." Ja, er war unglaublich einsam. Sollte er doch Table dancen gehen oder sich sonst irgendwie beschäftigen, solange ich nicht in der Nähe sein musste!
„Du bist notgeil, dass ist dein Problem."
„Das ist unfair! Deinem, noch immer, jugendlichen Charme kann ich einfach nicht widerstehen, hmm!"
Bei dem Kommentar konnte ich nur noch hilflos seufzen.
„Das einzig jugendliche hier, sind deine Hormone die schon wieder verrückt spielen."
Darauf wusste Blondie so schnell keinen passenden Konter und nun war ich es, der gefällig grinsen musste.
Es war einfach herrlich mit anzusehen, wie sich sein Grinsen zu einer geraden, dünnen Linie verzog. Ich war mir nie sicher, ob das vielleicht seine Denkermiene sein könnte... kaum vorstellbar...
Jedoch, Schadenfreude ist doch die schönste Freude.
Durch diesen kleinen Triumph gestärkt, schaffte ich es Deidara von mir zu rollen, sodass er neben mir auf dem Bett lag.
Er schmollte mich beleidigt an und ich entgegnete ihm mit einem eher emotionslosen Gesichtsausdruck.
Er sah mich eine ganze Weile so an und ich starrte zurück.
Meine Geduld ließ langsam nach, aber ich musste ja schließlich irgendetwas tun, damit dieser Irre nicht auf irgendwelche falschen Ideen kam.
Ich zog meine Mundwinkel nach oben, zu einem lächeln.
Ein unerwarteter Schritt, denn Deidara sah mich erst ungläubig und dann überaus glücklich an.
Zu früh gefreut.
Im Moment der schwäche stieß ich ihn mit aller Kraft von meinem Bett und er landete, meiner Meinung nach ziemlich unbequem auf dem Boden.
Oh ja... Schadenfreude.
Als ich auf die Uhr sah, stellte ich fest, dass das Treffen gleich stattfinden würde.
Also stand ich auf, trat aus, ich weiß nicht genau, vielleicht war es sogar wirklich Mitleid, einmal nicht auf irgendwelche Gliedmaßen meines am Boden liegenden Partners und verschwand schnell aus dem Raum.
Dicht gefolgt von Deidara, der schon fast neben mir ging.
Ich verdammte den Größenunterschied. Er und seine langen Beine. Als wenn er nicht schon feminin genug gewesen wäre!
Gegen diese femininen Züge sprachen allerdings seine Charakterzüge und sein Handeln.
Er war ein Mann, durch und durch. Vielleicht auch ein Junge, dass würde besser passen.
Eben ein hormongetriebener Junge.
Ich hatte es gerade an die Tür zu Pein´s Büro geschafft, als Deidara neben mir stand.
Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, dass er mich mit einem entschuldigendem Blick ansah. Ja, er konnte reue zeigen.
Wahrscheinlich hatte er nur Angst, dass ich ihn wenn er mich noch mehr reizte mit einem meiner Giftgemische paralysieren würde.
Oder noch schlimmeres.
Ich nickte kurz in seine Richtung, seufzte und klopfte an die massive Tür.
Die dröhnende Stimme des Anführers war nicht zu verkennen.
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Sooo... endlich das 2. Kapitel... mit Hilfe von 3 Doors Down xD
Nachdem ich alle Klausuren geschrieben hab.
Meiner Meinung nach reicht es nicht an das erste ran... aber ich kann das Niveau glaub ich nicht so hoch halten o.O
Naja... ich würde mich über Kommentare freuen ^^
Grüße, eure leicht kränkelnde DarkKisuna
