Disclaimer: Immer noch der gleiche wie in Kapitel 1

„Granger", ätzte Draco der herauseilenden Hermine hinterher. Was bildete sich das Schlammblut eigentlich ein ihn einfach so stehen zu lassen?

Er war ein Malfoy, ihm zeigte niemand die kalte Schulter, in den…

Verdammt

Gereizt fuhr Draco sich mit der Hand durch sein glattes, blondes Haar.

Wer auch immer ihm das angetan hatte, würde dafür büßen, ihn mit einem Liebeszauber zu verhexen. Und warum ausgerechnet in Granger, diese Besserwisserin par Excellance?

Draco hatte die Zeichen natürlich sofort erkannt, hatte dieser doch begonnen das Gestrüpp auf Hermines, nein Grangers, Kopf als tatsächliche Frisur zu betrachten. Als er dann noch festgestellt hatte, dass sie wundervolle wache braune Augen hatte, in denen sich ihre Intelligenz widerspiegelte, wurde ihm speiübel. Ein Malfoy konnte sich nicht in so ein, ein Schlammblut verlieben; das war nicht vorgesehen. Wenn sein Vater das mitbekam, nein, daran wagte der Blonde noch nicht einmal zu denken.

Slytherin, der er war, hatte jener begonnen systematisch eine Liste mit Verdächtigen zu erstellen, um den Schuldigen zu finden.

Zuerst ging der Blonde die möglichen Täter in Slytherin durch, immerhin kannte er seine Hausgenossen gut genug, dass Draco ihnen Gemeinheiten aller Art zutraute, wenn sie sich nur genug Nutzen davon versprachen.

Bei Pansys Namen hielt er inne, das Mädchen hatte durchaus ein Motiv sich an ihm zu rächen. Zwischen ihnen beiden hatte es eine unschöne Szene gegeben, weil Pansy es nicht verstehen wollte, dass er in keiner Weise an einer Beziehung mit ihr interessiert war. Ihm taten die Ohren schon weh, wenn sie nur den Mund aufmachte.

Nein, sie würde ihm Granger nicht auf den Hals hetzen, immerhin machte sie sich noch immer Hoffnungen auf eine Verlobung.

Der nächste Name, der ihn stutzen ließ war Blaise, dieser Junge war immer wieder für den ein oder anderen „Scherz" wie er es nannte zu haben. Er gehörte definitiv auf die Liste der Verdächtigen.

Grabbe und Goyle hatte er ohne Zögern ausgeschlossen, sie waren einfach zu dumm um den nötigen Trank zu brauen und höchstwahrscheinlich zu einfältig, um auf solche Ideen zu kommen.

Gleiches galt auch für die Gryffindors und Hufflepuffs. Unter ihnen gab es genug, die ihm eins auswischen wollten, allen voran das Wiesel und Narbengesicht, aber den beiden fehlte definitiv die Finesse, die so ein heimtückischer Plan brauchte.

Anders sah es natürlich mit Hermine, nein GRANGER, aus. Sie war im Gegensatz zu ihren Gryffindor-Freunden wesentlich intelligenter, wie Draco zähneknirschend zugeben musste.

Malfoy hatte vorgehabt die beiden Hauptverdächtigen auszuspionieren, um weitere Hinweise zu sammeln, wer verantwortlich war. Allerdings hätte Draco es sich nie träumen lassen, dass das Schlammblut es ihm so einfach machen würde. Sie hatte den Beweis tatsächlich direkt vor sich liegen haben, typisch Gryffindor, einfach viel zu offensichtlich.

Jetzt musste er Miss-ich-weiß-alles-besser nur noch finden und zur Rede stellen. Seine berüchtigten Überredungskünste würden das Schlammblut schon dazu bringen den Fluch wieder aufzuheben, oder andernfalls würde er ihr zeigen, was geschah, wenn man sich mit einem Malfoy anlegte.

Ein durchtriebenes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er Grangers Schreibfeder auf dem Tisch entdeckte. Die Feder würde ihm verraten, wohin ihre Besitzerin verschwunden war. „Inveni", flüsterte der Slytherin und vollführte gleichzeitig eine Bewegung in Form einer Möbiusschleife. Danach begann die Feder kurz über den Tisch zu schweben und drehte sich in Richtung der Tür durch die Hermine die Bibliothek verlassen hatte. Der Blonde folgte der Feder, die konstant einen halben Meter vor ihm her flog, bis sie vor der Mädchentoilette stoppte, welche von der maulenden Myrthe heimgesucht wurde.

Franzi

Hey vielen Dank für dein liebes Review, ich hoffe das zweite Kapitel hat dir auch gefallen.