Birth of a Phoenix

Chapter 2; Returning Home

Godric's Hollow; The Following Evening

Ben hielt an der Küchentür inne und kämpfte mit seiner Entscheidung. Er konnte noch immer die Geräusche von Damy hören, obwohl sein Bruder mittlerweile tief schlief und sich 20 Me­ter entfernt über ihm befand. Er war hin und her gerissen zwischen dem was sein Herz ihm empfahl und jenem was sein geliebter Bruder, Harry gewollt hätte und dem was sein kindli­ches Benehmen von ihm verlangte. Auf der einen Seite wollte er Harry's Flucht geheim hal­ten, aber auf der anderen Seite wollte er seinen Bruder bei sich haben.

Am Ende siegten die Bedürfnisse des fünfjährigen und er betrat das Zimmer. Seine Eltern sa­hen zu ihm und hatten besorgte Blicke auf ihren Gesichtern, und bevor er auch nur reden konnte wurde er bereits fest umarmt. Er erkannte plötzlich das die Tränen die er mit Damy vergossen hatte, noch immer auf seinen Wangen brannten.

"Was ist los, Junge?" fragte seine Mutter ihn.

"Ben?" Sein Vater trat an seine Seite. "Warum weinst du? Stimmt etwas mit Damien nicht?"

Ben schüttelte langsam seinen Kopf. "Harry ist weg." Er senkte traurig seinen Kopf und so entgingen ihm die schockierten Blicke die sich seine Eltern zuwarfen, bevor er seiner Mutter ein trauriger, aber auch erleichterter Laut entfuhr.

"Es tut mir so leid, Ben." sagte sein Vater. "Wir wussten, das dies passieren würde und wir versuchten dafür zu sorgen, das es nicht zu schmerzhaft für dich und Damien sein würde." Ben sah auf, und er sah echte Tränen in den Augen seiner Eltern.

'Sie denken das er Tod ist!' Ben erkannte dies mit plötzlicher Klarheit und schüttelte heftig den Kopf. "Harry ist nicht Tod!" Schrie er, verärgert über seine Eltern, die einfach annahmen, das ihre Versuche, die Familie von ihm fernzuhalten damit sein Tod nicht zu sehr schmerzen würde, erfolg hatten. 'Er ist mein Zwillingsbruder, es wird immer weh tun!'

"Es ist schon in Ordnung zu trauern, Ben." versuchte Lily tried ihn zu beruhigenm, während er sich gegen ihren Griff wehrte. "Har­ry ist jetzt an einem besseren Ort, wo ihm nichts mehr wehtun wird."

'Yeah, er ist jetzt an einem besseren Ort! Für Harry war jeder Ort besser als hier!' Dies dachte er wütend bevor er die Wahrheit aussprach. "Er lief davon!" Seine Eltern erschraken zutiefst und der Griff seiner Mutter löste sich genügend, um sich lösen zu können und aus dem Raum zu rennen.

Er rannte blind in das Zimmer seines jüngeren Bruders während ihm die Tränen das Gesicht herunter liefen. Er legte sich neben Damien welcher ihn in den Arm nahm, selbst jetzt wo er schlief, und er selbst schlief langsam ein.

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1994

Harry sass in einem Stuhl am Bett seines Mentors und der einzigsten Vaterfigur, die er je ge­kannt hatte. Der vierzehnjährige Junge war kaum noch von früher zu erkennen und während er den Mann vor ihm beobachtete, fragte er sich, wie sein Zwilling wohl nun ausschauen mochte. Er hatte mit Sicherheit noch immer das knallrote Haar um das Harry ihn immer be­neidet hatte, während er wusste, das sein braunäugiger Bruder ihn immer um seine Augenfar­be beneidet hatte.

Harry war weit blasser als er es normalerweise war, egal wie lange er in der Sonne verbrachte, seine Haut wollte einfach nicht dunkler werden, sein Haar und seine Augen hingegen besas­sen noch immer ihre alte Farbe. Der Mann vor ihm war sein Retter.

Als Harry fortgelaufen war, wurde er von der Muggel Polizei gefunden, bevor ihn ein Magier fand und er wurde in ein Muggel-Kinderheim gebracht das in der kleinen Stadt Saint Ives in Cornwall lag. Obwohl sie ihn ins Krankenhaus brachten, nachdem klar wurde, das er krank war, konnten die Ärzte nicht feststellen, was ihm fehlte. Sehr wohl konnten sie ihm aber Ar­zeneien verschreiben, welche die Schmerzen verringerten und das Atmen erleichterten.

Er war für mehrere Jahre in einer kleinen Küstenstadt aufgewachen bevor er den wichtigsten Mann der Stadt kennenlernte. Er hatte sich umgehend zu ihm hingezogen gefühlt und hatte bald erkannt, das der Mann ein Magier war, allerdings gab es noch etwas an ihm, das regel­recht nach Alter und Weissheit schrie und da Harry Albus Dumbledore oft genug erlebt hatte, konnte er es erkennen. Nicolas Flamel hatte sich des Jungen angenommen, nachdem er er­kannte, wer Harry wirklich war. Er half Harry bei dem Erlernen der Magie und konnte ihm sogar einen Zauberstab besorgen, obwohl Harry massive Probleme hatte, damit zu zaubern. Er war auch die erste Person der es gelang, zu erkennen, was Harry fehlte. Ihm gelang es einen Weg zu finden, die Schmerzen zu verringern und ihn am Leben zu erhalten.

Wenn nicht Nicolas Flamel gewesen wäre, wäre Harry wohl schon vor gut acht Jahren ver­storben und nun hatten sich diese Rollen umgekehrt. Vor drei Jahren war jener Stein, der Nick seit über sechshundert Jahren am Leben hielt, vernichtet worden und Nick besass nun keinen Vorrat mehr an dem Elixier des Lebens. Vor einem Monat mussten Harry und Nick mit anse­hen, wie Perenelle starb und jetzt beobachtete Harry wie Nick ebenfalls den Weg in das „Nächste grosse Abenteuer" antrat, wie Nick es nannte.

Als Nick zum letzten Mal seine Augen schloss, entstand ein brennendes Gefühl in Harry, ähn­lich dem Gefühl, wenn er als Animagus unterwegs war. Nick hatte ihn davor gewarnt, das er als Phönix immer sehr starke Emotionen fühlen würde, besonders die des Schutzes und der Loyalität, aber auch Gerechtigkeit und Rache und jedesmal fühlte er genau dieses Brennen in seinem Bauch. Dies war aber das erste Mal, das er es als Mensch erlebte.

Er lag am Rand des Bettes, als die Hand die er hielt, schlaff wurde und er nahm nur am Rande wahr, das die Krankenschwester die Decke über das Gesicht von Nick schob. Harry blieb gut eine Stunde wo er war bevor er der Krankenschwester erlaubte, ihm in seinen Rollstuhl zu helfen und er wurde dann aus dem Haus geschoben. Er war schon zu lange in dieser Form verblieben; denn die Verwandlung in einen Phönix half dabei, seinem menschlichen Körper wieder neue Energie zuzuführen, allerdings war dieser Effekt nur temporär und half mit je­dem Jahr weniger. Manchmal wünschte er sich, das er in der menschlichen Form bleiben könnte, aber er wollte nicht riskieren, das er eine Wiedergeburt als Phönix erlebte, da er nicht wusste, ob dies irreversible Veränderungen in seinem Körper hervorrufen würde.

Harry bewegte sich langsam in Richtung des Strandes während er nachdachte, denn es war ein warmer Tag und er wollte darüber nachdenken, was er nun tun sollte. Er war von Nick und Perenelle über seine Familie informiert worden. Seine Eltern hatten eine dreimonatige Suche nach ihm in Auftrag gegeben, aber mit der Geburt der Zwillinge hatten sie die die Suche ab­brechen lassen und er war für Tod erklärt worden. Ben beendete gerade sein viertes Jahr in Hogwarts während Damy das zweite beendete. Die Zwillinge würden unzweifelhaft in gut ei­nem Jahr in Hogwarts aufgenommen werden, wenn Damy sein viertes und Ben sein sechstes Jahr begannen.

Er hatte Ben während seiner Zeit in Hogwarts beobachtet und wusste, das an diesem Nachmit­tag die letzte Aufgabe des Trimagischen Turnierst stattfand, zu dem Ben gegen dessen Willen angemeldet worden war. Während Harry auf die sich brechenden Wellen starrte, und die Kin­der beim Schwimmen beobachtete, entschied er sich zu etwas, mit dessen Durchführung er schon lange in Gedanken spielte, seit er davon gehört hatte, das ein Drache seinen Bruder bei­nahe gefressen hatte.

Harry rollte an eine Stelle, wo ihn niemand sah und ohne weiter an die Kinder im Heim zu denken, die er nie wirklich kennen gelernt hatte, verwandelte er sich in einen rot-goldenen Phönix welcher seine Animagusform war. Mit einem fröhlichen zwitschern hob er ab und ver­schwand in einem Feuerwirbel.

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Hogwarts

Harry erschien in einem Feuerwirbel in Mitten der Nachmittagssonne. Es war hier Kälter als in Corn­wall aber noch immer angenehm warm. Er sah sich die schöne Silhouette von Hog­warts an und hätte wohl lächeln müssen, wenn er ein Mensch gewesen wäre. Er wollte eigent­lich schon vier Jahre vorher hier her kommen, aber Nick hatte ihm erklärt, das er dies vermei­den sollte, solange er nicht bereit sei, obwohl Harry keineswegs vor hatte, sich irgend jeman­den zu offenbaren. Noch nicht.

Harry hörte Schreie und vermutete umgehend das etwas nicht stimmte, bis er erkannte, das es Anfeuerungsrufe waren, anstatt Angstschreie. Er wandte sich den Geräuschen zu und flog langsam in die Richtung. Er wollte seinen Bruder beobachten, und auch seinen kleinen Bruder wiedersehen.

Er spürte den plötzlichen Druck auf sich, als die Schutzzauber der Schule ihn umgaben. Er wusste von Nick, das sie es keinem Animagus in seiner Form erlaubten, sie zu durchqueren, allerdings konnte er sie durchschreiten, was er plante. Allerdings geschah in dem Moment wo er landen wollte das ungewöhnliche, denn die Schutzzauber liessen ihn ohne Probleme im Flug passieren. Er hätte irritiert mit den Schultern gezuckt, wenn er die nötigen Muskeln be­sessen hätte. Als er allerdings den Pfiff einer Pfeife hörte, und den Aufschrei der Menge, än­derte er seine Richtung und flog zum Quidditch-Stadion.

Die Menge war riesig. Die Schüler sassen in zwei der Tribünen während die Freunde in der dritten und die Lehrer und Ministeriumsmitarbeiter in der vierten Tribüne sassen. Harry flog sehr knapp über die Tribünen hinweg, wobei er aber bis dahin nicht bemerkt wurde, da gerade die letzten beiden Teilnehmer den Irrgarten betraten. Er versuchte etwas zu erkennen, aber er sah nur Schatten die sich nur im zentralen Bereich mit dem Pokal lichteten.

Harry war davon enttäuscht, das er nicht in der Lage war, Ben zu beobachten, aber er wusste, das er ihn nach dem Turnier würde sehen können. Harry kreiste nun auf niedrigerer Höhe, wobei es ihn nicht störte, das jemand einen wilden Phönix über dem Irrgarten fliegen sah, aber selbst in dieser Höhe konnte er nichts erkennen. Sie waren eindeutig so angelegt worden, damit die Zuschauer nicht erkennen konnten, wer gewann, bis jemand den Pokal erreichte. Harry verlor beinahe die Kontrolle über den Flug, als er sehr rotes Haar erkannte, das aus der Menge hervorstach und als er genauer hinsah, erkannte er auch die grünen Augen, die den sei­nigen so ähnlich waren.

Er gab einen traurigen Ton von sich, bevor er zur Landung von einem der beiden Löcher in seinem Herzen ansetzte. Der zwölfjährige starrte ihn schockiert an, als Hbarry seine Flügel einklappte nachdem er auf der Umrandung gelandet war. Es schien so, als wenn die meisten Anwesenden verstummt wären, während überall sonst geredet wurde. Harry wusste, das er et­was tun müsste, aber er konnte sich einfach nicht aus Damy's Nähe losreissen.

Er musste die Versuchung unterdrücken, sich zu verwandeln und seine Arme um seinen Bru­der zu schlingen, allerdings wusste er auch, das die Reaktion der Menge sehr verschieden sein würde, selbst wenn Damien sich an ihn erinnern konnte. Er wusste, das Ben sich definitiv an ihn erinnern würde, aber auch, das sein Bruder wusste das er noch am Leben war. Harry konnte Ben's Lebensenergie neben der seinigen Fühlen und wusste, das dies auch für Ben galt. Har­ry hingegen war sich nicht so sicher, ob sein jüngerer Bruder sich noch an ihn erin­nern würde.

Damien war ein ganzes Stück gewachsen, und war nun ein gut aussehender Junge mit grünen Augen und rotem Haar, der eindeutig einige Freunde besass, wenn man die Zahl der Personen um ihn herum betrachtete, die allerdings zu meist älter zu sein schienen als Damien. Vermut­lich waren es Freunde von Ben.

"Was ist das?" Harry drehte seinen Kopf zur Seite in Richtung des Jungens der zwei Sitze weiter von Damien entfernt sass. Er hatte hellrotes Haar wie das Mädchen zwischen ihnen. Harry spürte eine Erkenntniss in seinen Gedanken. Er schaute wieder zu Damien und spürte wie die Gefühle wieder durch Trauer und Zögern ersetzt wurden.

"Also ehrlich Ronald!" sagte das braunhaarige Mädchen rechts neben Damien.

"Es ist ein Phönix."

"Fawkes?" fragte das Mädchen, die Schwester des ersten Jungen vorsichtig.

"Nein." flüsterte Damien und Harry bemerkte, das sein Herz hinweg schmolz, als er die so lange vermisste Stimme seines Bruders hörte. "Fawkes ist grösser. Dies ist ein junger."

Der ältere Junge, Ronald, stand auf und trat zu Harry vor, welcher als Warnung zur Seite ging. "Belästige ihn nicht, Ronald." sagte das braunhaarige Mädchen warnend.

"Keine Angst, Hermione." sagte Ronald grinsend. "Das ist nur ein kleiner Vogel, der nieman­den etwas tun wird."

Harry verengte seine Augen und schnappte mit seinem Schnabel nach Ronald's Finger, so dass er diesen auch zufassen bekam. Der Schrei des Jungen aus reinem Schock und ein wenig Schmerz beruhigte Harry's Verlangen nach Rache und er schüttelte seine Federn aus um zu zeigen, das er sich keine Beleidigungen gefallen lassen würde. Er sah, das Hermione Ron be­sorgt beobachtete während sie seine Hand behandelte. Gleichzeitig bemerkte er, das Damien und das andere Mädchen leise lachten.

"Ich denke, du solltest besser keinen Phönix beleidigen, Ron." sagte Damien kichernd, wäh­rend er seine Hand ausstreckte, scheinbar damit Harry daran riechen konnte, ähnlich einem Hund.

Harry drehte seinen Kopf amüsiert herum und breitete seine Flügel aus. Damien blieb in der Bewegung stehen, aus Angst, das eine plötzliche Bewegung Probleme mit sich bringen wür­de, nahm aber seine Hand nicht von Harry fort. Es vergingen wenige Momente, bevor die bei­den Mädchen Damien sagten, er solle zurückgehen, was auch von einem eingetroffenen Leh­rer bestätigt wurde. Harry ignorierte alles um ihn herum und Sprang von der Umrandung her­unter, über Damien's Hand hinweg und auf dessen Unterarm.

Damien lehnte seinen Kopf zurück, als Harry sich anlehnte, aber er lachte, als Harry an sei­nem Roten Haar zupfte. "Du bist ganz schön schwer!" sagte Damien während er seinen Arm langsam auf seinen Schoss herab senkte. Harry nahm das Angebot an und sprang hinab auf Damien's Schoss.

'Oh Gott, wie habe ich dich vermisst Damy.' spürte den Schmerz in seinem Bauch und wollte gerade seine Tabletten herausholen, als er erkannte, das es nur der Schmerz war, der ihn seit seinem Verschwinden bedrückte.

Harry blieb wo er war und ignorierte alles um sich herum bis auf die Bewegungen von Dami­en, von einer leichten Bewegung des Beines, bis hin zu einem Zucken im Finger, welche sei­ne Federn durchfuhren. Er bemerkte nicht das immer mehr Personen ihn näher betrachteten und ebenso bemerkte er das herannahen des anderen Phönix nicht.

'Lass mich nie wieder los, kleiner Bruder.' sagte Harry traurig, was aber nur an einem leich­ten erschüttern unter Damien's Händen zu bemerken war. 'Nie wieder.'

Sie warteten bereits über eine halbe Stunde, bevor jemand in der Menge etwas rief. Ronald und Hermione rannten nach vorne an die Umrandung und schauten durch Ferngläser. "Es ist Ben!"

Harry zuckte bei dem Namen zusammen, flog aber vom Schoss von Damien empor, als dieser aufzustehen versuchte. Er landete erneut auf der Bank, bemerkte dann aber, das er zu nah an dem Mädchen gelandet war, das sofern er sich richtig erinnerte, Ginny hiess. Sie streckte ihre Hand aus um ihn zu streicheln, während die anderen beschäftigt waren, aber Harry schnappte nur mit seinem Schnabel warnend nach ihr. Das einzigste was ihn interessierte waren Damien und Ben. Alles andere interessierte ihn derzeit nicht.

Harry flatterte mit seinen Flügeln um den Handlauf zu erreichen, wo er seine Flügel wieder anlegte nur um Ben dabei zu beobachten, wie er einen der Gänge des Labyrinths verliess. Die Schatten schienen zu verschwinden sobald sie den Mittelpunkt erreichten, so dass alle Zu­schauer erkennen konnten, wer den Pokal in der Mitte erreichte. Noch waren sie gut 50 Fuss entfernt.

'Das war nicht sehr nett.' sagte eine Stimme auf einmal in seinem Kopf. Gleichzeitig war ein leichtes Trillern zu hören und Harry drehte seinen Kopf abrupt vom Irrgarten weg und sah nun den deutlich grösseren Phönix neben ihm. 'Sie wollte nur freundlich zu dir sein.'

Harry reagierte anfangs nicht, denn um Ehrlich zu sein, wusste er nicht, was er sagen sollte. Er hatte noch nie einen Phönix getroffen, geschweige denn das er wusste, wie sie sich unter­hielten. Ausserdem wusste er nicht, ob dies auch für seine Animagusform galt.

'Ich kümmere mich normalerweise nicht um die einfachen Dinge der Menschen, aber als Al­bus deine Ankunft sah, bat er mich darum, mit dir zu reden.' sagte der Phönix zu ihm. 'Albus nennt mich Fawkes.'

'Wer ist Albus?' fragte Harry über seine Gedanken zurück an Fawkes, wobei sein Lied dazu eigentlich nicht nötig war.

'Albus ist jener Mensch, den ich als meinen Partner erwählte.'

'Kann er uns verstehen?' fragte Harry besorgt darüber, das der alte Magier, der für Nick's Tod indirekt verantwortlich war, ihn verstehen könnte.

'Er kann mich nur dann verstehen, wenn ich meine Gedanken direkt an ihn schicke.' erklärteFawkes. 'Ich habe ihn derzeit nicht in diese Unterhaltung eingebunden.'

Harry entspannte sich leicht. 'Kann ich ebenfalls mit den Menschen reden?' sagte er mit ei­nem Trillern, weshalb auch Damien abgelenkt wurde.

'Nur jener, den du dir als zu Beschützenden aussuchst.' sagte Fawkes. 'Du bist noch jung, und hast dich noch für niemanden Entschieden. Ich frage mich...'

'Worüber wunderst du dich?' fragte Harry irritiert.

'Sei unbesorgt, Kleiner. Wir waren alle einmal so jung wie du es bist und mussten vieles er­lernen und kennenlernen.' sagte Fawkes und schaute dabei in Richtung zu Damien der sie be­obachtete. 'Ist dies der Mensch, den du zu deinem Partner erwählt hast?'

Harry senkte seinen Kopf leicht zu einem Nein, obwohl er ehrlich gesagt, garnicht wusste, in welche Probleme er sich gebracht hatte. Er wollte nur seine Brüder wiedersehen. Weiter wa­ren seine Planungen garnicht gegangen.

"Sie ergreifen den Pokal zusammen!" rief Ronald im selben Moment aus, als die Menge auf­stand und laut zu jubeln begann. Harry drehte seinen Kopf herum und beobachtete den Irrgar­ten, genau in dem Moment in dem Ben und der andere Junge ihre Hände um den Pokal legten. Bevor irgend jemand weiter jubeln konnte, verschwand der Pokal gemeinsam mit den beiden Jungen. Die Menschen um sie herum stöhnten auf vor Schock, welcher sich aber schnell in Panik verwandelte, da die Schüler erkannten, das auch die Lehrer dieses Geschehen nicht er­wartet hatten.

Harry beobachtete das ganze vorsichtig, während Damien in seinem Stuhl zusammenbrach. Hermione sass neben ihm und hielt ihn in ihren Armen. Harry starrte noch immer in den lee­ren Irrgarten, der immer kleiner wurde, während Personen hindurchirrten. Die Sonne begann bereits unterzugehen und das Licht wurde immer schwächer, so dass die Tribüne fast nur noch von dem orangenen Leuchten erhellt wurde, das von Harry und Fawkes ausging. Harry sprang von seinem Sitzplatz neben dem älteren Phönix und nahm wieder auf Damien's Schoss platz.

Damien streichelte fast automatisch die Seite seines Kopfes und Harry pfiff leise zufrieden, was zu einem leichten Lächeln auf Damien's Gesicht führte. "Es wird schon gutgehen, Dami­en." sagte Hermione dem Zweitklässler beruhigend. "Die Lehrer werden ihn finden und zu­rückholen."

Damien begann erneut zu weinen. "Ich will ihn nicht auch noch verlieren." sagte er flüsternd, aber laut genug, damit sowohl Harry als auch Hermine ihn verstanden.

'Wenn du nur wüsstest.' dachte Harry während er erkannte, das Damien sich sehr wohl an Harry erinnern konnte und nun Angst hatte, Ben ebenfalls zu verlieren.

"Fawkes." Dumbledore's unwillkommene Stimme unterbrach Harry's Versuche, den zwölf­jährigen zu beruhigen. "Kannst du ihn finden?"

Harry wandte sich um, um den anderen Phönix anzuschauen, aber Fawkes' Aufmerksamkeit war auf seinen Partner gerichtet, während er mit ihm sprach, aber Harry konnte die Unterhal­tung trotzdem verstehen. Fawkes schien ihn eindeutig mit einzubeziehen. 'Nein, das kann ich nicht. Er ist versteckt. Nur ein Phönix mit einer existierenden Verbindung könnte ihn finden.' Harry zuckte merklich zusammen. Er hätte früher hier erscheinen sollen, so dass er sich an Ben hätte binden können, denn dann wäre eine Rettung problemlos möglich gewesen, selbst wenn er dabei den Tod von Nick verpasst hätte.

Harry versuchte weiterhin, Damien zu beruhigen, während er über seine Möglichkeiten nach­dachte. Er konnte sich zurückverwandeln und Dumbledore zu überreden versuchen, seine Verbindung mit Ben dazu zu nutzen, ihn zu finden, aber dies würde andere Probleme nach­sich Ziehen. Würde Damien ihm dafür vergeben können, sie verlassen zu haben und wie wür­de Ben reagieren? Was würden seine Eltern tun, wenn sie ihn sahen? Würden sie ihn erneut einsperren und allen verbieten, in seine Nähe zu kommen? Er dachte auch an seine beiden jüngeren Schwestern, welche er noch nie getroffen hatte, was würden sie über ihn denken, wenn sie sahen, das sie einen dritten älteren Bruder besassen.

Nach etwas einer halben Stunde, während derer die Leute in Panik gerieten und andere ver­suchten, einen Rettungsplan zu entwickeln, knabberte er sanft an Damien's Ohr so dass er die Aufmerksamkeit des Jungen hatte. Damien schaute in seine Augen und sah einen leichten Grünschimmer in den Tiefen der schwarzen Augen. Harry rieb seinen Schnabel an der Seite von Damien's Backe und fühlte die Tränen auf seinem Schnabel. Er drehte sich auf dem Schoss von Damien um und sprang auf die Absperrung.

Fawkes beobachtete ihn, genauso wie die meisten anderen Professoren und Studenten, wäh­rend er sich auf die Zukunft vorbereitete, die unvermeidlich war, wenn sie sahen wer er war. Er war kurz davor sich in jenen schwachen Körper zu verwandeln, den er so hasste, als er einen starken Schmerz verspürte. Er dauerte nur eine Sekunde als wenn er nur das Echo eines grösseren Schmerzes wäre, aber trotz allem schrie Harry kurz auf, etwas das alle schockierte.

Es dauerte nur eine Sekunde für Harry um zu erkennen, das der Schmerz über seine Verbin­dung mit Ben kam und es dauerte nur eine weitere Sekunde, bis diese Energie ihn zu seinem Bruder an das andere Ende des Landes brachte.

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Graveyard

Harry wusste nicht, wo er ar, als er wieder auftauchte, nur das er in der Nähe seines Zwillings war, so nahe wie seit 9 Jahren nicht mehr. Harry schaute sich einmal um während er in der Luft erschien und er mochte nicht, was er sah. Ben wandt sich unter Schmerzen, während er sich mühsam aufrichtete.

Fünfzehn weitere Personen waren nun erschienen aber nur einer schien derjenige zu sein, der für die Schmerzen verantwortlich war, die Harry erlitt. Er wusste, das Ben das selbe fühlte und Harry flog hinab als Ben gerade den Entwaffnungszauber sprach, während Voldemort gleichzeitig den tödlichen Fluch sprach. Beide Zauber trafen mit einer gigantischen Explosion auf einander und ein gespinst aus Licht erschien in der Luft weshalb Harry ausweichen muss­te und auf einem Grabstein landen musste, damit er nicht getroffen würde.

Harry beobachtete schockiert, die sich die Magie der beiden Stäbe verband und wusste dank der Sinne des Phönix, das es in Voldemort's Körper kein Quentchen Gutes mehr gab. Ein Lichtstrahl traf auf Ben's Zauberstab, während dieser gegen den Geist des älteren kämpfte. Harry schickte seinen eigenen Geist aus und verschaffte damit Ben einen enormen Kraft­schub, besonders als er laut zu singen begann, ein Lied, welches über den gesamten Friedhof zu klingen schien und die Todesser und Voldemort zusammenzucken liess, Ben aber gleich­zeitig wieder moralisch aufzubauen schien.

Den beiden gelang es, Voldemort's Zauberstab zu bewegen und der nun zitternde Arm von Voldemort hielt den Stab wackelnd, während sie fasziniert beobachteten, wie immer mehr Zauber auftauchten, darunter der Geist jenes Studenten, der die Trophäe gemeinsam mit Ben ergriffen hatte. Harry schaute zur Seite und sah die Leiche des Jungen auf dem Boden liegen.

Ohne Vorwarnung bewegte Ben seinen Arm von Voldemort fort und während die Magie mit einem hellen Aufleuchten verblasste, brach die Glocke zusammen und Ben nutzte diesen Mo­ment um in Richtung der Trophäe zu laufen, welche noch immer auf dem Boden, nur wenige Meter entfernt, lag. Ben hielt kurz inne, um den Körper zu ergreifen und Harry flog hinauf um Voldemort abzulenken, da dieser und seine Diener Ben zu erreichen versuchten, bevor dieser Fliehen konnte.

Harry wich einem Zauber aus nur um zu sehen, wie ein weiterer an ihm vorbei flog und Ben in den Rücken traf, wo er eine tiefe Wunde verursachte. Ben verlor den Halt um den Studen­ten, welcher genau auf die Trophäe fiel und beide verschwanden spurlos. Ben fiel vor Schmerzen auf seine Knie aber Harry wollte nicht loslassen. Er flog in die Luft und landere auf Ben.

Seine Klauen umklammerten die Schulter seines älteren Bruders sehr fest, während ein weite­rer Zauber auf sie zuflog, allerdings, traf er nur die brennende Luft, da Harry sich und seine „Fracht" nach Hogwarts zurückgebracht hatte.

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End Chapter