Was wollen sie hier zum Teufel, um ein Uhr morgens? Er hatte eine raue Stimme die an manchen Stellen abbrach. Es h rte sich so an, als k me er direkt aus dem Bett. Nun ja, da wir vor einem Motel stehen, w rde ich sagen, dass wir wegen Zimmern hier sind. Und sie sind? Jane, Patrick Jane. Sind sie etwa die Leute aus Sacramento? Ja, Sir. Und verzeihen sie meinem Kollegen. Er ist nur etwas berm det. entschuldigte sich Lisbon f r ihren unh flichen, aber doch netten Mitarbeiter. Uh huh. Ich muss sie aber leider entt uschen. Ich dachte sie w rden berhaupt nicht mehr kommen, deshalb habe ich jetzt eines der Zimmer vergeben. Das hei t, f r diese Nacht m ssten sich zwei von ihnen ein Zimmer teilen, morgen wird aber wieder eines frei. Sofort blickte jeder jeden an. Boss, ich k nnte mir eines mit Cho teilen. Sofort verdrehte der sonst so ausdruckslose Cho die Augen und gab ein genervtes Seufzen von sich. Ich w rde mich auch mit einer Couch zu Frieden geben. sagte Jane und blickte dabei Lisbon an. Das w rde einmal etwas Neues sein, wenn er mit ihr in einem Zimmer schlafen w rde. Er sp rte schon eine leichte Vorfreude in sich hochkommen. Jane... Ach kommen sie, es ist doch nur diese eine kurze Nacht. Na gut. sofort begann er zu grinsen und rannte zur ck zu den Koffern und holte seinen und Lisbons. Wiedereinmal hatte sie nachgegeben. In letzter Zeit kam das immer fter vor, doch sie wusste nicht warum. Irgendwie gestand sie sich aber ein, dass die Nacht vielleicht sogar interessant werden k nnte. Sie h tte sich f r ihre Gedanken schon wieder ohrfeigen k nnen, schlie lich war er Jane. Ein Kollege, vielleicht sogar ein Freund, aber nicht mehr. Oder etwa doch? Er hatte schon was an sich, was ihr gefiel. Ziemlich viel sogar. In den letzten 3, 4 Jahren hatte sie ihn immer mehr kennengelernt und sie wusste, dass er ihr blind vertraute. Das musste doch etwas bedeuten. Aber ob es mehr bedeutete als wie Freundschaft? Sie wusste es nicht. Kommen sie erstmal rein, dann gebe ich ihnen auch gleich die Zimmerschl ssel. sagte der Motel Angestellte und ging wieder zur ck hinein wo er her kam, dicht gefolgt von Jane mit den zwei Koffern, Cho mit seinem und Lisbon. Rigsby und Van Pelt standen noch immer beim Wagen und allm hlich begann auch sie die K lte unter seiner Jacke zu sp ren und begann zu fr steln. Er bemerkte es sofort, Du solltest hineingehen, deinen Koffer nehme ich schon, keine Sorge. Sie nickte kurz und l chelte ihn an. Er hatte so wundersch ne graue Augen in denen sie sich jedes mal verlor. Sie f hlte wie ein leises Kribbeln ihren Magen hinaufkroch und immer st rker wurde. Sie standen beide wie voneinander hypnotisiert da. Selbst das Zittern lie von Van Pelt ab. Rigsby kam etwas n her um einen Versuch zu wagen, doch im n chsten Moment bereute er Ihn sofort. Van Pelt r usperte sich, drehte sich verlegen um und ging den Anderen nach. Er stand noch einige Minuten da und dachte nach was er gerade fast getan h tte und was die Folgen gewesen w ren wenn er sie wirklich gek sst h tte. Sie w ren fatal gewesen. Sie wollte doch nichts mehr von ihm, das hatte sie ihm klar gemacht, aber der Moment zuvor zeigte ihm etwas anderes und er war sich ber nichts mehr sicher was sie betraf. Er dr ckte den Kofferraum zu, tippte auf den 'schlie en'Knopf der auf dem Schl ssel war und ging letztendlich samt den Koffern ins Motel.
Rund um Rigsby herum standen Pflanzen, alte Sofas, ein Couchtisch und an den W nden hingen einige Gem lde, die eindeutig nicht nach seinem Geschmack waren. Der ganze Eingangsbereich wirkte etwas erdr ckend und eng. Er bef rchtete, dass die Zimmer nicht anders aussahen. Er ging zu Cho, der noch an der kleinen Rezeption stand und auf ihn wartete. Dein Zimmer ist im letzten Stock und es gibt keinen Lift, viel Spa dabei. Er deutete auf die zwei Koffer in seinen H nden.
Sofort weiteten sich seine Augen, doch pl tzlich viel ihm wieder ein, dass das Geb ude nicht mehr als 4 Stockwerke hatte. Wei t du Van Pelt's Zimmernummer? Traust du dich jetzt also doch wieder an sie ran? Nein, Mann. Ich will ihr nur den Koffer bringen. Er hob ihn dabei hoch und wackelte mit ihm herum. Zimmer 15. In welchem Stock es ist musst du selber schauen. Dankend ging er an ihm vorbei und suchte es.
Jane ging voller Elan den Gang des 1. Stockes entlang und sah immer wieder zu Lisbon die hinter ihm hertrottete. Ihr Gesichtsausdruck verriet ihm, dass es nicht mehr lange dauerte bis sie ihm weg kippen w rde vor lauter M digkeit. Eigentlich war sie es ja gewohnt n chtelang ohne Schlaf zu verbringen, doch die 6 st ndige Fahrt hatte ihr ganz sch n zugesetzt. Sie gingen an etlichen Gem lden vorbei, die den gleichen Touch wie die aus der Eingangshalle hatten. Sie waren alle samt bedr ckend und irgendwie d ster, im Prinzip bildeten sie keine gute Atmosph re f r ein Motel. Da w ren wir, Zimmer 8. Jane holte den Schl ssel aus seiner Seitentasche die am Jackett angebracht war und sperrte die T r auf. Sofort kam ihm ein k hler Wind entgegen. Nicht schon wieder. murmelte Lisbon, die keinen Meter hinter ihm stand. Da hat wohl jemand das Fenster offen gelassen. schnell ging er hinein, stellte die Koffer ab, schaltete das Licht ein, schloss das Fenster und zog dann den Vorhang zu. Das Zimmer war in gr n T nen gehalten und war f r ein Motel ganz sch n gro . Es hatte sogar eine Couch, die Jane so sehns chtig erwartete. Sofort entdeckte er sie und schmiss sich darauf. Lisbon schloss hinter sich die T re ab und rieb sich wiedereinmal vor K lte die Arme, was zum wiederholten Mal nichts brachte. Um sie herum waren gr ne pastellfarbene Tapeten. Auch wenn sie nicht gerade ein Fan davon war, hatte die Tapete etwas anregendes, sie wirkte jedoch etwas blass. Die M bel selbst waren aus Buche und waren relativ hell. Das Zimmer wirkte ganz anders als wie die Eingangshalle und die G nge. Ihr Blick schweifte weiter hindurch, traf auf einen kleinen schwarzen Fernseher, eine Minibar, einem Hocker der vor dem Tisch stand auf dem sich das TV Ger t befand und blieb schlie lich an der T r zum Bad h ngen. Sie ging auf sie zu und betete, dass es ihren Anspr chen entsprach. Sie ffnete sie, dr ckte auf den Lichtschalter und blickte hinein. Erleichterung breitete sich in ihr aus. Auch das kleine Bad war gr n und sauber. Gott sei dank war es sauber! Sie schloss wieder die T r und setzte sich auf das Bett. Sie streifte mit den H nden ber das wei e Leintuch, welches als Decke diente und lie sich nach Hinten fallen. Sie hatte bereits ihre Augen geschlossen und war kurz davor ein zu schlafen, doch eine ihr nur all zu bekannte Stimme brachte sie wieder in die Realit t zur ck. Lisbon? fl sterte Jane. Sie antwortete nicht, vielleicht w rde er eine Ruhe geben wenn sie sich schlafend stellte. Lisbon, ich wei dass sie noch wach sind. seine Stimme wurde etwas lauter. Was? ihre Stimme war rau und sie merkte, dass sie schon seit Stunden nichts mehr getrunken hatte. Jane richtete sich auf der gr nen Couch etwas auf und sah zu Lisbon wie sie dalag. Was wollen sie, Jane? K nnen sie das Licht abdrehen? Ich kann nicht schlafen. Ist das jetzt ihr ernst? Deswegen wecken sie mich? sofort setzte auch sie sich auf. Nein, ich wollte nur, dass sie munter werden. wieder grinste er sie an. Das haben sie ja jetzt geschafft. Also? Ich wollte eigentlich nichts konkretes von ihnen. Ich wollte nur... er wollte sich nur mit ihr unterhalten. Gott Jane! Es ist halb 2 in der Fr h und ich muss morgen halbwegs passabel aus dem Bett kommen und da helfen sie mir jetzt gerade nicht wirklich mit ihrer Redensfreude. Sie meinen 'heute'. Sie verdrehte die Augen und warf sich wieder nach hinten, auch er legte sich einige Augenblicke
sp ter wieder auf die Seitenlehne zur ck. Nach und nach sp rte sie, wie die K lte wiederkam. Einige Minuten sp ter meldete sich die Stimme wieder. Lisbon? Sie setzte sich wieder auf, nur dieses mal sah man ihr die Wut an, die langsam in ihr aufstieg. Jane, wenn sie nicht gerade dabei sind zu sterben und meine Hilfe brauchen, dann Gott bewahre, bl ht ihnen gleich etwas! Ich wollte sie eigentlich nur fragen, ob sie die Decke wollen, die da liegt... er deutet auf eine wei e Decke aus Polyester, die unter seinem Kopf lag ...da sie so aussehen als w re ihnen kalt, aber wenn sie sie nicht wollen. er zuckte mit den Schultern und richtete seinen Blick wieder auf die Decke ber ihm. Es war kein Elvis zu sehen. Leider. Er vermisste das Gro raumb ro jetzt schon und vor allem seine Couch. Na gut. Geben sie schon her. dieses mal war es Lisbon's Stimme die die Stille unterbrach. Jane stand auf, nahm die Decke und ging zu ihr hin ber. Er blickte auf sie hinab und faltete die Decke auf. Hinlegen. Was? Sie sollen sich hinlegen. Jetzt werden sie nicht kindisch. Pl tzlich dr ckte er sie nieder. Hart, aber doch irgendwie sanft. Lisbon hatte einen etwas erschrockenen Ausdruck auf dem Gesicht und wusste nicht wie ihr geschah. Er breitete die Decke ber ihr aus, betrachtete sein Werk und sagte schlussendlich, Gute Nacht. Schlafen sie gut, auch wenn sie nicht mehr viel davon bekommen werden. und ging dann wieder zu 'seiner' Couch um sich hinzulegen. Lisbon konnte noch immer nichts sagen, viel zu pl tzlich kam die Ber hrung von Jane. Sie sp rte die restliche W rme die Jane auf der Decke hinterlassen hatte und nach einigen Augenblicken fl sterte sie dann doch noch Gute Nacht. und schlief danach direkt ein.
