Mac´s POV

Ich bin absolut unschuldig, das schwöre ich!

Es ist alles Stellas Schuld.

Sie war es, die angefangen hat, also trägt sie auch die Schuld, richtig? Sie hat mich zuerst geküsst, also ist sie auch verantwortlich für die Konsequenzen... Scheint nur fair, nach meiner Meinung. Man kann nicht einfach einen unschuldigen Mann in seinem Büro ohne Vorwarnung küssen, als ob man sich nur nach seinen Lippen sehnt und dann überrascht sein, wenn der arme unschuldige, absolut geschockte Mann einen in einer Art Reflex zurück küsst.

Seht ihr? Mich kann man nicht beschuldigen. Ich war unzurechnungsfähig.

Ich hatte keinerlei Kontrolle über meine früheren Handlungen. Weder als sie mich küsste und ich da stand, wie ein fest gefrorener Idiot, wie hypnotisiert von einer höheren Macht, nicht in der Lage zu atmen oder meinem Hirn einen einzigen logischen Gedankengang zu entlocken, noch als sie mich los ließ und mich ansah mit diesen wunderschönen teichgrünen Augen, welche es selbst an normalen Tagen schafften, mich vergessen zu lassen dass ich ein Mann bin, dessen intellektuelle Fähigkeiten weit über denen eines Papageien liegen, der bloß in der Lage ist mit 'Ja' oder 'Nein' zu antworten. Noch als ich endlich in der Lage war, mich wieder zu bewegen und sie küsste, wie ich es mir wünschte, seit sie an diesem Tag mein Büro betreten hatte.

Ehrlich, eine Frau sollte wissen, dass wenn sie einen Mann küsst und dabei diese kleinen Seufzer von sich gibt, die normaler Weise nur der Genuss von ihren Lieblings-Chocolate-Chip-Cookies bei ihr verursachen, dass dann der Mann keine andere Wahl hat, als sie zu packen und so lange zu küssen, bis sie diese süßen Geräusche erneut macht.

Und jetzt bin ich hier, stehe in meinem Büro und küsse Stella, wie der Besessene, der ich höchstwahrscheinlich bin. Ich hatte immer eine Schwäche für Stella. Irgendwie habe ich ihr vertraut, seit ich sie das erste Mal sah. Tief in mir wusste ich immer, dass Stella eine dieser großartigen Personen ist, auf die man sich immer verlassen kann. Die einen immer unterstützt. Und unterstützen, tut sie mich. Meistens mehr, als mir lieb ist. Nach Claires Tod war Stellas Freundschaft manchmal das Einzige, was mich am Leben erhielt, was mich davon abhielt mich zu einem Bündel aus Trauer auf dem Boden zusammen zu rollen und nie wieder aufzustehen. Aber sie erlaubte mir nicht, mich aufzugeben. Sie ermutigte mich mit ihren Worten, ihren zarten Berührungen, mit einer warmen Hand auf meinem Arm und sanft gesprochenen Worten, die so selbstlos ihre Unterstützung zusicherten.

Ich denke, es war einer dieser Momente, in denen sie mich auf die Wange küsste, so wie sie es heute vorgehabt hatte, als ich mich in sie verliebte ohne es auch nur zu bemerken...

Schon komisch. Für einen derart intelligenten, gebildeten Mann, der dafür bezahlt wird komplizierte Verbrechen aufzuklären, und der auch verdammt gut darin ist, bin ich manchmal echt langsam. Um zu begreifen, dass ich Stella liebe, brauchte ich nahezu ewig. Größten Teils, weil ich es nicht begreifen wollte, denke ich. Ich hatte zu viel Angst vor so vielen Dingen. Davor, Claire noch einmal zu verlieren, falls ich mir erlauben würde, eine andere Frau zu lieben. Davor, bereits so verletzt, zu kaputt zu sein je wieder eine funktionierende Beziehung führen zu können. Aber am Meisten davor, zurück gewiesen zu werden und unsere Freundschaft, welche mir so viel bedeutet, zu gefährden. Doch heute hat sie mich geküsst. Ok, ich weiß auch, dass es erst nur ein Versehen war, aber als sie mich zum zweiten Mal küsste, als sie ihre Arme um meinen Nacken schlang und meinen Namen seufzte bevor sich unsere Lippen trafen, da war es Absicht.

Und jetzt küssen wir uns. Ich halte sie fest umschlungen. Kurz frage ich mich, ob sie noch Luft bekommt doch dann haucht sie meinen Namen gegen meine Lippen, das 'M' dehnend, so dass es klingt wie 'Mmmmm' und ich fühle mich wie der glücklichste, größte, höchstwahrscheinlich törichteste Chocolate-Chip-Cookie der je existierte. Also presse ich meinen Mund erneut auf ihren um zu spüren, wie mein Lieblings-Geräusch gegen meine Lippen vibriert.

Kann man das einem Mann verübeln?

Nach einer Weile, als das Bedürfnis nach Sauerstoff zu groß wurde, löse ich meine Lippen von ihren, meine Stirn gegen ihre lehnend, und lausche ihrem unstetem Atem. Langsam öffne ich meine Augen und unsere Blicke treffen sich, verschränken sich ineinander. Mein armes Herz setzt einen schlag aus beim Anblick von Stellas glücklich funkelnden Augen. Ihr hübscher Mund, der etwas rot und geschwollen von unseren Küssen ist, lächelt, bringt ihre Augen dazu noch heller zu strahlen und bringt mich noch näher an einen Glücks-verursachten Herzanfall. Also bleibt mir keine Wahl und ich küsse sie erneut.

Es ist alles Stellas Schuld!

Wie ich sagte, ich bin absolut unschuldig.

ENDE

Uhm, Ich hab noch ein, zwei andere Smacked-Geschichten in Vorbereitung. Wenn ihr sie wollt, sagt Bescheid. Auch für eure Meinung zu dieser Geschichte hier, wäre ich euch sehr dankbar.