Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.
Die Originalstory ist von MrsValensi.
Outtake zu: Das Kindermädchen.
Gemeinsamkeiten.
Seine Gefühle waren für Jasper ein konfuses Meer geworden, in dem er langsam ertrank. Aus Monaten waren hoffnungslose Jahre geworden. Alice wuchs vor seinen Augen und er versuchte sein Leben normal weiter zu leben, er dachte ab und zu an sie und versuchte sie wie eine kleine Schwester zu behandeln. Er hatte sich mittlerweile davon überzeugt, das es nur brüderliche Zuneigung war, die er für sie empfand. Es konnte und es durfte nichts anderes sein.
Selbstverständlich war es nicht genug, dass er versuchte seine Gefühle zu verbergen, zu lächeln und so zu tun, als ob alles in bester Ordnung sei. Oh nein. Jasper war schließlich mit Edward und Emmett befreundet, den beiden beliebtesten Jungs der Schule, die sich vor Verehrerinnen nicht retten konnten und die automatisch auch ihn mit ein schlossen. Und Jasper, der immer so wirkte, als ob er nur zufällig dabei war, musste auch unter den Konsequenzen leiden.
„Diese Maria, die ist echt heiß." War ein ständiger Kommentar, den Jasper sich von Emmett anhören musste.
Jasper antwortete darauf nur mit einem gleichgültigen Blick. Diesmal musste er sich diesen Kommentar in der Bibliothek anhören, was bedeutete, dass sie eigentlich vorhatten zu lernen. Oder zumindest Jasper hatte das vorgehabt, für seine Freunde bedeutet lernen im Allgemeinen, einfach nur Blödsinn zu reden. Und zwar solange, bis Jasper die Geduld verlor und einfach aufgab.
Maria, sie war eine Klasse unter Jasper, hatte aber einen Musikworkshop mit ihm zusammen, wurde in letzter Zeit zum beliebten Gesprächsthema seiner Freunde. Und das nur, weil Edward und Emmett gesehen hatten, wie Jasper ihr einige Noten gegeben hatte. Oh ja, es war wirklich eine leidenschaftliche Beziehung.
„Aber sie ist eine Zicke." Bemerkte Edward lapidar. „Sie ist, glaube ich, die Präsidentin ihrer Klasse, aber sie wirkt eher wie ein Leutnant beim Militär."
Emmett warf Jasper einen viel sagenden Blick zu.
„Also ich glaube ja nicht, dass es Jazz stören würde ihr kleine Soldat zu sein." Bemerkte Emmett zweideutig.
Jasper verdrehte die Augen und wurde leicht rot.
„Halt einfach den Mund." Sagte er. „Ihr seid echt peinlich."
Emmett war mittlerweile in festen Händen. Rosalie Hall, die einem Leutnant bei weitem nichts nach stand, hatte ihn fest im Griff. Das schlimme war nur, seit die feste Beziehung seines großen Freundes offiziell war, hatten sich Jaspers Verehrerinnen verdoppelt. Es waren jetzt nicht nur die Mädchen die sowieso schon für ihn schwärmten nein, jetzt waren es auch die, die wussten das Emmett nicht mehr zu haben war und auch wussten, dass mit Rosalie nicht zu spaßen war.
Jasper suchte sich seinen Weg zwischen kurzen Romanzen, die nie allzu lange dauerten und Ablehnungen. Edward hatte ihn sogar mal gefragt, ob er vielleicht Gay sei, was Jasper mit einigen Tagen absoluter Eiszeit geahndet hatte.
Es war nicht so, dass Jasper es nicht genoss seine Zeit mit Mädchen in seinem Alter zu verbringen, immer vorausgesetzt, dass es nicht der hohlköpfige Typ war, den der junge Cullen bevorzugte. Jasper wollte an diesem Punkt seines Lebens keine ernsthafte Beziehung, er war noch nicht bereit dazu. Und das hatte nichts mit Alice zu tun, sondern nur mit ihm. Er war noch nicht soweit.
Die Relation die er zu der kleinen Cullen hatte, hatte sich zu einer sehr brüderlichen entwickelt. Für Emmett und Jasper war das Haus der Cullens zu ihrem zweiten zu Hause geworden und hatte sich zum strategischen Ausgangspunkt für ihre Treffen entwickelt. Edwards Eltern arbeiteten viel und sie hatten das Haus die meiste für sich allein. Zusammen mit Alice natürlich.
„Ihr werdet eine Party feiern, richtig?" Hatte die mittlerweile zwölfjährige Alice gefragt, als ihre Eltern die Tür hinter sich zugemacht hatten. Sie würden dieses Wochenende zu Freunden aufs Land fahren und so hatten sie das Haus für die nächsten 48 Stunden für sich allein.
Jasper lächelte sie versöhnlich an.
„Ich werde nicht zulassen, dass die beiden außer Kontrolle geraten." Erklärte er seiner kleinen Freundin.
Alice lächelte ihn auf ihre hinreißende und einzigartige Art an. Jasper Herz machte kleine Saltos, so wie immer wenn sie ihn mit ihrer ausdrucksstarken Art faszinierte. Er hatte mit der Zeit gelernt, sich mit diesen kleinen Gesten und vertrauten Momenten zufrieden zugeben. Er wollte auf sie aufpassen und immer da sein, wenn sie ihn brauchte. Mehr nicht.
Die Verbindung zwischen Alice und Jasper, hatte sich im laufe der Zeit intensiviert. Edwards Freunde waren regelmäßige Gäste im Hause der Cullens, so das Alice sie fast genauso oft sah, wie ihren eignen Bruder. Sie trafen sich regelmäßig im Haus Cullen um zu lernen, dass endete meist damit das Emmett und Edward vor dem Fernseher klebten und sich unendliche Duelle an der Spielkonsole lieferten.
Jasper hatte gelernt, sich aus ihren Duellen heraus zu halten und nutzte die Zeit, um sie mit Alice zu verbringen, die immer wie zufällig vorbei kam, um sie zu begrüßen. Schnell hatten sich ihre kleinen Wortwechsel in lange Konversationen verwandelt, die damit endeten, dass Alice Jaspers Hand nahm und ihn in ihr Studio zog, damit er ihre neuesten Kreationen bestaunen konnte.
Die Nachmittage mit Alice waren für Jasper ein wichtiger Moment des Tages geworden. Er bracht oft seine Gitarre mit, setzte sich in eine Ecke und übte, während Alice zeichnete und leise mit sang. Sie hatten so viele kleine Dinge gemeinsam, das für sie die Gesellschaft des jeweils anderen ganz natürlich war. Auch wenn Alice ihn nur wie einen Bruder sah, konnte Jasper nicht anders, als ihre Gesellschaft zu genießen. In diesem Moment kam ihm das genau richtig vor. Er konnte sich um sie kümmern, wie ein Bruder, sie wie ein Bruder lieben, genauso rein und unvermeidlich.
„Spiel was von den Beatles." Bat Alice oft, immer mit diesem Lächeln im Gesicht, mit dem sie die Welt erobern konnte.
Und selbstverständlich kam Jasper ihrer Bitte nach. Es war ihm völlig egal was er tun oder nicht tun sollte, solange er nur die Zeit mit ihn verbringen konnte. Jasper wusste genau, dass die Grenzen klar und deutlich gesteckt waren und er war bereit zu warten. Sie immer mit diesen Augen voller Illusion beobachtend, machte er sich selber klar, dass er ihr Zeit geben musste zu wachsen und sich selber und ihre Gefühle kennen zu lernen, damit sie verstand was passierte.
Jasper wusste, dass es etwas unvermeidbares war.
Sie waren perfekt.
