Ü/N – noch mal auf Rechtschreibfehler durchgesehen...
Silberfell – Danke für den Review! Der Erste! Freut mich, dass dir die Übersetzung gefällt. Es reizt mich diese Geschichte zu übersetzen, seit sie erschienen ist. (: Eigentlich hatte ich das so geplant wie Misthea einmal die Woche upzudaten, aber jetzt kommt das zweite Kapitel jetzt schon. Viel Spaß beim Lesen!
Disclaimer – nicht meins.
Kapitel
2
Die Bibliothek war wie
ausgestorben, wie er es geahnt hatte. Schließlich war es selten
dass irgendwer anders als er je wirklich Zeit hier verbringen wollte.
Seine eigene Vorliebe für diesen Raum war immer etwas seltsam
gewesen, vor allem wenn man in Betracht zog, dass die Bibliothek in
Hogwarts immer einer seiner am wenigstens geliebten Plätze
gewesen war. Er konnte sich nicht helfen, dich zu fragen was Remus
wohl sagen würde, wenn er wüsste, dass Sirius in diesem
Raum immer leichter entspannen konnte als in irgendeinem anderen in
diesem Haus. Dies war seine Zuflucht.
Er und James gingen der Hogwarts' Bücherei, soviel wie möglich, aus dem Weg, indem sie sie normalerweise nur benutzten, wenn sie für ihren neuesten Streich etwas nachforschen mussten. Er lächelte fast bei dem Gedanken, dass Remus jedes einzige Mal besorgt wurde, wenn sie allem Anschein nach zu pflichtbewussten gewissenhaft fleißigen Schülern wurden. So etwas wurde normalerweise entweder von einer großen Ankündigung gefolgt – dass sie sein Geheimnis entdeckt hätten, oder dass sie planten Animagi zu werden, um ihm zu helfen – oder von einem verrückten Streich in Snivellus Richtung... Er hielt inne. Er wollte wirklich nicht an Snivellus und Remus zur gleichen Zeit denken.
Mit einem Seufzer ließ er sich in einem Stuhl in der Ecke nieder. Es war ein Ort, den er entdeckt hatte, als er noch jung war, lange bevor er das erste Mal nach Hogwarts gefahren war. Längst hatte er den Überblick über die Anzahl Male verloren, an denen er sich dort zusammen gerollt hatte, während er sich vor langweiligen Hauslehrern und ihrem ebenfalls langweiligen Unterricht versteckt hatte. Es war geradezu perfekt dafür. Hell und warm, jedoch außer Sichtweite der Tür. Natürlich hatte es nie lange gebraucht, bis sie ihn dort entdeckt hatten, aber das hatte ihn nicht davon abgehalten, es als seine Zufluchtsstelle zu behalten, während die Jahre vergingen. Dieser ganze Raum, trotz des schwarzen Inhalt der meisten Bücher, beinhaltete ein Gefühle von Friedlichkeit, das dem Rest des Hauses fehlte.
Die wenigen halbherzigen Verzierungen, jedoch, die die Umgebung schmückten, bemerkte Sirius, als er einen großen hungrigen Bissen von seinem Butterbrot nahm, unterschieden sich nicht von denen des restlichen Hauses. Es war nur beim Salon – ein Ort, der ausschließlich das Territorium seiner Mutter war, der Raum, in dem wenn dann Unterhaltung stattfand – bei dem sogar ein bisschen Enthusiasmus gezeigt worden war. Das war die Norm in diesem Haus. Weihnachten war keine Zeit zu feiern. Wenn es irgendetwas war, war es immer eine Möglichkeit für ... na ja ‚soziale Strategien' könnte man es vielleicht nennen.
Zum Glück war er da nicht mit eingeplant worden dieses Jahr... Wenn er darüber so nachdachte, wäre er das die letzten paar Weihnachten genauso wenig gewesen – nicht seit er in Gryffindor platziert worden war. Da er so viel wie möglich in Hogwarts geblieben war, seit seinem zweiten Schuljahr, konnte er es nicht wirklich sicher sagen. Zumindest dieses Jahr war er, während seine Mutter und Regulus an den Zusammenkünfte mit anderen reinblütigen Familien teilnahmen, in segensreicher Einsamkeit zurückgelassen worden. An den beiden Malen, wo ihm tatsächlich befohlen wurde sie zu begleiten, war er typischerweise angewiesen worden, seine Zunge im Zaum zu halten. Die Tatsache, dass er es an keinem der beiden Male geschafft hatte, erklärte sehr wahrscheinlich, weshalb seine Teilnahme seitdem nicht mehr gefragt gewesen war.
Er brauchte nicht lange sein Butterbrot zu verschlingen. Die Kekse und die Bananen, die er vorher in seine Robe gesteckt hatte, folgten ihm rasch. Schließlich saß er zurück, zufrieden, dass das Grummeln in seinem Magen insoweit aufgehört hatte, dass er klar denken konnte. Es war unglücklich für ihn, überlegte er gedankenvoll, dass sein Vater so selten den Rest der Blacks auf ihren sozialen Besuchen begleitete. Der ältere Mann, verließ nur selten sein Labor/ Zaubertranklabor, nur zu den Mahlzeiten kurz hervorkommend, und sogar zum Schlafen kaum. Und das, dachte Sirius mit unterdrücktem Stöhnen, war sein Hauptproblem in diesem Moment.
Er musste Dumbledores Brief in seine Hände bekommen. Diese Episode mit seiner Mutter in der Küche war viel zu unangenehm knapp gewesen. Er wollte sie wirklich nicht noch einmal durchleben, und das nächste Mal, wenn sie über den Weiden-Vorfall Bescheid wusste. Aber Vaters Labor war mit seinem Arbeitszimmer verknüpft, und das war wo sich der Brief befinden würde. Sirius war nicht Selbstmord gefährdet. Seine Mutter unnötig verärgert zu machen war schlimm genug, aber seinen Vater... das war wieder eine ganz andere Sache. Das Arbeitszimmer war tabu.
Aber dachte er dunkel, dies war nicht gerade ‚unnötig'. Sollte er diesen Brief nicht in die Hände bekommen, würden die Reaktionen seiner Eltern weitaus schlimmer sein als alles, was er diese Ferien bisher gesehen hatte. Er hatte fast den Jungen umgebracht, den sein Vater immer als ‚perfekten Sohn' angesehen hatte. Er war fast von der Schule geflogen! Sie würden nicht erfreut sein. Er musste diesen Brief in die Hände bekommen und er musste es jetzt tun.
Mit dieser Entscheidung gefällt, erhob er sich und verließ das Zimmer, Er kam allerdings nicht sehr weit, ohne gezwungen zu sein anzuhalten.
Das Zimmer seines Vaters war zwei Etagen unter der Bibliothek. Sirius hatte gerade erst seinen Fuß auf die erste Stufe gesetzt, als er Kreacher erspähte, der hinauf hoppelte in seine Richtung. Der Hauself entdeckte ihn leider, bevor er sich in seinen sicheren Hafen zurückziehen konnte. Sirius verzog angewidert das Gesicht, als Kreacher langsamer wurde und missgünstig zu ihm aufblickte. Der Hauself war bei den Blacks solange Sirius denken konnte. Einige andere Hauselfen waren geköpft worden, weil sie zu alt geworden waren um weiterhin zu dienen, aber nicht Kreacher. Bald hoffentlich, dachte Sirius böswillig. Er wurde bereits verrückt – er würde es beschwören.
„Master Black." Kreacher verbeugte sich tief, so dass seine schnauzenartige Nase den Boden berührte. Seine Stimme fuhr fort in dem gemeinen Unterton, "Es ist dieser undankbare Flegel. Was macht er jetzt?"
Ja genau, entschied Sirius. Das abstoßende kleine Ding wurde wirklich verrückt. Er zog seine Augen zusammen. „Was machst du?" verlangte er zu wissen.
„Kreacher muss eine Nachricht der Herrin überbringen, Master Black. Für Master Regulus." Nicht überraschend, hörte Sirius klar das gemurmelte „nicht für dieses gemeine Schwein" Sekunden später.
„Na ja. Fahre nur fort. Ich halte dich nicht auf."
Er beobachtete, wie der Hauself mit einem letzten halb-versteckten wütenden Blick, seinen gestolperten buckligen Weg die Treppen hoch wieder aufnahm. Er schloss für einen Augenblick die Augen, kämpfte darum seine Nerven zu beruhigen, bevor er seine feuchten Handflächen an dem Stoff seiner Robe abwischte. Er würde es machen. Er musste es machen! Ein paar Minuten später stand er vor dem Eingang zum Arbeitszimmer.
Einige lange Momente, jedoch, starrte er nur auf die Tür ohne sich zu bewegen, seine Augen auf das dunkle verknotete Holz fixiert. Seine Faust zusammenquetschend, um das leichte Zittern zu beenden, hob er schließlich die Hand, um zu klopfen, sich selbst einredend, dass alles gut gehen würde. Er war ein Marauder. Eine kleine Sache wie diese sollte ihn nicht aus der Fassung bringen! Aber er konnte sich nicht helfen, sich zu wünschen, dass er gerade jetzt James Unsichtbarkeitsmantel hätte. Oder, zumindestens, seinen Zauberstab – der war leider konfisziert worden bereits an seinem zweiten Tag zu Hause. Zu versuchen Regulus zu verhexen mit seiner Mutter im benachbarten Zimmer, war nicht seine intelligenteste Handlung gewesen. Es war wirklich typisch, dachte er. Er war in einem der wenigen Häuser in Großbritannien, wo es nicht besonders wahrscheinlich war, dass minderjährige Magie durch die vielen Schutzzauber entdeckt würde und er hatte es geschafft seinen Zauberstab abgenommen zu bekommen, bevor er von dieser Tatsache den geringsten Gebrauch gemacht hatte...
Einen tiefen Atemzug nehmend, klopfte er leicht, eine Entschuldigung bereit, auf seiner Zunge, für den Fall, dass sein Vater wirklich im äußeren Zimmer war. Ein kurzer Moment verging ohne Antwort und Sirius seufzte vor Erleichterung. Entschuldigung oder keine Entschuldigung, er hatte nicht wirklich die Aussicht genossen, wirklich auf den älteren Mann zu treffen heute Abend. Mit einem schnellen Blick den dunklen Gang rauf und runter, öffnete er die Tür und schlüpfte in das leere Zimmer.
Er war drin. Jetzt musste er nur diesen Brief finden. Vorzugsweise bevor sein Vater beschloss aufzutauchen... Darum kämpfend seine Augen davon abzuhalten, zu dem Türeingang auf dem entfernten Ende des Raumes abschweifen zu lassen, ging Sirius schnell zu dem großen eichenen Schreibtisch hinüber und begann vorsichtig die aufgestapelten Inhalte zu durchforsten.
Da war er. Das musste er sein. Nur Dumbledore würde Briefe in vielfarbiger Tinte schreiben. Mit unsicheren Händen, hob er die Seiten und brach das Siegel auf. Sehr geehrter Herr Black, las er. Mit großem Bedauern und schwerem Herzen , muss ich Sie von einem alarmierenden Vorfall in Kenntnis setzen in den Ihr Sohn Sirius verwickelt war. Ja. Das war er. Er brauchte nicht mehr davon zu lesen als dies. Schnell schob er den Brief in seine Roben und wandte sich um, den Raum zu verlassen. Als er es jedoch tat, kam er mit seinem Ärmel gegen einen gefährlich geschichteten Stapel von Schriftrollen, Büchern und Pergamenten, die dabei zu Boden fielen.
„Scheiße!" murmelte er, einen flüchtigen Blick in Richtung seines Vaters Labor werfend, verzweifelt betend, dass das Geräusch nicht laut genug gewesen war, seine Aufmerksamkeit zu erregen. Er kniete sich hin, hub gehetzt die auf dem Boden verteilten Gegenstände auf und stapelte sie zurück auf den vollgeräumten Schreibtisch. Eine Schriftrolle hatte sich geöffnet und als Sirius hastig sie wieder zusammenrollte, konnte er nicht verhindern, die Unterschrift am Boden zu lesen. Er hielt inne. Es war ein Brief an seinen Vater. Von Voldemort.
Fast unwillig begann er zu lesen.
Sehr geehrter Herr Black,
Euer Erfolg erweist Euch Ehre und ich sehe das ich richtig lag die Wichtigkeit Eurer Arbeit zu erkennen. Euer Beitrag zu unserer Sache wird sehr belohnt werden. Dieser neue Trank klingt äußerst interessant – eine Kombination von Veritaserum und Imperio. Denkt nur an die Möglichkeiten für eine solche Formel! Die anderen Formeln von denen Ihr spracht hörten sich ebenfalls vielversprechend an. Ich freue mich darauf ein paar Demonstrationen zu sehen. Wenn es möglich ist, werde ich Euch vor dem neuen Jahr einen Besuch abstatten und hoffentlich mit Proben verlassen. Ich nehme an, dass Ihr wie alle treuen Reinblüter am Fest bei den Malfoys am 23. teinehmen werdet. Wir können dort bestimmte Aspekte weiter besprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Lord Voldemort
Er stand immer noch mit seinen Augen blind auf die Schriftrolle fixiert, die Wörter nur undeutlich verschwommen auf der Seite vor ihm, als das Geräusch schwerer Fußtritte im Treppenhaus an seine Ohren drang. Er zuckte zusammen, seine aufgerissene Augen rasten zu dem Eingang als sein Atem ihm im Hals stecken blieb. Geh einfach weiter, bat er lautlos. Geh weiter die Treppen hoch. Du willst hier nicht anhalten… .
Es schien, dass er kein Glück hatte. Anstatt weiter zum nächsten Stock zu gehen, hielten die Fußtritte an und kamen dann den Gang auf das Arbeitszimmer zu . Auf ihn zu. Sirius drehte sich um, hastig nach etwas suchend, wo er sich verstecken konnte, sein Gehirn schnell seine Optionen durchgehend: Unter der Tisch? Nein, im Blickfeld der Tür. Was mit hinter der Tür? Ähh – nicht bei der Art und Weise auf die seine Mutter die Türen aufriss! Oh Scheiße! Nicht einmal in seiner Animagi Form würde er Aufmerksamkeit entgehen – und es stand außer Frage, dass er riskieren würde, dieses kleine Können seiner Familie zu offenbaren. Es war nutzlos. Scheiße. Oh Scheiße. Sein Herz hämmerte laut in seiner Brust. Mit einem Anflug von Panik starrte er auf die Schriftrolle in seinen Händen. Wenn sie wüssten, dass er dies gelesen hatte... Naja, er wollte wirklich allen Ernstes nicht die Konsequenzen erfahren! Ertappt zu werden war schlimm genug. Mit gehetzten, fahrigen Bewegungen schob er es hastig unter die anderen, als die Fußtritte draußen vor dem Zimmer anhielten. Er hatte kaum seine Hand zurückgezogen als die Tür hinter ihm aufschwang.
A/N – Hi. Hoffe ihr mochtet alle das neue Kapitel. Bitte schreibt einen Review. Ignoriet das „Seid nett" dass ich beim ersten Kapitel schrieb – Ich will wissen was die Leute denken. Gut oder Schlecht.
Ü/N – Ja, dito – wie beim ersten Kapitel: falls euch einige Formulierungen komisch vorkommen grammatikalisch und ihr meint das müsste anders heißen... .
Ach so bezüglich Sirius Ausdrucksweise: Klar ist „Scheiße!" extrem ordinär usw. Falls es euch stört: ich würde es Sternchen schreiben, aber das zeigt das nicht an. Abgesehen mal davon, wir reden hier von einem 16-jährigen Jungen – also sehr wahrscheinlich, dass er nicht die geringsten Hemmungen hat sich so auszudrücken, vor allem in einer derartigen Situation.
