Zuerst vielen Dank für die lieben Bewertungen :-D. Ich werde versuchen zeitnah Updates zu schreiben, allerdings habe ich insgesamt 4 Geschichten laufen und ich will keine zu lange vernachlässigen.
ElsaMars Vielen Dank, hab mich da auch von Elsa inspirieren lassen ;-)
Kapitel 1
Die Show war ein voller Erfolg und Elsa konnte noch immer nicht ganz glauben was mit ihr geschehen war. Sie rief Edward Mordrake in der Annahme den Rest der Ewigkeit an seiner Seite verbringen zu müssen. Die Seelen der gepeinigten Freaks einzusammeln und niemals Ruhe zu finden. Sie dachte, dass sie für alle Ewigkeit für ihre Sünden bezahlen müsse und nun war sie hier. Zuhause. Sie war Zuhause, wie spät hatte Elsa erkannt, dass alles was sie wollte jahrelang vor ihren Augen lag. Das Streben nach Ruhm, Glamour, Anerkennung und dem Traum ein Star zu sein hatten Elsa über die Jahre blind gemacht. Sie hatte bei ihren Monstern alles und doch hatte sie es nie gesehen. Erst jetzt erkannte sie wie glücklich sie im Leben hätte sein können. Nun war sie hier, bei ihrer Familie und lebte im Tode das Leben was sie immer wollte. Wie seltsam konnte das Leben manchmal sein. Ethel sagte zu ihr, das hier alle Sünden des vorherigen Lebens vergeben wären und doch spürte Elsa noch das schlechte Gewissen, dass an ihrer Seele nagte. Verträumt saß Elsa hinter der Bühne und lauschte den tosenden Applaus des Publikums und war in Gedanken weit weg.
„Das war eine ganz großartige Show Elsa, es ist schön zu sehen, dass Sie es immer noch drauf haben. Die Leute da draußen lieben Sie Elsa."
Es war Ethel die sich Elsa nährte und sich neben sie setzte. Die bärtige Frau blickte in das verträumte und verwirrte Gesicht der Frau, die sie immer als kleine Schwester gesehen hatte.
„Was ist los Elsa? Sie schauen wie sieben Tage Regenwetter dabei sollten Sie strahlen."
Elsa seufzte und blickte auf die Frau die neben ihr saß.
„Oh Ethel, meine liebe gute Ethel. Du glaubst gar nicht wie sehr ich dich in den acht Jahren nach deinem Tod vermisst habe."
„Acht Jahre? Wow, wie die Zeit vergeht. Nunja, Zeit hat hier keine Bedeutung, mir kam es wie wenige Wochen vor. Aber ich bin wirklich froh, dass Sie wieder bei uns sind Elsa. Und nicht nur ich, wir haben Sie alle vermisst. Besonders Ma Petite und Salty. Ha, der kleine Spitzkopf hat ganz eifrig eine neue Show einstudiert und hofft Sie beeindrucken zu können, in Wahrheit ist es das gleiche wie vorher nur das der seinen Reifen in die andere Richtung dreht."
Ein winziges Lächeln bildete sich auf Elsas Gesicht, als sie an die alte Show von Salty und Pepper dachte. Sie waren so liebenswerte Geschöpfe und Elsa liebte sie, besonders Pepper. Wie sehr sie hoffte das Pepper bei ihrer Schwester ein schönes Leben haben würde.
„Ethel, es tut mir Leid. Es tut mir alles so Leid…..ich weiß nicht was….."
Ethel legte ihre Hand auf die von Elsa und lächelte die blonde Frau aufmunternd an.
„Hey, ist schon in Ordnung, wie ich sagte alle Sünden des Lebens sind hier vergeben worden. Aber wenn es Sie beruhigt, ja ich habe Ihnen vergeben das Sie mich umgebracht haben und die anderen auch. Ich weiß, dass Paul, Eve, Suzi und die anderen meinen Tod rächen wollten aber ich habe Ihnen die ganze Geschichte erzählt." Ethel seufzte auf und sah mit Tränen in den Augen zu Elsa „Folgender Deal, ich vergebe Ihnen alles und dafür vergeben Sie mir. Ich schäme mich so sehr, dass ich dachte sie hätten Ma Petit etwas antun können. Wir…wir sind doch alle eine Familie oder?"
Elsa zog Ethel zu sich und schloss die andere Frau in eine tiefe Umarmung.
„Ja Ethel, wir sind eine Familie ich glaube wir hatten zuletzt vergessen was Familie bedeutet. Aber jetzt sind wir für einander da und das bis in alle Ewigkeit."
„Bis in alle Ewigkeit….das klingt gut Elsa. Darauf sollten wir anstoßen, meinen Sie nicht? Ich habe eine Flasche von Ihren Lieblingsschnaps versteckt. Kommen Sie."
Die beiden Frauen standen auf und machten sich auf den Weg in Elsas Zelt, alles sah noch genauso aus wie früher. Ethel nahm 2 von Elsas Gläsern und goss sie voll mit Pfirsichschnaps.
„Auf die Familie." Erhob Ethel das Glas.
Lächelnd hob auch Elsa ihr Glas „Auf die Familie."
„Also Elsa, kommen Sie erzählen Sie mir was sie in den letzten achte Jahren gemacht haben."
Beide Frauen nahmen auf Elsas Couch Platz und gossen sich einen weiteren Schnaps ein.
„Nunja, ich verließ Jupiter und flog nach Los Angeles. Ich habe geheiratet und wurde ein Star im Fernsehen. Ich habe unzählige Platten verkauft und hatte einen spitzen Sendeplatz am Freitagabend. Vor 2 Jahren bekam ich sogar meinen Stern auf den Walk of Fame…."
Ethel unterbrach Elsa und sah sie ungläubig an „Moment, Sie haben geheiratet? Meine Güte, ich dachte nie das Sie eine Frau für die Ehe sein könnten."
Ein Freudloses Lachen entkam Elsa „Bin ich auch nicht, ich habe diesen Mann nicht aus Liebe geheiratet sondern aus reiner Berechnung und ich glaube das tat er auch. Ich brauchte einen guten Kontakt ins Showgeschäft und einen Mann an meiner Seite, für mein Image und er brauchte jemanden mit dem er sich nach oben arbeiten konnte. Diese Ehe war mehr ein Geschäft als Liebe."
Ethel sah in das traurige Gesicht ihrer Freundin „Aber Sie wurden ein Star, dass wollten sie doch immer."
„Ja, aber es hat mich nicht glücklich gemacht. Ich dachte das würde es aber das tat es nicht. Ich war einsamer in den acht Jahren als je zuvor. Ich bin froh das es zu Ende ist, wirklich. Ich lasse nichts zurück in der Welt der Lebenden. Jeder den ich geliebt habe war vor mir gestorben oder würde bald sterben."
‚Massimo'
„Darf ich Sie was Persönliches fragen?"
„Oh Ethel, du hast dich doch nie gescheut deine Meinung zu sagen, also raus damit."
Elsa nahm einen Schluck von ihrem Schnaps und sah zu Ethel, die nervös mit ihrem Bart spielte.
„Hatten Sie und Ihr Mann ein Baby?"
Elsa verschluckte sich und fing an zu husten bevor sie anfing zu lachen.
„Was? Ethel um Himmels Willen was bringt dich auf diese Idee? Nein, ich hatte niemals ein Baby und schon gar nicht hätte ich eines mit ihm gewollt. Was soll die seltsame Frage?"
„Kommen Sie mit Elsa, ich will Ihnen etwas zeigen."
Ethel erhob sich und reichte Elsa ihre Hand. Gemeinsam verließen die beiden Elsas Zelt und gingen zu Ethels Wohnwagen. Elsa verstand nicht, was plötzlich mit Ethel los war. Ein Baby? Undenkbar! Vielleicht hätte sie zu einer anderen Zeit gern ein Baby gehabt aber dann auch nur mit einem Mann. Wenn Elsa jemals ein Baby hätte haben wollen, dann nur mit Massimo. Der verlorenen Liebe ihres Lebens.
„Ethel, was machen wir hier?" fragte Elsa als sie Ethels Wohnwagen betraten.
„Schhhhh, leise Elsa."
Ethel nahm Elsas Hand und führte sie zu einer kleinen Wiege.
„Darf ich vorstellen, das jüngste Mitglied unserer Familie. Baby Lucas."
