Hallo ihr Lieben!
Hier kommt wie versprochen das zweite Kapitel+g+
Manch einer wird hier sicher sagen...das passt nicht zu Hermine...mag sein...aber ich hatte ja gewarnt wegen OOC! ;)
Einen gaaanz lieben Dank an alle meine Reviewer ich war echt platt! Natürlich soll das nicht heißen, ich möchte jetzt nicht mehr so viele Kommentare haben! ;)
Werde übrigens auch in Zukunft versuchen immer zum Wochenende (also Freitag oder Samstag) ein neues Kapitel einzustellen!
Nun aber viel Spaß
Eure Zauberfee
Kapitel 2 – Die Waffen einer Frau
Draco blieb der Mund offen stehen, als sie, nackt wie Gott sie schuf, mit einem lasziven Lächeln in der plötzlich geöffneten Duschtür stand. Er konnte fühlen, wie sich ein Kloß in seinem Hals bildete und sein Herz in seiner Brust mit doppelter Geschwindigkeit schlug. Jeder einzelne Wassertropfen auf ihrer Haut schien ihm wie die Verführung in Person und die feine Gänsehaut auf ihrem Körper trieb ihm den Schweiß auf die Stirn. Er konnte trotz ihres entschlossenen Blickes eine feine Röte auf ihren Wangen ausmachen, und es kostete ihn alles an Körperbeherrschung, was er zu bieten hatte, um nicht hier und jetzt über sie herzufallen.
‚Hirn an Draco...das ist nur das wandelnde Lexikon...die ewige Jungfrau...die Besserwisserin...das SCHLAMMBLUT Granger! Komm mit deinen Gedanken wieder aus der Gosse!' Seine innere Stimme schrie ihn geradezu an, doch er dachte nur immer wieder ‚WOWWOWWOW...' wie ein Mantra, das er vor sich hinbetete. ‚HALLOOOO? Sie hat nichts, was du nicht auch schon anderswo gesehen hättest!' ‚Aber sie ist einfach umwerfend schön...das hätte ich unter den ganzen weiten Roben nie im Leben vermutet...' Draco fiel es immer schwerer, überhaupt auch nur noch einen klaren Gedanken zu fassen und das Blut begann in seinen Ohren zu rauschen. Sein Blickfeld engte sich immer mehr ein, wie in einem Tunnel, an dessen Ende Hermine stand.
oooOOOooo
Hermine war erst erstaunt, dann verblüfft und dann hoch erfreut ob ihrer Wirkung auf den Slytherin und sie beschloss ihren Vorteil auch noch weiter auszubauen. Mit einem süßen Lächeln und einem unschuldigen Blick schüttelte sie ihre nassen Haare aus dem Gesicht und fuhr sich mit den Händen an den Seiten ihres Körpers entlang, um anschließend mit einem sanften Hüftschwung auf Draco zuzugehen.
Sie konnte deutlich seinen Adamsapfel hüpfen sehen, als er angestrengt versuchte zu schlucken und wieder Herr seiner Sinne zu werden. Mit Genugtuung bemerkte sie sie, dass ihm genau das immer schlechter gelingen wollte. Als sie direkt vor ihm stand drehte sie sich einmal im Kreis, damit er auch ja alles gesehen hatte, was sie zu bieten hatte.
Ein musternder Blick über seinen Körper und sie wusste, dass er die nächsten Minuten wohl nicht mehr aufstehen konnte. Dies verriet ihr das deutliche Zelt, das sich nun in seiner Hose befand. Sie grinste ihn siegessicher an. „Ich hoffe, dir gefällt was du siehst?" Er konnte nur nicken. Hermine gefiel es, ihn so sprachlos zu sehen. Und scheinbar war dies nicht die einzige Fähigkeit, die er bei ihrem Anblick verloren hatte, denn auch mit seinem Denkvermögen schien es gerade nicht allzu weit her zu sein.
Sonst wäre ihm sicherlich aufgefallen, dass sie inzwischen nahe an seiner Türe stand. „Merk dir dieses Bild gut Malfoy...denn das war das erste und das letzte Mal, dass du mich so gesehen hast" fauchte sie ihm nun entgegen und war auch schon durch seine Zimmertüre verschwunden.
Es dauerte einen Moment, ehe er begriff, was geschehen war. Sodann sprang er auf, um ihr hinterher zu eilen. Doch das erste, was ihn in seinem Zimmer begrüßte, war Hermines Zauberstab, der deutlich auf seine Brust gerichtet war. Sie überrumpelte ihn mit einem „Petrificus Totalus" und er fiel steif wie ein Brett auf den Boden.
Hermine begann sich genüsslich vor seinen Augen abzutrocknen, einzucremen und anzuziehen. An den Schweißperlen auf seiner Stirn erkannte sie deutlich, dass ihr Anblick noch immer die gleiche Wirkung erzielte wie gerade eben im Bad. Mit aller Ruhe, die sie aufzubringen vermochte, schlenderte sie dann durch seine andere Zimmertüre in den Gemeinschaftsraum. Ehe sie die Türe hinter sich ins Schloss fallen ließ, rief sie ihm über die Schulter noch ein „Gute Nacht" zu und verschwand dann in ihren eigenen Räumen.
Kaum war sie in Sicherheit, kochte die Wut wieder in ihr hoch. Dafür würde er bitter bezahlen.
Nach einigem wütenden Hin- und Herlaufens fiel ihr wieder ihr Geschenk von Ron ein. Er hatte ihr ein Buch über unbekannte Flüche und Zauber gekauft. Sie hatte zu Hause nicht allzu viel Zeit, um darin zu schmökern, aber die Sprüche, die sie überflogen hatte, waren allesamt absolut fantastisch.
Sie zog es aus ihrem kleinen Regal, setzte sich im Schneidersitz auf ihr Bett, das Buch auf ihrem Schoß und begann darin zu blättern. Sie fand einige nützliche Sprüche, die sie sofort auf ihre Türen anwendete. Ein Spruch bewirkte, dass niemand das Zimmer ohne ihre Aufforderung betreten konnte, ein anderer sorgte dafür, dass jemand, den sie aus ihrem Zimmer rausschmiss, dem auch Folge leisten musste und ein weiterer verlangte eine Art Passwort, so dass es auch noch Sicherheit bot, falls Draco auf die Idee kommen sollte, Vielsafttrank zu verwenden.
Der letzte war, um schwarze Magie von den Türen fern zu halten und als sie diesen gesprochen hatte, begann ihre Türe zum Bad plötzlich zu leuchten. ‚So ein kleines Aas...hatte der mich doch tatsächlich mit schwarzer Magie von meinem Zimmer fernhalten wollen...du willst Krieg Malfoy...das kannst du haben!' Ihre Augen funkelten gefährlich. Nach einer weiteren Stunde intensiven Lesens in dem Buch stolperte sie geradezu über ihre perfekte Rache: ein Spruch, der alle Kleidung, die man anzog, für 4 Stunden unsichtbar machen würde, so dass der Verfluchte immer allen anderen nackt erscheinen würde.
Und das allergemeinste war, dass es demjenigen nicht eher auffiel, bis es ihm ein anderer gesagt hatte. Sie grinste diabolisch. ‚Morgen früh, wenn ich die Ganzkörperklammer von ihm nehme, bekommt er den Spruch auch gleich noch ab!' Mit dem guten Gefühl eines perfekten Racheplanes schlief sie schließlich ein.
oooOOOooo
Am nächsten Morgen war sie schon sehr bald auf den Beinen, denn sie wollte bereits mit allem fertig sein, ehe sie Draco „befreien" würde. So konnte sie gleich verschwinden und riskierte nicht sofort eine Attacke seinerseits. Sie wusch sich ausgiebig, zähmte ihre wilde Haarmähne, legte zur Feier des Tages sogar ein leichtes Make Up auf und schnappte sich ihre Schulsachen. Dann ging sie breit grinsend in Dracos Zimmer und flötete gut gelaunt ein „Guten Morgen!"
Sie zog ihren Zauberstab, murmelte ganz leise den Spruch für „des Kaisers neue Kleider", wie sie ihn im Stillen getauft hatte, und ein silbern glitzerndes Licht brach aus der Spitze ihres Zauberstabes. Dann rief sie „Finite" und hob somit die Ganzkörperklammer auf. Sie hörte, wie Draco gequält stöhnte, als er seine schmerzenden Knochen wieder bewegen konnte und nahm das als Signal, zu verschwinden. Ehe sich das Portrait am Eingang hinter ihr schloss, konnte sie ihn noch laut fluchen hören und schnappte einen Satzfetzen auf, der klang, als ob er ihr gerade den Krieg erklärt hatte.
Mit einem sehr breiten Grinsen und fröhlich vor sich hin pfeifend betrat sie die große Halle und setzte sich neben Harry und Ron, die sie mit hochgezogenen Augenbrauen musterten.
„Morgen Herm! Was ist denn mit dir heute los?" schaffte es Harry als erstes eine Frage zu formulieren. Ron nickte nur zustimmend.
„Wartet bis ihr Malfoy seht, dann wisst ihr es" antwortete sie nur geheimnisvoll und ihr Grinsen wurde tatsächlich noch eine Spur breiter.
„Wieso Malfoy...was hast du denn mit dem zu schaffen?" Ron schien plötzlich zu kochen vor Wut.
„Hat es sich noch nicht bis zu euch rum gesprochen? Er ist der Schülersprecher!"
Harry und Ron keuchten entsetzt auf, doch Hermine lächelte nur stumm vor sich hin und begann sich einen Toast zu buttern.
„Ich verstehe nicht, wie du da so fröhlich sein kannst...du musst das ganze Jahr mit diesem Lackaffen in einer Wohnung wohnen" kreischte Ron und klang in Hermines Ohren dabei sehr wie Lavender Brown.
„Beruhig dich mal wieder...mit DEM werd ich schon noch fertig!"
„Hat er dir gestern etwas getan, oder warum hast du ihn verzaubert? ...das hast du doch, denn sonst wärst du nicht so geheimnisvoll, oder?" Harry kannte sie einfach zu gut.
„Klar hab ich das...und ja...er dachte, er kann mir eins auswischen...aber den Zahn zieh ich ihm dieses Jahr noch...mit Hermine Granger legt man sich besser nicht an...diese Lektion wird auch ein Draco Malfoy noch lernen" funkelte sie Harry und Ron mit entschlossener Miene an.
„Versprich uns aber bitte, dass du uns um Hilfe bittest, wenn es dir doch zu viel wird, ja?"
„Genau...immerhin hätte ich nichts dagegen, ihn auch mal kräftig zu verhexen" grinste nun auch Ron.
Plötzlich brach vor der Tür ein ziemlicher Tumult los. Das Trio konnte einige Schülerinnen kreischen hören, andere Schüler lachten haltlos. Hermine musste sich auf die Lippe beißen, um nicht gleich ebenfalls loszulachen, obwohl sie noch gar nichts gesehen hatte, denn dieser Lärm vor der Halle konnte nur bedeuten, dass Draco gleich durch die Türe treten würde. Und das tat selbiger auch just in diesem Moment.
‚Scheinbar hat ihn noch niemand auf sein Problem angesprochen' stellte Hermine mit Genugtuung fest und brach dann in schallendes Gelächter aus. Alle anderen Köpfe waren nun ebenfalls zur Eingangstüre gewandt, wo ein ziemlich verwirrter und vor allem ziemlich nackter Draco Malfoy stand und nicht wusste, was plötzlich in alle gefahren war. Außer dem Slytherin-Tisch brach die ganze Halle in schallendes Gelächter aus, sogar am Lehrertisch sah man das ein oder andere Gesicht rot anlaufen vor unterdrücktem Lachen.
Dracos Hauskameraden sahen ihn alle verwirrt oder entsetzt an. Draco blickte immer wieder verständnislos an sich herunter und konnte sich keinen Reim auf das Verhalten seiner Mitschüler machen. Pansy Parkinson war es schließlich, die einen Teil des Zaubers brach, indem sie laut durch die Halle schrie: „Dracielein...wieso bist du denn nackt?"
Draco wurde noch einige Nuancen blasser als er ohnehin schon immer war und blickte entsetzt an sich hinunter. Nun konnte er ebenfalls erkennen, dass er nichts anhatte, bzw. dass seine Kleidung wohl für alle Umstehenden unsichtbar war. Nachdem er den ersten Schrecken überwunden hatte wurde sein Kopf knallrot, und dann zeichnete sich Erkenntnis auf seinen Gesichtszügen ab.
Er blickte zum Gryffindortisch und sah Hermine in die Augen. Als er feststellte, dass sie diejenige war, die am lautesten lachte, wusste er, dass sie der Urheber seiner Peinlichkeit war und er blickte sie so wütend an, wie es Hermine noch nie zuvor an ihm gesehen hatte. Doch ehe er noch Weiteres unternehmen konnte, packte ihn Snape von hinten am Arm und zog ihn aus der Großen Halle auf die Treppe zu, die in Richtung der Kerker führte.
Und...wie fandet ihr es? Ich fand es ganz lustig, es zu schreiben...ich war wohl an dem Tag etwas übermütig! ;)
Hinterlasst mir doch ein Review, damit ich weiß, was ihr davon haltet!
