Das Fenster

Ich hab mich so allein gefühlt
Hab um mich nur Kälte gespürt
Habe nicht bemerkt dass mein eig'ner Weg
Verschlossen ist - nicht weiter geht

Am Wegesrande war ein Fenster
Verschlossen verstaubt dunkel und finster
Es war das Fenster meiner Gefühle
Einsamkeit Sehnsucht Trauer und Leere

Doch bald wollt' ich auferstehen
Endlich leben - den Himmel sehen
Wollte das Fenster endlich öffnen
Schwarze Welten endlich lüften

Doch mir fehlten die Hoffnung und der Wille
Mir fehlte Geduld und die Stille
Ich weinte seither Tag und Nacht
Nach dem Wunder das mein Herz entfacht

Nach langer Zeit sah ich hinaus
Ohne Hoffnung aufs Leides Aus
Und sah dabei den göttlichsten Schein
Das war das Wunder und konnt' mich befrei'n

Da war eine Taube weiß wie Schnee
Hatte sanfte Flügel wie die einer Fee
Sie glühte in Kraft in hellem Feuer
Und war so stark wie ein Ungeheuer

Sie war der hellste Sonnenschein
Von Hass Neid und Lügen rein
Ein Symbol der Hoffnung - der Freiheit
Das dort am Himmel das Leben feiert

Sie erlöste mich auf sanfte Weise
Nahm mich mit auf ihre Reise
Horizonten entgegen übers Meer
Flogen wir voll Kraft wie ein riesiges Heer