AN: Herzlichen Dank für eure Komentare. Die bedeuten mir nämlich wirklich viel, obwohl ich die Story ja nur übersetze. Allerdings muss ich schon sagen, dass es sehr seltsam ist, dass das erste Kapitel fast zweihundert Leute gelesen haben und nur vier davon einen Komentar dazu geschrieben haben...

Der Disclaimer ist immer noch der gleiche wie in Kapitel eins.

Okay, ohne euch mit weitern Einzelheiten zu nerven...


Kapitel zwei

Lily seufzte und legte die Arbeit nieder, die sie gerade verzweifelt versuchte zu benoten. Zaubertränke war ein schwierigeres Fach, als die Leute glaubten. Sie lehnte sich in ihren Stuhl zurück und massierte ihren Nacken, der schon steif war, weil sie versucht hatte mit der Korrektur fertig zu werden, bevor sie zu Bett ging.

Sie ließ ihren Blick über ihre Umgebung schweifen. Obwohl ihr Quartier in den Kerkern lag, war es dennoch sehr gemütlich. Sie hatte dem ganzen natürlich einen weiblichen Touch verliehen und die Steinwände so gut wie möglich dekoriert. Um ihren Tisch herum hatte sie Bilder von ihren Liebsten aufgestellt. Sie fühlte sich wohler wenn sie von ihrer Arbeit aufschauen und ihre Familie sehen konnte. Sie konnte kaum noch Zeit mit James verbringen, da sie Zaubertränke unterrichtete, James als Auror unterwegs war und sie beide Mitglieder des Phönixordens waren. Diese Pflichten nahmen alle ihre Zeit in Anspruch und so waren die Ferien die einzige Zeit die sie mit ihrer Familie verbringen konnte.

Sie hätte hauptberuflich für den Orden gearbeitet, wäre ihr Sohn Damien nicht gewesen. Er hatte vor zwei Jahren sein erstes Jahr in Hogwarts begonnen und sie selbst hatte die Stelle als Zaubertranklehrerin angenommen, sobald sie das Angebot bekommen hatte. Sie wusste, dass Damien aufstöhnen würde, dass er gar nichts machen könne, wenn seine Mutter anwesend war, aber das war natürlich für Lily kein Grund gewesen den Posten abzulehnen. Sie seufzte wieder und nahm das Foto ihres Sohnes in die Hand. Es war erst letzen Sommer aufgenommen worden, als Damien noch ein Erstklässler gewesen war. Anders als sein anderer Bruder war Damien nicht ein absolutes Ebenbild von James. Er hatte zwar sein schwarzes Haar, aber es war nicht verstrubbelt, wie das von James. Er hatte James´ braune Augen, die er immer dafür verwendete sich aus Schwierigkeiten herauszureden, auch darin ähnelte er James sehr. Seine Gesichtszüge jedoch waren die Lilys. Er hatte Lilys Nase, ihren Mund und ihr feuriges Temperament. Er war eine gute Mischung der beiden. Sirius hatte es auf sich genommen Damien in einen Unruhestifter zu verwandeln, der es mit James aufnehmen konnte, und natürlich war Damien ganz scharf darauf gewesen von einem der Rumtreiber zu lernen.

Lily starrte auf James Bild und fühlte die Sehnsucht nach ihm in ihrem Herzen. Sie hatte ihn schon seit zwei Wochen nicht mehr gesehen, doch dieser Schmerz war nichts im Vergleich zu dem Schmerz, der sie jedes Mal übermannte, wenn sie das Foto neben James ansah. Das Foto war nur drei Tage bevor er...genommen wurde... aufgenommen worden. Lily richtete ihre grünen Augen auf das Bild ihres ältesten Sohnes, Harry. Er kicherte, deutete auf sie und schaute sich um. Ihr Herz verzehrte sich schmerzhaft als sie auf das Foto ihres Babys blickte. Sie schaute von dem Bild auf den kleinen Kalender an der Wand, der das Datum zeigte. Es war der 31. Mai. Sie spürte wie ihr die Luft im Hals stecken blieb. „Zwei Monate.", dachte sie. „Zwei Monate und er wäre sechzehn Jahre geworden und hätte sein sechstes Jahr in Hogwarts begonnen."

Sie hatte sich immer so an Harry erinnert. Jedes Mal wenn sie Harry ansprach und das, was er jetzt wohl tun würde, war schwer für James mit ihr zu reden. James hatte der Verlust des Kindes viel mehr getroffen als erwartet. Es war immerhin sein Freund gewesen, der Harry aus ihrem eigenen Haus geraubt und ihn an dieses Monster übergeben hatte. James hatte sich geschworen, dass er sich für Harrys Tod an Peter und Voldemort rächen würde. James hatte Glück gehabt bei dem Anschlag nicht gestorben zu sein. Er hatte eine Menge Blut verloren und der Schlag auf den Kopf hatte ihn für zwei Wochen außer Gefecht gesetzt. Er hatte sich Vorwürfe gemacht, dass er seinen Sohn nicht beschützen konnte und es hatte Monate gedauert, bis er etwas anderes sagen konnte als: „Es tut mir Leid, Harry... es tut mir Leid, dass ich dich nicht beschützen konnte."

Erst Damiens Geburt, drei Jahre später, hatte James wieder neuen Lebenswillen gegeben. Nur durch Damien hatte James wieder zu sich selbst gefunden. Er wurde sehr beschützerisch, wenn es um Damien ging, mehr sogar als Lily. Dennoch ließ er Damien seinen Spaß haben und Lily musste zugeben, dass es wohl keinen verwöhnteren Jungen gab, als Damien, obwohl er ein guter Junge war und nichts für selbstverständlich erachtete.

Lily wandte ihre Augen von Harry ab und rieb sie sich müde. Sie stand auf, machte sich auf den Weg in ihren kleinen Wohnbereich, in dem ihr Himmelbett stand und wollte sich gerade unter ihre Bettdecke kuscheln, als sie ein Tapsen am Fenster hörte. Sie schaute aus ihrem ovalen Fenster und sah eine kleine, braune Eule, die sie anstarrte. Lily lächelte und eilte sofort zum Fester um das kleine Tier herein zu lassen. Die Eule fiepte glücklich und steckte sofort ihr Beinchen vor, an das eine kleine Papierrolle gebunden war. Lily nahm sie dankbar ab und merkte gar nicht, dass sie Eule sofort wieder davonflog. Lily wusste, dass der Brief von James war, da er immer Ministeriumseulen schickte. Sie öffnete eilig den Brief und las:

Liebste Lily,

Wie geht es dir Schatz? Ich hoffe du hast dich aus allen Schwierigkeiten herausgehalten. Das erinnert mich: Wie geht es eigentlich unsrem kleine Unruhestifter? Ich hoffe bloß, dass du ihn nicht zu oft nachsitzen lässt. Sag Damy, dass ich die Tickets für den Weltcup habe und dass wir sicher hingehen werden, um uns das Spiel anzuschauen. Bugarien und Irland, ich kann es kaum noch erwarten. Aber ähm...ja wie geht es dir?

Ich werde dich hoffentlich am Wochenende besuchen können. Vielleicht können wir dann ja nach Hogsmeade gehen.

Pass gut auf dich auf, mein Herz und richte Damy einen schönen Gruß von mir aus

In Liebe, James

Lily lächelte und legte den Brief weg. James und Quidditch waren zwei Dinge, die man nicht trennen konnte. Damien würde sich aber freuen, da er die letzten drei Wochen über nichts anderes, als die Karten für das Spiel geredet hatte. Sie wusste, dass James für Irland war während Damien und Sirius schon immer Bulgarien-Fans gewesen waren. „Das wird interessant werden.", dachte Lily, als sie in ihr Bett kroch und sich zudeckte. Sie war so müde, dass sie auf der Stelle einschlief. Ihr letzter klarer Gedanke vor dem Einschlafen war: „Welches Team hätte Harry wohl unterstützt?"


Der dunkle Raum lag in Trümmern von dem Kampf, der gerade dort stattgefunden hatte. Inmitten der Glasscherben und der zerbrochenen Besitztümer lag der Körper eines dreißigjährigen Mannes. Er war ein Anhänger des Dunklen Lords gewesen, was, das auf seinem linken Arm eingebrannte Symbol, eindeutig zeigte. Deswegen war es verwirrend, dass dieser Mann auf Befehl des Dunklen Lords hin getötet worden war. Der Mann war ein übertrieben selbstbewusster, machthungriger Mensch, der zufällig einige interessante Dinge über Lord Voldemort herausgefunden hatte. Er hatte versucht diese Informationen zu verwenden um einen höheren Rang innerhalb der Todesser einzunehmen, aber stattdessen hatte er den Zorn des tödlichsten Attentäters des Dunklen Lords zu spüren bekommen.

Er stand über der Leiche, den Zauberstab immer noch locker in der Hand, das Gesicht in den Schatten verborgen. Er zog seine silberne Maske über sein Gesicht und bewegte sich zügig auf das Fenster zu, um aus dem Haus zu verschwinden. Sein schwarzes Haar wehte im Wind und seine smaragdgrünen Augen schweiften über die Trümmer und die Leiche. Zufrieden mit seinem Job, kletterte aus dem Fenster und ließ sich auf den Boden fallen, sein Umhang flatterte um ihn herum und so verschwand er.


Bella lief in der Haupthalle auf und ab. Sie hatte ihre dünnen Arme hinter dem Rücken verschränkt, ihren Kopf tief gesenkt und murmelte etwas vor sich hin. Das war nicht so ungewöhnlich für Bella, das sie manchmal ein bisschen verrückt war, und mit sich selber zu reden ist ja nur das erste Zeichen für Verrücktheit. Noch irrer war der Gesichtsausdruck der auf ihrem schönen Gesicht zu sehen war. Ihre Augenbrauen waren zusammengezogen und ihre Augen schienen auf die Haupttür geheftet.

„Er sollte schon längst hier sein... ehrlich, wie lang kann das dauern...vielleicht gab es Komplikationen...nein, nein...unmöglich...aber wo ist er dann.", murmelte sie mit kaum hörbarer Stimme.

Lord Voldemort lächelte wieder Willen. Er hatte Bella nie für den mütterlichen Typ gehalten, aber es war offensichtlich, dass sie sich sehr um den Jungen sorgte. Er selbst hatte es nicht für möglich gehalten, dass der Junge ihm so viel bedeuten würde. Er war immer stolz darauf gewesen, dass er kein Herz hatte und dass Gefühle wie Liebe und Zuneigung ihm nichts bedeuteten. Dennoch, nachdem er einige Zeit mit Harry verbracht hatte, hatte der Dunkle Lord erkannt, dass Harry sich irgendwie in sein nicht-existierendes Herz gewurmt hatte.

„Das liegt in den Augen dieses Bengels.", dachte er.

Seit er das erste Mal in seine grünen Augen geblickt hatte, hatte er sich von ihnen gefangen gefühlt. Sie ähnelten den seinen, bevor sie sich rot verfärbt hatten, aufgrund seiner Experimente mit Schwarzer Magie. Das war der Zeitpunkt, an dem er beschlossen hatte, dass Harry nicht sterben würde sondern sein Nachfolger werden sollte. Er wusste, dass Harry mächtig genug war, um den Status als Erbe Slytherins zu verdienen.

Ihm war klar, dass Harry auf sich selbst aufpassen konnte, da er mit dem Dunklen Lord selbst trainiert hatte seit er sieben Jahre alt war, dennoch wurde er ungeduldig, weil der Auftrag so lange dauerte. Sicherlich hätte Harry jetzt schon wieder zurück sein müssen.

Er trat ein Stück hinter Bella und hörte, wie sie vor Sorge vor sich hinmurmelte. Er lächelte wieder, etwas, was ihm nur gelang, wenn es um Harry ging.

„Wenn du vorhast den Boden mit deinem Umhang zu wischen, dann solltest du durch das ganze Zimmer gehen, dieser Teil ist jetzt schon sauber genug." Voldemort musste sich zwingen nicht über Bellas Gesichtsausdruck zu lachen, als diese sich zu ihm umdrehte.

„Verzeihung, Herr... Ich habe nur... gewartet...", stotterte Bella, bevor sie rasch auf die Knie sank und den Umhangsaum ihres Meisters küsste.

„Und wer ist es, auf den du so ungeduldig wartest?", fragte er, obwohl er natürlich genau wusste, auf wen sie wartete.

„Auf Harry, Herr.", antwortete sie zögerlich. „Er ist schon seit vier Stunden weg und ich habe angefangen..." Sie stoppte, als sich die Eichentüren öffneten und Harry mit großen Schritten herein kam.

Bella zwang sich schnell dazu, keine Emotionen auf ihrem Gesicht zu zeigen und blickte auf ihren „Adoptivsohn". Kurz nachdem er eingetreten war blieb Harry stehen und nahm seine silberne Maske ab, sodass sein Vater und Bella sein hübsches Gesicht sehen konnten. Er lächelte ihnen zu und stand stolz vor seinem Vater.

„Es ist geschehen, Riley wird für immer schweigen." Harry sprach sanft und fing den Blick in den Augen seines Vaters auf, auf den er immer sehnsüchtig wartete. Es war der Blick voll Stolz. Voldemort lächelte, legte Harry beide Hände auf die Schultern und blickte ihn mit Bewunderung an. Harry war gerade mal sechzehn, aber er war weit davon entfernt ein Kind zu sein. Harry war zu einem Zauberer herangewachsen mit dem es die meisten erwachsenen Zauberer nicht aufnehmen konnten. Riley war fast doppelt so alt gewesen, wie Harry, aber dennoch hatte Harry es geschafft ihn zu töten, ohne auch nur einen einzigen Kratzer abzubekommen.

„Was hat so lange gedauert?", fragte er, als er Harry aus der Halle in eine seiner Räume führte.

„Der dreckige Orden war da." Harry spie das Wort Orden hervor, als wäre es verflucht. „Ich durfte keine Aufmerksamkeit auf mich lenken, deswegen bin ich erst mal in Deckung gegangen, bevor ich zu Riley vordringen konnte"

„Gut, das war gut. Sie haben dich nicht bemerkt?" Voldemort fürchtete immer, dass der Orden Harry in die Finger bekommen könnte. Es war nicht so, dass er Angst hatte sie könnten Informationen aus Harry herauspressen – er war sich sicher, dass Harry lieber für ihn sterben würde, als ihn zu verraten – nein, er war besorgt darüber, was sie seinem Erben antun könnten.

Voldemort hatte Harrys Existenz lange Zeit geheim gehalten, aber jetzt, da er mit seinen Aufgaben begonnen hatte, war es nur eine Frage der Zeit bis jemand von Voldemorts Sohn Wind bekam. Voldemort hatte Harry auch vor seinen Anhängern geheim gehalten, da er genau wusste, dass viele hofften, er würde seine Macht und seine Position auf sie übertragen, sollte die Zeit dazu kommen. Sie würden alle Hindernisse beseitigen, die ihnen im Weg standen. Deswegen wurde Harrys Existenz verschwiegen und nur eine Handvoll Todesser in seinem engsten Kreis hatten je sein Gesicht gesehen. Zu allen anderen Zeiten hatte Harry immer seine silberne Maske getragen.

Jedoch war das Geheimnis vor zehn Monaten entdeckt worden und die Reaktionen seiner Anhänger hatten den Dunklen Lord königlich amüsiert. Sie konnten nicht verstehen, dass ein fünfzehnjähriger Junge sie eines Tages führen und ihr Herr werden sollte.

Er wurde jetzt schon mit „junger Herr" angesprochen, und irgendjemand hatte begonnen ihn zärtlich den „Dunklen Prinz" zu nennen. Das war Lucius Malfoy gewesen, der von Anfang an über Harry bescheid gewusst hatte.

„Harry, ich möchte, dass du gehst und dich ausruhst. Später werden wir gemeinsam zu Abend essen, okay." Voldemort wollte, dass sein Sohn sich ausruhte, da er wusste, dass Harry nie zugeben würde, wenn er hungrig oder müde war.

„Ja, Vater.", antwortete Harry und verließ den Raum um sich in seinem eigenen Zimmer auszuruhen.

Bella entschuldigte sich und verließ hastig den Raum, um Harry zu folgen.

Sein Zimmer war in einem der geheimen Flügel der Festung, die Lord Voldemort bewohnte. Harry hatte immer von seiner Bedeutung gewusst, hatte aber nie ganz seinen Entdeckerdrang aufgegeben. Allerdings hatte er durch einen Vorfall, als er sieben war, auf die harte Tour lernen müssen, seine Existenz geheim zu halten. Deshalb hatte sein Vater auch einen ganzen Flügel Harry zur Verfügung gestellt und Harry hatte viele Stunden damit verbracht seine Umgebung zu erkunden, wobei er viele Abenteuer erlebt hatte.

Harry öffnete die Türe und betrat sein Zimmer. Der Raum war riesig und beherbergte nicht nur alles, was Harry für sein Training und zum Entspannen brauchte, sondern auch alles, was Harry wollte. Er schritt zu seinem riesigen Kleiderschrank und öffnete ihn, ohne seinen Zauberstab zu benutzen. Er zog eine dunkelblaue Robe heraus und tauschte sie mit seiner dunkelgrünen. Seine Aufmerksamkeit wurde auf sein Spiegelbild gelenkt und für einen Moment stand er nur da und betrachtete sich. Er hatte seinem Aussehen nie viel Bedeutung zugemessen, was auch nicht notwendig war, da er auf natürliche Weise immer gut aussah, egal, was er machte. Er fuhr mit seiner Hand durch seine wirren Strähnen und wischte sie sich aus den Augen. Als er das tat, beleuchtete das Licht die ungewöhnliche Narbe auf seiner Stirn. Harry zog sie vorsichtig mit einem Finger nach. Die Narbe war dort schon seit er sich erinnern konnte und war das einzige an seinem Aussehen, das er selber mochte. Seine strubbeligen schwarzen Haare und seine funkelnden grünen Augen waren Züge, von Menschen, die er mit all seiner Kraft hasste. Obwohl er darum gebeten hatte, hatte ihm sein Vater nie erlaubt sein Aussehen zu ändern. Harry neigte seinen Kopf leicht und lächelte, als er seine dunkelgrüne Robe auszog. Er war zwar erst sechzehn, hatte aber dennoch den Körperbau eines Kriegers. Seine Arme und seine Brust waren muskelbepackt und er hatte lange daran gearbeitet seinen Körper so zu formen. Unzählige Stunden voll Training und Übungen hatten seinen Körper und seinen Geist gestählt und Harry konnte nicht umhin ein bisschen stolz darauf zu sein. Er war nicht sehr groß für sein Alter, aber er war auch nicht sehr klein. Für sein Alter hatte er genau die richtige Größe.

Hätte er eine Schule besucht, wie die anderen Normalen Jungen, wäre er ein Mädchenschwarm gewesen. Harry war gerade auf dem Weg zu seinem Badezimmer um sich zu duschen, als jemand das Zimmer betrat.

Instinktiv griff Harry in seine Tasche und hatte schon einen Dolch zwischen den Fingerspitzen, als er den dunklen Kopf von Bella auf der Türschwelle erkannte.

„Ich hätte dich töten können.", höhnte er, als er den Dolch wieder in seiner Hose verstaute.

„Nicht in diesem Haus.", scherzte sie. „Du bist niemals so eingestellt, wenn du zu Hause bist." Sie näherte sich ihm und sah, wie er sich ein Handtuch nahm und in Richtung Badezimmer verschwinden wollte. Sie legte ihm eine Hand auf seine bloße Schulter um ihn aufzuhalten und drehte ihn sanft, so dass er sie ansah. Harry starrte Bella an, bis er den Ausdruck in ihren Augen lesen konnte. Er seufzte.

„Was willst du Bella?", fragte er und entwand sich ihrem Griff.

„Ich wollte nur sicher stellen, dass du in Ordnung bist.", sagte sie und starrte ihm in die Augen. Harry wich ihr aus und ging weiter in Richtung Badezimmer. „Und warum sollte ich nicht in Ordnung sein?", fragte er, immer noch mit abgewandtem Gesicht.

Er hasste es, wenn Bella sich zu mütterlich verhielt. Es passte einfach nicht zu ihr.

„Du siehst ausgelaugt aus und du hast Stunden gebraucht um eine Aufgabe auszuführen, die man in einer Stunde schaffen könnte." Sie war ehrlich besorgt wegen Harry.

„Wie ich schon sagte ich musste in Deckung gehen, bis der Orden weg war." Er blieb vor dem Badezimmer stehen, drehte sich um und schaute sie direkt an. „Du solltest deine brillante Beobachtungsgabe auf andere Dinge richten und weniger auf mich. Ich kann auf mich selbst aufpassen."

Bella lief rot an und warf ihm einen kalten Blick zu. „Es tut mir so leid, junger Herr. Bitte macht euch frisch und leiste uns Gesellschaft in der Lagebesprechung." Damit drehte sie sich um und verließ Harrys Zimmer.

Harry grinste und ging ins Badezimmer. Er hatte Bella nicht anfahren wollen, aber er war einfach zu müde und er glaubte, dass eine heiße Dusche seine Lebensgeister wiedererwecken würde und um sich zu versöhnen war später immer noch Zeit.


AN: Und wie könnten Harry und Bella sich wohl am besten versöhnen. Genau, mit viel Aufmunterung vom Publikum, also hinterlasst mir ein bischen Feedback.

Danke !