Akt 2 : Hat der Anfang bereits jetzt ein Ende?
Warme, sanfte, nackte Haut unter langen, fein gliedrigen Fingern…
Eine zarte Berührung auf der Brust…
Ein sanfter Kuss auf einen leicht geöffneten Mund…
Eine flinke, feuchte Zunge, die sinnlich über die weiche Haut gleitet…
Dann ein ersticktes, lustvolles Keuchen…
Ein Name…
"…Molly…"
"Reichen Sie mir bitte das kleine Reagenzglas!"
Molly und John sahen beide von ihren Unterlagen auf und zu ihm, wussten im ersten Moment nicht mit wem er direkt sprach.
Sherlock deutete links an ihnen vorbei, ohne von seinem Mikroskop aufzusehen und Molly drehte sich herum, suchte einen Augenblick nach dem Gegenstand.
Sie entdeckte ihn direkt hinter sich auf ihrem Schreibtisch liegend und beugte sich hinüber, schnappte ihn sich mit ihrer Rechten.
Dann stand sie auf und ging hinüber zu Sherlock, um das Glas in seine ausgestreckte Hand zu legen.
Als sich ihre Fingerspitzen berührten sah er kurz auf und ihre Blicke trafen sich.
Sein Körper schwer, aber nicht unangenehm auf ihr…
Seine Hände, die sie überall berührten und streichelten…
Sein Mund, der sie leidenschaftlich, besinnungslos küsste, verschlang…
Ihr Name, lustverhangen, aus seinem Mund, leise, fast schon flüsternd…
"…Molly…"
Molly schluckte und wandte den Blick ab, als er sich wieder seinen Experimenten zuwandte.
Sie schwieg und drehte sich erneut zu ihren Akten um, versuchte so viele Details wie möglich in ihrem Gehirn abzuspeichern.
Mit ihrer Konzentration war es allerdings vorbei, da sie deutlich Johns Blicke in ihrem Rücken spürte.
Sie seufzte und drehte sich herum, blickte ihn fragend an.
"Ist alles mit Ihnen in Ordnung, Molly?"
Sie fröstelte und verspannte sich etwas. "Ja, natürlich."
Er zuckte leicht mit den Schultern und Molly sah, wie Sherlock sie aus den Augenwinkeln heraus beobachtete.
Sie schluckte nervös und konzentrierte sich wieder auf John. "Warum fragen Sie, John?"
"Sie sehen müde aus." gab er besorgt zu und lächelte sanft. "Sie haben nicht zufällig Sherlock bei seinen Experimenten gestern Abend geholfen, oder?"
Mollys Herz pochte ängstlich in ihrer Brust und ihr brach ungewollt der Schweiß aus.
Experimente - wenn John nur wüsste, was sie Beide tatsächlich gestern getrieben hatten.
Oder ahnte er vielleicht etwas?
Hatte Sherlock es ihm womöglich sogar gesagt?
Sie öffnete den Mund, um ihm eine Antwort zu geben, doch ehe sie sich in eine schlechte Lüge verwickeln konnte, antwortete Sherlock mit sanfter Stimme an ihrer Stelle.
"Sie haben uns erwischt, John. Ich bin gestern Abend mit den Ergebnissen nicht weiter gekommen und habe daher Molly gebeten, mir zu helfen. Irgendwie haben wir wohl Beide die Zeit vergessen und ehe wir uns versahen war es schon weit nach Mitternacht. Nicht wahr, Molly?"
Sie drehten sich Beide überrascht zu Sherlock um, der weiterhin an seinem Mikroskop arbeitete.
Er sah sie nicht direkt an, aber Molly hörte aus seinen Worten deutlich heraus, dass sie ihn bei seiner Aussage unterstützen sollte.
Sie nickte hastig. "Ja, so war es, John. Wir haben irgendwie die Zeit vergessen."
Erneut huschten ihre Gedanken zum gestrigen Abend zurück und für einen kurzen Moment wurden ihre Wangen flammend rot.
Schnell drehte sie sich zu ihren Akten herum, das Gesicht von John abwendend.
Dieser blickte einen Moment verwirrt drein, ehe er sich wieder zu Molly herumdrehte.
"Wissen Sie, Molly, sie sollten einfach mal lernen Nein zu sagen.", flüsterte er ihr leise zu.
Wenn er nur wüsste wie schwer ihr das fiel.
Er erhob sich und blieb unschlüssig im Türrahmen stehen.
"Ich gehe zum Lunch. Ihr wollt nicht zufällig etwas?", fragte er laut in die Runde.
Molly schüttelte dankend den Kopf und blieb regungslos sitzen, Sherlock gab wie immer keine Antwort und mit einem resignierten "Okay." verließ John das Labor.
Für einen langen Moment schwiegen Beide, ehe Molly leise sagte: "Das war knapp."
Sherlock gab keinen Ton von sich, stimmte ihr aber insgeheim zu.
Sie seufzte leise und erhob sich, trat vorsichtig hinter ihn. "Schon etwas gefunden?"
Sherlock schüttelte den Kopf. "Nichts Außergewöhnliches feststellbar."
Er nahm das Glas in seine Hand und warf es neben sich in den Eimer.
"Ich werde wohl noch mehrere Nachforschungen betreiben müssen, um unseren Mann mit genügend Beweisen überführen zu können."
Er seufzte kurz und zog sich seinen Mantel über.
"Ich fahre zurück zur Baker-Street, falls John fragen sollte."
Sie nickte und sah ihm nach, als er das Labor mit schnellen Schritten verließ.
Endlich beruhigte sich auch ihr Herzschlag wieder, der die ganze Zeit - seit seiner Anwesenheit - einen unnatürlichen Rhythmus geschlagen hatte.
Molly seufzte und machte sich daran, Sherlocks Arbeitsplatz zu säubern und die vielen Gegenstände, die er achtlos liegen gelassen hatte, zu sortieren.
Wenige Minuten später vibrierte es leicht in ihrem Arbeitskittel und sie nahm zögernd ihr Mobiltelefon heraus, sah auf das Display und öffnete die eingegangene Nachricht.
Termin heute Abend steht? - SH
Für einen kurzen Moment erschien ein trauriges Lächeln auf Mollys Lippen, doch sie zögere mit ihrer Antwort, verharrte regungslos auf der Tastatur ihres Telefons.
Ihr Verstand schrie ihr, diese Beziehung oder was immer das zwischen Ihnen war, zu beenden.
Ihr Körper riet ihr allerdings, das zu nehmen was sie kriegen konnte.
Besser, als elend lange zu warten und zu hoffen.
Und Molly wollte nun mal nur ihn, diesen großartigen, einzigartigen Meisterdetektiv, nur ihn, Sherlock Holmes, darin bestand leider kein Zweifel.
Sie zuckte erschrocken zusammen, als erneut eine Nachricht auf ihrem Telefon einging.
Ich warte.- SH
Ihr Herz und ihre Gedanken rasten.
Was sollte sie ihm nur antworten? Natürlich wollte sie nicht aufhören. Aber gleichzeitig wollte sie doch so viel mehr als nur das.
Wieder vibrierte das Telefon in ihrer Hand.
Molly… - SH
Molly schalt sich innerlich einen Narren, sie hatte sich den ganzen Schlamassel schließlich selbst eingebrockt.
**48 h vor dem Akt**
„…und ich habe es langsam satt, dass ich Sie ständig darüber belehren muss. Räumen Sie Ihren Dreck gefälligst selbständig weg. Ich bin nicht ihr Hausmädchen, Sherlock!"
Molly hatte ein für alle Mal genug von diesem Mann.
Sie wusste, dass er sie schamlos ausnutzte, um illegale Sachen wie Körperteile zum Experimentieren mit nach Hause zu nehmen.
Zum ersten Mal seit vielen Jahren sah sie nun auch ihre Arbeitsstelle gefährdet, Mike Stamford war schließlich nicht dumm.
Und so sehr sie Sherlock insgeheim bewunderte und auch liebte, war ihr die Arbeit, die sie in St. Barts verrichtete, deutlich wichtiger als dieser verdammte Detektiv.
„Molly, ich sage es nicht gern. Aber es ist an der Zeit, dass Sie endlich wieder jemanden kennen lernen der sie ordnungsgemäß befriedigt. Ihre Stimmung in letzter Zeit ist ja kaum mehr zu ertragen."
Die Stille, die daraufhin folgte, war förmlich greifbar.
Molly blinzelte fassungslos, unsicher ob sie das gerade geträumt oder ob Sherlock tatsächlich gesprochen hatte.
Sie drehte sich langsam – definitiv zu langsam für Sherlocks Geschmack – zu ihm um, ihr Blick nur sehr schwer zu deuten.
Doch unter der Maske des Entsetzens brodelte es gewaltig.
Molly war sich nicht sicher, wie lange der Korken halten würde, eher es aus ihr herausbrach.
Schließlich hatte ihr gerade Sherlock „Ich-bin-mit-meiner-Arbeit-verheiratet-und-Mitgefühl-bring-keinen-Vorteil" Holmes zu verstehen gegeben, dass sie unter chronischem Sexmangel litt!
Was war es denn ihre Schuld, dass sie keinen anderen Mann auch nur im Entferntesten so ansprechend, anziehend, attraktiv und sexy fand wie diesen egoistischen Mann, der gerade vor ihr stand?
Der Blick, der ihn aus diesen haselnuss-braunen Augen traf, hätte ihn auf der Stelle tot umfallen lassen, hätte Molly die Wahl gehabt.
„W-Wenn Sie…damit andeuten w-wollen, d-dass ich erst….erst wieder einen Kerl zwischen meinen Beinen brauche, Sherlock, damit ich…i-ich wieder f-fröhlich singend d-durch die Gegend hüpfe…"
Molly atmete schwer und hatte große Mühe, sich unter Kontrolle zu halten, um Sherlock nicht an die Gurgel zu gehen.
Und was tat er?
Anstatt die Wogen zu glätten und sie zu beruhigen – immerhin war es seine Schuld, dass ihr Blutdruck bei 180 lag – grinste er.
Ja, tatsächlich!
Er hatte die Frechheit, zu grinsen.
„So direkt hätte ich es zwar nicht ausgedrückt, aber Sie haben den Nagel..."
„Halten Sie gefälligst den Mund!" Ihr Gesicht war hochrot.
Ob aus Scham oder Wut konnten Beide nicht sagen.
Doch der plötzliche, eher untypische Ausbruch überraschte Beide gleichermaßen.
Doch Sherlock blieb Sherlock.
Während bereits jeder andere Mann flehend auf Knien gebettelt hätte, konnte er sich auch den nächsten Kommentar nicht verkneifen.
„Ich bin beindruckt, Molly, wirklich." Er blickte sie anerkennend an. „Diese raubtierhafte Seite an Ihnen ist mir noch völlig unbekannt. Und was mich wirklich brennend interessieren würde, ist ob sich die Röte in ihrem Gesicht noch weiter nach unten ausbreitet oder doch eher…"
Sie blickte ihn wütend an und drehte sich um, bereit das Labor zu verlassen, ehe sie ihn eigenhändig umbrachte. „Sie können mich mal, Sherlock!"
„Nennen Sie mir Ort und Zeitpunkt!", kam ihm die Antwort schnell – vielleicht eine Spur zu schnell – von den Lippen.
Lachend wich er dem alten Paar Laborhandschuhen aus, die Molly nach ihm geworfen hatte.
Ihre Augen verengten sich. „Den Mumm haben Sie ja doch nicht."
Sein Blick verfinsterte sich bei ihren Worten, jeglicher Spaß war aus seinem Gesicht verschwunden.
„Stellen Sie mich nicht auf die Probe, Dr. Hooper.", kam die gefährlich leise Antwort von ihm und Molly richtete sich merklich auf.
„Also gut, Sherlock. Ich nehme die Herausforderung an."
Ihre Augen blitzten, als ihr dieser Gedanke – der sich später als ihr Dümmster herausstellen sollte - durch den Kopf ging, doch die Worte waren schnell heraus und ließen sich nicht mehr rückgängig machen.
„Molly….", warnte Sherlock und wich einen Schritt nach hinten.
„Angst, Sherlock Holmes? Ziehen Sie jetzt den Schwanz ein? Aber gerade noch große Reden schwingen."
Ihre Stimme klang kräftiger, als Molly sich innerlich fühlte. Ob er wohl merkte, wie stark ihre Hände zitterten?
Der Gedanke verpuffte, als er mit schnellen Schritten plötzlich ganz dicht vor ihr stand, seine Augen nicht von Ihr weichend.
Molly glaubte sogar seinen Atem – der wage nach Minzzigaretten roch – in ihrem Gesicht zu spüren und ließ nervös ihre Zunge federleicht über ihre Unterlippe streichen.
Sherlocks Blick zuckte bei dieser gedankenlosen Geste unruhig zwischen ihren Augen und Lippen umher.
Als sein Gesicht näher kam war Molly der festen Überzeugung, er wollte sie küssen, doch stattdessen räusperte er sich kurz und wich dann zurück.
„Ich bin mit meiner Arbeit verheiratet, Molly und pflege keine romantischen Beziehungen zu führen. Das ist nicht so mein Ding."
Immer diese alte Leier.
Die Sache hatte sich augenscheinlich für ihn erledigt.
Doch Molly ließ nicht locker und woher sie den Mut für ihre nächsten Worte nahm, konnte sie später nicht mehr wirklich sagen.
„Ich habe auch nicht von einer romantischen Beziehung gesprochen, Sherlock."
Sein Schweigen war Staunen genug und Molly wusste, dass sie ihn überrumpelt hatte.
Womöglich hatte sie sogar sein Weltbild über sie nun komplett zerstört.
Das war Molly momentan allerdings völlig egal.
„Sie reden von…" Sherlock sprach die Worte nicht aus.
Molly grinste kurz. „Sex. Korrekt, Sherlock. Wilden, hemmungslosen Sex."
Ihr Grinsen vertiefte sich noch ein Stückchen mehr, als sich seine Augen bei ihren Worten – fast schon ängstlich - weiteten.
„Ich hoffe, ich verunsichere Sie nicht mit diesem Thema?"
„Sex verunsichert mich nicht.", kam die schnelle Antwort. Sein Blick sprach allerdings Bände.
„Da habe ich andere Sachen gehört.", antwortete Molly prompt.
Sherlocks Körperhaltung veränderte sich und er kam erneut - gefährlich nahe - auf sie zu.
„Sie wollen also spielen, ja?"
Seine tiefe Stimme jagte ihr einen wohligen Schauer über den Rücken und Molly hielt atemlos inne, als er sie etwas grob am Arm packte und näher an sich zog.
Sein Mund strich federleicht über ihre linke Wange und sie versuchte vergebens, ihren Herzschlag mit tiefen Atemzügen unter Kontrolle zu bringen.
„Sei gewarnt, Molly Hooper." hörte sie seine heisere Stimme dicht an ihrem Ohr. „Niemand fordert mich ungestraft heraus. Ich hoffe, Du weißt auf was Du dich gerade eingelassen hast."
Er lehnte sich langsam zurück und sah sie mit einem rätselhaften Blick an.
Ihre Welt kam vollends aus dem Gleichgewicht, als er seine Hand hob und ihr vorsichtig über die Wange strich.
Mollys Augen brannten, traute sie sich nicht wirklich zu blinzeln, aus Angst, sie wäre gefangen in einem ihrer schönsten Träume.
Sein Daumen streichelte sinnlich über ihre Lippen und sie schloss die Augen, atmete zitternd ein.
„Molly..."
Sie riss die Augen wieder auf, Sherlocks Gesicht dicht vor ihr, seine Lippen nur wenige Millimeter von ihren entfernt.
Sein Blick war durchdringend, als er auch das letzte Stückchen Distanz, dass sie trennte, überwand.
Zunächst noch vorsichtig schien er die gefährlichen Wasser, auf denen sie sich bewegten, testen zu wollen.
Als Molly jedoch langsam reagierte und ihre Hände um seinen Nacken legte, zog er sie kräftig an sich und vertiefte den Kuss.
Molly entwich ein leises Stöhnen, als sich seine Zunge sanft aber bestimmend in ihren Mund schob.
Sherlock ließ jedoch bereits nach wenigen Augenblicken von ihr ab und grinste belustigt. „Wollen wir es nicht gleich hier tun?"
Sie schluckte hörbar und stolperte zurück. „W-Was? N-n-nein…!"
Ihr Gesicht fühlte sich unglaublich heiß an.
Zudem war nun auch das leidige Stottern wieder zurückgekehrt und Molly fluchte innerlich, erbost über sich selbst.
Doch das Grinsen war nicht aus seinem Gesicht gewichen. „Als ob es hier irgendjemanden stören würde..."
„Sherlock!"
„Schon gut, schon gut!" Er lachte leise und wandte sich ab in Richtung Tür.
Im offenen Türrahmen blieb er stehen und drehte sich noch einmal zu ihr herum. „Dann komme ich eben morgen Abend, Molly..."
Seinem Grinsen nach zu urteilen war ihm die zweideutige Bedeutung seiner Aussage durchaus bewusst und sie kam nicht umhin, erneut rot anzulaufen.
„…bei Ihnen vorbei." Er zwinkerte ihr schelmisch zu und verließ letztendlich, ohne auf eine endgültige Antwort ihrerseits zu warten, das Labor.
Sobald er aus dem Raum war ließ sich Molly schwer auf den nächsten Schreibtischstuhl fallen.
Die Finger zögernd über ihren Lippen legend vergrub sie zum Ende dümmlich grinsend den Kopf in ihren Armen.
Und jetzt saß Sie erneut hier, zwei Tage nach dieser Übereinkunft, einen Tag nach dem Ereignis.
Sie spürte noch immer seinen Körper auf sich.
Der süße Schmerz zwischen Ihren Beinen, der wohl erst in einigen Stunden vollends verschwunden sein würde, ließen den gestrigen Tag ebenfalls nicht wie einen Traum wirken.
Molly wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen, als sich die Türen zum Labor deutlich hörbar öffneten.
Sie blickte auf und direkt in Sherlocks Augen.
Verdammter Mist!
„Du reagierst nicht auf meine Nachrichten.", stellte er ohne Umschweife fest und verschloss die Tür hinter sich, was Mollys Herzschlag unweigerlich beschleunigte.
„Ich…"
Ich kann das nicht.
„Oder gibst Du jetzt schon auf?", unterbrach er sie gelangweilt, den Mantel von seinen Schultern ziehend.
Molly erhob sich und schüttelte den Kopf. „N-Nein, ich…"
Ich kann nicht nur Sex mit Dir haben, Sherlock.
Abwartend sah er sie an, die Arme vor der Brust verschränkt.
Molly seufzte und befeuchtete nervös die Lippen mit Ihrer Zungenspitze.
„Sherlock, ich…"
Ich liebe Dich und das macht die ganze Situation schwieriger.
Doch er ließ sie nicht zu Wort kommen, sondern zog sie in einer hastigen Bewegung an sich.
Sie versuchte zu protestieren, doch ehe sie sich versah hatte er ihre Lippen mit den seinen verschlossen.
Die Heftigkeit, mit der er sie küsste, überraschte und erschreckte sie für einen kurzen Moment, doch widerstandslos ließ sie den Kuss über sich ergehen.
Wenige Augenblicke später löste er den Kuss, behielt Molly aber weiterhin im Arm.
„Lass das gefälligst.", raunte er gefährlich.
Fragend blickte sie ihn an. „Was denn?"
Er zog sie, soweit es möglich war, noch näher an sich und Molly spürte nur all zu deutlich, wie es um ihm stand.
„Spürst Du das?"
Sie nickte vorsichtig, fühlte den kräftigen Herzschlag unter ihren Händen, fühlte die feinen Muskeln unter ihren Fingerspitzen.
Nackte Haut an nackter Haut…
Sinnliche Küsse auf Hals und Brust…
Ihr weicher Körper langsam bewegend über seinem…
Finger, die sich leidenschaftlich in Fleisch bohrten…
Ihr Name flehentlich aus seinem Mund…
"…Molly…"
Sie kehrte ruckartig aus ihren Erinnerungen zurück.
Sherlocks Blick ruhte noch immer auf ihr, seine Arme lagen sanft aber bestimmend um ihren Körper.
Er ließ ihr Zeit, sehr viel Zeit, drängte sie nicht.
Und Molly wusste, dass sie nicht länger nachdenken, nicht länger Angst haben brauchte.
Wovor auch?
Sie kannte Sherlock.
Sie vertraute ihm bedingungslos.
Er würde ihr nie weh tun, sie niemals verletzen.
Und was wichtiger war: er würde nie Fragen stellen.
Langsam begann sich ein feines Lächeln auf ihrem Gesicht auszubreiten.
Ihre Finger glitten erst geistesabwesend über seine Brust, dann öffneten diese ungeduldig die Knöpfe seines Hemdes, streichelte zärtlich über die darunter verborgene, makellose Haut.
Langsam ließ sie unterdessen ihre untere Körperregion an seiner kreisen, bemerkte belustigt wie schnell sich seine Männlichkeit wieder verhärtete.
„Molly..", stöhnend blickte Sherlock sie aus lustverhangenen Augen an.
Sein Griff um ihren Körper hatte sich verstärkt, sein Atem ging stoßweise.
Aus halb geöffneten Liedern blitzte sie ihn keck an, ehe sie vor ihm auf die Knie ging.
„Ohne Hintergedanken hast Du die Tür ja wohl nicht verschlossen?"
Mit diesen feierlichen Worten öffnete Sie den Knopf seiner Hose.
SYS
MajinMicha
