Pretty in Pink
Kapitel 2:
Tony Stark konnte nicht glauben, dass ein Großteil der Mutanten nach einem Jahr immer noch sauer auf ihn war. Dabei hatte er ihnen doch geholfen, gerade erst wieder, obwohl er genauso anfällig auf Magneto wie Wolverine war. Aber sobald er länger als nötig bei ihnen in der Schule war, reagierten alle sehr kühl, immer noch.
Dabei war nicht nur er der Meinung, dass es eigentlich eine gute Idee sein könnte die Mutanten zu erfassen. Er musste ja auch schließlich einen Wohnsitz angeben. Er war also mal wieder auf dem Rückweg von so einem Treffen. Himmel er musste sogar selber mit dem Auto kommen, alle anderen wurden natürlich abgeholt.
*In hundert Metern befindet sich eine Baustelle neuer Kurs wird empfohlen.* Tony verdrehte die Augen, diesen Sommer gab es überall Baustellen. Der Umweg führte ihn durch eine Straße die ihm bekannt vorkam.
„Ah, genau Helena wohnt hier."
Wie es der Zufall so wollte ging sie in genau diesem Moment aus ihrer Haustür, nur nicht alleine. Ein Baby von etwa drei Monaten war auf ihrem Arm. Tony war nicht umsonst ein Genie und konnte die mögliche Verbindung genau herstellen. Schließlich hatte er sich mit ihr vor fast genau einem Jahr genau hier amüsiert.
Er wiederholte den gefährlichen Stunt, den er vor einem Jahr auch schon gemacht hatte. Jetzt war er aber noch gefährlicher, es war um einiges mehr Verkehr auf der Straße unterwegs, als mitten in der Nacht. Das Hupkonzert nahm er gar nicht wahr.
Jetzt bemerkte sie ihn auch und war kurz davor abzuhauen.
„Lass uns reden, ja?" Sie sah ihn angstvoll an, nickte aber und setzte sich hinten ins Auto. Sie sagte aber kein Wort. Die ganze Fahrt über.
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Er hätte gerne gedacht, dass sie sich so aufmerksam in seinem Haus umsah, da sie es interessant fand. Aber das konnte er sich nicht vormachen. Sie suchte viel mehr nach dem nächsten Ausgang. Wobei er nicht wusste wie er mit der Stille umgehen sollte. Nur das Baby machte Geräusche und blubberte vor sich hin.
Er hatte vor dem Haus geparkt, er wollte sie mit einem Baby nicht durch die vollgepackte Garage schicken, so aufmerksam war er dann doch. Eltern wollten ihr Kinder von potentiell gefährlichen Gerätschaften fernhalten. Er dachte kurz darüber nach auf dem Sofa an der Treppe Platz zu nehmen, sah dann aber dass auch das voll lag und ging lieber in das Esszimmer, er benutzte es selber nur selten. Für Take-Out war ein Mahagoni-Tisch etwas unpassend.
Jetzt wusste er aber immer noch nicht was er sagen sollte, dabei hatte er fast die ganze Zeit darüber nachgedacht obwohl er auch aufgepasst hatte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten.
„Wenn es nicht meines wäre hättest du anders reagiert." Es war anklagender bei ihr angekommen, als er gedacht hatte, sie war sehr zusammengezuckt.
„Ich bin eine grottenschlechte Schauspielerin." Sie konnte bei persönlichen Dingen noch nie Lügen.
Jetzt war es erst wieder ruhig bis sie wieder leise anfing zu sprechen. „Sie ist auf den Tag genau gekommen. Dabei war ich auf der Pille, ich habe sie über die Schule bekommen. Ich war nicht die einzige die eine kleine Überraschung bekommen hat. Irgendetwas war mit ihnen nicht in Ordnung. Manche haben abgetrieben, aber ich wollte schon lange ein Baby, deswegen habe ich sie behalten."
„Du hättest etwas sagen können."
„Als ich mich fast dazu durchgerungen hatte war diese eine Tussi im Fernsehen aufgetreten, deine Antwort war nicht gerade vielversprechend. Da dachte ich mir, dass ich es lieber alleine durchstehe und das in Ruhe." Sie sah immer noch auf den Tisch. „Der Medienrummel, sobald es raus gekommen wäre, wäre zu viel gewesen."
Tony konnte dem nur zustimmen. „Damit es klar ist, sie ist dein Baby, daran werde ich sicher nichts ändern. Es ist wirklich nicht mein Traum ein Kind zu bekommen. Wobei ich mir ganz ehrlich eingestehen muss, dass es schneller passieren könnte als mir lieb ist."
Sie blieben wieder eine Weile einfach nur da sitzen, das Baby war wieder eingeschlafen.
„Ich bestelle mir was zu essen. Was für eine Pizza willst du?"
„Äh, ich glaube, ich nehme ähm." Sie schien etwas verloren. „Vielleicht Schinken?"
„Okay."
Helena war sich zwar nicht sicher, aber die Menge, die Tony bestellte würde auch noch für einige Leute mehr ausreichen. Aber langsam wurde ihre kleine Maus ihr doch etwas schwer. Wenigstens war sie ruhig.
Tony war außerdem verschwunden, er hatte wohl genug zu tun und sein Zeitplan war gut gefüllt. Seit sie mit einem Lächeln von der Direktorin, von der Schule geflogen war hatte sie genug Zeit. Nur leider keinen Job, den hatte sie auch verloren, als sie ihr Bäuchlein nicht mehr verstecken konnte.
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Irgendwann klingelte es.
„Mach mal auf, es ist schon bezahlt keine Sorge." Sie legte ihr Baby auf den weichen Teppich vor dem Fernseher. Da würde sie nicht herunterfallen können, krabbeln konnte sie noch nicht richtig, nur robben.
Sie fühlte sich unbehaglich die Tür im Haus eines anderen zu öffnen und etwas entgegen zu nehmen. Zumindest waren es die erwarteten Pizzen, eine extraschnelle Lieferung für den Besten Kunden. „Die Pizzen sind da." Sie hörte von ihm etwas was mit Fantasie, eine Antwort sein könnte und trug die vier Verpackungen zum Tisch an dem sie gerade gesessen hatten. Das war wirklich viel zu essen.
„Willst du Teller und ein Messer?" Tony trat in das Zimmer ein wie ein Wirbelwind und begann die Kartons durchzusehen.
„Äh, ich habe noch nie Pizza gegessen."
„Was?" Undenkbar, noch nie Pizza?
„Zu teuer, ich koche selber." In der Schule war das amerikanische Nationalgericht auch nicht bekannt, zu Muggel.
Tony sah sie aber immer noch an wie ein Wesen von einem anderen Stern. „Na dann, bekommst du jetzt Nachhilfe."
Es war gar nicht so schwer, aber sehr fettig. Tony verdrückte sein Essen in einer Rekordzeit, er muss wirklich Hunger gehabt haben. Zumindest war die Stille zwischen ihnen während dem Essen nicht ganz so drückend. Danach durchbrach jemand anderes die Stille. „Oh, sie muss Hunger haben. Äh."
„Ja?"
„Ich stille sie, also..."
„Ich soll mich verziehen."
„Du kannst auch zusehen wenn du willst, aber manchen ist es unangenehm." Stillen in der Öffentlichkeit wurde als Kapitalverbrechen angesehen. Prüde Amerikaner. Tony rang mit sich, irgendwie interessierte es ihn ja schon, aber gleichzeitig, was wenn es irgendwie eklig war?
Helena bemerkte, das er mit sich nicht einig war und setzte sich mit einem Tuch über der Schulter einfach hin. Sie zog einen Ärmel aus, da sie sich einen BH zum Stillen geleistet hatte musste sie den zumindest nicht ausziehen und konnte ihre Tochter, die immer lauter wurde an die richtige Stelle legen. „Das war es auch schon, jetzt müssen wir einfach warten, bis Lily fertig ist."
„Lily?" Tony entfernte den Blick von ihren Brüsten. Er fand es etwas enttäuschend, das war absolut unspektakulär gewesen. Aber sie waren größer geworden, dagegen hatte er absolut nichts.
„Meine Mutter, ich habe sie nie gekannt, aber ich fand es passend."
„Kanntest du deinen Vater denn?"
„Nein, ich bin bei meiner Tante aufgewachsen." Tony wartete noch auf eine weitere Ausführung, aber es kam nichts. Er setzte sich zu ihr und wartete mit, irgendwann wurde die Seite gewechselt.
„Ich würde gerne bald fahren, ich muss noch einkaufen und wir sind schon eine ganze Weile unterwegs. Das ist sie noch nicht gewöhnt."
„Ich bringe dich, du musste nur sagen wohin. Hast du ein Handy, Festnetz? Gut dann gebe ich dir meine Nummer, wenn Jarvis rangeht, kannst du ruhig eine Nachricht hinterlassen, bei allen anderen nicht." Sie hatte bei der Frage nach dem Handy erst den Kopf geschüttelt, dann genickt, jetzt sah sie ihn fragend an.
„Jarvis?"
„Mein Computer, sag mal was."
'Sir, ich bin mir nicht sicher, was man bei solchen Gelegenheiten sagt. Aber ein Glückwunsch zur Vaterschaft wäre angebracht.' Helena sah etwas ungläubig Richtung Zimmerdecke.
„Ich denke ich kann die Stimme wiedererkennen." Jetzt war Lily fertig nur noch das Bäuerchen fehlte, das wenig Damenhaft ausfiel. „So das war es, dann komm mal wieder in den Gurt und es geht los."
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Am Abend lag Tony im Bett und konnte nicht einschlafen. Er war Vater, aber irgendwie auch wieder nicht. Er konnte es schon sehen, er sah ab und an mal bei den beiden vorbei und wurde als „Onkel Tony" vorgestellt. Die Erwachsenen um sie herum würden schnell dahinterkommen, verdammt es würde schon bald jemand dahinterkommen. Zumindest sobald er sie ein paar mal besucht hatte und er ihr Alimente schickte.
„Onkel Tony, pff." Irgendwann zwang er sich dazu einzuschlafen, er hatte viel vor.
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Helena indessen war froh, dass sie nicht aus versehen etwas zu sehr aus dem Nähkästchen geplaudert hatte und das ihr die kleine Lüge mit der Pille eingefallen war. Aber Tony würde wohl nicht glauben, dass das pinke Zeug in ihren Haaren ein Fruchtbarkeitstrank gewesen war, der alle Formen der Verhütung außer Kraft setzte. Das Zeug war schwer zu brauen und explodierte schnell, nur hatten sie in der Stunde damals einen sehr speziellen Trank gegen Fieber gebraut. Ein echter Longbottom.
Ihr wäre es lieber gewesen, wenn er es nie erfahren hätte. Ihr Leben war schon kompliziert genug, auch ohne Tony Stark. Von der Schule geflogen, keine Aussicht auf einen Job in der magischen Welt, keinen Schulabschluss in der Muggelwelt. Da war sie wirklich in einer Zwickmühle.
Dabei war Lily ein Engelsgleiches Kind, solange sie sie bei sich trug. Ob das normal war bei magischen Kindern wusste sie nicht, aber sie fand es doch sehr wahrscheinlich, dass sie so an die Magie ihrer Mutter gewöhnt waren, dass sie Nähe besonders gut beruhigten. Seit sie das Armband mit dem Überwachungszauber belegt hatte war sie auf jeden Fall ruhiger.
Als sie am nächsten Morgen wieder aufwachte, sie war drei mal in der Nacht aufgeweckt worden ihr Mädchen hatte ordentlich Kohldampf, hatte sie nicht Tony in der Küche erwartet.
„Ich komme in Frieden und habe Frühstück mitgebracht."
„Warum?"
„Ich war früh wach." Er strahlte sie an, soviel Gute Laune am morgen war ja nicht auszuhalten.
„Ich war drei mal nachts wach. Kein Kaffee, ich stille noch." Tony wollte ihr einen Becher geben.
„Da ist Kakao drin." Sie nahm ihn dann doch ab. Die Verpackung war unscheinbar, aber der Inhalt dafür umso besser.
„Sie wird in einer halben Stunde wach werden, sie läuft wie ein Uhrwerk. Also warum bist du früh am morgen bei mir ich dachte du stehst immer spät auf."
Tony selber hatte Kaffee. Starken Kaffee, dem Geruch zu Folge. „Das nehmen nur alle an, weil ich immer zu spät dran bin. Ich bin aber ein Frühaufsteher, auch wenn es spät wird. Aber ich habe gestern Abend noch nachgedacht und mir fiel auf, dass wir noch einiges zu besprechen haben."
„Und das müssen wir jetzt machen?"
„Nun, ich bin es gewöhnt zu den unmöglichsten Zeiten zu irgendwelchen Globalen Problemen abberufen zu werden. Außerdem erledige ich Sachen immer gerne sofort."
Helena lehnte sich zurück, das würde jetzt dauern. Tony war vor allem auch schneller als der normale Mensch am Morgen. Er redete auch gerne zumindest textete er sie jetzt gerade mit allen Möglichkeiten zu die sie hatte.
„Stopp mal gerade. Ich weiß, dass ich schwer auf das Geld verzichten kann und ich werde es auch gut für sie investieren, aber ich weiß auch, dass man es zurückverfolgen kann. Wenn du dazu noch ein Besuchsrecht haben willst kann ich mir gleich ein Schild umhängen." Das schlimmste an dem Kerl war, das alles so logisch war. Da konnte man einfach nicht gegen argumentieren.
„Da hast du recht, die Geier werden es herausfinden. So oder so. Ich könnte mich auch komplett zurückziehen und dich wieder alleine lassen, aber das kann ich nicht." Da war mal jemand, dem er persönlich helfen konnte und in die er auch ein persönliches Interesse hatte und wenn er was tat machte es vielleicht alles nur schlimmer.
Helena wusste außerdem, dann auch noch das Problem hinzukam ihm von der magischen Welt zu erzählen. Als Vater durfte er davon wissen, er musste davon wissen. Zumindest sobald er Lily angenommen hatte.
„Helena aus Erfahrung weiß ich außerdem, dass es am Besten wäre, wir berichten zuerst davon. Bevor irgendwelche Reporter daraus sonst irgend etwas machen. Dann könnten wir außerdem alles vorbereiten und die Information besser lenken."
„Ich weiß nicht... Ich habe keine Erfahrung mit Medien, aber du kannst dir wohl eher vorstellen, was passieren würde." Sie mochte die Presse nicht, sie waren einer der Hauptgründe warum sie als die „Dunkle Lady" Berühmtheit erlangt hatte. Dabei hatte sie nur das gemacht, was man von ihr verlangt hatte.
Nachdem sie das getan hatte, was alle von ihr erwartet hatte war sie eine Woche gefeiert worden, dann meldeten sich die ersten in anonymen Interviews und sprachen über sie. Immer mehr sagten, sie hätte dunkle Absichten, einen geheimen Plan und hatte Voldemort nur aus dem Weg geräumt um seinen Platz einzunehmen. Da war es nur noch eine Frage der Zeit gewesen, bis sie sie ins Exil verbannt hatten. Die Amerikaner hatten sie zwar aufgenommen, aber auch nur widerwillig und mit minimaler Hilfe. Die Schwangerschaft war ein gefundener Vorwand gewesen sie auch noch von der Schule zu schmeißen. Sie war Volljährig, also konnte sie jede Arbeit aufnehmen. Aber eine Siebzehnjährige Volljährige in Muggel-Amerika wurde schief angesehen.
„Muss jemand für dich unterschreiben, hast du einen Vormund?"
„Nein, ich bin seit meinen siebzehnten Geburtstag Volljährig."
„Wann war der?"
„Vor einer Woche. Ja, ich war damals gerade Sechzehn geworden. Aber wenn ich recht weiß, ist das Alter, in dem Sex erlaubt ist hier vierzehn."
„Ja, das stimmt. Aber ich werde trotzdem von einigen der weiblichen X-Men umgebracht werden." Tony war klar gewesen, dass sie minderjährig war, auch jetzt würden viele ihre Volljährigkeit nicht anerkennen wollen.
„Ihr Amerikaner seid so was von, prüde. Kein Sex vor der Ehe, kein Alkohol und das auch noch in einem Alter, in dem viele bereits ausgezogen sind und schone eine eigene Familie haben." Tony zuckte mit den Schultern, er hatte sich sicher nicht daran gehalten.
„Woher kommst du?"
„England, aber seit zwei Jahren mit amerikanischen Pass."
„Du bist alleine ausgewandert, als Minderjährige." Das lag bei Tony etwas quer im Kopf. „Wie ist denn das passiert?"
Sie dachte kurz nach, „später, jetzt muss ich erst mal nach Lily sehen."
Tony hatte keine Lust darauf ihr nachzugehen und holte stattdessen lieber sein Datapad heraus. Langsam kam die Börse und der Berufsalltag in Gang. Mails hatte er auch schon, auch eine von Pepper. Aber nichts besonderes. Sein Anwalt hatte sich auch gemeldet mit einem Termin, er konnte gleich kommen. Das waren gute Nachrichten.
Schließlich war sie wieder da, mit Baby im Arm. „Brauchst du uns noch für irgendwas? Ich muss für die Kleine etwas mehr einpacken und planen." Jetzt war die Kleine mal wach und sah sich etwas um und blubberte Speichel. „Das ist bei kleinen Kindern immer so, das ist der Anfang vom Sprechen. Völlig normal und manchmal auch sehr lustig." Sie kitzelte die Backen. Lily blubberte noch mehr. „Was hältst du eigentlich von dem Namen? Du hast gar nichts dazu gesagt."
„Ich habe nichts dazu gesagt, da ich finde, dass es mal ein sehr schöner Name ist. Einfach Normal, keine Frucht, Stadt oder Filmfigur. Eine Blume ist immer gut." Da konnte er sich auch nicht zurückhalten, all die Anakins, Peaches und Chicagos dieser Welt werden ihre Eltern irgendwann mal hassen.
„Du konntest nichts sagen."
„Du hattest die ganze Arbeit. Aber zu der Frage vorhin, ich habe direkt einen Termin bei meinem Anwalt bekommen. Wir müssen heute zwar nichts entscheiden, aber vielleicht kann er dir bei den Entscheidungen helfen. Vielleicht habe ich auch noch etwas übersehen, was man beachten muss."
„Dann pack ich mal eine Tasche. Das kann wohl etwas dauern." Sie drehte sich wieder um und war weg.
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Gruber and Gruber waren bekannte Anwälte, Vater und Sohn mit den entsprechenden Preisen. Einer der regelmäßig bei ihnen vorständig wurde war Tony Stark, wegen den verschiedensten Gründen. Strafzettel, mutwillige Zerstörung fremden Eigentums und regelmäßig Damen mit Kindern deren Vaterschaft noch geklärt werden musste.
Worum es jeweils ging, wenn er sich ankündigte konnte man vorher nie wissen. Auf jeden Fall waren Nerven gefragt und sehr viel Platz im Terminplan. Heute konnte der geschaffen werden, da sich ihr Klient doch mit einer außergerichtlichen Einigung zufrieden gab, weitere Treffen waren dann nicht mehr nötig. Der Senior übernahm gerne die Stark-Fälle selber, bei dem Mann musste man auf alles gefasst sein und seinem Sohn fehlte da noch die Erfahrung.
„Er ist da." Seine Sekretärin eine tüchtige Frau im mittleren Alter war vor allem seine Sekretärin, da es bei ihr keine verlorenen Wörter oder herum Gerede gab.
„Dann lassen sie ihn direkt hinein." Tony kam wie immer in den Raum stolziert. Dahinter kam noch jemand mit Baby herein. Der Anwalt hatte geahnt, dass das irgendwann einmal passieren würde. Nie hätte er als Student gedacht, dass er einmal so viele Vaterschaftstests gerichtlich einklagen müsste. Meist negativ, der Kerl hatte in der Hinsicht mehr Glück als Verstand.
„Hallo Steven."
„Hallo Tony, darf ich dann Herzlichen Glückwunsch wünschen an die junge Dame natürlich auch." Helena nahm es mit einem Nicken entgegen. Sie war gerade damit beschäftigt ihre Haare, auf deren Länge sie durchaus stolz war aus dem starken Griff ihrer Tochter zu befreien. Wenn sie wach war, schnappte sie nach allem was in ihre Nähe kam. Sie wartete allerdings gar nicht erst daraus einen Sitz angeboten zu bekommen, sie hatte ein Baby, also konnten die Leute auf sie Rücksicht nehmen, ende.
„Nun, ich kann mir schon denken, warum ihr bei mir seid, aber was wollen sie denn gerne machen?"
„Erst mal werde ich wohl die Vaterschaft offiziell annehmen, oder?" Gruber Senior nickte, „ja das wäre der erste Schritt. Was steht denn auf der Geburtsurkunde?"
„Tony öffne mal die Tasche, ich habe es in den Ordner getan." Sie hatte beide Hände voll. Lily war abenteuerlustig und wollte wohl am liebsten auf dem Tisch Unsinn anstellen.
Tony indessen sah sich die Papiere darin an, er fand das gewünschte nicht sofort es sah nämlich anders aus und der Stempel passte auch nicht. „Das hier aber..."
„Was ist denn? Das ist es doch, gib es ihm einfach."
Tony Stark war wirklich immer für eine Überraschung gut. Gruber Senior erkannte das Siegel, er hatte schon öfter vermitteln müssen. Oft genug überschnitten sich beide Justizsysteme und es kam zu Spannungen, da jede Partei nach der Rechtssprechung, die ihnen mehr passte behandelt werden wollte.
„Ah, keine Sorge alles in Ordnung. Name der Tochter Lily, sehr hübsch. Name der Mutter Helena Potter." Oh.
tbc
hochgeladen am: 06.01.2012
