2. Kapitel - Kampf und Niederlage
Gigahouka der kleine Gott legte sich einen Plan zurecht. Einige der Hundedämonen in Inu no Katsus gefolge waren recht stark. Weniger Sorgen bereiteten ihm die menschlichen Soldaten und Hanouys.
Der Fürst der westlichen Länder ahnte nichts von dem Plan der gegen ihn geschmiedet wurde. Er verband sich mit Asa'yo noch auf dem Schloß des südlichen Herrschers und legte zusammen mit ihr den Blutschwur ab. Ein Schwur der in den alten Zeiten bei Dämonen hochgeachtet wurde. Schweren Herzens trennte er sich nach einigen Wochen vorerst von seiner Gefährtin um in das westliche Reich zurückzukehren. Inu no Katsu wollte in seinem Schloss alles für ihre Ankunft persönlich vorbereiten lassen. Sobald er alles notwendige erledigt hatte, versprach er einen Boten und eine Begleiteskorte zu senden.
Nach einen letzten innigen Kuß brach der Hundedämon auf. Obwohl Inu no Katsu mit Hilfe seiner Fähigkeiten viel schneller wäre, zog er es dennoch vor zu Pferde zu reisen. Es war schon immer in seinem Sinne das die Menschen und Youkai die zu seinem Reich gehörten ihren Herrn auch regelmässig zu Gesicht bekamen. Ein Nebeneffekt war ausserdem das sich Feinde leichter abschrecken ließen.
Am letzten Abend ihrer Reise lagerte die Gruppe an einem Waldrand in der Nähe des Flußufers. Früh am nächsten Morgen verließen zuerst eine kleine Gruppe das Lager. Die Vorhut kam jedoch nicht sehr weit. Bereits am anderen Flußufer hinter dem Wald trafen sie auf einen Krieger. Dieser menschliche aussehene Mann stand einfach mit gezogenem Schwert in der Rechten und einen langen Stab in der Linken Hand da. War das eine Kriegserklärung, wollte sich dieser kleine Mann nur mit einem Schwert bewaffnet mit ihnen den stärksten Hundedämonen anlegen. Das tat Gigahouka nicht. Er hob den Stab und ließ eine gewaltige Menge magischer Energie auf die Gruppe zurasen. Viele wurden von den Beinen gerissen. Einerseits durch den gewalteigen Wind der die Energie begleitete anderseits wurden etliche Youkais von der Kugel hinweg gefegt. Jeder der überlebte schaffte es nicht sich wieder zufangen. Der kleine Gott sprang mitten unter sie und ließ sein vergiftetes Schwert wirbeln.
Als er hier sein Werk getan hatte, lief er weiter zum Lager. Niemand hatte mitbekommen was in kurzer Entfernung passierte. Am Lager ging er ähnlich vor. Nur das er sich diesmal nicht zeigte. Mit Hilfe seines unsichtbar Zaubers griff er diesmal an. Zuerst wieder die Energiekugeln und dann mit Schwert. Er war so eingenommen von seinem tun das er mehr als überrascht war als sein Schwert plötzlich zur Seite gestoßen wurde.
Inu no Katsu hatte sich eine wenig in der Gegend umgesehen. Gerade kam er zurück und sah das jemand in seinem Lager wütete. Menschen und Hanouy lagen bereits Tod am Boden. Nur einige der Hundedämonen leistete gegen etwas Wiederstand was man nicht sehen konnte. Doch alle von ihnen schrien plötzlich auf und taumelten zurück.
Der Lord zog sein Schwert und war fast im selben Augenblick dort wo der letzte Youkai gerade fiel. Er konzentrierte sich und sah den schattenhaften Umriss eines Wesen. Da blitzte eine Klinge und Inu no Katsu schlug zu.
Vor Schreck lies Gigahouka seine Barriere fallen als er sah wer sich ihm entgegen stellte. Nun kämpften beide Kontrahenten gegeneinander. Der Kleine Gott setzte gleichzeitig Schwert und ein Messer ein. Stunden schon währte der Kampf und noch immer zeichnete sich nicht ab wer der Stärkere von ihnen war. Erschöpfung holte sie beide ein. Gigahouka war vorsichtig und zeigte sich schwächer als er in Wirklichkeit war. Deshalb ließ auch der Hundedämon ein wenig in seiner Aufmerksamkeit nach. Dieser kurze Augenblick genügte und es gelang dem Kriegsgott mit dem Messer Inu no Katsu eine Verletzung zu zu fügen. Nun wo einmal das Gift im Körper des Dämon war, zeigte es langsam seine Wirkung. Nachdem Gigahouka weitere Schnitte mit seinem Schwert gelang, ließ die Kraft seines Gegners immer mehr nach. In letzter Verzweiflung wollte sich Inu no Katsu in seine wahre Gestalt verwandeln doch als er seine dämonische Seite verstärkte wirkte das Gift noch schneller. Der Hundedämon sank vor Schmerzen auf die Knie nieder und das Schwert entglitt seine Händen. Seine Stimme war fast nur ein flüstern: "Eines Tages Gigahouka wird es einen Dämon geben dem ihr nicht gewachsen sein und er wird all eure Opfer rächen."
" Sie gehört mir.", war das letzte was Gigahouka zu dem Dämon sagte, bevor er wieder verschwand. Inu no Katsu sah ihm hinterher. Sofort hatte er gewußt wenn der kleine Gott damit meinte. Asa'yo. Am liebsten wäre er sofort wieder nach Süden gegangen um seine Gefährtin zu schützen, doch stattdessen lag er hilflos hier. Der Gott hatte ihn als er schon am Boden war noch mehrmals mit dem Messer geschnitten. Nun verbreitet sich das Gift noch schneller in seinem Körper und er war wie gelähmt. Der Fürst glaubte seinem Feind das er sterben würde. Er fürchtete sich nicht. Nur eines bedauerte er das er seine Geliebte nicht mehr sehen konnte. Die Gedanken an Asa'yo gaben ihm neue Kraft und so schaffte er es das Gift zeitweise aufzuhalten.
Nach dem Kampf gegen Inu no Katsu kehrte Gigahouka ohne das Meidou in den Tempel zurück. Noch bevor er eine Erklärung abgegeben konnte, traf ihn ein harter Schlag an der Brust und schleuderte ihn bis zum Ausgang zurück.
" Deine Gier und deine Eigenmächtigkeit haben meine ganzen Pläne zunichte gemacht.", Meliichiou war wütend. Gerade als der kleine Gott aufgestanden war traf ihn erneut ein Stoß. Wieder ging er zu Boden. Unzählige Attacken gingen auf ihn nieder bis er ohnmächtig wurde und der Zorn seines Herrn verraucht war.
Meliichiou verfiel in Verzweiflung. So Nahe war er bereits seinem Ziel gewesen. Doch dieser Dummkopf hatte den Hundedämon aus Eifersucht getötet. Die Ehe der Erdgöttin Asa'yo mit dem Hundedämon Inu no Katsu war durchaus von dem Gott erwünscht gewesen. Den nur jemand der das Blut aller drei Welten in sich trägt, kann das Meidou benutzen um die drei Steine der Macht zu verbinden. Wenn er dann den vierten Stein der durch die verschmelzung entsteht in den Händen halten würde wäre er der absolute Herrscher über Himmel, Erde und Unterwelt.
Das Kind einer Göttin und des Herrscher der Hundedämonen, der zu den stärksten überhaupt zählte und in dessen Besitz bereits das Amulett ist, wäre die ideale Voraussetzung gewesen. Das dritte Blut mußte von einem starken spirituellen Priester oder Mönch kommen. Der Spiegel der Zukunft hatte es Meliichiou gezeigt.
Ohne es zu bemerken berührte seine Hand den Spiegel der Zukunft. Als er nach einer Weile hoch sah erblickte er das Bild. Halb verschwommen im Nebel sah man ein Baby mit einen goldenen Halbmond auf der Stirn. Man sah keine Eltern, es genügte dem Gott jedoch um neue Hoffnung zu schöpfen.
Er verließ den Tempel wobei er seinem Diener dabei keines Blickes würdigte.
Stundenlang blieb der kleine Gott liegen. Nur langsam kam er wieder zu sich. Gigahouka war angeschlagen und verletzt. Das er selbst noch am Leben war konnte nur bedeuten das Meliichiou ihn noch für seine Pläne brauchte.
Neugierig ging er zum Spiegel und aktivierte ihn, den er glaubte die Wörter die sein Herr benutzte sich gut gemerkt zu haben.
Er wußte nicht das der Spiegel auch trügerisch sein konnte. Wenn man die Beschwörungsformel nicht komplett beherrschte konnte er Bilder zeigen die man sehen wollte, weil die Schicksalsgöttin ihn manipulierten. So geschah es auch.
Beide Götter waren bestrebt die drei Steine zufinden. Gigahouka indessen erfuhr durch den Spiegel das seine eigenen Nachfahren ebenfalls das Blut der drei Welten ins sich tragen könnten und ihm damit groß Macht offen stand. Wegen seinem Hass auf die Hundedämonen und aus Angst das Meliichiou am Ende siegen würde, mußte er alles Unternehmen um zu verhindern, das der wahre Erbe der in Zukunft das westliche Reich wieder regieren soll geboren wird. Denn wenn er dem Spiegel glauben schenken konnte würde er vorher vernichtet werden. Das galt es unter allen umständen zu verhindern
