Kapitel 2 – Reise in die Vergangenheit

Hallo ihr lieben!

Hier kommt jetzt also das zweite Kapitel. Ich hoffe, es gefällt euch.

Ein Dank für die lieben Reviews geht an Anna-Releena, Kate Andromeda und Reinadoreen.

Reinadoreen: Für die Beantwortung deiner Frage nach dem Grund für Harrys Reise nach Frankreich, solltest du am besten die Vorgeschichte „Reise in die Vergangenheit" lesen. Da ist alles erklärt. Wenn dann trotzdem noch Fragen bestehen, kannst du dich gerne melden ;)

An dieser Stelle überreiche ich dann auch die versprochenen 1000 Gummipunkte an K Malfoy für ihren Namensvorschlag (den Siegernamen werdet ihr dann gleich lesen ;) ) und öffne dann den Vorhang zu:

Kapitel 2 – Reise in die Vergangenheit

Vier Tage später saß er im Flugzeug Richtung London. Er hatte ein wenig Angst vor dem langen eintönigen Flug gehabt, da er währenddessen viel zu viel Möglichkeiten haben würde, daran zu denken, wie es wohl sein würde, wenn er ankäme und keine Hermine würde auf ihn warten. Oder noch schlimmer, wenn ihn auf der Hochzeit keiner haben wollte.

Zum Glück hatte er eine sehr gesprächige Sitznachbarin, die ihm von ihren Enkelkindern erzählte, welche sie nach fünf Jahren endlich wieder sehen würde. Sie zeigte ihm Fotos und hörte die ersten Flugstunden gar nicht mehr auf zu reden.

Ihm konnte das nur recht sein, auf diese Weise musste er nicht nachdenken und die Frau war wirklich nett. Er freute sich aufrichtig für sie, dass sie ihre Familie endlich wieder sehen würde, genauso, wie er seine Freunde, die einst seine Familie gewesen waren, wieder sehen würde.

Ein paar Stunden später war seine Ablenkung jedoch eingeschlafen. Also schloss er auch die Augen und dachte daran, wie seine ‚Reise in die Vergangenheit', wie er sie insgeheim nannte, wohl aussehen würde. Natürlich war diese Reise nicht wirklich eine in die Vergangenheit, wie die vor mehr als drei Jahren es gewesen war, als er seine Eltern und deren Freunde in ihrer Schulzeit besucht hatte, aber diese Reise würde ihn mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontieren. Er hatte riesige Angst, wie seine ehemaligen Freunde seine Heimkehr aufnehmen würden und ob sie ihm glaubten, dass er ihnen immer und immer wieder geschrieben hatte und von ihren Briefen keiner bei ihm angekommen war.

Dieser Umstand machte ihm immer noch Gedanken, denn was konnte Eulen davon abbringen ihre Briefe an den Empfänger zu überbringen? Warum war nicht ein einziger ihrer Briefe jemals zu dem anderen durchgedrungen? Er wusste es nicht und er wusste auch nicht, ob er es jemals herausfinden würde. Das einzige, was im Moment zählte war, dass er zu seinen Freunden zurückkehren würde. Und dann würde schon alles wieder gut werden.

Als er ein paar Stunden später wieder wach wurde, merkte er, dass er es tatsächlich geschafft hatte zu schlafen. Eigentlich hatte er erwartet, dass ihm dies vor Aufregung nicht gelingen würde, da er schon die letzten Nächte nur sehr unruhig geschlafen hatte. Aber scheinbar war er tatsächlich ziemlich müde gewesen, denn als er auf seine Uhr sah, stellte er fest, dass sie schon fast in London angekommen waren.

Plötzlich klopfte sein Herz wieder schneller und er merkte, wie er nervös wurde. Zum Glück war seine nette Sitznachbarin auch wieder aufgewacht, sodass sie ihn noch ein wenig ablenken konnte. Doch plötzlich fing sie an, ihm Fragen zu stellen, was ihn denn nach England führe, was er dort vorhabe, ob er jemanden besuchen wolle. Also erzählte er ihr, dass er, zum ersten Mal seit drei Jahren seine Freunde in England besuchen würde, mit denen er seit seiner Abreise kaum noch Kontakt gehabt hatte (er verschwieg ihr, dass eigentlich gar kein Kontakt vorhanden gewesen war, was ging das eine Fremde an?) und das er jetzt natürlich sehr nervös war. Die Frau konnte ihn sehr gut verstehen. Und so unterhielten sie sich noch eine Weile, bis das Flugzeug gelandet war und sie langsam ausstiegen.

Während er am Gepäckband auf seinen Koffer wartete, drehte er sich immer wieder um, ob er Hermine irgendwo sehen konnte. Es war natürlich sinnlos, denn wie sollte er in diesem Getümmel irgendwen sehen können, vor allem, wenn sie sich nicht im gleichen Raum aufhalten konnte wie er. Schließlich war er noch nicht aus dem abgetrennten Bereich heraus.

Er hätte beinahe seinen Koffer verpasst, so nervös war er, er sah ihn noch im letzten Moment und griff danach, wobei er fast einen jungen Mann umgestoßen hätte, der ihn daraufhin böse anstarrte. Er murmelte eine Entschuldigung und ging mit seinem Koffer schnell Richtung Ausgang. Je näher er jedoch der Tür kam, desto langsamer wurde er. Was sollte er machen, wenn Hermine nicht auf ihn wartete? Wäre er dann trotzdem auf der Hochzeit erwünscht? Oder war ihr Brief im Endeffekt doch nur reine Höflichkeit?

Mann, reiß dich zusammen, sagte er sich selbst, du bist ein erwachsener Mann, du wirst es ja wohl schaffen jetzt da durch die Tür zu gehen und dich der Realität zu stellen.

„HARRY!" Er hatte Hermines Ruf noch nicht ganz gehört, da hatte sie ihn auch schon stürmisch umarmt. Etwas perplex ob dieser unerwartet stürmischen Begrüßung legte er schließlich auch die Arme um seine beste Freundin und hielt sie so fest er konnte. Wie froh er doch war, wieder daheim zu sein. „Harry, du erdrückst mich ja", vernahm er jetzt Hermines Stimme, also ließ er sie los. Sie trat einen Schritt zurück und er sah sie an. Ihr Gesicht war Tränenverschmiert, aber sie lächelte voller Freude zu ihm hoch. „Ich bin so froh, dass du da bist, ich hab dich so vermisst."

„Und ich dich erst, Hermine, ich freu mich, dass du mich eingeladen hast. Aber jetzt lass uns erstmal zu Seite gehen, wir stehen hier wohl ziemlich im Weg." Mit einem Lächeln zog er sie aus der Masse heraus und umarmte sie dann noch mal. „Ich hab dich so vermisst", murmelte er in ihr Ohr, „ich hab euch alle so vermisst." Und dann kamen auch ihm die Tränen.

Kurze Zeit später saßen sie in Hermines Auto und fuhren durch die vollen Straßen Londons.

Er sah sie forschend an. Die letzten Jahre hatten Spuren bei ihr hinterlassen. Sie sah älter aus, wie man es erwarten konnte, schließlich waren einige Jahre vergangen, seitdem sie sich das letzte Mal gesehen hatten. Sie sah ein wenig übermüdet aus, was er den Hochzeitsvorbereitungen zuschrieb und trug ihr Haar zu einem Zopf gebunden, was er früher eher selten bei ihr gesehen hatte.

„Wo fahren wir eigentlich hin?", fragte er sie, „Zur Winkelgasse?"

Sie lächelte. „Nein, ich kann dich doch nicht im tropfenden Kessel lassen, du bist doch mein Gast. Ich bringe dich erstmal bei meinen Eltern unter, da du ja nicht wolltest, dass ich den anderen etwas von deinem kommen erzähle." Er sah sie dankbar an, dass sie seinen Wunsch respektiert hatte, aber so war sie schon immer gewesen. „Meine Eltern haben sich sehr gefreut, als sie deinen Brief bekommen haben. Sie hatten damals gemerkt, wie sehr ich dich vermisst habe und haben immer mit mir gehofft, dass du eines Tages wiederkommen würdest. Sie freuen sich, dass du die nächsten Tage bei ihnen wohnst. Sie warten mit dem Mittagessen auf uns. Ich hoffe du hast Hunger. Jamie ist auch schon bei ihnen."

„Jamie?", fragte er interessiert.

„Ja, Jamie, meine Tochter. Hast du meine Briefe denn gar nicht gelesen? Ich hab dir so viel über sie erzählt und so viele Fotos geschickt." Sie sah enttäuscht aus.

„Oh Hermine, es tut mir leid, aber ich habe keinen der Briefe bekommen, von denen du mir erzählst. Genauso wenig, wie du einen der Briefe bekommen hast, die ich immer und immer wieder geschickt habe. Ich denke, wir haben eine ganze Menge zu bereden."

Sie sah ihn erstaunt an. „Du hast mir Briefe geschickt? Aber warum habe ich dann nie einen bekommen? Ich dachte, du hättest uns alle vergessen. Ich dachte, du wolltest nichts mehr mit uns zu tun haben, auch wenn ich nie wusste, warum. Alle sagten immer, ich soll doch aufhören, hinter dir her zu rennen, dass du doch nicht auf meine Briefe antworten würdest. Aber ich habe nicht aufgegeben und jetzt bist du hier."

Hermines Eltern begrüßten ihn schon an der Tür. Hermine stellte ihn vor. „Mum, Dad, das ist Harry", sie lächelte dabei übers ganze Gesicht.

Er gab beiden die Hand. Ihre Eltern grüßten ihn höflich und Mr. Granger sah ihn dabei nachdenklich an. Sie baten ihn rein und als er ins Wohnzimmer kam, entdeckte er das kleine Mädchen, das sich hinter Mrs. Granger versteckte. „Jamie, komm her", sagte Hermine, „ich möchte dir da jemanden vorstellen." Harry sah seine kleine Schwester genau an. Sie sah Hermine unglaublich ähnlich, doch sie hatte das schwarze Haar ihres Vaters geerbt, das ihr in langen Wellen über den Rücken fiel. Sie hatte jetzt schon den schelmischen Blick in den Augen, der seinen Vater als Rumtreiber ausgezeichnet hatte, aber man sah ihr an, dass sie auch die Intelligenz ihrer Eltern hatte. Er kniete sich vor das Mädchen und reichte ihr die Hand. „Hallo Jamie, ich bin Harry." Sie sah ihn mit großen Augen an und legte dann ihre Hand in seine, sagte aber nichts. Sie sah aus, als müsste sie überlegen, was sie jetzt machen sollte. Harry wartete einfach ab, er wollte nichts überstürzen, vor allem nicht, weil Jamie schließlich nicht wusste, dass er ihr Halbbruder war. Schließlich, zur Überraschung aller, umarmte sie Harry und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Jetzt muss Mami nicht mehr weinen", flüsterte sie so leise, dass nur Harry es hören konnte.

Mrs. Granger hatte bereits den Esstisch im Wohnzimmer gedeckt und es roch so köstlich, dass Harry das Wasser im Mund zusammenlief. Sie setzten sich alle und begannen zu essen. Es schmeckte hervorragend und Harry war so sehr aufs Essen konzentriert, dass er sich kaum mit Hermine und ihren Eltern unterhielt. Trotzdem bemerkte er, dass Mr. und Mrs. Granger ihm ab und zu verstohlene Blicke zuwarfen. Außerdem sah er vergnügt seiner kleinen Schwester dabei zu, wie diese beim Essen eine riesengroße Sauerei veranstaltete. Solange auch was von dem Essen in ihrem Magen landet ist ja alles gut, dachte der junge Mann belustigt.

Als sie schließlich fertig waren, half er Hermine und ihrer Mutter den Tisch abzudecken, während Mr. Granger mit Jamie zum Spielen nach oben in ihr Zimmer ging.

Nach dem Abwasch setzten Harry und Hermine sich ins Wohnzimmer. „Sag mal Herm", platze Harry mit einer Frage, die ihm seit dem Essen auf der Zunge lag, heraus. „Warum haben deine Eltern mich die ganze Zeit so seltsam angesehen?"

Die junge Frau sah Harry unsicher an. „Nun ja, das ist so", begann sie, „sie glauben, dass du Jamies Vater bist."

„Sie glauben… WAS?" Harry war sich nicht sicher, ob er sie richtig verstanden hatte, wahrscheinlich sollte er mal zum Ohrenarzt gehen. „Warum sollten sie so etwas glauben?"

„Na sieh dir meine Tochter mal genau an, Harry. Sie sieht genauso aus, wie du, sie hat die gleichen Haare wie du und die gleichen Gesichtszüge. Da ist es doch nur verständlich, dass meine Eltern so was glauben. Ron und ich haben ihnen zwar damals erzählt, dass er der Vater ist, da wir, nachdem du nach Frankreich abgereist warst, relativ bald zusammengekommen sind, aber nach Jamies Geburt haben sie uns kein Wort mehr geglaubt. Aber ich konnte ihnen natürlich auch nicht erzählen, wer ihr wahrer Vater ist, das wäre doch zu verrückt, für meine Eltern. Wir haben zwar nicht noch mal darüber geredet, aber natürlich weiß ich, was sie denken, aber ich habe auch nie versucht, sie vom Gegenteil zu überzeugen."

Harry sah sie bestürzt an. „Oh", war das Einzige, was er auf ihre Erklärung erwidern konnte. Das war natürlich nicht sehr Aussagekräftig, aber was sollte er sonst sagen? Wenn schon Hermines Eltern glaubten, dass er der Vater ihrer Tochter war, wer glaubte das sonst noch? Es gab wohl genug Menschen, die nicht wussten, dass sie vor ein paar Jahren in die Vergangenheit gereist waren und Hermine dort von Harrys Vater geschwängert worden war. Aber alle kannten Harry und die meisten wohl auch Jamie und wenn schon Hermines Eltern die Ähnlichkeit aufgefallen war, obwohl sie Harry kaum kannten, dann musste es ihren ehemaligen Mitschülern und Lehrern wohl ebenso aufgefallen sein.

„Oh", machte er noch mal. „Dann müssen deine Eltern ja ein wunderbares Bild von mir haben. Schwängert ihre Tochter, haut auf Nimmerwiedersehen hab und quartiert sich drei Jahre später einfach bei ihnen ein."

„Was? Nein! So was würden meine Eltern nie denken", versuchte Hermine Harry zu beruhigen, „sonst hätten sie dich jetzt auch nicht bei sich aufgenommen. Sie mögen dich und wissen auch, dass du nicht aus freien Stücken weggegangen bist. Und sie wissen ja auch nicht sicher, ob du nun der Vater bist oder nicht. Außerdem haben sie Ron sehr gerne. Sie freuen sich, dass wir heiraten und dass Jamie ihn als ihren Vater ansieht. Du brauchst dir also wirklich keine Sorgen zu machen."

„Ja ich weiß", antwortete er, „aber spätestens auf der Hochzeit muss ich wohl mit ein paar schrägen Blicken rechnen, oder nicht? Schließlich dürften deine Eltern nicht die einzigen sein, die mich für ihren Vater halten."

„Ach, das hab ich dir ja noch gar nicht erzählt", rief Hermine plötzlich aus, „Du kommst natürlich verkleidet zur Hochzeit."

Jetzt war Harry vollends irritiert. „Warum das denn?", fragte er.

„Na denk doch mal nach", fing sie mit ihrer besserwisserischen Stimme an, die Harry in der Schule immer so genervt hatte, von der er aber heute froh war, sie mal wieder zu hören. „Die meisten Zauberer denken du bist tot oder zumindest verschollen. Schließlich haben fast alle inzwischen mitbekommen, dass nicht mal mehr Dumbledore weiß, wo du bist. Trotzdem hat Du- weißt- schon- wer die letzten Jahre alles versucht um dich zu finden, was ihm zum Glück nicht gelungen ist. Wenn dich jetzt jemand auf der Hochzeit sehen und ausplaudern würde, dass du wieder in England bist, was glaubst du, wie schnell er die Todesser auf dich hetzen würde. Das ist viel zu gefährlich."

Harry sah sie erschrocken an. „Voldemort sucht also noch immer nach mir?"

„Ja natürlich, was denkst du denn? Nur weil du nicht da warst, ist hier die Zeit nicht stehen geblieben." Sie konnte nicht verhindern, dass man einen kleinen Vorwurf aus ihrer Stimme hörte. „Die letzten Jahre waren nicht gerade einfach. Du- weißt- schon- wer hat viele Anschläge auf Muggel und muggelstämmige Zauberer verübt, ich bin froh, dass meinen Eltern bisher nichts passiert ist. Und auch, wenn er nicht öffentlich auftritt, weiß man doch, dass es ihn gibt."

Harry sah verlegen zur Seite. Um Voldemort hatte er sich die letzten Jahre kaum Gedanken gemacht. Obwohl er in Beauxbatons für den Kampf gegen den Dunklen Lord ausgebildet worden war, hatte er darüber nicht wirklich nachgedacht. Und als er schließlich in Kanada war, war Voldemorts Präsenz noch weiter geschrumpft, da er sich vollkommen aus den Angelegenheiten der Zaubererwelt raus gehalten hatte. Jetzt hatte er ein schlechtes Gewissen, dass er sich so sehr zurückgezogen hatte, dass er seine Freunde vergessen hatte, die hier mit der Angst lebten, jederzeit von Voldemort angegriffen zu werden. „Hermine, das tut mir wirklich leid", sagte er geknickt, „ich hab nicht daran gedacht, wie es euch hier ergangen sein muss. Ich versteh' natürlich, dass du deswegen willst, dass ich mich auf eurer Hochzeit verkleide. Aber so leid es mir tut, das kann ich nicht." Sie sah ihn fragend an. „Jetzt denk du doch mal nach", neckte er sie, „Wie soll ich denn offiziell als Jamies Pate auftreten, wenn keiner wissen darf, wer ich bin? Außerdem möchte ich nicht als Fremder auf der Hochzeit meiner besten Freunde erscheinen. Und wenn ich hier in England bleibe", diesen Entschluss hatte er soeben erst gefasst, „dann werden die meisten eh bald erfahren, dass ich zurück bin."

Er sah seine beste Freundin erwartungsvoll an und diese zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht Harry, es ist gefährlich, wenn du als du selbst kommst. Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert."

„Das weiß ich doch", antwortete der junge Mann ruhig, „aber das ist meine Entscheidung und ich verspreche dir, mir wird schon nichts passieren, schließlich will ich deine Hochzeit nicht verderben." Er grinste sie an und wechselte geschickt das Thema. „Ihr heiratet tatsächlich. Ich meine, natürlich hab ich mir das immer gedacht, schließlich passt ihr wirklich gut zusammen, aber nachdem du mit James zusammen warst, hab ich schon gar nicht mehr zu hoffen gewagt. Ich freu mich wirklich für euch." Zur Bestätigung umarmte er seine Freundin fest. Diese hatte Tränen in den Augen. „Ja, ich denke, es war wohl wirklich nicht mehr zu erwarten, nachdem ich schwanger geworden war. Aber Ron hat mich damals sehr getröstet und mir über den Schmerz hinweggeholfen und noch in den Ferien damals ist mir klar geworden, dass ich ihn liebe. Also sind wir damals zusammengekommen und, so herzlos es klingt, es war schon ganz praktisch, dass wir sagen konnten, Ron sei der Vater. Molly war darüber am Anfang zwar nicht wirklich erfreut, weil sie dachte, ich würde Ron da in etwas reinziehen, aber inzwischen liebt sie Jamie so sehr, als wäre sie wirklich ihre Enkelin."

„Das freut mich sehr für dich", erklärte Harry ehrlich. Eine seiner größten Sorgen war damals gewesen, wie Hermine mit der Trennung von James und ihrer Schwangerschaft klarkommen würde. Er hatte sich große Vorwürfe gemacht, dass er nicht bei ihr sein konnte. Dass Ron sich die ganze Zeit um sie gekümmert hatte, war gut zu wissen.

„Und jetzt erzählst du mir hoffentlich erstmal, wie die letzten Jahre bei dir gelaufen sind", verlangte die junge Frau plötzlich und Harry lachte erstmal. Sie redeten schon so lange und bisher war das Gespräch nicht einmal auf ihn gekommen, also lehnte er sich zurück und fing an von den Jahren, die er nicht in England war, zu erzählen.

Es war schon fast Zeit für das Abendessen, als Harry mit seiner Erzählung fertig war. Hermine hatte ihm die meiste Zeit stumm zugehört und nur ab und zu eine Frage gestellt.

Zwischenzeitlich war Jamie zu ihnen gekommen und Harry auf den Schoß geklettert, in der Hoffnung etwas Spannendes zu hören, aber sie war bald eingeschlafen. Harry streichelte ihr abwesend über den Kopf.

Der junge Mann hatte wirklich nichts ausgelassen, er hatte Hermine sogar von seinen dauernd wechselnden Liebschaften erzählt, in der Hoffnung, dass sie das Gespräch auf das Thema bringen würde, dass er sich nicht anzusprechen traute. Aber sie schien ihn quälen zu wollen. Oder sie wusste nicht, worauf er hinaus wollte. Also überwand er sich schließlich und stellte die Frage, die ihm schon seit seiner Ankunft auf der Zunge lag: „Hermine, weißt du, wie es Severus geht?" Er sah sie fragend an. Jetzt hatte er es ausgesprochen, zugegeben, dass er den anderen Mann vermisste, dass er sich jeden Tag nach ihm gesehnt hatte, seit er ihn verlassen musste, dass seine Liebe trotz der langen Trennung, in der sie nichts voneinander gehört hatten, nicht weniger geworden war. Nun ja, ausgesprochen hatte er es vielleicht nicht, aber allein, dass er über seinen Schatten gesprungen war und nach ihm gefragt hatte, zeigte, wie viele Gedanken er sich über ihn machte.

„Severus geht es gut", antwortete das Mädchen etwas zu schnell, „also ich meine, so gut wie es ihm gehen kann, nachdem er drei Jahre lang nichts mehr von dir gehört hat. Aber, ich weiß nicht, ob ich die richtige Person bin um es dir zu erzählen, doch bevor du es auf der Hochzeit eh siehst, er hat einen Freund. Warte", sie legte Harry die Hand auf den Arm, als dieser auffahren wollte, „sie sind noch nicht lange zusammen, erst seit ein paar Wochen und er tut ihm gut. Du hättest ihn sehen sollen, er hat die Hoffnung aufgegeben, dich noch mal wieder zu sehen. Ich versteh ihn, nachdem er dich zum zweiten Mal verloren hat, war er erst in einem tiefen Loch, aber Paul hat ihn da wieder rausgeholt. Ich glaube zwar, dass er dich noch immer liebt, wie sollte er auch nicht, schließlich hat er es geschafft, seine Liebe für dich zwanzig Jahre zu halten, bis ihr euch wieder versöhnt hattet, nach unserer Rückkehr damals, aber tu bitte nichts unüberlegtes auf der Hochzeit. Ich meine damit, dass du ihm keine Szene oder Vorwürfe machen solltest. Außerdem warst du ja die letzten Jahre auch nicht unbedingt brav. Oder hab ich mich bei deiner Erzählung verhört?" Sie sah ihn herausfordernd an. Harry senkte schnell den Blick. Sie hatte ja Recht, er hatte sich auch nicht wie ein Musterknabe verhalten. Er hatte sich aus Einsamkeit jedem ansehnlichen Mann an den Hals geworfen, also musste er Severus wohl verzeihen, dass er ihn verdrängt und ein neues Leben angefangen hatte. Was hatte er auch erwartet? Dass der andere seine Zeit allein verbrachte und ständig darauf hoffte, seine erste Liebe wieder zu sehen? Das konnte keiner von ihm erwarten, am wenigsten Harry.

Aber er hatte es gehofft. So lange hatte er sich nach dem anderen Mann gesehnt und sich gewünscht, dass irgendwann alles gut werden würde und sie ihr Leben zusammen verbringen könnten. Aber das war kindisch gewesen, das wusste er jetzt. Er musste akzeptieren, dass Severus ein Leben ohne ihn führte.

Hermine sah ihn forschend an. Er wusste, dass sie sich fragte, was gerade in ihm vorging und sich Sorgen machte, wie er die Information aufnehmen würde. Er lächelte sie an. „Ich freu' mich, dass es ihm gut geht", sagte er leise, seine Stimme fühlte sich plötzlich kratzig an. „Natürlich freut es mich nicht zu hören, unter welchen Umständen es ihm so geht, aber ich finde es gut, dass er sein Leben lebt. Ich hab' nach all den Jahren schließlich kein Recht mehr zu erwarten, dass er wieder zu mir zurückkommt, nicht wahr?", traurig sah er seine Freundin an, „Aber es wäre schön gewesen." Angestrengt versuchte er die Tränen zurückzuhalten. Er sah nach oben und schloss die Augen, aber er konnte nichts machen.

Er wusste, dass Hermine ihn gerne in den Arm genommen hatte, aber Jamie lag immer noch schlafend auf seinem Schoß, also streichelte sie ihm beruhigend über den Arm. „Geht schon", presste er hervor und unterdrückte ein Schluchzen, „ich werd' mich schon dran gewöhnen. Er bringt ihn wahrscheinlich mit zur Hochzeit?", fragte er.

Hermine nickte. „Natürlich, warum sollte er auch nicht? Außerdem weiß er ja nicht, dass du da sein wirst. Meinst du, du schaffst es, ihn zu sehen? Wenn ich gewusst hätte, wie sehr du ihn vermisst, hätte ich dich eher vorgewarnt. Aber woher hätte ich das wissen sollen? Wir dachten doch alle, du hättest uns schon längst vergessen, nachdem du dich bei niemandem gemeldet hast."

Harry schluckte und wischte sich die letzten Tränen weg. „Ich weiß, niemand kann etwas dafür, dass es so gekommen ist. Und ich werde es wohl überleben müssen, Severus mit einem anderen Mann zu sehen. Was soll ich auch anderes tun? Aber du lieferst mir einen guten Themenwechsel, damit ich nicht mehr an ihn denken muss." Hermine sah ihn überrascht an. „Was meinst du?"

„Ich meine, die Tatsache, dass wir uns über die Jahre immer wieder Briefe geschrieben haben, die niemals angekommen sind, bis auf den einen, den du mir letzte Woche geschickt hast. Und wir sollten mal darüber nachdenken, wie das kommt, schließlich ist das doch eine ziemlich seltsame Sache."

„Da hast du Recht, Harry. Ich kann mir das auch nicht erklären, wir haben dir alle so oft geschrieben, zumindest die erste Zeit und als dann nichts von dir kam und wir nur von Dumbledore wussten, dass du überhaupt noch am Leben bist, haben wir wohl irgendwann aufgegeben. Ich weiß von Sev, dass er dir trotz allem noch mindestens einmal pro Woche einen Brief geschrieben hat, aber auch er hat vor ein paar Monaten aufgehört. Ich bin wohl tatsächlich die letzte gewesen, die es überhaupt noch probiert hat." Sie sah wirklich ahnungslos aus. Harry konnte sich einfach nicht erklären, wie es kam, dass er nie einen Brief bekommen hatte. Aber das stimmte nicht, ein paar Briefe hatte er erhalten.

„Dumbledore", sagte er, „seine Briefe sind alle bei mir angekommen, denke ich zumindest, jedenfalls hat er mir, als ich auf Beauxbatons war, regelmäßig geschrieben. Ich habe ihm allerdings nach einiger Zeit nicht mehr geantwortet, nachdem ich dachte, dass ihr mich alle vergessen hättet. Und seine Briefe habe ich auch nicht mehr gelesen. Vielleicht hat er mir irgendwann mal geschrieben und gefragt, warum ich euch nicht schreibe und ich habe es einfach nicht gelesen, kann doch sein. Wir sollten ihn mal fragen, ob er eine Erklärung für uns hat."

Hermine stimmte ihm zu. „Das ist eine gute Idee. Wir fragen ihn einfach, ob er sich das ganze erklären kann. Vielleicht weiß er ja was. Wahrscheinlich dachte er, als du ihm auch nicht mehr geantwortet hast, dass du einfach niemandem mehr schreiben würdest. Wir haben ihn oft gefragt, aber er wusste auch nie, was mit dir los war. Er meinte, dass schon deine letzten Briefe an ihn sehr verschlossen gewesen waren. Du hast ihn nie gefragt, warum wir dir nicht schreiben?" Der junge Mann schüttelte den Kopf. „Nein, ich konnte mich Dumbledore gegenüber nie so öffnen, dass ich mit ihm über solche Dinge gesprochen hätte. Aber ich denke, wir sollten ihn nach der Hochzeit mal ansprechen und ihn fragen, ob er was weiß", er sah Hermine an, „Beziehungsweise ich frage ihn, du bist wahrscheinlich in den Flitterwochen."

Die Frau schüttelte den Kopf. „Leider nicht", entgegnete sie, „Ron hat auf der Arbeit zu viel zu tun, er arbeitet jetzt im Ministerium, weißt du, in der gleichen Abteilung wie sein Dad und sie haben eine ganze Menge Arbeit, weil die Todesser es unglaublich witzig finden, den Muggeln irgendwelche verzauberten Gegenstände zukommen zu lassen, die ihnen dann ganz gerne mal mitten ins Gesicht explodieren. Ich will gar nicht wissen, wie viele Nasen und Ohren im Sankt Mungos in letzter Zeit wieder hergestellt werden mussten und wie viele Erinnerungen gelöscht. Deswegen schaffen wir es leider nicht wegzufahren", sie lächelte leicht, „Aber das ist nicht so schlimm, mir reicht es, endlich mit ihm verheiratet zu sein und mit ihm zusammen zu ziehen." Sie gab einen Seufzer von sich. „Man sollte meinen, meine Eltern wüssten, dass ich schon mal Sex hatte", liebevoll sah sie ihre Tochter an, der Harry inzwischen wieder über den Kopf streichelte, „aber sie waren strikt dagegen, dass wir schon vor der Hochzeit zusammenziehen, ist das zu glauben? Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter. Und Molly hat sie auch noch unterstützt." Sie schüttelte ungläubig den Kopf und Harry lachte. Ja, das sah Mrs. Weasley ähnlich. „Aber jetzt können wir endlich in unsere eigene Wohnung ziehen, ohne unsere Mütter, die jedes mal den Kopf zur Tür reinstecken, wenn wir alleine in einem Zimmer sind. Aber man bleibt wohl wirklich immer das Kind seiner Eltern." Jetzt lachte sie auch und Jamie regte sich langsam. „Hunger", murmelte sie und gab Schmatzgeräusche von sich. Harry sah Hermine an und grinste. Diese sah auf ihre Uhr und sprang erschrocken auf. „So spät schon, dabei hatte ich Mum versprochen ihr beim Kochen zu helfen. Dass sie aber auch nichts sagt", sie schüttelte den Kopf, „Typisch. Kannst du eben auf Jamie aufpassen?", fragte sie noch schnell, ehe sie zu ihrer Mutter in die Küche rannte und Harry sah ihr Kopfschüttelnd hinterher. So war er Hermine gar nicht gewohnt, aber es amüsierte ihn, sie auch mal vergesslich zu erleben.

Das kleine Mädchen auf Harrys Schoß war inzwischen ganz aufgewacht und setzte sich auf, verschlafen rieb sie sich die Augen und sah Harry dann an.

„Na meine Kleine, hast du auch gut geschlafen?", fragte er und blickte sie liebevoll an. Er erkannte so viel von Hermine in ihr, aber auch von seinem Vater und obwohl er sie heute erst kennen gelernt hatte, liebte er sie schon so sehr, wie er seine Schwester nur lieben konnte. Er seufzte, schade dass sie nie erfahren würde, dass er ihr Bruder war. Das Mädchen nickte und rutschte von Harrys Schoß. „Hunger", sagte sie wieder und lief genau wie ihre Mutter in die Küche.

Der Mann sah ihr Kopfschüttelnd hinterher. Doch auch Harry zog es in die Küche, da er das Bedürfnis verspürte zu helfen, schließlich hatten die Grangers ihn schon freundlicherweise bei sich aufgenommen, also wollte er sich auf diese Art bedanken.

Später beim Abendessen fragte Mrs. Granger ihn, was er am nächsten Tag vorhabe. „Ich wollte ein paar Besorgungen machen", antwortete er, „ich hab nichts anzuziehen, für die Hochzeit und außerdem auch noch kein Geschenk. Ich wollte mal sehen, ob ich was Geeignetes in der Winkelgasse finden kann." Hermine verschluckte sich und fing laut an zu Husten. „Hab ich was falsches gesagt", fragte Harry und klopfte ihr sacht auf den Rücken.

„Du kannst doch nicht einfach in die Winkelgasse gehen", regte das Mädchen sich auch sofort auf, „Wie stellst du dir das vor?" Harry sah sie verwirrt an. „Warum sollte das nicht gehen?"

Hermine verdrehte die Augen, wie sie es schon immer auf Hogwarts gemacht hatte, wenn er eine besonders blöde Frage gestellt hatte, aber auch ihre Eltern sahen sie verwirrt an.

„Mann Harry, du warst drei Jahre verschwunden und alles sucht nach dir. Was denkst du, was das für ein Tumult wäre, wenn du plötzlich so mir nichts, dir nichts in der Winkelgasse auftauchst. Voldemort hat überall seine Spitzel und wenn die dich zu sehen bekommen, dann kannst du dir ja wohl denken, was die mit dir machen." Harry sah sie erstaunt an. Daran hatte er wirklich nicht gedacht. War er in den letzten Voldemort- freien Jahren etwa so sehr abgestumpft, dass er sich um die offensichtlichsten Dinge keine Gedanken mehr machte?

„Du hast wohl recht", gab er geknickt zu, „Aber ich muss wirklich in die Winkelgasse. Das wäre für mich der erste Schritt zurück in die Zauberwelt und deswegen muss ich wirklich dringend dorthin. Also, hast du eine Idee, was wir machen können?"

„Wir verkleiden dich einfach", antwortete Hermine prompt, „Die wenigsten wissen, dass du jetzt braune Haare hast und wenn wir dir noch ein paar andere Klamotten geben und du die Brille absetzte, dürfte dich kaum jemand erkennen, es sei denn er hält Ausschau nach dir und das wird wohl nicht passieren. Wir gehen gleich nach dem Essen einfach mal nach oben und schauen, was ich für dich tun kann", schlug sie vor und Harry willigte ein.

Nach dem Abendessen gingen die beiden ehemaligen Hogwartsschüler gemeinsam nach oben, in Hermines Zimmer. Jamie, die so lange gebettelt hatte, bis sie mit durfte, hing auf Harrys Arm und lächelte selig. Hermine grinste ihn an. „Sie hat wirklich einen Narren an dir gefressen." Harry nickte bloß, ihm gefiel, dass seine Halbschwester ihn mochte.

In Hermines Zimmer setzte er sie ab und sah sich erst einmal um. Er war zum ersten Mal hier, wie ihm jetzt erst einfiel, bisher hatten sie sich immer nur bei Rons Familie gesehen, wenn sie nicht in der Schule waren. Viel gab es in dem Zimmer nicht mehr zu sehen, überall standen große Umzugskartons und die Wänden zeigten helle Stellen, wo früher mal Poster oder andere Bilder gehangen hatten. Nur das Bett von Hermine und das von Jamie standen noch aufgebaut im Zimmer und ein riesiger Schrank, der eine komplette Wand des Zimmers einnahm. Harry nahm erstaunt zu Kenntnis, dass Frauen wohl immer so viele Klamotten haben mussten.

Harry setzte sich in Ermangelung anderer Sitzmöglichkeiten auf das Bett und Jamie kletterte sogleich neben ihn. Während Hermine in ihrem Schrank kramte, ermahnte sie Harry, dass er am nächsten Tag in der Winkelgasse wirklich vorsichtig sein musste. Er sollte bloß Acht geben, dass ihn niemand erkannte, weil keiner wissen konnte, was dann passierte. Harry versprach ihr, auf sich aufzupassen und ihr als Entschädigung für ihre Sorgen das tollste Geschenk mitzubringen, das er finden konnte. Hermine nahm das mit einem Lächeln zur Kenntnis.

Als nächstes eröffnete sie ihm, dass er nicht allzu lange einkaufen konnte, da sie ihn am Nachmittag mit zum Fuchsbau nehmen würde. Harry sah sie erschrocken an. Morgen schon? Die Hochzeit war doch erst einen Tag später. Das sagte er ihr auch. Hermine lachte. „Willst du etwa auf meiner Hochzeit mit der Tür ins Haus fallen? Das kann ich nicht zulassen, schließlich soll ich die wichtigste Person sein, neben Jamie und Ron natürlich", sie lachte wieder, „Also müssen wir zumindest die Weasleys und die wichtigsten Personen einweihen, dass du da sein wirst. Jetzt guck doch nicht so ängstlich", wies sie ihn zurecht, „Sie werden dich schon nicht beißen. Glaub' mir, sie haben dich alle vermisst und werden sich freuen, dich wieder zu sehen. Und Ron wird ausflippen." Na das konnte Harry sich vorstellen, nur leider auf eine ganz andere Art als seine Freundin.