Yeah- Teil zwei und immer noch ein wenig Kreativität in mir! Nicht viel, aber es reicht um weiter zu schreiben. Wobei ich natürlich der Ansicht bin, dass ein liebes Review Wunder tun kann und mich bestimmt anspornt schneller zu schreiben!
Ach ja, wer den Blödsinn in meinem ersten Review geschrieben hat, SEHR MUTIG !
Ich muss schon sagen, dass ich in meinen kurzen Leben bisher nicht viele wahre Heldentaten gesehen habe- du aber defenitiv eine vollbracht hast.
So ein kurzes und präzises( und grammatikalisch einwandfreies) Statement hat mich selten erreicht!
Du und Herr Bush- ihr seid schon aus dem selben Holz geschnitzt.
Mein Tipp an dich- Back dir ein Eis.
An alle anderen- kommt so etwas bei euch auch mal vor- gebt nichts drum. wer nicht einmal richtig schreiben kann wenn er beleidigt, ist eure Aufmerksamkeit nicht wert.
Sagt euch ganz lieb- eure Dr.Jo
Mit einem vorsichtigen Klopfen macht sich Link an der Tür der kleinen Hüte im Hafen bemerkbar, ohne das eine Reaktion von Innen erfolgt. Er lässt etwas Zeit verstreichen, schaut neugierig durch ein kleines, schmutziges Fenster neben der Tür, kann aber durch dessen milchig staubige Oberfläche rein gar nichts erkennen. Sein erneutes Klopfen ist weitaus forscher, doch wieder antwortet niemand und so greift der Elf nach dem rostigen Türknauf und schiebt die verkantete Tür auf.
„Hallo, ist hier jemand?" Kündigt sich der grün gekleidete Held laut an. Aber im Inneren der Hütte sieht es aus, als hätte sie schon seit Jahren niemand betreten. So hängen dicke Spinnenfäden in den Ecken und Winkel des Raumes und eine fingerdicke Staubschicht liegt auf dem kleinen Schreibtisch gegenüber der Tür. Nicht bereit so leiht aufzugeben und wissend, dass sich oft mehr hinter einem solchem Raum verbirgt betritt Link leicht gebeugt den tiefen Eingang und schaut sich in der kleinen Hütte um. Es ist sehr still in dem leeren Raum und eine dicke Luft steht unangenehm drückend. Enttäuscht dreht sich der Elf wieder um und merkt so gar nicht, dass eine kleine Vase in der hintersten Ecke zu leuchten begonnen hat. Doch dann springt das grün-gelbe Gefäß auf den morschen Brettern des Bodens aufgeregt auf und ab. Link springt erschrocken herum und fragt laut wer da ist. Dann erblickt er die springende Vase und entspannt sich wieder. Vorbei er doch ein wenig kurios schaut und sich dem bunten Tongefäß nähert. Mit jedem seiner Schritte wird die Vase scheinbar aufgeregter und Link kommt nicht drum herum und hebt das lebendige Dekostück aus seiner verstaubten Ecke auf. Erst jetzt fällt dem Hylianer auf, dass die Öffnung mit einem Art Korken verstopft ist. Die Vasenwand ist sehr kühl, gar feucht, und doch geht dieses pulsierende Leuchten von ihr aus.
Da Link ein von Natur aus sehr neugieriger Mensch ist, lehnt er die Vase in seinen bandagierten Arm mit der Schlaufe und greift in seine umgehängte braune Ledertasche mit dem Gesunden.
Schließlich wird er fündig und holt einen unbenutzten Hufeisennagel hervor, den ihm Malon vor etlicher Zeit mit auf dem Weg gegeben hatte, falls Epona noch mal ein Eisen auf der Steppe verlieren sollte.
Link stellt die Vase auf den alten Schreibtisch und beginnt mit dem Nagel die braun angelaufene Wachsschicht aus der Öffnung zu kratzen.
‚Vielleicht ist ja eine Fee in der Vase eingeschlossen und kann mir meinen Arm heilen.' Sofort schießen dem Hylianer Bilder von seiner ehemaligen Fee in den Kopf und sein eben noch so intensives Kratzen an dem Wachssiegel lässt kurzzeitig nach.
Wieder muss sich der Held eingestehen, dass ihm ein guter Freund aus der alternativen Zukunft fehlt. Doch so schnell die Traurigkeit kam, so schnell schluckt der Hylianer sie wieder herunter und bemüht sich weiter das mysteriöse Gefäß zu öffnen.
Endlich durchstößt er auch die letzte Wand des hartnäckigen Materials und mit seinem Durchbruch erlischt das Licht in der Vase.
Ein wenig enttäuscht linst Link kurz in die dunkle Vase, doch findet sie leer vor. ‚Doch keine Fee.'
Ganz geknickt steckt er seinen Nagel wieder ein und dreht sich in Richtung Tür. Er ist bereits fast wieder durch diese, als sein Triforce in seiner Hand kurz sticht. Vorsichtig wendet Link nur seinen Kopf zur Seite, so dass er im Augenwinkel durch seine langen Ponysträhnen hindurch sieht was hinter sich vorgeht.
Ein kleiner Lichtwirbel auf bunten Funken steigt aus dem Tongefäß auf und fliegt durch den Raum und alles was es mit seinem bunten Funken streicht verwandelt sich mit einem zischenden Ton. Der Staub und die Spinnweben verschwinden und werden durch bunte Mobiles und Windspiele ersetzt, deren dünne Metallstäbe aneinander treffen und helle glockenähnliche Laute von sich geben. Der einsame Schreibtisch wandelt sich in einen breiten Tisch aus dunklem, teuerem Holz mit reichem Messingbeschlag an den Seiten. Die eben noch leeren Wände sind nun mit teuren Tapeten aus Seide behängt an denen wiederum seltsame Masken und Bilder hängen. Zu Links linker Seite taucht plötzlich ein kleiner Feuerplatz auf dessen steinernen Erhöhung ein kleines Feuer auffacht. Dann fliegt das licht noch eine letzte Runde und verschwindet dann hinter dem kleinen mickrigen Holzstuhl mit einem leisen Rums. Der Stuhl verändert sich in einen schweren Lederstuhl mit hoher Rückenlehne und breiten Armlehnen. Mit offenen Mund starrt Link in den nun veränderten Raum, der sich von der verfallenden Hütte in diesen kuriose Häuschen verwandelt hat.
„Endlich." Seufzt eine eindeutig männliche Stimme hinter der Rückenlehne des Sessels, die sich in einer quietschenden Bewegung nach hinten beugt und sich schließlich herumdreht. Link gegenüber sitzt ein kleiner, rundlicher Mann mit einem roten Zwirbelbart und einer blauen Kapitänsmütze auf dem kahlen Kopf.
Der Mann scheint Link erst gar nicht wahr zu nehmen und sucht energisch in einer seiner Schubladen nach etwas Bestimmten. Als er es dann gefunden hat zieht er eine Pfeife aus weißem Material hervor, steckt sie sich in den Mundwinkel, füllt etwas Tabak aus einer Dose in seiner ebenfalls blauen Jacke in dem Pfeifenkopf und zündet sie mit seinem Finger an.
‚Er ist Magier.'
Dann zieht diese seltsame Gestalt ein paar Mal genüsslich an seiner Pfeife und lehnt sich wieder tief in seinen bequem aussehenden Sessel. Der rothaarige Mann schließt die Augen und stößt den Rauch durch die rote Knollnase aus.
Durch die noch offen stehende Tür weht ein fester Wind in den Raum und die Windspiele in den Ecken spielen erneut ihre Melodie.
„Man schließt die Tür, wenn man einen Raum betritt. Oder hat man bei dir zuhause keine Türen, Junge?" Link ist viel zu sehr überrascht, dass der Mann nun mit ihm spricht und wie er mit ihm spricht, als das er genau verstanden hat, was der Mann von ihm möchte.
„Mmh." Mit einem leichten Murren zieht der Mann erneut an seiner Pfeife, öffnet wieder die Augen und hebt seinen linken Zeigefinger. Mit einer schnippenden Bewegung fällt die Tür kraftvoll ins Schloss und Link zuckt bei dem knallenden Geräusch zusammen.
„Wohl auch noch schwer von Begriff." Link geht bedacht zwei Schritte rückwärts um Abstand von dem aufgetauchten Fremden zu gewinnen, doch hat sich der Raum auch hinter ihm verändert und er stolpert über einige Kisten zu seinen Füßen.
„Und zwei linke Füße hat er auch noch." Der Fremde springt aus seinem Sessel und geht langsam zu Link herüber, der sich versucht zwanghaft aus den Fäden und Zwirnen aus den Kisten zu winden.
„Wer seid ihr? Und wie kommt ihr aus der Vase?" Der Mann mit dem roten Zwirbelbart hat eine Hand hinter seinem Rücken, die andere an seiner Pfeife. Er stellt seinen linken Fuß auf eine der Kisten und lehnt sich in Richtung des am Boden liegenden Link vor. „Du kommst hierher und weißt nicht einmal wen du treffen sollst? Gehst du öfter in die Häuser von Fremden, Junge? Und die Vase- sagen wir mal es war ein Unfall! Egal!"
Wieder ist Link verärgert wie der Mann mit ihm spricht. Gerade einmal die deutlich stärkere Impa oder Naboru dürften oder würden ihn Junge nennen, denn Link hat seiner Meinung nach nicht mehr das schmächtige Erscheinungsbild eines Jungen.
„Ich hatte angeklopft und gerufen, doch die Hütte schien leer …" Der Mann lässt Link nicht ausreden, sondern greift nach einem Gehstock und zieht ihm die hölzerne Seite über den Kopf.
Der
Hylianer reibt sich geschockt die schmerzende Stelle mit dem gesunden
Arm und faucht den Fremden an, was ihm einfallen würde.
Der
bärtige Mann grinst zufrieden und zieht wieder an seiner Pfeife,
nur um den armen immer noch am Boden liegenden Link den Qualm, der
nach Kornblume und altem Holz roch, in das Gesicht zu pusten, worauf
hin dieser zu husten anfing.
„Ich will erfahren, was du hier willst, Junge?" Doch Link denkt nicht dran diese Unterhaltung fortzuführen, sondern reißt erbost an den Stricken herum, bis diese reißen und erhebt sich mit vor Wut roten Kopf.
Erst
jetzt fällt ihm auf, dass ihm der Mann gerade mal bis über
die Hüfte geht von der Größe her. Doch der Zwerg
steht noch immer in seiner überheblichen Pose vor ihm und kaut
auf seinem Pfeifenstiel rum.
Völlig
wortlos und gerade noch in der Lage seinen Zorn im Zaum zu halten
zieht Link die Schlaufe um seinen
Verletzten
Arm wieder richtig, klopft sich die restlichen Fäden aus der
Kleidung und stampft an dem Mann vorbei in Richtung Tür.
Mit
voller Kraft zieht er an dem Türknauf, doch der bleibt stur und
die Tür zu.
„Tztztztz." Mit gehobenen Zeigefinger verneint der Zwerg, der nun plötzlich neben Link steht und weißt Link in einem belehrenden Ton darauf hin, dass er erst die Hütte verlassen kann, wenn es dem Fremden beliebt.
Nun platzt Link der Kragen. „Was fällt dir ein, kleiner Mann. Ich lasse dich aus deiner bunten Vase raus und springst mit mir um, als wäre ich ein dummes Kind. Lass mich hier lieber raus, bevor ich mich vergesse und etwas tue, was wir beide bereuen werden!" Und Link weißt dezent mit seiner Hand auf das Schwert an seinem Rücken hin. Doch der Zwerg ist wenig beeindruckt und lächelt bloß aus den Mundwinkeln.
„Glaubst du wirklich, Junge, dass du mich mit deinem Käsemesser einschüchtern kannst? Du dummes Kind!" Link greift nach seiner Waffe und zieht die Klinge aus der Scheide, um sie dem Zwerg unter die Nase zu halten. Doch der bekommt nur ein Blitzen in die engen Augen und Link muss mit ansehen, wie sein Schwert vor ihm zu Käse wird. Entsetzt lässt er die bröckelnde Klinge zu Boden fallen und schaut mit weiten Augen zu dem kleinen Mann.
„Und
nun erzählst du mir genau warum dich der König zu mir
geschickt hat."
„Woher…?"
Der kleine Mann schreitet mit seinem Gehstock um Link herum, grinst
fies zu ihm hoch und schlägt dem Hylianer, der schmerzvoll
aufschreit, in die Kniekehle worauf der zu Boden geht.
„Ich
rede lieber mit meinem Gegenüber auf Augenhöhe."
Link
reibt sich die schmerzende Stelle am Bein und versucht zwanghaft
jeglichen Zorn zu unterdrücken.
„Woher ich weiß, was du denkst? Glaubst du für einen Kobold des Meeres ist es nicht offensichtlich, was ein Kerlchen wie du denkt? Lachhaft! Nur Lachhaft! Ihr Hylianer seid so einfach zu lesen. Ich will es aber von dir hören!"
Und Link beginnt mit seinem Gespräch beim König und erzählt von dem adeligen Mädchen, dass er heiraten will. Mit aller Kraft wehrt sich Link gegen den Gedanken ‚Prinzessin' nur um dem Kobold nicht alles wissen zu lassen.
Dieser sitzt mit seiner Pfeife im Mundwinkel vor Link auf einer der Kisten und lauscht.
„Der König will also, dass du nach Orcia schiffst und eine verschollene Harfe suchst?" Link nickt emsig. „Und er schickt dich zu mir, dem alten Kapitän Rauschbart? Der König ist ein guter und lieber Mann. Er muss dich mögen, um dich zu mir zu schicken. Jeden anderen hätte er zu den anderen Kapitänen geschickt." Rauschebart zieht an seiner Pfeife und formt beim Ausstoßen des Rauches einen Kreis.
„Er liebt seine Tochter sehr, der gute König. Und ich spüre, dass sie der sehr wichtig ist!" Der blonde Hylianer fühlt sich ertappt und lässt den Kopf kurz hängen. Doch Link fragt erst gar nicht, woher Rauschebart weiß, dass es um die Prinzessin geht und schweigt.
„Ich tue es. Auch wenn ich mich eigentlich zur Ruhe gesetzt hatte. Aber nur, weil du mich aus der Vase befreit hast und weil ich in dir eine Herausforderung sehe, aus dir einen echten Mann zu machen, Junge!"
Wieder muss sich der Hylianer auf die Lippe beißen, um seine Wut zu kontrollieren. Der Kapitän nähert sich Links Gesicht mit einem Grinsen auf den bärtigen Lippen. Dann zieht er dem blonden Elf wieder seinen Gehstock über den Kopf.
„Hey?" Schreit Link auf. Der rothaarige Kobold lacht nur auf.
„Das war für deinen Gedanken mich wieder in die Vase zu stecken, Junge." Dann läuft der Mann zu der Tür und öffnet diese nur mit seinem Zeigefinger. Draußen scheint die Sonne und die milden Meeresbrisen wehen frische Luft in den stickigen Raum.
Epona
steht neben der Tür und grast. Die Stute hebt ihren Kopf und
spielt den langen Ohren in alle Richtungen, dann schüttelt sie
sich, wobei die ledernen Zügel an ihren breiten Hals schlagen
und senkt den Kopf wieder.
Der
kleine Kobold steht in der Tür und alle Windspiele und Mobiles
drehen sich oder geben Geräusch von sich.
Mit einer plötzlich ernsten Stimme fährt der Zwerg fort.
„Nun, Held der Zeit, ich gebe dir die Chance- und ich meine wirklich nur die eine Chance mein Schüler für diese Reise zu werden. Du willst mit den Großen spielen? Das kannst du haben. Doch sei dir bewusst: der Adel von Hyrule ist nicht zu vergleichen mit den Monstern, die du bisher geschlagen hast. Denn ihnen musst du immer mit einem kühlen Kopf begegnen." Link hockt noch immer auf dem Boden und schaut mit gespitzten Ohren zu dem Kobold, der die frische Luft immer wieder mit seiner knolligen Nase einzieht.
„Viele der Adeligen von Hyrule sind gefährlicher als du es dir vorstellen kannst, denn sie haben die Macht auch den größten Helden fallen zu lassen, und sie wissen darum. Der König hat dich zu mir geschickt, um dich auf etwas vorzubereiten, welches dich erwartet wenn sie spitz kriegen, dass der König einer Heirat mit seiner Tochter zugestimmt hat.
Ich will ehrlich sein, Junge. Vor dir haben es nicht viele, um genau zu sein erst einer geschafft, in den Adel aufzusteigen. Ich traue es dir nicht ganz zu, aber du scheinst hartnäckig und lernfähig.
Deshalb hast du die Wahl. Nummer eins: Du gehst durch diese Tür und kommst nie mehr wieder und deine Prinzessin heiratet irgendeinen der ihres Gleichen oder Nummer zwei: du bleibst und wirst der Schüler von Rauschebart und hast vielleicht eine kleine Chance dein Traummädchen zu bekommen.
Nun wähle!"
Und es scheint nicht verwunderlich, dass Link selber die Tür vor dem kleinen Mann schließt mit einer eisernen Entschlossenheit. Und er weiß nicht, dass diese Entschlossenheit in den nächsten Wochen das Einzige sein wird, was ihn vorwärts treiben wird.
Ich weiß, Rauschbart ist ein häufig gehörter Name im Schifffahrtsbereich- aber ich MUSSTE einfach! Es war so offensichtlich! Ich konnte nicht widerstehen!
Ich hoffe du auch nicht, den kleinen Reviewknopf unten links zu drücken und ein paar Worte zu hinterlassen!
Gruß Jo
