Episode 2 - Das Foto
Im Maru-Q, zwischen den Regalen der Taschenabteilung, suchten Yukiko und Ai nach einer sweeten Tasche. Ai entdeckte einen Wühltisch mit reduzierten Tops und sie schlugen sofort zu. Beim Wühlen kreisten Yukikos Gedanken zu Souta. Wenn sie nur endlich wissen könnte, ob er was für sie empfand! Bis jetzt hatte sie keine Ahnung und wollte auch nicht so kindlich sein und ihn fragen. Das sollten die Boys übernehmen!
Als hätte Ai ihre Gedanken gelesen, erzählte sie auf einmal eine krasse Story.
"Sag mal, Yukiko, wusstest du eigentlich, dass Souta ein Foto seiner Geliebten hat?" Sie kicherte verschwörerisch.
Yukiko hörte auf und legte ihre Hände an den Rand der Wühlkiste. "Was? Er hat 'ne Freundin?"
"Nee, aber er liebt ein Mädchen aus der Schule. Hab ich von Yumi gehört. Vielleicht weiß Ryo was davon, ich meine, er ist sein bester Kumpel".
Yukikos Herz fing an, schneller zu schlagen. Es gab da also ein Mädchen?
Sie wusste nicht, ob sie Freude oder Trauer fühlte, es war eher ein Mischmasch aus Neugier und Wut. War sie dieses Mädchen - oder war es... eine andere?
"Stimmt das wirklich?", gab sie cool zurück.
"Yumi ist da verlässlich. Und nicht nur sie meinte es, sondern schon die halbe Jahrgangsstufe. Es liegt wohl daran, dass du nichts weißt, weil das Gerücht seit Anfang der Ferien umher ging und du weg warst."
Yukiko nickte. Das konnte sein. "Wollen wir Ryo ausquetschen? Oder besser gleich Souta fragen?"
"Die sagen nichts. Miwa und Ayumi haben's schon probiert, aber kein Zweck."
"Und er hat wirklich ein Foto?"
"Ja, irgendwie süß, oder?" Ai lächelte.
"Wir müssen rauskriegen, wer das ist! Wir nutzen die Party am Freitag und machen Flaschendrehen!"
Sie verkündete es laut, so, als ob sie grade gesagt hätte, kommt, lasst uns die Welt erobern. Ais Miene erhellte sich. "Flaschendrehen? Yeah, das wird bestimmt voll cool! Dann muss er auspacken... Und wer weiß, vielleicht kommen er und seine geheimnisvolle 'Fotoliebe' ja zusammen!"
Während die beiden Mädels durch Gänge sausten, in Umkleidekabinen rannten und teure Kleider und Oberteile anprobierten, konnte Yukiko nur an Freitagabend denken. Nur noch wenige Tage, dann würde sie endlich Soutas Freundin sein.
Denn sie war sich sicher, dass sie das Mädchen auf dem Foto war.
- - - - - - - - - - - - - -
Alle fieberten der Party entgegen.
Nachdem Yukiko und Ai die Einladungen verteilten, war es Gesprächsthema Nummer Eins - und natürlich Soutas Foto.
Die wildesten Spekulationen schwirrten umher, wie kleine Luftschlangen, die durch die Gegend wehten.
Die schönsten und coolsten Mädchen der Schule standen zur Auswahl, es wurde gerätselt, von wem er das Foto haben könnte, denn immerhin war er der beliebteste Junge der Schule. Ein echter Mädchenschwarm.
Nur er selber schien davon nichts mitzubekommen.
"Sag mal, Souta, ignorierst du dieses Getuschel?". Ryo stellte sich neben seinen Freund ans Fensterbrett neben dem Snackautomaten. Souta starrte weiterhin aus dem Fenster in den Innenhof. "Welches Getuschel?"
"Lustig! Jetzt mal im Ernst, du weißt genau, was hier los ist!", mischte sich Yukiko ein. Sie bereute ihren kleinen Ausbruch sofort, denn Souta schloss die Augen.
"Willst du drüber reden?" Ai löste den Blick von den vorbei strömenden Mädchen und Jungs, die kichernd und neugierig in den Pausenhof gingen. "Oder sollen wir dich in Ruhe lassen?"
"Ich weiß wirklich nicht, was hier los ist! Leute, worum geht's?"
"Souta!"
"..."
"Souta, bitte", murmelte Ai. "Es geht um dieses Foto. Alle wissen es, und wir sind deine Freunde. Magst du uns nicht erzählen, ob das wahr ist?"
Jetzt schauten sie alle nur ihn an. Er wendete sich vom Fenster ab. Sein Mund öffnete sich leicht, doch bevor ein Ton herauskam, klingelte die Schulglocke. Schülerinnen und Schüler bahnten sich ihren Weg in die Klassenzimmer und auch die Freunde taten dies. Sie ließen Souta mit dem Thema in Ruhe und fragten nicht mehr nach. Bei den Vorbereitungstreffen für das Schulfest konzentrierten sie sich nur voll und ganz auf die Planung, Yukiko und Ai dekorierten die Wohnung für die kommende Party und sonst war allerhand los.
Dann kam der Freitag.
Schon morgens konnte sich keiner so richtig auf den Unterricht konzentrieren, selbst die nicht, die nicht auf die Party eingeladen waren, sie alle freuten sich auf das Wochenende. Es würde Montag wieder reichlich Gesprächsstoff geben, denn Yukikos Feiern waren dafür bekannt, eine Menge Wirbel zu veranstalten und auf ihnen war reichlich was los, das wussten die, die mit ihr auf der Mittelschule gewesen waren.
"Ryo, gibt es ein Problem?" Yomohita ließ die Kreide sinken und hob wütend die Augenbrauen. Ryo verstummte sofort, er wollte sich heute durch sein Gequassel im Unterricht kein Nachsitzen einhandeln, NICHT heute, und so gab es wenigstens von ihm keine weiteren Störungen mehr.
"Ich wünschte, Ryo, du würdest dich immer so benehmen", seufzte der Lehrer und fuhr fort. "Also, ich hoffe, ein paar von euch haben schon Ideen für den Tag der offenen Tür und ja..."
Fast keiner hörte mehr zu und als endlich das befreiende Klingeln ertönte, strömten die Schüler nach Hause, um ein spannendes Wochenende zu starten. Sie wussten ja nicht, WIE spannend es für einige werden würde.
Die Mädchen, die zur Party eingeladen waren, stylten sich, die Jungen legten ihre Klamotten bereit und Yukiko und Ai dekorierten alles bis zum letzten Schliff.
Sie ließen sich erschöpft aufs Sofa sinken und schlürften ihre Cola, die sie von Macces hatten, aus. Ai strich sich eine Haarsträhne aus ihrem hübschen Gesicht und saß mit einem zufriedenen Blick da. "Ich finde, das haben wir echt gut hinbekommen! Yukiko, wir sind das ultimative Deko-Team! Check ein!"
Ihre Freundin lachte und sie klatschten ein, trafen aber nicht, sodass sie beide noch mehr lachen mussten.
"Das wird garantiert ein abgefahrener Abend!"
Souta und Ryo standen um zwanzig vor sieben auf der Matte, mit einem Bündel Mädels hinter ihnen. Ryo klingelte und Ai machte auf.
Sie zog die Blicke aller auf sich.
Sie hatte ihre Haare weit offen und sie fielen ihr in wilden Strähnen über die Schultern. Sie trug schwarze Hotpants und dadrüber ein graues Top, um ihren Hals war ein weißer, länglicher Schal mit roten Schriftzeichen gewickelt und durch ihr voluminöses Haar schimmerten zwei silberne Kreolen. Ryo errötete furchtbar doll. "W-wow, Ai, du siehst klasse aus", brachte er nur hervor. Auch Souta nickte beeindruckt und die Mädchen im Hintergrund bildeten gleich eine Traube um sie.
"Kommt doch rein!", bat Ai. Die Menge folgte ihr durch die Haustür und zog sich sogleich die Schuhe aus.
Auch hier gab es viel zu bestaunen: einige knallweiße Luftschlangen waren an den Wänden längs den Flur aufgehängt. Im Wohnzimmer und den Räumen, die für die Partygäste zugänglich waren, also Küche, Bad und Abstellkammer (obwohl DIE eher für andere Zwecke genutzt werden sollte), waren mit kleinen Schneemännerfiguren geschmückt. In wenigen Zimmerecken lag etwas Watte, die den Schnee symbolisieren sollte, und trotzdem war alles in warmen Tönen dekoriert.
"Wo ist eigentlich Yukiko?", fragte Souta und just in dem Augenblick kam sie ins Wohnzimmer. Sie hatte einen lockeren Zopf und kleine Silberstecker im Ohr, sie trug ein rotes Top und einen extrem kurzen Minirock. Die Mädchen lobten ihr Aussehen, da klingelten schon die nächsten Gäste. So ging es weiter, bis schließlich alle da waren. Das Wohnzimmer war nun voll, aber es war groß, genau wie die gesamte Wohnung der Shizukas. Viele gaben das Lob, dass die Winterdeko gelungen war, sie wirkte nicht kindisch, sondern stylish. Yukiko stand auf, während alle anderen Platz auf dem Boden und Sofa machten. "Vielen Dank, dass ihr alle gekommen seid! Auch herzlichen Dank an Ai, in deren Wohnung heute alles stattfindet! Wir hoffen, ihr amüsiert euch richtig gut und habt viel Fun! Und später haben wir noch eine ganze besondere Überraschung für euch, also freut euch und bleibt locker!" Sie hob ihre Hand und machte das Peace-Zeichen und die Gäste lachten. Ai stellte die Anlage an und es dudelten japanische Popsongs, während einige Leute sofort zum Buffet rannten und ihre Becher mit Cola und die Teller mit Sushi füllten, sich die anderen unterhielten und Souta, Ryo, Ai und Yukiko zusammenkamen.
Yukiko klimperte besonders oft mit ihren getuschten Wimpern, wenn Souta sie anschaute. Hoffentlich ist der Minirock auch schön sexy, dachte sie.
"Echt coole Party, ihr beiden", gab Souta von sich und schlürfte seine Cola. "Und was bitte ist diese Überraschung?"
"Das verraten wir doch nicht!"
"Okay, ich bin gespannt". Er lächelte freundlich und nahm mit Ryo auf dem Sofa Platz. Yukiko fieberte nur dem Flaschendrehen entgegen, das würde für sie garantiert das größte Highlight werden. Am Wohnzimmertisch fingen jetzt einige Mädchen an, ein Spiel zu spielen. Doch wie sich bald herausstellte, war es ein kleines Trinkspielchen.
"Wollt ihr euch jetzt schon betrinken?" Ai stellte sich neben sie und fragte nett. "Lasst uns lieber eine Kissenschlacht machen!"
Die Mädchen kreischten und sprangen auf. Sie rissen die Sofakissen unter den Hinterteilen der Jungen weg und schlugen damit auf sie ein. Großes Gelächter machte sich breit und mixte sich zu einer enormen Lautstärke mit der der Musik, und selbst die Jungs machten nun mit, als Ai die Daunenkissen aus ihrem Zimmer holte. Sie konnte sie ruhig opfern, wozu hatte man Waschmaschinen?
Ein paar der Jungen schnappten sich Mädchen, meistens ihren Schwarm, und hielten sie fest, doch diese befreiten sich und wurden durch den Flur gejagt. Sie kehrten kreischend und kichernd ins Wohnzimmer zurück und quetschten sich alle hinters Sofa. Sie wurden entdeckt und unter Decken und Kissen begraben.
Eine halbe Stunde später, nachdem die Frisuren wieder gerichtet waren und Oberteile an den richtigen Stellen saßen, hatte sich auf dem Wohnzimmerboden ein Lager aus kuscheligen, komfortablen Kissen gebildet. Ai schloss die Tür und setzte sich neben ihre Freunde. "Möchtet ihr noch was trinken? Ich hole ein paar Flaschen, dreht doch schon mal die Musik weiter auf". Die Meute verteilte sich wieder in die Teile des Raumes und tratschte, tanzte, flirtete, spielte. Ai bewegte sich in Richtung Tür, da kam Souta auf sie zu. "Ich komme mit und helfe dir beim Tragen der Flaschen." Als Yukiko das hörte, lief sie schnell auf die beiden zu. "Ach, komm, Ai, setz du dich hin, ich hol die Flaschen". Doch diese schüttelte den Kopf. "Passt schon", antwortete sie. Ihre Freundin startete einen weiteren Versuch, denn SIE wollte mit Souta alleine sein, wenigstens für ein paar Momente. Sie oder keine.
"Souta, kannst du dich eben um die Gäste kümmern? Ich gehe mit Ai." Doch da rief eine Freundin nach Yukiko und als sie sich wieder umdrehte, waren Souta und Ai schon verschwunden.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Ai bückte sich zum Schrank unterm Waschbecken und holte einige Chipstüten heraus, Souta stellte ein paar Cola-, Wasser- und Bierflaschen auf den Küchentisch. "Ai?"
"Hm?"
"Warum ist eigentlich Sayo nicht eingeladen? Sie, Masato und Natsukichi?"
"Kotobukis Schwester? Yukiko wollte das nicht... Dabei finde ich sie total nett. Yukiko meint, sie seien zu kindisch, obwohl sie schon eine Klasse über uns sind".
"Durftest du nicht mitbestimmen?"
"Doch, aber sie hat mich überredet. Dafür hab ich Nana und Mihona einladen."
"Hat Yukiko irgendwas gegen Sayo? Sie wirft ihr immer so giftige Blicke zu". Souta setzte sich auf einen der Küchenstühle.
"Das macht sie oft", kicherte Ai, und er stimmte lachend zu.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
"Hey, Yukiko, tanzt du mit mir?", fragte Ryo und hielt seine Hand auf. Sie setzte eine gekünstelte Miene auf. "Sorry, aber ich kann grade nicht. Ich muss eben noch was aus der Abstellkammer holen". Es war eine Lüge, aber indem sie so tun würde, könnte sie gleich in die Küche platzen und Ais Platz einnehmen. Ryo war nun wirklich einer ihrer besten Freunde, aber sie hatte grade gar keinen Nerv für ihn.
"Vielleicht danach?" Hoffnungsvoll schaute er sie aus großen Augen an.
"Ja, wenn die Gäste dann nicht was wollen."
"Ich BIN ein Gast".
Yukiko musste schmunzeln. "Auf jeden Fall, ich geh dann mal eben. Behältst du die Trinkerinnen da hinten im Auge? Danke."
Sie bahnte sich ihren Weg zwischen gackernden und tanzenden Freunden hindurch in den Flur. Sie ging zur Küche und trat ein. Ai und Souta lachten grade unbeschwert, und in ihr keimte Neid auf. Sie selber wollte jetzt mit Souta lachen und endlich, endlich mit ihm zusammen sein.
"Ihr habt Fun, wie ich sehe. Ich helf euch jetzt aber mal mit Tragen, okay". Es war mehr ein Befehl, als eine Frage, und sofort schnappte sie sich die Bierflaschen und die beiden folgten ihr achselzuckend.
Draußen war es inzwischen total dunkel und auch drinnen erhellten nur einige Partylichter und der Display der Anlage den Raum. Zwei Jungen waren schon leicht angeschwipst. Neiderfüllt beobachtete Yukiko die knutschenden Pärchen.
"So Leute, es ist jetzt Zeit für etwas ganz Besonderes! Wie wär's mit Flaschendrehen?"
Begeistertes Gemurmel machte sich breit und sie grinste, Ai lächelte.
"Die, die Bock haben, kommen hier zum Sofatisch. Für die anderen, wir haben da hinten noch eine kleine Karaokemaschine. Viel Spaß!"
Die meisten stürmten zum Karaoke, und zehn beliebtesten und tratschgierigsten Jungs und Mädchen kamen an den Tisch. Es war ein niedriger Tisch mit süßen kleinen Kissen drumherum, und an einer Seite stand noch das Sofa, das die Gruppe von der anderen abtrennte. Es war so dunkel, dass Ai eine kleine Kerze anzündete und oben drauf platzierte. Alles saßen in einem Kreis um den Tisch und man konnte fast nichts erkennen, nur das Kerzenlicht warf angehauchte Schatten.
"Darf ich anfangen?" Mitsuhiko schaute fragend in die Runde und erhielt nur Nicken. "Okay, auf wen die Flasche zeigt, der muss Yuki auf die Wangen, Nase und Kinn küssen!"
Yuki schnaubte empört. "Geht's noch? Na warte!!!" Alle mussten lachen. Der Streit zwischen den beiden war immer sehr amüsant, denn jeder wusste, dass sie heimlich aufeinander standen. Mitsuhiko drehte, und alle verfolgten die sich windende Flasche mit ihren Augen. Sie wurde langsamer und zeigte auf ihn selber! Mitsuhiko tat so, als müsse er würgen, aber jeder sah ihm seine Begeisterung an, auch wenn es sehr schummeriges Licht war, als er die Aufgabe erfüllte. Yuki war knallrot. "Dafür will ich jetzt aber drehen!", klagte sie. "Also, auf wen die Flasche zeigt, der muss seinem Schwarm gestehen, in wen er ist!"
Und machen musste das Kaito. Doch er zuckte nur mit den Schultern und meinte, er habe niemanden. "Langweilig!", rief Mitsuhiko ihm zu. "Komm schon!" Er blieb jedoch standhaft, und man konnte das niedergeschlagene Seufzen einiger Mädchen hören.
Das Spiel setzte sich fort, es kamen die üblichen Aufgaben, jemanden zu küssen, etwas zu gestehen, ein Glas Wasser mit einem Zug austrinken, und so weiter. Bis dann endlich Yukiko an der Reihe war. So lange hatte sie drauf gewartet.
"Auf wen die Flasche zeigt, der muss bestätigen oder eben nicht, ob das Gerücht um einen wahr ist!"
Und, oh Wunder, die Flasche hielt bei Souta! Es war wirklich Glück, Schicksal oder Zufall.
Yukiko grinste. "Souta, stimmt es, dass du ein Foto deines Schwarms zuhause hast?" Die in ihn verknallten Mädchen hielten den Atem an. Die Jungs starrten ihn an. Souta nickte langsam.
"Ja, es stimmt."
Laute Atemzüge waren zu hören und aufgeregtes Getuschel. Yukiko grinste noch breiter, während Ryo seinem Kumpel in den Ellbogen boxte. "Alter, echt ganz schön romantisch!"
Souta war nun mit Drehen dran. "Auf den die Flasche zeigt, der muss... der muss die ganze Flasche Cola austrinken, und zwar in einer halben Minuten!"
Es musste Ryo machen. Er meckerte seinen Kumpel an und nahm widerwillig die Flüssigkeit zu sich. Er war nun dran, aber ihm fiel nichts ein, und so ließ er Yukiko den Vortritt. Sie freute sich:"Auf den die Flasche zeigt, der muss wieder mal ein Geheimnis verraten!"
Diesmal, und obwohl alle den Atem anhielten, stoppte die Flasche nicht bei Souta. Ein Mädchen verriet irgendein ödes Geheimnis aus ihrer Grundschule. Allerdings hatten alle jetzt Interesse an Soutas Geheimnis und jeder, der die Flasche bekam, fragte nach diesem Thema. Doch bis jetzt erreichte niemand sein Ziel.
Souta seufzte. "Ich geh mit dem, auf den die Flasche nun zeigen wird, in die kleine Abstellkammer. Und dem verrate ich dann, welches Mädchen es ist. Denn ich weiß, dass ihr alle nur das wissen wollt".
"Das machst du so ohne weiteres? Ist dir das nicht zu privat?", fragte Yuki erstaunt.
"Nein, außerdem wollte ich es der Person eh bald sagen."
Alle waren erfreut und er drehte schnell das Gefäß. Yukiko hoffte, es würde sie sein, dann könnte Souta ihr gleich im dunklen Kämmerchen seine Liebe gestehen und sie könnten sich in Ruhe küssen und...
Die Flasche wurde langsamer.
Und sie zeigte auf ein Mädchen.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
