Author's note:

Schmiere" ist unter anderem ein alter Slang-Ausdruck für „Polizei", der überlebt hat im Ausdruck „Schmiere stehen", nämlich davor warnen, wenn die Polizei kommt.

2. Kapitel

Als Valjean erwachte, fiel sein Blick als erstes auf Javert, der neben ihm im Bett halb saß, halb lag und konzentriert Akten las.

„Arbeitest du immer noch oder schon wieder?" fragte Valjean. „Hast du überhaupt geschlafen?"

„Schon wieder, und ja, ein paar Stunden." Ohne den Blick von seiner Akte abzuwenden, griff Javert neben das Bett und brachte eine Kanne und eine Tasse zum Vorschein. „Kaffee?"

Sehr erfreut nickte Valjean, griff nach der eingeschenkten Tasse und nahm einen Schluck. „Hast du den gekocht?"

„Ja."

„Du weißt, daß er scheußlich ist, oder?"

„Ja," antwortete Javert mit leichter Zerknirschung. „Weißt du, daß dieser Mord in Toulon in keiner offiziellen Aufzeichnung auftaucht?"

„Hätte ja auch nicht unbedingt ein gutes Licht auf die Verantwortlichen geworfen."

„Wer war das Opfer?"

„Ich habe ihn nicht gekannt. Er hing an einer anderen Kette, und er war noch nicht lange dort. Außerdem habe ich mich ja sowieso von den meisten ferngehalten. Ich fürchte, ich kenne weder seinen Namen, noch seine Nummer."

„Ich habe mir auch die Aufseher einmal vorgenommen. An fast alle erinnere ich mich, und die meisten von ihnen sind alt oder tot. Wer ist Pascal Largarde? Der war nur ein paar Monate in Toulon, wobei man dort eigentlich immer mehrere Jahre Dienst tat."

„Das ist eine Art, mich zu wecken. Erst dieser Kaffee und dann auch noch Lagarde." Valjean schauderte. „Wir waren alle mehr als erleichtert, als du ihn ablöstest."

„Was?"

„Du warst sein Nachfolger, wußtest du das nicht?"

Javert schüttelte den Kopf. „Ich habe nie darüber nachgedacht, daß jemanden meinen Posten vor mir inne hatte. Wie war er?"

„Wenn jemand die Hölle von Toulon noch verschlimmern konnte, war er das. Völlig unberechenbar, er hatte Spaß daran, uns zusammenzuprügeln, dachte sich völlig grundlos grausame Strafen für Vergehen aus, die nie begangen wurden. Es gab zahlreiche Aufseher, denen wir die Pest an den Hals gewünscht haben, aber als Lagarde ging, und du kamst, haben wir gefeiert."

„Ich wußte nicht, daß mein Auftauchen jemals Grund für eine Freudenfeier war."

„Jetzt weißt du es." Valjean lächelte. „Was werden wir jetzt tun?"

„Wir?"

„Ja, wir, es sei denn, du willst meine Hilfe nicht."

„Du willst wirklich aktiv der Polizei helfen?"

„Ich will dir helfen."

„Wir müssen den Zeitpunkt dieses Mordes genauer bestimmen, damit wir wissen, wer überhaupt als Täter in Betracht kommt."

„Du hast schon einen Verdacht."

„Ich würde es nicht Verdacht nennen, eher ein Gefühl, daß etwas nicht stimmt. Und wenn ich diesem Gefühl nachgebe, stelle ich fest, daß mir das, was es mir sagt, nicht gefällt."

„Klär mich auf, Inspecteur, laß mich nicht im Dunkeln tappen."

„Punkt eins, es gibt einen Mord, der nicht in den Akten steht. Punkt zwei, warum steht er nicht in den Akten, wenn es ein Gefangener war, hätte man ihn doch vor Gericht gestellt? Punkt drei, ein Aufseher wird lange vor Ende seiner normalen Dienstzeit abberufen. Punkt vier, diesen Aufseher beschreibst du als brutal, willkürlich und unberechenbar."

„Du glaubst, daß es Lagarde war?" Valjeans Blick wurde besorgt. „Du wird auch Lucien nicht gefallen."

„Er wird denken, daß mein Instinkt von uns beeinträchtigt wird, und ich jetzt jeden Sträfling für einen Heiligen halte. Ich brauche mehr als ein Gefühl."

„Was tun wir dann?"

„Wir suchen uns jemanden, der bestätigt, daß Lagarde und der Tote zur gleichen Zeit in Toulon waren."

„Das heißt, wir suchen Paris nach jemandem ab, der zufällig zur gleichen Zeit wie ich in Toulon war? Sprechen wir ältere Männer auf der Straße an und fragen sie, ob sie zufällig einmal im Bagno gewesen sind?"

„Unsinn." Die Vorstellung schien Javert trotzdem zu amüsieren. „Das geht viel einfacher. Als ich das erste Mal wirklich mit dir sprach, was habe ich dir da gegeben?"

Auf Valjeans Gesicht breitete sich die Erkenntnis aus. „Natürlich hast du recht. Jeder, der aus dem Bagno entlassen wurde, hat einen gelben Paß und muß sich bei der Polizei melden. Es ist kaum davon auszugehen, daß sie alle abgehauen sind."

„Wohl kaum. Es gibt nur einen, der es schafft, zwanzig Jahre lang unterzutauchen."

XXX

„Ich wünschte, wir hätten jemand anderen gefunden," beschwerte sich Valjean am nächsten Tag, als sie vor einem heruntergekommenen Haus nur wenige Schritte vor der Stadtgrenze standen. „Ich sehe ja ein, daß er der einzige ist, der in Paris lebt und der die gesamte mögliche Zeit in Toulon war, aber es hätte ruhig jemand anderes sein können."

Javert legte ihm kurz und wortlos die Hand auf die Schulter. Es war sicherlich alles andere als leicht, sich an Toulon erinnern zu müssen, aber jetzt auch noch leibhaftig jemandem von damals begegnen zu müssen, war verdammt schwer.

Sie betraten das Haus und suchten nach der richtigen Tür. Javert klopfte auf jene energische Art, auf die nur die Polizei zu klopfen pflegt, und unwillkürlich lief Valjean ein Schauer über den Rücken. Zu lange hatte er dieses Geräusch gefürchtet, um es jetzt gänzlich ignorieren zu können.

Die Tür wurde geöffnet von einem Wesen, bei dem es sich nicht auf den ersten Blick erschloß, welchen Geschlechtes es war. Es war sicherlich über sechzig, und irgendwo konnte man noch Spuren früherer Schönheit erkennen. „Ich habe nichts gemacht," sagte das Wesen mit einer Stimme, die ebenfalls keinen Schluß auf sein Geschlecht zuließ.

„Das hat auch niemand behauptet, Prinzessin," sagte Valjean.

„Diesen Namen habe ich seit dreißig Jahren nicht mehr gehört," erwiderte das Wesen.

„Wir haben ein paar Fragen an dich. Können wir hereinkommen?"

Joseph Clery, die frühere Prinzessin, gab die Tür frei und wirkte, als sei es ihm gleichgültig, ob die beiden Männer ihm ins Zimmer folgten. Das Zimmer war vollgestellt mit zerschlissenen Möbeln, aber einigermaßen sauber. Clery nahm seine beiden Besucher genauer unter die Lupe. „Ich habe keine Ahnung, wer du bist," sagte er zu Valjean, „aber der stinkt geradezu nach Schmiere." Nach einem weiteren Blick auf Javert machte er einen Schritt zurück. „Zum Teufel, das ist doch... Sie sind doch dieser Aufseher, der sich immer an seinem Schlagstock festgehalten hat, als befürchteten Sie, das Ding würde sonst davonlaufen."

Valjean hustete wieder einmal, wie er es immer tat, wenn er ein Lachen unterdrücken wollte, während Javerts Miene sich verdunkelte.

„Ich habe mich immer an meine Auflagen gehalten. Es gibt keinen Grund, mich wieder einfahren zu lassen."

„Niemand hat vor, dich irgendwo einfahren zu lassen," beruhigte Valjean. „Wie ich schon sagte, haben wir nur einige Fragen."

„Verdammt, wenn ich nur wüßte, wer du bist," murmelte Clery.

„Valjean, Nummer 24601."

„Unmöglich." Clery blickte auf die elegante Kleidung. „Kein Sträfling läuft so herum."

Fasziniert beobachtete Javert, wie Valjean aufseufzte und begann, seinen Rock, seine Weste und schließlich sein Hemd aufzuknöpfen, bis Clery die Zahlen sehen konnte. Valjean machte, seit er begnadigt worden war, kein Geheimnis mehr aus seiner Vergangenheit, doch er war immer sehr zurückhaltend, was die eingebrannten Ziffern auf seiner Brust anging. Sehr präsent war Javert der Tag, als sie sich das erste Mal in Marius' Zimmer langsam und vorsichtig gegenseitig entkleidet hatten, und Valjean für einen kurzen Moment versucht hatte, die Nummer zu verbergen.

„Heilige Maria Magdalena, du bist das wirklich! Jean Valjean, der Ausbrecherkönig von Toulon in Polizeibegleitung in meinem Zimmer... Hat er dich etwa erwischt?" Clery deutete auf Javert.

„Irgendwie schon," antwortete Valjean und warf Javert einen Blick zu, der nur Sekundenbruchteile andauerte, aber einen Joseph Clery nicht täuschen konnte, der in Toulon überlebt hatte, weil er derartige Zeichen erkennen konnte.

„Und ich habe immer gerätselt, ob du Männlein oder Weiblein liebst."

Javert begriff, warum Valjean so gereizt auf Clery reagiert hatte. Der Mann war unerträglich indiskret.

„Aber das mit euch geht nicht schon seit Toulon, oder? Das wäre mir doch aufgefallen."

Valjean und Javert tauschten noch einen Blick, diesmal deutlich länger. Wann hatte es angefangen? Sicher nicht in Toulon, da war Valjean ein Gefangener von vielen gewesen und Javert nur ein weiterer Aufseher. Nein, daß sich etwas zwischen ihnen entwickelte, hatte in Montreuil-sur-mer begonnen, vor Fantines Festnahme als sie beide, jede auf seine Art, die Stadt regierten, gleichzeitig, aber nicht gemeinsam. Dort hatte ihre Besessenheit voneinander ihren Anfang gehabt, die später anderen Gefühlen wich.

„Na, gut, wenn ihr mir eure Romanze nicht erzählen wollt," sagte Clery mit einer großartigen Geste, die erahnen ließ, was er für die Männer, durch die er in Toulon geherrscht hatte, gewesen war, „was wollt ihr dann hier?"

„Die Morde von Saint Michel," sagte Javert knapp.

„Traurig, aber ich weiß darüber gar nichts."

„Es gab einen Mord in Toulon, der die gleiche Handschrift trug. Komm, Clery, eine aufgeschlitzte Leiche mit herausgerissenem Herzen vergißt man doch nicht."

„Einmal Schmiere, immer Schmiere, was?" fragte Clery, was bei Valjean einen neuerlichen Hustenanfall auslöste, während es bei Javert wieder einmal Sehnsucht nach seinem Schlagstock verursachte. „Natürlich erinnere ich mich. Meint die Polizei, daß man den Fall nach fünfunddreißig Jahren endlich untersuchen kann?"

„Wer war der Tote?" fragte Valjean. „Ich kann mich nur noch an die Leiche erinnern, alles andere weiß ich nicht mehr."

„Xavier Mascaut," antwortete Clery, ohne lange nachzudenken. „War nur ein paar Wochen in Toulon. Ganz niedlich, also bevor er aufgeschlitzt wurde. Ein Taschendieb, soweit ich mich erinnere."

„Ist das alles?" fragte Javert ungeduldig. Clery ging ihm auf die Nerven, aber die Vorstellung, noch einmal die Listen wälzen zu müssen, machte ihn auch nicht gerade froh. Vielleicht wußte die Prinzessin ja noch mehr.

„Habe ich das gesagt?" beklagte Clery sich dann auch prompt. „Mascaut wollte es sich die Jahre in Toulon so angenehm wie möglich machen. Doch statt sich einen Beschützer unter den Gefangenen zu suchen, verfiel er darauf, sich einen Aufseher zu suchen und dem... Gefälligkeiten zu erweisen. Die Menschenkenntnis dieses Jungen war katastrophal, auch wenn sein Grundgedanke gar nicht so falsch war. Er suchte sich den jüngsten Aufseher und machte ihm Avancen. Eines Nachts kam der Aufseher in die Baracke und holte Mascaut. Wir machten alle noch dreckige Witze darüber, was jetzt wohl zwischen den beiden passierte. Das nächste Mal, als ich Mascaut sah, lagen er und sein Herz etwas getrennt voneinander."

„Und der Aufseher?"

„Wurde diskret aus Toulon entfernt."

„Erinnerst du dich an den Namen?"

„Natürlich, Lagarde hieß das Schwein."

Valjean nickte Javert anerkennend zu, der zuckte nur die Schultern. Er mochte in seinen Leben zahllose Fehler begangen haben, was aber polizeiliche Ermittlungen anging, hatte er sich nie geirrt. „Würdest du die Aussage zu Protokoll geben?"

„Bin ich irre?" fuhr Clery auf. „Ich bin eine tantes mit 'nem gelben Paß. Ich werde doch keine Zeugenaussage machen gegen einen Beamten des Königs. Glaubt ihr vielleicht, ich habe Lust, mir das bißchen Leben zu versauen, was ich noch habe? Nein, ich werde keinen Ton mehr sagen. Und jetzt raus hier!"

Eine Minute später standen Javert und Valjean wieder auf der Straße. „Und was jetzt, großer Meister der Kriminalistik?" fragte Valjean.

„Finden wir Lagarde," antwortete Javert. „Warum hat er wieder angefangen?"

„Ich verstehe nicht." Sie gingen langsam zurück zu ihrer Wohnung.

„Ich meine, er bringt einen Mann in Toulon um und wartet dann fünfunddreißig Jahre, um vier weitere zu töten? Selbst für einen Geisteskranken wäre das ein nicht nachvollziehbares Verhalten."

„Woher weißt du, daß er aufgehört hat?" In Valjeans Gesicht war plötzlich Grauen und Abscheu zu lesen. „Stell dir vor, er war im Ausland, oder er hat Leute getötet, die keiner vermißt..."

„Du meinst, seit fünfunddreißig Jahren läuft hier ein irrer Mörder herum, und es ist keinem Polizisten aufgefallen?" Javert schüttelte heftig den Kopf. „Irgendjemand wäre das aufgefallen. Mir wäre das aufgefallen. Ich war zehn Jahre in Paris bei der Präfektur. Niemand kann durch Frankreich ziehen und Menschen aufschlitzen, ohne daß die Präfektur davon erfährt."

Valjean erwiderte nichts. Sein Vertrauen in die Polizei und ihr Interesse, Straftaten zu verfolgen, die den Bodensatz der Gesellschaft zum Opfer hatten, war nicht sehr ausgeprägt.

In ihrer Wohnung erwartete sie Lucien. „Wir haben weitere Opfer," sagte er düster.

„Wann und wo?" fragte Javert scharf.

„Ich sagte weitere, nicht neue Opfer. Wir sprachen über Benoit, Delmarc und Palmiac, die ausgebrochen waren. Sie waren nicht lange flüchtig. Benoit und Delmarc wurden 1806 in Marseille tot aufgefunden, Herzen herausgeschnitten, etcetera."

„Die beiden waren ein Paar," erinnerte Valjean sich.

„Palmiac hat etwas länger durchgehalten. 1810 in Nancy auf die übliche Weise ums Leben gekommen."

„Und niemand hat jemals die Verbindung hergestellt?" fragte Javert. Wie konnte nur eine solche Schlamperei passieren?

„Es kommt noch schlimmer. Victor Mangot, dem die Zähne fehlen, trieb bei Angers 1812 in der Loire. Wo sein Herz geblieben ist, weiß keiner."

Javert stieß einen Fluch aus, der so heftig war, daß Valjean zusammenzuckte.

„Sie müssen die Prinzessin unter Polizeischutz stellen lassen," sagte Valjean. „Wenn jemand herumläuft und ehemalige Sträflinge, die Männer mögen, tötet, dann ist er in Gefahr."

„Ich werde sehen, was ich tun kann. Ich denke, morgen kann ich einen Mann abstellen."

„Was ich allerdings noch wichtiger finde," sagte Javert, „wo hält sich Pascal Lagarde auf, Aufseher in Toulon 1804 und 1805?"

„Ich werde seine Personalakte besorgen," versprach Lucien und fragte dann: „Warum eigentlich?"

Javert erklärte es ihm so kurz und knapp wie möglich.

„Das gefällt mir nicht," meinte Lucien.

„Mir auch nicht," erwiderte Javert. „Werden Sie Lagarde verhaften?"

„Wenn Sie mir beweisen, daß Lagarde der Täter ist, selbstverständlich. Das Gesetz gilt auch für Diener des Staates."

„Dann werden wir den Beweis erbringen."

„Wie genau willst du beweisen, daß Lagarde der Mörder ist?" fragte Valjean, nachdem Lucien gegangen war.

„Nun, wir wissen, daß er seine Opfer jetzt im ‚Coq noir' sucht. Also werde ich es im Auge behalten. Er wird wiederkommen."

„Dann werden wir ihn kriegen. Da vertraue ich dir ganz." Valjean wollte sich an seinen Schreibtisch setzen, um die Post durchzusehen.

„Bevor wir uns jetzt anderen Dingen widmen, muß ich dich etwas fragen," begann Javert nervös. „Und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie ich das tun soll."

„Ich dachte, wir hätten die Zeiten hinter uns, in denen es nicht möglich war, miteinander zu sprechen."

„Ja, trotzdem ist es nicht leicht. Wir haben nie darüber gesprochen, was... was vor der Seine war. Ich finde auch nicht, daß es wichtig für mich ist zu wissen, ob du... vor mir... Du weißt, daß es vor dir in meinem Leben niemanden gab." Javert zwang sich mühsam, sich zusammenzureißen. „Was ich versuche, wobei ich mich wirklich dumm anstelle, ist dich zu fragen, ob es in Toulon jemanden gegeben hat..."

„Nein," antwortete Valjean. „Da war niemand."

„Ich mußte fragen, um zu wissen, ob du auf seiner Liste stehen könntest. Ich würde dir dann nicht erlauben, mich zu begleiten. Ich werde dich nicht einer solchen Gefahr aussetzen."

„So irre, wie Lagarde zu sein scheint, sind wir schon dadurch beide in Gefahr, daß es ein ‚wir' gibt," erinnerte Valjean sanft.

„Gleichgültig was passiert, er darf nicht auf die Idee kommen, daß wir etwas anderes als Freunde sind."

Valjean nickte. „Und wenn du mir etwas zu sagen hast oder mich etwas fragen möchtest, gibt es keinen Grund für Verlegenheit oder Scham. Wir haben soviel zusammen erlebt, wir waren beide jeder für sich in der Hölle, da sollte es nichts mehr geben, was peinlich ist."

„So, wie du es sagst, klingt es ganz leicht," seufzte Javert. „Ich wünschte, das wäre es."