Hey würde mich über Kommis freuen….die Charas Sera und Damion gehören mir. Alle anderen wisst ihr ja.
Viel Spaß beim Lesen, ich hoffe es gefällt Euch.
2. Kapitel. Immer wieder Montags
Damion Soleys Wohnung, 5 Uhr Morgens.
Noch bevor ihn sein Wecker wecken konnte, stand der junge Lehrer aus seinem Bett auf. Das war zwar nichts außergewöhnliches, denn er war sowieso ein Frühaufsteher, doch so zeitig aufstehen, war selbst bei ihm ungewöhnlich. Er konnte einfach nicht wirklich schlafen letzte Nacht. So richtig konnte er sich seine Nervosität nicht erklären. Immerhin kannte er fast alle Schüler. Woher kam dann diese innere Unruhe? Es war ihm einfach unerklärlich, denn er hatte sonst mit solchen Anwandlungen nicht zu kämpfen. Er seufzte und fuhr sich durch seine pechschwarzen vollen Haare, was er jetzt brauchte war eindeutig eine kalte Dusche und einen starken Kaffee zum Wachwerden. So wie Gott ihn schuf überbrückte er die kurze Distanz zwischen seinem Schlafzimmer und dem Bad. Das kalte Wasser, perlte seinen muskulösen Körper entlang sodass sich eine Gänsehaut auf seiner Haut ausbreitete. Wohlig atmete er auf, als er sich nach der Dusche ein Handtuch um die Lenden wickelte und in die Küche ging. Dass dadurch noch vereinzelte Wassertropfen auf den Fußboden fielen, störte ihn nicht weiter. Warum auch trocknete ja wieder. Nachdem er ausgiebig vor dem Fernseher gefrühstückt hatte und feststellte, dass er noch mehr als genügend Zeit hatte, zog er sich an und packte seine Trainigsklamotten, die aus einer grauen Jogginghose und einem schwarzen T-Shirt mit der Aufschrift einer Rockgruppe bestanden, in einen Rucksack. Schon seit Wochen hatte er keine Zeit mehr frühmorgends zu trainieren. Eine Runde am Sandsack und an der Holzpuppe würden ihm bestimmt gut tun beschloss er und machte sich auf den Weg zum Dojo. Von dort aus würde er dann zur Schule gehen.
Mamoru Chiba, Apartment 7 Uhr morgens
Verschlafen kam Mamoru aus der Dusche und ging in sein Schlafzimmer um sich anzuziehen. In einer halben Stunde würde Motoki kommen und mit ihm frühstücken wollen. Eigentlich war er nicht so ein geselliger Typ, aber sein bester Freund hatte mal wieder nicht locker gelassen und ließ sich nicht von ihm abwimmeln. Er hasste ihn manchmal für solche Aktionen. Natürlich meinte er es nur gut, aber er wollte von niemanden Mitleid. Manchmal bereute er es zutiefst Motoki von seiner Lebensgeschichte erzählt zu haben. Gut ja, seine Eltern starben als er sechs war, er musste ins Waisenhaus, was echt kein Zuckerschlecken war, aber er hat sich durch diese Zeit durchgebissen. Als er vierzehn war, hatte er es geschafft die Behörden zu überreden, das er sein Erbe, was ein nicht unbeträchtliches Sümmchen war, selbst zu verwalten und allein zu leben. Seit dem ging es ihm gut, naja wenn man mal davon absah, dass er seit dem Unfall seiner Eltern eine Art Amnesie hatte und allein auf sich gestellt war. Aber das Motoki ihn einmal im Jahr, seitdem er von dieser Geschichte wusste, krampfhaft versuchte zu bespaßen, ging ihm auf die Nerven. Er war doch kein kleiner Junge mehr! Okay der Jahrestag des Unfalls, war zusammen mit seinem Geburtstag, ein Tag im Kalender an dem man Mamoru vergessen konnte. Er schloss sich an diesen beiden Tagen, am liebsten in seinem Apartment ein und tat so als würde dieser Tag nicht existieren. Gestern war einer dieser Tage, der Jahrestag des Unfalls seiner Eltern. Erfolgreich ignorierte er gestern Motokis unzählige Anrufe und das Klingeln an der Tür. Nach Stunden hatte er es dann allerdings dann doch aufgegeben. Nicht jedoch ohne ein letztes Mal auf seinen Anrufbeantworter eine Nachricht zu hinterlassen, in der er sich für heute Morgen zum Frühstück anmeldete mit einer Drohung die Tür aufzubrechen, falls Mamoru diese wieder nicht öffnen würde.
Mamoru seufzte, nun sie mussten eh heute zur Schule. In den Ferien. Eigentlich wollte er diese Woche ein Praktikum im Krankenhaus anfangen, aber das konnte er ja nun vergessen. Nun allemal besser als ein Schulverweis, dann könnte er sich sein Medizinstudium sicher abschminken. Er ging in die Küche und stellte die Kaffemaschine an.
Haus der Tsukinos, 8 Uhr morgens
Ikuko war es leid, ständig kam ihre Tochter zu spät zur Schule und zur Krönung durfte diese jetzt in den Ferien nachsitzen. Am Wochenende hatte die Hausfrau deswegen einen riesigen Streit mit ihrem Mann gehabt. Er wollte seine kleine Tochter nicht alleine zu Hause lassen. Diesmal gab Ikuko ihrem Mann nicht nach, diesmal würden sie zu ihrer Mutter fahren und wenigstens ein paar Tage gemeinsam Urlaub machen. Außerdem fand sie das Bunny alt genug war, sie traute ihr durchaus zu eine Woche allein zu bleiben. Vielleicht tat ihr das auch mal gut und sie würde endlich anfangen, selbst Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Aber Ikuko hatte auch Angst, sie kannte ihre Tochter und wusste dass diese gern mal verschlief, weil sie immer noch fünf Minuten nachdem der Wecker bereits geklingelt hatte liegen blieb. Natürlich blieb es nie nur bei den fünf Minuten. Kurz bevor sie also, gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn zu ihrer Mutter gefahren ist. Schlich sie sich vor der Abreise in Bunnys Zimmer und verstellte die Uhrzeit an ihrem Wecker um eine Stunde vor. So konnte sie sichergehen, dass Bunny dieses Mal nicht zu spät kam und konnte ruhigen Gewissens losfahren.
Bunny wurde durch das wiederholte Klingeln ihres Weckers geweckt und sah diesen kreidebleich an. „Scheiße! Schon 9 Uhr! Ich komm schon wieder zu spät" kreischte sie und sprang aus dem Bett. In einem rekordverdächtigen Tempo, rannte sie ins Bad, wusch sich schnell mit etwas kaltem Wasser den Schlaf aus den Augen und frisierte geschickt, ihre Harre zu zwei Zöpfen, die inzwischen zu ihrem Markenzeichen geworden waren. Wieder in ihrem Schlafzimmer angekommen, riss sie ihren Kleiderschrank auf und nahm eine saubere Schuluniform heraus. Als sie endlich angezogen war, schnappte sie sich ihre Schultasche und hetzte die Treppe nach unten in die Küche. „Mama du bist echt die beste" murmelte Bunny als sie aus dem Kühlschrank, ihre mit liebe von ihrer Mutter gemachten Stullen nahm und in ihre Tasche stopfte. Sie schnappte sich im Flur noch schnell ihren Hausschlüssel und verließ eilig das Haus.
Wie als wenn der Teufel persönlich hinter ihr hinter her wäre, hetzte sie die Straßen Tokios entlang. Jedoch meinte es das Schicksal nicht gut mit ihr an diesem Tag, denn als sie um die nächste Straßenecke bog, stieß sie heftig mit jemand Zusammen und landete auf ihrem Allerwertesten.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht richtete sie sich wieder auf und erstarrte als sie genauer sah, mit wem sie da zusammengestoßen war. Mamoru zog eine Augenbraue nach oben und grinste sie schelmisch an. „Na wenn das mal nicht Odango Atama ist! Welch Überraschung… obwohl.. .nein…niemand anderes ist so Tollpatschig wie du…" lachte er.
„Baka! Scheiße geh mir aus dem Weg verdammt ich habe keine Zeit es ist nach neun ich komm ohnehin schon zu spät auch ohne dein zutun!" knurrte sie und versuchte an ihm vorbeizukommen.
Mamoru lachte aus vollem Halse „Odango ich wusste ja das du dumm bist, aber das du noch nicht mal die Uhrzeit richtig ablesen kannst ist schon echt erbärmlich."
„Wie jetzt?" stammelte sie perplex
Motoki der die ganze Zeit nur danebenstand und die beiden mit hochgezogener Augenbraue betrachtete meinte nun freundlich zu ihr „ähm es ist um genau zu sein erst achtuhrdreißig"
„Echt jetzt?" fragte sie und sah Motoki fragend an
„Ja hier" meinte er und zeigte auf seine digitale Armbanduhr. Nun war Bunny mehr als verwirrt, als sie das letzte Mal auf ihren Wecker gesehen hatte, zeigte dieser eindeutig neun Uhr an. Sie fragte sich wie sie sich so versehen konnte, hakte es jedoch schnell ab und seufzte zufrieden. „Gott sei Dank, ich bin pünktlich".
Bunny schenkte Motoki ihr schönstes lächeln, woraufhin Mamoru angewidert sein Gesicht verzog „Danke schön" sagte sie zu ihm und wollte an ihnen vorbei gehen als Mamoru sich ihr in den Weg stellte. „Wo hin willst du eigentlich Odango?" fragte er sie
„Ich wüsste nicht was dich das angehen würde Baka" entgegnete sie ihm gelassen
„Du hast doch nicht etwa ein Date?" fragte er „Gott nein verzeih mir, wie blöd von mir, dich würde ja kein halbwegs normaler Junge ausführen!"
„Du bist so ein…"fauchte Bunny holte tief Luft und wurde feuerrot vor Wut „arrogantes, selbstverliebtes, eingebildetes, Arschloch Mamoru Chiba!"
„Oh jetzt bin ich wirklich tief getroffen Odango" erwiderte er ihr gespielt traurig und zog einen Schmollmund.
„Ahhhh! Du machst mich wahninnig! Lass mich vorbei und verschwinde aus meinem Blickfeld und das für immer Baka!" schrie sie ihn an und ging an den beiden schnell vorbei.
Als sie außer Hörweite war meinte Motoki zu Mamoru der ihr immer noch hinterher sah „Man dich hat es ja schwer erwischt" und grinste ihn mit einem wissenden lächeln an.
Mamoru fuhr erschrocken zusammen „Was…Nein…das das siehst du völlig falsch!" stammelte er.
„Ja na klar! Sicher doch!" sagte er, grinste ihn dämlich an und schlug ihm kumpelhaft auf die Schulter.
Ehemaliges Elternhaus von Sera, 8:50 Uhr
Sera schreckte aus ihrem Bett hoch und sah zu ihrem Glockenwecker der an ihrer Zimmertür stand, die nach unten in den untersten Stock ihres Hauses führte. Weit genug weg um nicht von ihr aus Reflex ausgeschaltet zu werden. Nur leider brachte das anscheinend auch nicht viel, wenn man den Wecker nicht hörte. Sie ließ sich rückwärts wieder in die weichen Kissen fallen und schlug die Hände über den Kopf. „Schon wieder zu spät! Scheiße, das fängt ja schon wieder gut an." Tief seufzend stand sie auf und torkelte noch schlaftrunken ins angrenzende Badezimmer, um sich zu kurz abzuduschen. Jetzt würde es auch nicht mehr drauf ankommen wie viel sie zu spät kam. Frisch geduscht, mit einem Handtuch um den Körper gebunden, öffnete sie ihren Schrank und zog sich einen weißen Triangelbikini an. Im Hooters war mal wieder Miami Beach Day, wo alle Kellnerinnen Bikinis und Hotpants trugen. Darüber zog sie eine blaue Jeans, die ihren langen Beinen schmeichelte und ihren ohnehin schon wohlgeformten Po noch mal extra hervorhob. Als Oberteil wählte sie eine einfache graue Kaputzensweatshirtjacke an der seitlich schwarze streifen waren. Ihre Hotpans die sie später für ihre Schicht im Hooters benötigte stopfte sie zusammen mit einem paar einfachen Turnschuhen und ihren Schreibutensilien in ihren Schulrucksack.
Sie ging die Treppe nach unten in die Küche und öffnete den Kühlschrank, um sich eine Kleinigkeit zum Essen mitzunehmen. Leider musste sie im selben Augenblick feststellen, dass in ihrem Kühlschrank gähnende Leere herrschte. „Mist" sagte sie und schloss grummelnd die Tür. Eigentlich wollte sie gestern noch nach ihrer Arbeit im hotcatclub einkaufen gehen. Ein riesiger Vorteil war es schließlich wenn man in einer Metropole wie Tokio wohnte, zu jeder Tages und Nachtzeit einkaufen gehen zu können. Dumm nur, dass sie es mal wieder vergessen hatte. *Scheiße, hoffentlich müssen wir nicht zu lange sitzen, sonst schaffe ich es wieder nicht einkaufen zu gehen* dachte sie bei sich, als sie ihre Rollschuhe anzog und aus der Tür ging. In einem Affenzahn skatete sie durch die Innenstadt. Vielleicht schaffte sie es doch noch die eine oder andere Minute wieder aufzuholen.
Schulgebäude, 8:50 Uhr
Damion schloss den Klassenraum auf und öffnete erst mal die Fenster um Frischluft in den Raum zu lassen. Er stellte seine Thermoskanne mit dem Kaffee auf den Tisch. *Akiko ist echt die beste* dachte er bei sich, als er seine Tasche unter das Lehrerpult stellte. Akiko arbeitet im Fitnesscenter, wo sich sein Dojo befand und er immer trainierte. Sie stand auf ihn, das wusste er. Zugegeben schlecht sah sie ja nicht aus. Man hätte vielleicht auch meinen können, dass sie für viele Männer, ein wahrgewordener Traum war. Ein kleiner blonder, zierlicher Engel mit braunen Augen. Sie war stets freundlich zu ihm und sie hatte seit letzter Zeit die Angewohnheit sich um ihn zu kümmern. Entweder sie kochte ihm Kaffee, so wie heute oder sie machte ihm etwas zu essen, während er trainierte. Kurz um eigentlich gab es an ihr nichts auszusetzen. Nur leider ging sie ihm mit ihrer Art nicht nur mächtig auf die Nerven, nein er fand sie auch so gar nicht anziehend. Sie sprach ihn einfach nicht an, nicht mal fürs Bett kam sie für ihn in Frage und für eine Beziehung schon gar nicht. Gut er hatte in seinem ganzen Leben sowieso noch nie eine wirkliche Beziehung gehabt. Wenn ihm eine annähernd gefiel, was sehr sehr selten vor kam, dann nahm er sie sich. Am Morgen danach gab er ihr dann zu verstehen, dass es ganz nett mit ihr war, aber mehr würde er von ihr trotzdem nicht wollen. Was sollte er denn machen? Er war einfach nicht der Typ der irgendwelche Gefühle vorheuchelte. Sie alle waren freiwillig in sein Bett gestiegen, er hatte nie in irgendwelcher Form auch immer Versprechungen gemacht. Es hatte einfach bei ihm nicht gefunkt, dafür konnte er doch nichts.
„Guten Morgen" grüßten Makoto und Ami synchron. Damion drehte sich um und begrüßte die beiden mit einem „ Miss Kino….Miss Mizuno….guten Morgen, sie sind ja wie immer beide sehr pünktlich" und schenkte den beiden sein charismatisches Lächeln. Makoto fing an zu kichern und eine leichte Röte zierte wie bei Ami ihre Wangen.
Als er die Fenster wieder schloss meinte er zu ihnen „Noch haben sie, wie sie sehen können freie Platzwahl, aber bitte setzen sie sich einzeln."
Die Tische waren in zwei Reihen angeordnet worden und bildeten einen Gang der direkt vorm Lehrerpult endete, an jedem Tisch standen immer zwei Stühle. Sie gingen etwas weiter und Makoto setzte sich in die Mitte der rechten Reihe. Ami nahm direkt den Tisch hinter ihr in Beschlag.
„Ja Mom…Ja…bitte vergiss aber nicht mir das Kleid von…ja genau, ach und das Fußkettchen von…naja aber so teuer ist das doch nicht…ach komm schon…supi…du bist die beste Mom…ja ja in dem Fall komm ich hinterher gejettet…ja na klar…grüß alle schön von mir…ja see you Mom…bye bye" sprach Minako in ihr goldenes Handy, als sie den Raum betrat, ohne den Lehrer oder die beiden anderen auch nur eines Blickes zu würdigen. Sie stellte ihre neueste Markentasche auf den letzten Tisch der rechten Reihe und beendete dann das Gespräch mit ihrer Mutter, die sich gerade in dem Flieger nach Paris befand. First Class versteht sich. Als sie aufgelegt hatte, öffnete sie ihre Tasche und eine rote Arbeitsmappe kam zum Vorschein. Erst jetzt ließ sie ihre Augen durch den Raum wandern und blieb an dem jungen Lehrer hängen. Mit einem zuckersüßen Lächeln, dass ihr schon manches Mal den Hals gerettet hatte, ging sie auf ihn zu und hielt ihm die Mappe entgegen „mein Aufsatz" erklärte sie als er sie fragend musterte. „Ich dachte mir ich erspare uns die wertvolle Zeit. Kann ich jetzt gehen? Der Direktor meinte ich soll nur diesen Aufsatz schreiben und den haben sie ja jetzt"
„Setzen sie sich Miss Aino sie sollen die Woche Nachsitzen, der Aufsatz diente lediglich dazu, dass sie über ihr Verhalten nachdenken." Entgegnete er ihr gelassen und legte ihren Aufsatz auf seinen Tisch. Er beobachtete aus den Augenwinkeln wie Minako wütend die Luft aus Stieß und wieder zu ihrem Tisch stapfte. Bockig setzte sie sich hin und spielte mit ihrem Handy, sie versuchte die Blicke der anderen beiden, die nun auf sie gerichtet waren zu ignorieren.
Plötzlich hörte man lautes Gezeter und gefluche im Flur. Prompt wurde auch schon die Tür zum Raum aufgestoßen und eine vor Wut schnaubende Bunny stand im Raum „Morgen" grummelte sie und schmiss ihre Schultasche auf den Tisch der sich zwischen Minako und Ami befand. Verwirrt wurde sie von allen anwesenden im Raum gemustert als sie „…dieser eingebildete…arschige Vollpfosten…dieser Baka" grummelte während sie ihre Schreibunterlagen hervorkramte. Ein weiteres Mal öffnete sich die Tür, jedoch eher zaghaft und Mamoru lugte in den Raum. Bunny die sich instinktiv zur Tür gedreht hatte keifte sofort los „BAKA! Lass mich endlich in Ruhe! Warum zum Teufel verfolgst du mich!" Minako war entsetzt wie hatte diese Kuh ihren Mamoru genannt? Na gut noch war er nicht ihr Mamoru, aber sie war sich sicher das sich das bald ändern würde.
„Tut mir ja Leid dich enttäuschen zu müssen Odango Atama, aber ich muss anscheinend genauso wie du auch eine Woche nachsitzen" entgegnete er ihr gelassen und ging auf die linke Tischreihe die sich gleichzeitig auch an der Fensterfront befand zu und nahm genau den Tisch der neben ihrem lag in Beschlag. „Mir bleibt auch nichts erspart" hörte Motoki , der still, aber mit einem sehr belustigten Gesichtsausdruck Mamoru gefolgt war, sie grummeln. Er setzte sich an den Tisch vor Mamoru und beobachtete die beiden aufmerksam weiter.
„Ach Mister ich bin ja so Toll und kann ja alles muss Nachsitzen! Dass ich den Tag noch erleben darf…was hast du angestellt? Konntest du deine Fassade des ach so perfekten Mamoru Chiba nicht aufrecht erhalten? Ach das tut mir aber leid!" fauchte Bunny Mamoru ungehalten an.
„Tja Odango du kannst ja bekanntlich alles essen, deswegen musst du aber noch lange nicht alles wissen. Weswegen bist du hier? Hast du im Unterricht gegessen? Oder hast du zur Abwechslung mal jemand anderen mit deinen diversen Schulsachen getroffen? Nein warte…jetzt hab ich´s du bist wahrscheinlich so oft zu spät gekommen, dass eine Woche voll geworden ist. Stimmt´s oder hab ich Recht?" gluckste er vergnügt. Als er ihren Blick der einer Zitrone glich, sah wusste er dass er genau richtig geraten hatte mit dem letzten Punkt. Das verrieten ihm ihre wunderschönen blauen Augen, in denen eindeutig ‚Mist er hat mich erwischt' stand. Mamoru lachte aus voller Kehle und hielt sich vor Lachen den Bauch. Er liebte es sie zu ärgern, seit dem er ihr das erste Mal begegnet war, hatte sie ihn verzaubert. Ob es an der Beule, die ihre Schultasche auf seinem Kopf verursacht hatte lag, oder einfach nur an der Tatsache, dass gerade dieses zarte liebliche Geschöpf ihn nicht für unwiderstehlich hielt, wie viele anderen Mädchen, konnte er nicht genau ausmachen. Eins stand jedoch für ihn fest, sie war das faszinierendste und aufregendste Lebewesen was ihm je begegnet war. Die Sache hatte für ihn nur einen Haken, er konnte es ihr nicht sagen. Er hatte Angst, solche Gefühle hatte er noch nie für jemanden empfunden und sie machte nicht gerade einen Hehl aus ihrer Abneigung ihm gegenüber.
„Du bist das größte Arschloch…" fauchte Bunny wurde jedoch von Damion unterbrochen
„Es reicht!" sagte er mit einer Tonlage, die an einen Drillinstruktor erinnerte „Wenn sie jetzt beide nicht aufhören mit ihrer flirterei, können sie diese bei drei Runden um den Sportplatz gerne weiterfuhren!" fügte er hinzu, worauf Bunny augenblicklich große Augen machte. Drei Runden würde sie nie überleben. Mamoru lag ein ‚das schafft die eh nicht' auf der Zunge und wollte gerade zum sprechen ansetzen, zum Glück kam jedoch gerade Seiya in den Raum. „Morgends!" sagte dieser betont lässig und sah sich im Raum um „Wow, wird ja ne tolle Woche mit den vielen hübschen Mädels!" fügte er hinzu und zwinkerte den Mädchen in einer typischen Machogeste zu.
„Ahhh, der Herr Kou beehrt uns auch endlich mit seiner Gegenwart…sie sind fünfzehn Minuten zu spät!" sagte Damion und ging einen Schritt auf ihn zu. Diese kleine Geste musste auf Seiya unglaublich bedrohlich gewirkt haben, denn er hob gleich abwehrend die Hände in die Höhe um ihn zu beschwichtigen „Sorry, aber mein Auto ist nicht angesprungen, das war höhere Gewalt" entschuldigte er sich.
„Na Loss…setzen sie sich. Heute lasse ich nochmal Gnade vor Recht ergehen." Sagte Damion und ging in einer typischen Lehrerpose, mit hinter seinen Rücken gefalteten Händen, an die große Fensterfront und sah hinaus. Wenn er richtig gezählt hatte fehlte immer noch ein Schüler. Er ging in Gedanken die Liste der Schüler nochmals durch, konnte sich aber beim besten Willen nicht an den letzten Namen erinnern.
„Ähm" stammelte Seiya „ich hab den Aufsatz Übrigends fertig…es ist also…nun"
Damion seufzte er hatte eine dunkle Ahnung das er nicht der letzte war der seinen Aufsatz schon fertig hatte. Warum musste der Direktor ihnen auch unbedingt schon vorher das Thema sagen. „Legen sie ihn nach vorne auf meinen Schreibtisch" antwortete er ihm.
„Ich habe meinen auch schon fertig" quietschte Bunny auf vorauf hin Mamoru ein gespielt gequältes „Gott Odango regel deine Frequenz mal wieder nach unten, davon kriegt man ja Ohrenbluten!" von sich gab. Bunny strafte ihn mit einem ‚Sei bloß still Baka, oder ich Häute dich bei lebendigem Leib' Blick.
Damion sah vom Fenster auf und blickte in die kleine Runde von Schülern „Okay, jeder der den Aufsatz fertig hat, bitte mal den Arm nach oben". Er beobachtete wie von jedem einzelnen ein Arm nach oben wanderte. Selbst Ami hatte ihren Aufsatz fertig. „Miss Tsukino währen sie bitte so freundlich, die Aufsätze einzusammeln und mir auf meinen Tisch zu legen?" fragte er, woraufhin Bunny sich nickend erhob und alle Aufsätze einsammelte, bis auf den von Minako den sie ja vorhin schon abgegeben hatte. Sie alle hatten anscheinend denselben Gedanken gehegt, dass wenn sie den Aufsatz fertig hatten, sie nicht mehr nachsitzen müssen. Nur leider durften sie das nicht. Als Bunny sich wieder auf ihren Platz gesetzt hatte, wandte er sich wieder dem Fenster zu. Er hätte sicher auch gern seine Ferien mit anderen Dingen verbracht, als mit diesen Schülern die Zeit tot zu schlagen, aber es half ja nichts sich zu beschweren. Er musste da genauso durch wie sie. Hätte er auch Familie, so wie seine Kollegen, hätte er sich sicher um diese Aufgabe drücken können. Nun musste er sich überlegen, was er mit den Schülern eine ganze Woche lang sinnvolles machen kann.
Er wurde je aus seinen Gedanken gerissen, als zum wiederholten Male an diesem Tag die Tür aufflog, doch zum ersten Mal verschlug es ihm regelrecht die Sprache. *Das träum ich doch gerade* ging es ihm durch den Kopf als Sera durch die Tür skatete. Sie fuhr den Gang entlang und stoppte erst kurz vorm Lehrerpult. Wie in Zeitlupe, so kam es Damion vor, nahm sie einen ihrer Ohrsteppsel aus dem hörbar Musik drang, aus dem Ohr, zog einen Träger von ihrem Rucksack über ihre Schulter, sodass sie ihren Rucksack an ihrer Seite vorbei ziehen konnte um ihn sich nach vorne zu holen und kramte einen Schnellhefter hervor. In einer für ihn vollendeten Bewegung legte sie diesen auf den Tisch und drehte sich um. Er konnte erfolgreich den Drang unterdrücken, hörbar nach Luft zu schnappen, als er ihre blau grünen Augen sah, wie sie den Raum, wie ein Raubtier auf der Suche nach der Beute sondierten.
„Wo ist denn der Alte?" fragte Sera in die Runde, die sie nun aufgrund ihrer Aussage geschockt ansah. Minako und Seiya dachten beide das gleiche, sie konnten nicht verstehen, wie sich jemand wagen konnte den Schleifer, wie Damion von manchen auch genannt wurde, als Alt zu bezeichnen. Für die beiden war sie einfach nur Lebensmüde. Makoto und Ami sahen sich instinktiv an und runzelten die Stirn.
„Was? Hatte er nen Herzkasper oder warum schaut ihr alle wie die Guppies drein?" fragte sie belustigt und setzte sich nun etwas mit ihrem Po auf den Lehrertisch. *Ja so was in der Art wie einen Herzinfarkt, hab ich wirklich…ich meine Wow…wer ist das? Die habe ich hier noch nie gesehen…Moment…hat sie mich gerade alt genannt* fragte sich Damion und musterte Sera von Kopf bis Fuß, wobei er sich mächtig zusammenreißen musste.
„Nun sagt schon wo ist der Lehrer? War er noch nicht da?" probierte sie es nochmals eine Antwort zu erhalten und sah in immer noch entgeisterte Gesichter. „ Menschenskinder! Nun sagt doch mal was! Wo is denn nu der alte Zausel?"
Bunny fand als erste ihre Sprache wieder, mit einem grinsen sagte sie „ da steht er doch" und zeigte auf Damion. Sera sah nun zu ihm, wandte sich wieder zu Bunny und meinte „Ha Ha toller Scherz…sag schon…wo ist der Lehrer?"
„Das ist wirklich unser Lehrer" schaltete sich nun auch Ami mit ein und die anderen nickten mit einem fetten grinsen im Gesicht. „Ja Ja verarschen kann ich mich alleine, der is garantiert nich der Lehrer!" erwiderte Sera selbstsicher, ihr Blick wanderte erneut zu Damion der immer noch am Fenster stand. Er trug eine lässig sitzende blaue Jeans, die in einem Aufwendigen Verfahren auf Alt getrimmt wurde. Langsam glitt ihr Blick höher, vorbei am schwarzen Gürtel mit der silbernen Schnalle, zu seinem blau, weiß kariertem kurzärmligen Hemd. Dadurch das es so enganliegend war, zeichneten sich seine Muskeln die sich darunter befanden klar ab. Als sich ihre Blicke trafen und er sie mit seinen hellen blau grauen Augen ansah, ging ein Ruck durch ihren Körper. *Was war denn das?* fragte sie sich und schüttelte benommen den Kopf. „Klar und ich bin die Königin von England" meinte Sera nun sarkastisch „Der Typ da ist eher der Kapitän irgendeines Sportclubs dieser Schule, als ein Geschichtslehrer! Ich mein Hallo, kein Geschichtslehrer sieht so aus…die sind doch eher sone Nerds mit Brille, nagut außer Indiana Jones…aber selbst der ist Mitte vierzig…der Typ da…"Sera zeigte fuchtelnd mit dem Arm auf Damion „is doch höchstens ein paar Jahre älter als wir! Oder er wurde mumifiziert und hat sich deswegen so gut gehalten" fügte sie belustigt hinzu.
„Tut mir leid eure Hoheit, dass ich nicht eurem Idealbild eines Lehrers entspreche und nicht so verstaubt und knochig bin wie ihr es gerne hättet, aber ich versichere Euch, das ich der von euch gesuchte Lehrer bin." versuchte er so gelassen wie möglich zu sagen als er an ihr vorbei ging, ihr Parfum stieg ihm dabei in die Nase, um sich ein Stück Kreide aus der Schublade des Lehrertisches zu holen. Sera drehte sich blitzartig zu ihm um und sah ihn geschockt an.
„Oh hat es ihnen die Sprache verschlagen? Kein alter Zausel mehr?" fragte Damion belustigt
„Pah! Mir fallen noch tausende andere Sachen ein die Millionenmal schlimmer sind als das! Da kannst du Gift drauf nehmen" entgegnete sie ihm, straffte ihre Haltung, verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihn herausfordernd an. *Mich schüchterst du nicht ein!* dachte sie sich, das er mindestens eineinhalb Köpfe Größer und weitaus Kräftiger war als sie, verdrängte sie gekonnt.
„Hey Puppe!" rief Seiya, woraufhin Sera sich etwas nach hinten drehte und ihn schief ansah „In welche Klasse gehst du?" fragte er.
„Das geht dich nen Scheiß an!" entgegnete sie ihm, sie konnte es auf den Tod nicht ausstehen wenn ein Mann sie Puppe, Süße, Schnecke oder sonst irgendwie rief.
„Dein Arsch kommt mir aber irgendwie bekannt vor!" meinte er grinsend „lagst du schon mal unter mir?"
Sie schloss kurz ihre Augen, zählte in Gedanken bis zehn, bevor sie sich nun ihm ganz zuwandte und ihn musterte bevor sie ihm kühl entgegnete „Ich bezweifle das jemals irgendjemand unter oder auf dir lag."
Entsetzt riss Seiya die Augen auf, mit solch einer Antwort hatte er nicht gerechnet. Mamoru und Motoki brachen in schallendes Gelächter aus. Selbst Damion konnte sich ein schmunzeln nicht verkneifen. Die Mädchen hingegen waren eher geschockt als belustig über diese Thematik. Seiya versuchte sich wieder zu fassen „Warten wir es ab Puppe, Ende dieser Woche wirst du mich noch anflehen in mein Bett zu dürfen"
„Am Ende dieser Woche wirst du mich höchstens anflehen mir die Stiefel lecken zu dürfen du Spast!" grinste sie ihn diabolisch an „Nein jetzt mal Spaß beiseite, geh mir nicht auf den Zünder und wir haben keine Probleme miteinander verstanden, ich habe keinen Nerv für son Kindergarten Geplänkel mit dir." fügte sie dem noch nach und drehte sich wieder zu Damion.
„Kann ich jetzt gehen? Ich habe noch andere Sachen zu erledigen und den Aufsatz hast du ja jetzt!" fragte sie ihn.
„Setz dich auf deine vier Buchstaben! Die Woche wirst du wohl mit uns aushalten müssen" entgegnete er ihr „Sei froh das ich heute gut drauf bin sonst müsstest du für deine Verspätung nochmal extra sitzen!"
„Gott wie gnädig!"meinte sie und rollte mit den Augen, sie wusste eigentlich sollte sie ihn nicht so reizen, aber aus irgendeinen Grund konnte sie das nicht. Sera schmiss ihren Rucksack auf den Tisch vor Motoki, holte ihre normalen Turnschuhe heraus, setzte sich mit ihrem Hinterteil auf den Tisch und zog, während fragende Blicke auf ihr lagen, seelenruhig ihre Schuhe um. Danach stand sie, die Blicke ignorierend auf und ging auf die Tür zu.
„Moment! Wohin wollen wir denn?" fragte Damion
„Mann! Sind wir hier eingesperrt oder was?" fauchte sie ihn an „Ich hab Knast wie ein Berglöwe, seit gestern früh habe ich nichts mehr gegessen, in meinem Kühlschrank herrschte heute Morgen zudem gähnende Leere, weil ich es nicht mehr geschafft habe einzukaufen, ich muss jetzt was essen, ansonsten wird das hier für alle beteiligten extrem ungemütlich werden! Hast du jetzt genug infos? Oder muss ich dir noch meine halbe Lebensgeschichte erzählen, damit ich kurz zum Automaten in die Cafeteria gehen darf um mir was für zwischen die Kiemen zu holen"
Damion blinzelte sie an als sie ihn so ungehalten anfauchte und in einem schnellen tempo ihre Erklärung runter rasselte. „Du hast ein ganz schön loses Mundwerk" entgegnete er ihr „Na Loss geh! Aber beeil dich, hast du mich verstanden, solltest du nicht in fünf Minuten wieder hier sein, dann hole ich dich! Klar?"
„Logo" entgegnete sie ihm und stapfte aus der Tür.
„Und ihr Arsch kommt mir doch bekannt vor" murmelte Seiya laut.
