Wow, ich bin überwältigt :) so viele reviews - ihr seid toll :knutsch:

Ja, was soll ich noch sagen, ich freu mich, euch das zweite chap präsentieren zu können, aber vorher möcht ich mich noch bei allen reviewern bedanken und natürlich bei meiner treuen beta Puma :knuddel: (hoffentlich bist du bald wieder da und wir machen bald wieder nen kreativen abend :freu:)

Noch ein aufruf an alle schwarzleser: bitte, bitte lasst ein review da, das tut wirklich nich weh :) und auch anonyme reviews sind zugelassen:)

soooo :tief lufthol:

alice: wow, es ist schön, dass du gänsehaut hattest, danke für dein review

guest: es freut mich, dass du die story magst :) danke

lilly: danke fürs kompliment und fürs kommi

blues: cool, dass du lange auf sone story gewartet hast und danke für das kompliment an meinen schreibstil :knuff:

mondschatten: :sprachlos sei: was für ein herrliches review :knuddel: vielen dank für diese lobeshymne :)

puma padfoot: ja, ich hab mich auch schon sehr über die kommis beim betan gefreut und natürlich auch sehr über dein review :durchknuddel:

hp girly: schön, dass dir die story gefällt und dein kommi is doch toll :)

magewi: vielen dank für dein review ;)

jenna: ja, schon weitergeschrieben, jetzt kannst du lesen, wies weitergeht :gg:

junglina: jap, jetzt gehts weiter, danke fürs kommi

la dame: sorry, konnt ich net wissen, dass du die story erst später lesen konntest, aber vielen dank trotzdem fürs review und in diesem chap wirst du auf deine frage antwort finden :knuff:

Sop und nu bleibt mir nur noch zu sagen: R&R und viel spaß :)

Juli/August 2007, Charaktere, Orte usw gehören natürlich JKR ;)

Longing to fly

by xXIniXx

Chapter Two: A happy new year

Sie hatten noch lange dort am Feuer gesessen und geredet. Hermione hatte festgestellt, dass sich Blaise wirklich geändert hatte. Er bemühte sich, natürlich und weniger eingebildet zu sein, was ihm auch in den meisten Fällen gelang.

Irgendwann waren sie zusammen zurück ins Innere Hogwarts' gegangen und der Slytherin hatte sie bis zum Gryffindorturm gebracht, um sich dort winkend und grinsend mit den Worten „Ich warte auf deine Zusage! Gute Nacht!" zu verabschieden. Dann hatte er sich umgedreht und war gegangen.

Sie wollte gerade das Passwort sagen, als Hermione bemerkte, dass die fette Dame schlief. Leise versuchte sie, diese zu wecken – doch erfolglos. Seufzend erhob sie nun ihre Stimme und rief, immer noch so leise wie möglich:

Clamo!"

Erschrocken wachte die fette Dame auf und entgegnete:

„Allerdings, da hast du Recht: du schreist! Was fällt dir ein, mich mitten in der Nacht zu wecken?"

Hermione verdrehte genervt die Augen.

„Ich meinte das Passwort, nicht die Übersetzung."

„Was du nicht sagst!" Dann begann sie zu schreien. „HAST DU MAL AUF DIE UHR GESEHEN? WEIßT DU ÜBERHAUPT, WIE SPÄT ES IST? ES IST DREI UHR NACHTS!!"

Um Himmelswillen, warum musste sie denn so einen Krach machen? Es würde sicherlich nicht mehr lange dauern, bis Filch auftauchen würde. Und richtig: Einen Augenblick später hörte sie Schritte in ihrer Nähe. Panisch zog sie den letzten Joker, den sie hatte.

„Wenn Sie mich nicht sofort einlassen, erzähle ich Professor McGonagall, dass Sie was mit dem Mann aus dem Portrait im vierten Stock haben und nur selten nachts hier sind."

Sie schien Erfolg zu haben, denn erschrocken schwang das Portrait zur Seite und zischte, während Hermione hindurch sprang, drohend:

„Wehe, du sagst auch nur einen Ton!"

„Danke! Schlafen Sie gut weiter!", grinste die junge Frau, als das Portrait schon wieder den Eingang zum Gemeinschaftsraum verschlossen hatte.

xXx

Hermione hatte noch lange wach gelegen und über Blaises Einladung nachgedacht. Natürlich, der Abend war wirklich schön gewesen und sie hatte kaum glauben können, dass dieser freundliche Mann wirklich Blaise Zabini war. Doch irgendwann hatte sie es einfach angenommen und sich auf das Abendteuer eingelassen. Sie hatte es genossen, mit ihm dort zu sitzen und einfach nur mit jemandem zu reden und das Gefühl zu haben, dass er sie verstand.

Aber sollte sie wirklich mit ihm zu diesem Ball gehen? Auch eine Nacht vor Silvester war sie sich unsicher. Da waren wieder diese zwei Stimmen in ihr, die sich ständig stritten.

Geh doch! Dann hast du endlich mal wieder etwas Spaß und du weißt genau, wie gerne du auf Bälle gehst!", tönte die Stimme, die ihr Gefühl vertrat.

Ja und weißt du vielleicht, was er da vorhat? Oder ob ihr überhaupt dorthin appariert? Du kannst ihm doch nicht einfach vertrauen!", hielt ihre Vernunft dagegen.

Langsam aber sicher bekam Hermione Kopfschmerzen und rieb sich die Schläfen.

Du könntest dieses Risiko aber auch einfach mal eingehen. No risk, no fun. Du kannst doch nicht ständig total down hier rumhängen! Immer alles planen und sich dann bis ins kleinste Detail daran halten – so wirst du nie glücklich!", argumentierte ihr Gefühl unbeirrt weiter.

Aber was du planst, hat Hand und Fuß, es hat bis jetzt immer funktioniert!", konterte ihre Vernunft.

So wirst du nie entdecken, was wahre Freiheit ist. Es ist wie Fliegen: Wenn du abhebst, kannst du fallen, doch bleibst du am Boden, wirst du nie das Gefühl kennen, über den Wolken zu schweben!"

Bist du nicht glücklich, sicher und risikofrei zu leben?", stellte die Vernunft die entscheidende Frage.

Hermione musste nicht lange nachdenken.

„Nein…", flüsterte sie und die Stimmen verschwanden, sodass sie einschlafen konnte. Ihre Entscheidung war gefallen.

xXx

Am nächsten Morgen war sie ungewöhnlich früh wach. Doch sie wusste, was die Ursache dafür war, dass sie nicht mehr schlafen konnte: Der Gedanke an den bevorstehenden Silvesterball.

Noch vor dem Frühstück eilte sie in die Eulerei und schrieb auf ein Stück Pergament das simple Wort „Ja" und beauftragte eine Schleiereule, die auf einer Stange in der Nähe saß, diese Nachricht an Blaise zu überbringen.

Beschwingt lenkte sie ihre Schritte in Richtung große Halle, um zu frühstücken. Es war wie mit der Entscheidung, zum Treffen mit Blaise zu gehen: Als die Entscheidung erst einmal gefallen war, war die Vorfreude und die Nervosität groß.

Ihr Toast verschlang sie, neben Lavender sitzend, ungewöhnlich schnell und antwortete auf die Frage der Freundin, warum sie denn so glücklich sei, nur sehr knapp:

„Ich werde heute Abend auf einen Silvesterball gehen!"

Lavenders Augen weiteten sich.

„Doch nicht etwa auf den Ball der Zabinis?!"

Hermione war überrascht, woher die junge Gryffindor dies wusste.

„Doch, Blaise hat mich an Weihnachten gefragt." Es war das erste Mal, dass sie ihn bei seinem Vornamen nannte.

Lavenders Überraschung war ihr immer deutlicher anzusehen.

„Du weißt, dass dutzende von Mädchen jedes Jahr darauf hoffen, von ihm eingeladen zu werden und ihn danach fragen?"

Nein, das hatte sie nicht gewusst. Woher auch?

„Er hat nie ein Angebot angenommen und ist jedes Jahr alleine gegangen. Es kursieren Gerüchte, dass es der größte Silvesterball in ganz England ist. Wie hast du es geschafft, dass er dich mitnimmt?" Immer noch verblüfft starrte Lavender sie an.

„Ich weiß nicht, er hat mich einfach so gefragt und ich hab mich dafür entschieden."

Nachdenklich verließ Hermione die große Halle und kehrte in den Gryffindorturm zurück. Sie bereute es schon, Lavender vom Ball erzählt zu haben, denn nun würde es in Windeseile die ganze Schule wissen.

xXx

Warum hatte er ihr nicht erzählt, dass dieser Ball so begehrt war und dass sie die Erste war, die er eingeladen hatte?

Um halb sieben stand Hermione schließlich vor dem Spiegel und überlegte, was sie mit ihren Haaren machen sollte. Ihr Kleid hatte sie bereits ausgesucht und auch Schuhe und Schmuck standen bzw. lagen bereit. Sie hatte sich für ein grün schimmerndes, trägerloses und etwas über knielanges Kleid entschieden und dazugehörige lange Handschuhe, die bis über die Ellenbogen gingen.

Außerdem hatte sie festgestellt, dass dies die perfekte Gelegenheit war, ihren neuen Festtagsumhang anzuziehen. Passend dazu standen schwarze High Heels neben ihrer Kommode und als Schmuck hatte sie sich für eine Perlenkette und ihre brilliantbesetzten Ohrringe entschieden. Zum einen, weil sie wunderbar zu ihrem Outfit passten, zum anderen, weil sie Blaise und sie irgendwie verbanden.

Nur was sie mit ihren Haaren machen sollte, wusste sie noch nicht.

Plötzlich flog die Tür zum Schlafsaal auf und Lavender und Pavarti standen vor ihr. Als sie das Kleid auf dem Bügel und den darüber hängenden Umhang sahen, entfuhr es Pavarti:

„Wow, du wirst atemberaubend aussehen!"

Ihr Blick richtete sich weiter nach unten und glitt auf die Schuhe und sie nickte mit Kennermiene.

„Was machst du mit deinen Haaren?", fragte nun Lavender.

„Ich weiß noch nicht…", antwortete Hermione wahrheitsgemäß.

Lavender witterte ihre Chance und fragte gezielt weiter:

„Was für Schmuck wirst du tragen?"

Hermione deutete auf die Ohrringe und die Perlenkette, die neben ihr auf der Kommode lagen. Lavender quiekte.

„Oh, der zweite Ohrring ist ja wieder da! Wie hast du ihn zurückbekommen?"

Nun musste Hermione grinsen.

„Blaise hat ihn mir zu Weihnachten zurückgeschickt."

„Nicht schlecht. Aber okay, nun zu deinen Haaren. Wie wär's mit… ja, lass mich das einmal ausprobieren."

Sie ging auf die irritiert wirkende junge Gryffindor zu und schwang ihren Zauberstab. Einen Moment später standen alle drei sprachlos vor dem Spiegel.

„Wow!", mehr konnte weder Hermione, noch Pavarti hervorbringen.

Lavender hatte Hermiones Haare zu einer Hochsteckfrisur gezaubert, die geziert war von dutzenden kleinen Perlen, die in ihre Haare eingeflochten schienen und perfekt zu ihrem Schmuck passten.

„Danke, Lavender, das sieht einfach wunderbar aus!", sie umarmte die Freundin stürmisch, doch darauf bedacht, nichts zu zerstören.

xXx

Eine knappe Stunde später war Hermione fertig geschminkt in ihre Kleider geschlüpft und drehte sich nun vor dem Spiegel. Ihr gefiel, was sie sah. Ihre Augen waren dezent geschminkt und doch hervorgehoben und alles in allem glaubte sie, für den Anlass entsprechend gekleidet zu sein.

Voller Vorfreude schritt sie aus dem Schlafsaal heraus und in den Gemeinschaftsraum, der plötzlich vollkommen still war. Alle starrten die wunderschöne Gryffindor an und auf einmal begann irgendjemand zu klatschen und alle anderen stiegen mit ein.

Hermione wurde rot, doch es gefiel ihr. Langsam bahnte sie sich einen Weg durch die Menge, die, ihr hinterher pfeifend, Platz machte und kletterte durch das Portraitloch.

Als sie schließlich die Treppe hinunter schritt, die zur großen Halle führte, sah sie ihn bereits auf sie warten. Er sah unverschämt gut aus mit seinem eleganten Anzug und dem ebenfalls schwarz schimmernden Umhang. Sie stellte fest, dass ihre Umhänge fast gleich aussahen und somit wunderbar harmonierten.

Blaise lehnte lässig an der Wand neben den Türen zur großen Halle und Hermione verschlug es den Atem, als sie ihn so sah. Seine Reaktion auf sie schien jedoch ähnlich zu sein, denn als sie langsam auf ihn zuging, brauchte er einen Moment, in dem er seinen Blick ungezügelt über ihren Körper wandern ließ, bis er sie begrüßen konnte.

„Du siehst einfach… mir fehlen die Worte!", grinste er und schien zu seiner gewohnten Coolness zurückgefunden zu haben.

Es sollte verboten werde, so gut auszusehen und dann auch noch so zu grinsen.

„Danke, das Kompliment kann ich nur zurückgeben!", lachte sie.

„Können wir los?"

Hermione nickte. Dann fiel ihr etwas ein.

„Wie kommen wir überhaupt zu dir nach Hause? Wir können doch von hier aus nicht apparieren."

Blaise lachte.

„Nicht schlecht. Nein, von hier aus nicht, aber von Hogsmeade. Komm!"

Als sie die Eingangshalle durchquert hatten und aus dem Schloss gingen, sah Hermione direkt vor der Treppe eine Kutsche stehen, die von einem Thestral gezogen wurde.

„Ich wäre zu Fuß gegangen, aber ich glaube nicht, dass du auf diesen Schuhen den Weg bis runter ins Dorf gehen möchtest!", lächelte er sie an.

„Du bist ja verrückt!", entgegnete sie noch, bevor sie in die Kutsche einstieg, die sie wie zum Schuljahresende nach Hogsmeade brachte.

Dort angekommen stiegen sie aus und Blaise ergriff das Wort.

„Wir müssen Seit-an-Seit apparieren, weil du ja nicht weißt, wo du hinmusst."

Sie ergriff seinen Arm, den er ihr anbot, und schloss die Augen.

Als sie sie wieder öffnete, standen sie im Schnee vor einem hohen stählernen Tor. Blaise erklärte:

„Es ist ähnlich wie in Hogwarts, auf unser Anwesen kann niemand appa- und auch nicht disapparieren. Nur zur Sicherheit. Es kommt auch niemand hinein, der nicht persönlich eingeladen und eingelassen wurde."

Dann wandte er sich wieder dem Tor zu und murmelte einige unverständliche Dinge, die, wie Hermione vermutete, die Bänne für kurze Zeit aufhoben, damit sie das Tor passieren konnten.

Schließlich schwangen die Tore auf und gaben den Blick auf das Anwesen der Zabinis frei. Es war einfach gigantisch: Eine riesige Villa, umgeben von einem parkartigen Garten.

Hermione kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, als Blaise, nun hinter ihr, den Schutzwall wieder aktivierte.

„Es ist ziemlich großzügig!", feixte er in ihre Richtung, als sie den Weg in Richtung Eingang gingen. „Es gibt einige sehr schöne Ecken hier im Park, aber im Winter kann man sie schlecht richtig genießen, denn es ist sehr kalt, wie du sicher schon festgestellt hast."

Bevor die junge Hexe etwas erwidern konnte, kam ihnen auf der Treppe auch schon ein Hauself entgegen.

„Meister, was kann Lancy für den jungen Herrn tun?"

„Du könntest unsere Umhänge nehmen, Lancy!"

Sofort nahm er den Umhang seines Herrn entgegen, der nun seiner Begleitung den ihren abnahm und ebenfalls an Lancy reichte.

„Noch etwas, was Lancy für die jungen Herrschaften tun kann?", fragte der Elf ergeben.

Sie waren derweil durch die Türen ins Warme gegangen.

„Miss Granger wird für heute und morgen unser Gast sein. Falls sie irgendeinen Wunsch haben sollte, wirst du alles Erdenkliche tun, um ihr diesen zu erfüllen. Ich vertraue dir unseren Ehrengast an, enttäusch mich nicht!", gab er dem Elfen als Anweisung.

Dieser wirkte tief gerührt und geehrt und warf sich, nachdem er die Umhänge an eine andere Hauselfe weitergereicht hatte, Blaise zu Füßen.

„Lancy fühlt sich so geehrt. Lancy wird seinen Herrn nicht enttäuschen. Lancy verspricht es. Sie sehen bezaubernd aus, Miss Granger!"

Gerührt flüsterte Hermione Blaise zu, dass er ihn doch wieder aufstehen lassen sollte, woraufhin Blaise ihm dies befahl.

Sie gingen weiter durch die Empfangshalle.

„Lancy ist unser ältester Hauself. Er kennt dieses Haus sehr gut und weiß, wo was zu finden ist und bildet die jüngeren Hauselfen aus. Er wird sich gut um dich kümmern, wenn ich es nicht kann…", zwinkerte er ihr zu.

Wieder hatte Hermione keine Gelegenheit, etwas darauf zu antworten, denn in diesem Moment kam eine Frau, sie schätze sie auf Mitte dreißig, auf sie zu, die unverkennbar Blaises Mutter sein musste.

Blaise begrüßte sie mit einem Kuss auf die Wange und stellte dann Hermione vor.

„Sie sehen wundervoll aus, Miss Granger. Blaise hat so ein Geheimnis daraus gemacht, wen er denn zum Ball mitbringt. Ich konnte es kaum erwarten, seine Begleitung zu sehen. Aber ich stelle fest, das Warten hat sich gelohnt."

Das warme Lächeln von Mrs. Zabini nahm ihr etwas von ihrer Angespanntheit. Der Blick der Gryffindor fiel auf die makellose Figur von Blaises Mutter, die in ein elegantes schwarzes Ballkleid gehüllt war.

„Vielen Dank, Sie sehen ebenfalls wunderschön aus, Mrs. Zabini!", gab sie das Kompliment lächelnd zurück.

Diese wandte sich nun wieder an ihren Sohn:

„Schön, dass ihr früher kommen konntet, so könnt ihr mit mir die Gäste begrüßen. Doch bis dahin ist es ja noch etwas hin. Zeig Miss Granger doch die Räumlichkeiten für die Feier, du wirst kaum genug Zeit finden, ihr vor dem Ball das ganze Haus zu zeigen, doch ein wenig sollte noch möglich sein."

Mit diesen Worten war sie auch schon wieder weitergegangen, um den Hauselfen noch einige letzte Anweisungen zu geben.

„Sie sieht gut aus, nicht wahr? Deshalb hat sie auch nie Probleme, einen neuen Mann zu finden, wenn sie sich wieder einmal von einem Liebhaber getrennt hat", erklärte Blaise und eine Spur Wehmut schwankte in seiner Stimme mit.

„Was ist mit deinem Vater?", fragte Hermione vorsichtig.

„Mein Vater ist ums Leben gekommen, als ich gerade drei Jahre alt war. Die genauen Umstände sind bis heute ungeklärt… Aber komm mit, ich zeig dir den Saal!", er bot ihr seinen Arm an und lächelnd hakte sie sich ein.

xXx

Lavender hatte nicht gelogen, was ihre Vermutung anging, dass es wahrscheinlich der größte Silvesterball in ganz England sei.

Pünktlich um acht Uhr waren die meisten der Gäste am Tor und wurden von Mrs. Zabini, ihrer Beleitung, ein gutaussehender Mann, wie sie mittleren Alters, der sich ihnen als ein Mr. Jocks vorstellte, Blaise und Hermione empfangen.

Erleichtert stellte Hermione fest, dass sie keineswegs zu dick aufgetragen hatte in ihrer Kleiderwahl. Die Damen sahen einfach hinreißend aus und auch die Herren wirkten sehr edel in ihren Anzügen.

Als schließlich alle Gäste angekommen waren, begaben sich auch Hermione und Blaise zu Tisch. Sie saßen direkt im Blickmittelpunkt neben Mr. Jocks und Mrs. Zabini, die sich nun erhob.

„Liebe Gäste. Zuerst möchte ich den Damen mein Kompliment aussprechen: Sie sehen wie jedes Jahr bezaubernd aus. Vielen Dank, dass Sie alle so zahlreich erschienen seid. Es ist schön, auch dieses Jahr dieses Fest mit Ihnen allen gemeinsam zu feiern. Besonderes freue ich mich, dass mein Sohn dieses Jahr in Begleitung einer jungen Dame gekommen ist. Darf ich Ihnen Miss Hermione Granger vorstellen?"

Hermione wusste gar nicht recht, wie sie sich nun verhalten sollte. Blaise erkannte dies sofort, nahm ihre Hand und stand mit ihr zusammen auf. Ein Raunen ging durch die Menge, dann brach Beifall aus und auch Blaise begann zu klatschen. Als der Applaus verebbte, setzte sich der junge Slytherin wieder und Hermione tat es ihm gleich.

„Danke!", flüsterte sie ihm zu, was er mit einem Grinsen beantwortete.

Insgesamt hielt Mrs. Zabini ihre Rede knapp und eröffnete relativ schnell das Buffet.

Dort gab es alles, was das Herz begehrte. Jede nur erdenkliche Speise war hier aufgetischt und die Teller leerten sich niemals. Die Hauselfen hatten ordentliche Arbeit geleistet. Es schmeckte fantastisch und als endlich alle satt waren, erhob sich Mrs. Zabini erneut.

„Die Jahre zuvor habe immer ich den Ball mit meinem Tanzpartner eröffnet. Dieses Jahr habe ich einen Wunsch, aber ich weiß nicht, ob mein Sohn ihn mir erfüllen wird. Ich bitte dich, Blaise, eröffne du dieses Jahr den Ball zusammen mit deiner wunderschönen Begleitung?!"

Hermione sah für einen kurzen Moment die Verblüffung auf Blaises Gesicht, dann wandte er sich an sie und sah sie fragend an.

Die junge Gryffindor liebte das Tanzen und so zögerte sie nicht einen Moment und nickte. Daraufhin ergriff Blaise erneut ihre Hand und erhob sich mit ihr zusammen.

Glücklich klatschte seine Mutter in die Hände und instruierte das Orchester, einen traditionellen Walzer zu spielen.

Als die Musik erklang, vergaß Hermione alles um sich herum und ließ sich einfach nur von Blaise über die Tanzfläche führen. Und das konnte er. Es war wie schweben, vielleicht sogar ein bisschen, wie fliegen. Auf jeden Fall wollte sie, dass es niemals endete.

Auch die Zuschauer waren begeistert von dem Paar, welches tanzte, als hätte es nie irgendetwas anderes gemacht. Diesen einen Tanz hatten sie ganz für sich alleine, denn niemand konnte den Blick von den beiden lösen.

Es war ein erhebendes Gefühl, beobachtet von unzähligen Leuten zu tanzen und dabei so zu tanzen, dass sie wie gebannt beobachtet wurden. Doch dieses Gefühl nahm Hermione nur unterbewusst wahr, denn in diesem Moment zählte nur der Tanz.

Drei Tänze hatten sie durchgetanzt, beim zweiten waren schließlich auch andere Paare hinzugekommen, bis Hermione schließlich außer Atem von Blaise von der Tanzfläche gezogen wurde.

„Du tanzt fantastisch!", keuchte sie.

„Das Kompliment kann ich wirklich nur zurückgeben. So harmonisch habe ich noch mit niemandem getanzt. Es war so, wie es einem die Tanzlehrer immer predigen: Das Paar muss eins mit sich und der Musik sein", lächelte er ebenfalls nach Luft ringend.

xXx

Sie hatten einige weitere Tänze getanzt und auch Mrs. Zabini war noch einmal zu ihnen gekommen und hatte ihnen ihre Begeisterung über ihre Ausstrahlung mitgeteilt.

Irgendwann war beiden so warm vom vielen Tanzen, dass Blaise sie in durch eine versteckte Tür an der Hinterwand und von dort aus auf die große Terrasse zog, nachdem er ihre Umhänge geholt hatte.

Es war beeindruckend: die riesige Veranda, die über einige Steinstufen hinab in den Park führte, und an der Seite eine Wendeltreppe, über die man auf den hinter ihnen auf dem Dach liegenden Balkon gelangte.

„Wow!", brachte Hermione nur hervor.

Der Sohn des Hauses lachte.

„Hier können wir uns, denke ich, ein wenig abkühlen!", bemerkte er.

Das konnten sie allerdings. Doch schon nach wenigen Minuten begann Hermione zu frieren und er, ganz der Gentleman, legte ihr seinen Umhang über ihre Schultern.

„Zabini, ich hätte nicht erwartet, dass ein Slytherin so eine Höflichkeit an den Tag legen kann."

„Es gibt viele Vorurteile gegenüber uns, doch lass uns heute Abend nicht über die alten Feindschaften reden!"

Und bevor sie reagieren konnte, zog er sie näher an sich heran, hob ihr Kinn mit der rechten Hand ein wenig und küsste sie.

Zuerst war Hermione ein wenig überrumpelt, doch schon einen Augenblick später erwiderte sie und sie versanken in einem leidenschaftlichen, nicht enden wollenden Kuss, aus dem sie sich erst wieder lösten, als sie das Knallen der Korken und der magischen Raketen hörten.

Wenige Sekunden später hatte er sich jedoch schon wieder zu ihr heruntergebeugt, um sie erneut zu küssen, doch sie löste sich noch einmal für einen kurzen Moment von ihm, sah ihn glücklich an und sagte:

„A happy new year, Blaise!"

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Jor, das wars und ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr sagt mir kräftig die meinung (ja, los gebts mir :P). Also schön das blau-lila knöpfchen klicken, dann gehts bald mit dem letzten chap weiter, denn geschrieben isses schon ;)

- lg die Ini