Kirjava hatte die Worte so wiedergegeben, wie sie es ihm beim ersten Mal erzählt hatte mit der Kraft und Ignoranz des Engels. 6 Jahre sind eine lange Zeit vor allem wenn man noch so jung ist. Die Wahrheit kannte er allerdings noch nicht so lange. Kirjava hatte ihm dies erst vor 2 Jahren offenbart. Doch sie hatte gut daran getan, hatte ihn heimlich darauf vorbereitet. Seine Schule war nichts gewesen was er sich früher auch nur erträumt hätte. Er hat vielleicht keinen hohen Abschluss aber er konnte alles was man im freien Land braucht und auf dem Wasser. Mary Malone war eine gute Lehrerin und Freundin gewesen, sie hatte ihm alles beigebracht was sie wusste und er fragte sich ob er sie je wieder sehen würde.

Er blickte kurz nach oben und sagte dann „ Bald geht die Sonne unter. In 2 Stunden ist es dunkel. Am besten wir bleiben direkt hier. Hier gibt es Wasser und die Steine bieten einen guten Schutz gegen den Wind." Kirjava schnurrte zustimmend, damit war die Sache klar.

Während seine Gefährtin die Umgebung nach kleinen Ästen und anderem brennbarem absuchte, baute er das Zelt auf und bereitete ein kleines Abendessen.

Nach einer Stunde stand das Zelt, ein kleines Feuer prasselte und sie aßen Brot und deftigen Schinken, während sie der Sonne dabei zusahen, wie sie im Horizont versank.

„Am meissten vermisse ich ihren Mut und ihr Strahlen", sagte Will plötzlich in die Stille. Aber Kirjava wusste genau wen er meinte, niemals würde sie auch nur irgendwas von Lyra vergessen können. Als sie seinen Schmerz fühlte, schmiegte sie sich an seine Brust und schnurrte leise um ihn zu beruhigen. Das tat gut, Will fühlte sogleich eine wohlige Wärme, obwohl sie die Sehnsucht nicht besiegen konnte, tat es gut seine Seele zu spüren.

„Kir?"

„Ja?"
„Es wird doch alles gut werden?"

„Alles wird gut!" sagte sie, ihre leisen Zweifel behielt sie für sich. Auch wenn sie ihr Gewissen plagten wollte sie in Will nicht noch mehr Zwist sähen.

Bald wurden sie müde und kuschelten sich im Zelt zusammen und schliefen ein.