Wortanzahl: 751 Wörter

Kapitel 2

"So ... habe ich noch Chancen die Wette zu gewinnen?"

So fing das Dinner mit Janet und Cassie an.

Nachdem Sam zu Janet gefahren war und ihr das Geschenk gegeben hatte, waren sie nun bei Cassies Lieblingschinesen.

Das Geschenk war eine CD mit Janets Lieblingsliedern, an dem sie mehrere Stunden gesessen hatte. Gebracht hatte es ihr jedoch nichts weiter als eine Umarmung als Dank dafür dass sie so eine tolle "Freundin" war.

Ironischerweise hatte sie jedoch sogar nicht mehr erwartet. So gut kannte sie inzwischen schon Janet und ihre ... "Missverständnisse."

Eben diese Person, um die alle ihre Gedanken kreisten, war gerade auf Toilette, sodass nur sie und Cass am Tisch saß und so wie diese das Gespräch angefangen hatte, würde es eine tolle Unterhaltung werden.

„Oh Gott … sag nicht, du hast da auch mitgemacht?", fragte Sam zweifelnd.

Cassandra zuckte nur mit den Schultern.

„So gut wie alle haben einen Tipp abgegeben. Selbst Onkel George. Also wieso nicht auch ich?", sagte sie so locker und leicht als wäre es das normalste der Welt.

Die Kleine verbrachte eindeutig zu viel Zeit mit den Leuten aus dem SGC und dann noch der schreckliche Einfluss von den heutigen Teenagern ... und Gott, sie dachte schon wie ihre Großmutter.

Frustriert konnte sich Sam gerade so noch einen Aufschrei verkneifen.

"Das ist doch wohl ein Witz!", brachte sie zwischen zusammengebissenen Zähnen heraus.

Jeder wusste, dass sie scharf auf Janet war ... außer natürlich Janet selber. Das war doch eigentlich nicht möglich!

Doch anscheinend war dies möglich und leider bewies dies der spätere Abend ...

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Rosafarbend und so gelenkig umfuhr diese kleine Zungenspitze das rote Fleisch. Leckte die dunkle Schokolade von ihr. Immer wieder, immer und immer wieder umfuhr sie die Spitze, die inzwischen glänzte.

Gott, Sam hatte das Gefühl, dass sie beinahe starb und wenn Janet so weitermachte ... war dies wirklich unumgänglich. Immer schwerer wurde ihr Atem, während Janets Zungenspitze immer wieder aus ihren rosigen Lippen fuhr und die Schokolade aufleckte.

Endlich, endlich nahm sie die Spitze jedoch in den Mund und biss so verdammt langsam und so verdammt zärtlich in sie. Gott, Sam wollte diese Erdbeere sein.

Sie hatte nicht mal mitbekommen, dass sie mitten in der Bewegung innegehalten hatte.

Der Löffel in ihrer Hand war auf halber Höhe zu ihrem Mund.
Und dieser war leicht geöffnet.

Ihre Augen waren schon glasig und nahmen nichts anders in der Umgebung war als Janet und ihren verdammt großen Eisbecher.

Langsam fang sie wieder an zu blinzeln, sich aus ihrem Bann befreiend und darum kämpfend, den Blick abzuwenden. Endlich schaffte sie es, nur um ... eine feixende Cassie zu sehen und irgendwie war das nicht sonderlich besser, während Janet unbeirrt weiter ihr Eis aß ... wenn man es so überhaupt noch nennen konnte ...

Langsam ließ sie den Löffel sinken und legte ihn dann neben sich auf den Tisch.
Sie musste hier raus und das schnell.
Denn sonst könnte sie für nichts garantieren.

Und so wie Janet weiter aß, könnte sie dann Meg Ryan Konkurrenz machen.
Das wollte sie jedoch sicher nicht vor Cassie, auch wenn Janet dann vielleicht endlich mitbekam, was Sam genau von ihr wollte.

Sie würde hier eindeutig keine Sally für Janets Harry machen, darum blieb ihr nur die Lösung übrig, die sie auch manchmal bei den Goa'ulds nutzten. Rückzug und sich erholen.

Abrupt stand sie auf und schaffte es so die Aufmerksamkeit von Janet auf sich zu ziehen.

„Ich bin … Bad.", nuschelte sie und rannte regelrecht in dieses.

Sie spürte regelrecht Janets verwirrten Blick, doch dies war ihr in diesem Moment eindeutig egal. Jetzt gab es wichtigeres. Allen voran diese Hitze, die sich in ihrem Unterleib angesammelt hatte als Janet das getan hat was Janet essen nennt und Sam Vorspiel.

-*-*-oOo-*-*-

Langsam lehnte sich Sam noch ein wenig weiter zu Janet rüber.

In den letzten 10 Minuten war sie immer ein kleines Stückchen weiter zu ihr rüber gerückt ohne dass Janet etwas mitbekommen hatte.

Wie sollte es auch anders sein …

Stück für Stück hatte sie sich angenähert, hatte Janet Popcorn angeboten, hatte die klischeehafte Gähntechnik angewandet, sodass ihr Arm nun über Janets Armlehne lag und ihre Finger zärtlich über Janets Schulter strichen und was hatte es ihr gebracht?

Ein liebes Lächeln von Janet und ein schadenfrohes von Cassie. Und von dem Film hatte sie nicht wirklich etwas mitbekommen.

Also … ein rundum „gelungener" Abend.

Wenigstens konnte sie neben Janet sitzen und einen kleinen Moment lang glauben, dass sie auch nur ansatzweise ihre Gefühle erwiderte.

Ende Kapitel 2