Da bin ich wieder und fürs Erste hab ich vor, mich von den Missionen, die uns erwarten selbst überraschen zu lassen, also tut es mir nach und genießt.
Danke, danke, an alle Reviewer.
DaniHerbst: Ja, ich liebe diesen Satz, ich hoffe, du musst noch öfter schmunzeln. ;) Hm, am Anfan fand ich dass Pairing auhc irgendwie komisch, aber wenn man sich gewähnt sind sie einfach süß, weißt du? Falls ich dich nicht damit vergrault habe, lies doch mal die Vorgänger!
Mrs-Liliana-Potter: *lach* Ja, esist ja nicht in dem Sinne eine Romanze, also dachte ich, die Beiden machen sich gut. Aber jetzt hast du ja her gefunden und ich hoffe du bleibst. Hat sich da ne Hochzeit angedeutet? Du wirst es sehen...Die Jungs aber, lleider, leider, war das damals noch nicht erlaubt. Pity. Aber vielleicht, ganz vielleicht in ferner Zukunft. xD
Disclaimer: Harry und seine Familie (ja, für mich ist das alles Familie) gehören natürlich Mrs Rowling und ich verdiene auch kein Geld hiermit. Leider.
Warnings: Slash, offensichtlich sad-end
Kometenschauer
– Kapitel 2: Missionen –
„McDonald!"
Mary schrak zusammen und lies beinahe ihren Zauberstab fallen. Der virtuelle Gegner nutzte die Gelegenheit und machte sich aus dem Staub.
„Du musst dich besser konzentrieren", herrschte Moody sie an. „Du kämpfst seit einer halben Stunde auf Anfängerniveau!"
„Ich gebe mein Bestes", murmelte Mary, durchaus eingeschüchtert. „Aber es kann ja nicht jeder als Meister geboren werden." Sie sah ihm in die Augen. „Ich bin sicher, Mr Moody, das mein Bestes genug sein wird müssen."
Moodys Mund verzog sich zu einem Grinsen. „Richtig so, McDonald, lass dich nicht unterkriegen und jetzt fang noch mal von vorne an und mach diesen erbärmlichen Wurm platt!"
Während er davon zog, um James und Sirius anzubrüllen, die sich mit Einander duellierten, anstatt mit den Übungsschatten, legte Mary ihre Hand auf den DNA-Scanner vor ihr.
„Miss Mary McDonald", verkündete eine kühle Frauenstimme. „Level 1. Möchten Sie Ihr Training beginnen?"
„Ja doch", knurrte Mary. Die Schattengestalt erschien wieder vor ihr. Das Level war wirklich einfach. Sie konnte sich nicht verletzen, nur Punkabzug kriegen und ihr Gegner kannte nur einfache Angriffs- und keine Verteidigungszauber.
„Nehmen Sie ihren Gegner fest", ordnete die Frauenstimme an.
„Ich weiß", fauchte Mary. Mach diesen erbärmlichen Wurm platt!
Zehn Minuten später stand sie glühend vor Stolz vor dem gefallenen Gegner.
„Zeitlimit überschritten", verkündete die Frauenstimme.
„Wie Bitte?", schrie Mary. „Bist du von Sinnen, du kranker Apparat? Du hättest mir ruhig sagen können, dass es ein Zeitlimit gibt! Zeitlimit – hört auf zu lachen!"
„Sorry, May", sagte James, der sich vor Lachen bog. „Es ist nur…hahaha…du warst so…hahaha…"
„Oh, sei still", sagte Lily, die versuchte nicht zu lachen.
„May, jeder hat am Anfang Probleme", versuchte Frank sie aufzubauen. „Nicht so massive, wie du, aber…"
„Du hilfst mir echt weiter", murmelte May. „Ich bin seit zwei Wochen hier und hab nicht mal das hingekriegt."
„Ich glaube, wir machen Schluss für heute", knurrte Moody. „Nicht vergessen: Immer wachsam!"
„Zeitlimit", grummelte Mary.
„Komm schon, Treffen heute Abend", sagte Sirius aufmunternd.
„Jetzt sofort?", fragte Lily. „Himmel, wir haben überhaupt keine Freizeit mehr."
„Das ist Krieg, was hast du erwartet?", sagte Mary schlecht gelaunt.
„Jetzt sofort!" James stöhnte. „Ich-"
„Potter – sei– einfach – still! – Okay?"
„Ja, Mum!"
„OH! Zum Fuchsbau!" Mary war fast froh als die Flammen sie verschluckten.
Weniger froh war sie, als sie in den Flammen erschien und da kein Platz war. Sie stieß mit etwas hartem zusammen.
„Ah!"
„Ah!"
„Moony!"
„Mary!"
„Oh, du liebe Güte!" Das war Molly Weasleys Stimme. „Habt ihr euch verletzt?"
„Nein, geht schon", murmelten Beide gleichzeitig.
„Geht's dir gut, Mary?", fragte Molly, die offensichtlich ihre sauertöpfische Miene bemerkt hatte.
„Ich hab einen schlechten Tag."
„Ha, ich hab nur schlechte Tage. Charlie und Bill sind jeden Tag in einem anderen Ärger, Percy ist noch zu klein, um ihn allein zu lassen, die Zwillinge wollen immer alles gleichzeitig und warte, bis die Rückenschmerzen wieder losgehen."
„Ok, du gewinnst. Ich wurde nur von einem Trainingsprogramm fertig gemacht", lachte Mary.
„Bin ich froh, dass ich keine Kinder kriegen kann", meinte Remus.
„Ich würde dir eins machen", sagte Sirius, der gerade aus dem Kamin stieg.
Die Beiden waren nicht wirklich draußen, aber irgendwie hatte man das Gefühl, es wusste sowieso jeder. Molly jedenfalls schien nicht die Spur überrascht, als Sirius aus Remus zutrat und ihn küsste. Mary meinte sogar ein: „Wusste ich's doch!" zu hören.
„Warum stehen wir denn alle noch hier herum?", fragte James, der gerade ankam.
Sirius seufzte übertrieben, als er Remus los ließ, was diesen zum Lächeln brachte und James half Lily aus dem Kamin und auf einmal fühlte Mary sich so furchtbar einsam.
Der restliche Orden war schon da. Leise setzten sie sich zu Peter.
Dumbledore erklärte, dass es ein Dokument, eine Art Vertrag gab, den sie unbedingt haben mussten. Diese Allianz – mit wem hatten sie verpasst – durfte auf keinen Fall jetzt schon geschlossen werden. Außerdem wurde erwähnt, dass eine hochrangige Richterin des Zaubergamots ermordet aufgefunden worden war, aber diese Information wurde nur zur Kenntnis genommen. Wöchentlich gab es Todesmeldungen und man war inzwischen schon froh, wenn man die betreffende Person nicht kannte.
„Hab ich das richtig verstanden?", fragte Alice. „Wir sollen in ihren Hauptstützpunkt einbrechen, in ein, vermutlich mit Hochsicherheitszaubern versehenes, Zimmer und einen Vertrag stehlen, von dem wir nichts weiter wissen, als das er existiert, was schon ein Glück ist. Mit wie vielen Toten rechnen wir?"
„Mir weniger, als du vermutest. Wenn wir Glück haben und eine unbesetzte Zeit erwischen vielleicht sogar gar keine", sagte Moody. „Natürlich sind viele Verletzungen zu Erwarten, aber gesetzt dem, was wir vorhaben…"
„Was haben wir denn vor?", fragte Minerva. „Also, ich weiß natürlich, was wir vorhaben, aber ich meine, wie ist der Plan?"
„Sehr gute Frage, Minerva", sagte Dumbledore. „Nun, Kingsley hier, hat sich einen ziemlich Erfolg versprechenden Plan ausgedacht."
„Ähm", machte Kingsley. „Ja. Moment, ich muss mich kurz sammeln. Also, es wird drei Gruppen geben: die Vorhut, der Stoßtrupp und die Ablenkung. Die Vorhut ist fürs ausspähen der Situation zuständig und fürs Hilfeleisten und – rufen, während der Aktion. Der Stoßtrupp ist es, der die eigentliche Aufgabe erfüllt. Die Ablenkung startet einen Frontalangriff. Das wäre das Gröbste. Um Feinheiten auszuhandeln, brauche ich erst die Posten, um unsere Stärken auszuspielen."
„Kingsley, du bist der Beste", sagte Marlene McKinnon.
„Wie viel Mann in den Gruppen?", fragte Moody.
„Fünf bis sieben im Stoßtrupp, weniger in der Vorhut und ein paar mehr in der Ablenkung."
„Ich glaube es wäre das Beste, wenn du und die Auroren die Ablenkung machen, denn das hört sich gefährlich an", sagte Dumbledore zu Moody.
Moody nickte.
„Shacklebolt, Potter, Potter, McKinnon, Prewett, Bones und die Longbottoms. Oh und den kleinen Prewett, den nehme ich auch mit."
„Ich bin überhaupt kein Auror", warf Edgar Bones ein.
„Nein, aber du kommst mit", knurrte Moody in einem Ton, der keine Diskussion duldete.
„Aber-"
„Nein! Ich hab dich duellieren sehen und du bist gut, ok? Du verwirrst deine Gegner! Das ist es was wir brauchen, verstehst du? IMMER WACHSAM!"
„Ich wünschte, er würde damit aufhören", nuschelte Frank.
„Das habe ich gehört, Longbottom!"
„Verzeihung, Sir."
Alles lachte.
„So, Freiwillige für die Vorhut?", fragte Dumbledore.
Dädalus Diggle und Emmeline Vance meldeten sich und Minerva schloss sich ihnen an.
„Und schließlich der Stoßtrupp", sagte Dumbledore.
„Keiner?" Es klang erstaunt.
„Wir würden, aber wir sind schon vergeben", sagte Alice.
„Ich mach's!", sagte Mary.
„Was?", fragte Marlene.
„McDonald, du kannst nicht-", begann Moody.
„Oh doch, ich kann! Oder habt ihr eine bessere Idee?"
„Ich geh mit dir, May", sagte Lily.
„Und ich", sagte James.
„Und ich", sagten Sirius und Peter gleichzeitig.
„Auch wenn ich das für eine dumme Idee halte – ich auch", seufzte Remus.
„Du hast vollkommen recht, Lupin, das ist eine verdammt dumme Idee!", knurrte Moody.
„Oh, kommt schon, habt mal ein Bisschen Vertrauen zu uns", sagte James. „Wir können alles."
Genervtes Stöhnen.
„Hey, ich war noch nicht fertig! Und wir haben das hier!" Mit Schwung zog er etwas Silbernes aus seiner Tasche.
„Ah", machte Hermann. „Ich hatte mich schon gefragt, wann ich den wohl wieder sehe."
„Ups", machte James.
„Was ist das?", fragte Lily.
„Das ist mein Tarnumhang", sagte James. Das überrascht-ehrfürchtige Schweigen kam allerdings nicht richtig zu Stande.
„Chrm chrm", machte Hermann.
„Ok, Dad's Tarnumhang, den ich geklaut habe", nuschelte James.
„Das erklärt einiges", sagte Dumbledore.
James grinste.
Über Minervas Gesicht konnte man Millionen von nicht nachweisbaren Straftaten ziehen sehen, die auf einmal alle Sinn machten.
„Also", sagte Mary. „Sind wir drin?"
Warum hatte er sich noch gleich darauf eingelassen? Ach ja, weil sonst niemand wollte.
Ansonsten hätte ihnen ja vielleicht vorher jemand sagen können, worum es bei der ganzen Aktion ging.
Das Herrenhaus der Malfoys war das größte Haus, das Peter je gesehen hatte.
Es hatte gedauert, aber schließlich hatten sie eine Stelle gefunden, an der man eindringen konnte. Soweit er es verstanden hatte, war den Malfoys ein fataler Fehler unterlaufen. Die Schutzzauber beschränkten sich nur auf Mauern und Tor. Normalerweise, wie zum Beispiel bei Hogwarts bildeten Schutzzauber eine Art Kuppel. Die Lösung war dementsprechend einfach. Besen.
„Ich will nicht", murmelte er leise.
„Komm schon, nur kurz über die Mauer, das kriegst du schon hin", flüsterte James.
„Wenn ich auf diesen Besen steige, Wurmschwanz", sagte Remus. „Dann auch du. Und, Sirius Black, ich will jetzt keinen Kommentar hören."
Leises Kichern entwischte ihnen allen.
Er musste feststellen, es war gar nicht so furchtbar, aber vielleicht lag das auch nur daran, dass es quasi sofort wieder vorbei war.
„Wow, das ist ein großes Haus", sagte Mary beeindruckt.
„Was dachtest du?", fragte Sirius.
„Ja, aber allein der Garten…", meinte Lily.
Das stimmte allerdings. Man konnte sicher viel Zeit darauf verwenden in diesem Park herumzulaufen.
Dementsprechend groß war natürlich auch die Gefahr gefangen zu werden.
„Wie viele Passen unter den Umhang?", fragte Mary.
„Vier siebzehnjährige", sagte Peter.
„Leute, es ist dunkel…", begann James.
„Sieh dir mal Mays Haar an", sagte Lily. „Das leuchtet meterweit."
„Gesichter sind natürlich nicht so schlimm, so nah kommt ja keiner", sagte Sirius. „Aber auch deine Haare, Ly, und Wurmschwanz."
„Packen wir Moony noch dazu um kein Risiko einzugehen?"
„Nicht die ultimative Zeit, um Witze zu machen, auch wenn wir die ungefährlichste Aufgabe haben", murrte Remus.
Peter nahm James den Umhang ab und warf ihn über sich und die Mädchen.
„Okay, bleibt dicht hinter uns", sagte James.
Vom Haupttor aus blitzten Lichtschweife auf und gedämpfte Kampfgeräusche klangen herüber. Unwillkürlich fragte sich Peter, wie sich die da drüber fühlen mussten, die mit ihrem Leben spielten. Vermutlich erfährst du es noch früh genug.
„Da ist ja ein Fenster offen", sagte Sirius entzückt. „Wie unvorsichtig."
„Sie fühlten sich sicher, weißt du", sagte Lily genervt. „Schutzzauber, erinnerst du dich?"
„Jaa…", sagte Sirius. „Aber wer verlässt sich denn im Krieg auf Schutzzauber?"
Peter zog den Umhang runter und schüttelte amüsiert den Kopf. James steckte ihn ein.
„Also, wie kommen wir da hoch?", fragte er.
„Bist du zum Leiter dieser Aktion gemacht worden, oder was?", fragte Mary.
„Verdammt", murmelte James grinsend. „Ok, ich hab einen Plan. Einen absolut narrensicheren, genialen Rumtreiberplan."
„Oh nein", sagten Lily und Mary.
„Hey", sagten Sirius, Remus und Peter, während James „Oh doch" von sich gab.
„Was ist es?", fragte Lily seufzend.
„Die Besen sind noch an der Mauer, die fallen also weg."
„Aufrufen?", fragte Remus.
„Erstens: Unterbrich mich nicht, wenn ich plane. Zweitens: Glaubst du nicht Besen ohne Reiter könnten auffallen? Besen mit Reiter übrigens auch. Also. Sirius macht mir Räuberleiter und ich lass euch dann irgendwas runter. Ein Seil aus dem Nichts heraufzubeschwören ist nicht so schwer."
„Der Plan ist so simpel", sagte Mary. „Der könnte funktionieren."
Bis sie drin waren funktionierte der Plan tatsächlich. Offenbar war niemand mehr im Haus.
Lily hatte sich umgesehen. „Leute, das ist ja ein Kinderzimmer."
Nun wandten auch die Anderen die Köpfe. Tatsächlich. Ein Luxusbabybett, ein ebensolcher Kleiderschrank und Wickelkommode. Flauschige Teppiche und Spielzeug vom feinsten. Die Krönung schien ein Spielzeugpferd zu sein und ein Spielzeugbesen daneben. Die teuersten Modelle. Es war elegant, aber trotzdem…kindlich. Es war bunt und verspielt und alles, aber mit Stil.
„Von einem Bewohner ist aber nichts zu sehen", sagte Peter.
„Was ist das?", fragte Lily und deutete auf das Pferd.
„Es ist wie ein Schaukelpferd, nur das es nicht schaukelt, sondern man richtig darauf reiten kann. Aber das ist das protzigste Modell, das ich ja gesehen habe. Weißt du nicht mehr, bei den Weasleys haben wir letztens eins gesehen, aber das war nur aus Holz und nicht die Miniaturversion eines normalen Pferdes", antwortete Mary geduldig.
„Narzissa Malfoy ist schwanger?", sagte James gedankenverloren. Dann drehte er sich zu Sirius. „Herzlichen Glückwunsch."
„Idiot."
„Hattest du auch so ein Kinderzimmer?", fragte Remus. Lily starrte noch immer verzaubert das Spielzeug an.
„Ja", sagte Sirius. „Eine Menge Spielzeug, aber niemand der freiwillig mit mir gespielt hat. Bis Reg kam…und ging." Er schluckte. „Dieses Kind wird anders aufwachsen. Seine Mutter wird es lieben. Über Lucius weiß ich nicht viel, aber mein Vater ist schwer zu toppen. Es war am härtesten zu sehen, wie sie meinen Bruder auf einmal geliebt haben…" Er schüttelte den Kopf. „Kommt, wir haben einen Auftrag und nicht ewig Zeit. Und wenn meine reizende Cousine ein Kind bekommt, wird sie hier drin geblieben sein."
James klatschte in die Hände; Lily erwachte aus ihrer Trance. „Ok, Pete, du bleibst hier und beobachtest den Garten. Warnung sofort, wenn sich jemand nährt."
Sirius wusste natürlich, was James vorhatte. Er stellte gerade das bestausgeklügelte Schmierestehsystem der Welt auf. Denn als sie aus dem Zimmer raus waren sagte er: „Lily, sei ein Schatz und steh hier Wache. Das ist ein Knotenpunkt, ich brauche dich und dein peripheres Blickfeld, du musst alle Türen und Korridore im Auge behalten. Schaffst du das?"
Lily versetzte ihm einen amüsierten Blick. „Ich hätt's auch ohne die Komplimente gemacht", sagte sie und bezog Position.
Sirius gelang es gerade noch, sein Lachen in ein Schnauben umzuwandeln. Die Beiden passten auch zu gut zusammen. Wirklich.
Nachdem sie die Korridore eine Weile entlanggelaufen waren, lies James Remus zurück. Nicht Diskussionsbereit.
Sirius gefiel das nicht. Er wollte Remus bei sich haben. Allerdings hatte James Lily auch zurückgelassen und warf ihm jetzt einen Sei-mir-gefälligst-dankbar-Blick zu, also beklagte er sich besser nicht.
Sie steckten den Kopf in jede Tür, bis sie das Büro fanden.
Mary positionierte sich freiwillig vor der Tür und Sirius und James schlichen sich hinein. Ohne ein Wort zu sprechen ging Sirius auf den Aktenschrank zu, während James sich den Schreibtisch vornahm.
„Tatze."
Sirius drehte sich um.
„Verschlossene Schublade. Eine Einzige im ganzen Zimmer."
„Ist fast ein Bisschen, wie bei Filch einzubrechen, was?", fragte Sirius, während er hinüber ging. „Alohomora!"
„Du dachtest nicht wirklich, das funktioniert."
„Es war den Versuch wert."
James seufzte und begann Enthüllungszauber zu sprechen. Das war Arithmantik, aber das hatte Sirius sich noch nie merken können.
„Weist du, im Zweifelsfall tut's auch Specialisrevelio."
„Ich hab's schon offen."
„Ich bin zunehmend frustriert."
„Welches ist, was wir brauchen?"
„Nimm einfach alles, hilft sicher weiter", sagte Sirius. „Wir müssen schnell wieder hier raus."
James sah ihn an, dann die offene Schublade. „Hast recht."
Mary sah sie misstrauisch an, als sie wieder herauskamen. „Habt ihr nicht auch das Gefühl, das war ein Wenig zu einfach?"
„Ich glaube, wenn sie erstmal merken, dass wir rein gekommen sind, dann werden sie ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärken. Sie haben mit einem Einbruch doch gar nicht ernsthaft gerechnet."
„Lucius?", fragte eine Stimme vom Ende des Korridors. „Lucius, bist du das? Was ist passiert?"
Sirius fühlte sich unangenehm an seine Alpträume erinnert, als seine Cousine um die Ecke bog. Sie schien einen Moment zu brauchen, um zu begreifen, das es nicht ihr Mann war, den sie da vor sich sah, sondern…
„Sirius?", flüsterte sie.
„Nichts da", fauchte Mary unerwartet, was den Blickkontakt der Beiden unterbrach, da sie sich zu ihr umdrehten. „Keine Chance Malfoy. Stupor!"
„Gut gemacht, May", sagte James, als Narzissa zusammenbrach und auf dem Rücken landete.
„Ja, vielleicht schaffst du irgendwann ja doch noch die Übungen…", meinte Sirius grinsend.
„Reiz mich nicht, Black", knurrte Mary und ging zu Narzissa herüber. Sie hatte eindeutig zu viel Zeit mit Moody verbracht.
„Mein Gott, die ist ja hochschwanger, hoffentlich hab ich das Baby nicht verletzt." Oder vielleicht auch nicht.
„Ich will ja nicht herzlos erscheinen", sagte Sirius. „Aber wenn es nach meiner Familie schlägt, dann ist es nicht schade drum."
Mary schüttelte missbilligend den Kopf, aber sie musste grinsen. James sah aus, als würde er nur mit Mühe das Lachen unterdrücken.
Das Aussteigen stellte sich als wesentlich einfacher heraus, als das Einsteigen. Es war tatsächlich, als würde man den Hinweg zurückspulen. Und als sie über die Mauern waren sprühten sie rote Funken in die Luft und disapperierten.
„Das war's schon?", fragte Sirius grinsend, als sie alle im Fuchsbau standen.
„Ich hab euch doch gesagt, wir können alles", sagte James noch grinsender.
„Es war beunruhigend einfach", sagte Moody. „Sie waren nur zu viert. Obwohl Mrs Malfoy gar nicht dabei war."
„Hochschwangere müssen sich schonen", sagte Lily grinsend.
„Hochschwanger?", fragte Dumbledore. „Nun, das ist mir neu."
„Wir sind durchs Kinderzimmer eingestiegen", erklärte Remus. „Aber warum könnten sie das geheim gehalten haben?"
„Es ging mal das Gerücht um, dass sie eine Fehlgeburt hatte", sagte Alice. „So was müssen sie nicht noch mal haben."
„Aber nächstes Mal, wird es schwerer", sagte Frank. „Sie werden sich besser vorbereiten."
„Gut, das wir das nächste Mal herauszögern können", sagte James und warf einen Haufen Papiere auf den Tisch. „Wir haben da vorgesorgt."
„Das ist die klügste Entscheidung deines Lebens gewesen, mein Freund", sagte Kingsley und begann sich in die Papiere zu vertiefen.
Als sich die Freunde auf den Weg zu James und Lily machten, schlang Sirius einen Arm um James Schultern und einen um Remus Hüfte und rief: „Sind wir nun die Besten, oder nicht?"
Lily mochte ihr Haus. Sie mochte es, weil sie es erst seit zwei Wochen besaßen, aber es schon so angefüllt mit Geschichten war, die sich allein beim Einrichten abgespielt hatten. Und sie mochte es, weil es so viel von einem zu Hause hatte. Und natürlich wegen ihres…Mitbewohners.
Im Moment lagen alle mehr oder weniger gequetscht auf den Sofas.
„Um…Lily?" War James nervös? Primere. „Kann ich dich mal nebenan sprechen?"
Nebenan war die Küche. Privatgespräch also…(Nein, kein Sex in der Küche!)
„Ok…"
Nebenan lehnte Lily sich gegen den Tisch und stützte sich mit beiden Händen daran ab.
James schien einen Moment zu überlegen. Dann atmete er tief durch und machte einen Kniefall.
War das…Nein, Lily, sei nicht albern…oder doch?
„Lily Margerie Evans, willst du…? Oh, nein, so geht das nicht."
Er stand auf und nahm ihre Hände. Lily war immer noch sprachlos.
„Lily, werde bitte meine Frau!"
„Ich…Ja! Oh, Gott, ja! Obwohl ich verwirrt bin…Ja."
„Äh, warte. Ich hab auch einen Ring. Den hätte ich dir vorher schon geben sollen, nicht? Das einzig unspontane an der Sache…"
Er zog ein schwarzes Kästchen aus der Tasche und öffnete es.
„James…da ist kein Ring drin", sagte Lily vorsichtig.
„Ich sehe es…und ich überlege gerade…oh, Sirius, du Bastard!", fluchte James.
Lily tat er auf einmal Leid. Das war wahrscheinlich der seltsamste Heiratsantrag, der jemals gemacht worden war. Aber es war auch das seltsame Pärchen, das jemals...zusammengekommen war.
„James", sagte sie und tippte sich an die Lippen.
James lächelte erleichtert und küsste sie. So richtig. Er hob sie von den Füßen.
„Ich mochte den Antrag", sagte sie leise. „Aber den Ring, den musst du mir zurückholen."
James platzte mit einer Wucht ins Wohnzimmer, die Lily beeindruckt hätte, wenn sie nicht beschäftigt gewesen wäre vor Glück zu schweben.
„Sirius Black!"
„Sie hat ja gesagt", sagte Sirius grinsend.
„Spontanaktion, ja?", fragte Lily im Spaß.
„Na ja…Du hast mir den Ring geklaut, du…"
„Hast du nicht!", sagten Remus und Mary gleichzeitig und starrten ihn entsetzt an, während Peter sich vor Lachen kringelte.
„Ähm, tja…Komm schon, ich bin Tauzeuge, oder? Ich krieg die Ringe sowieso!"
„Erstens: Wer hat gesagt, du wirst Trauzeuge? Zweitens: Die EHERINGE, du Vollidiot!"
„Jaja schon gut…" Er warf ihm etwas zu. „Und was heißt hier ich werd nicht Trauzeuge?"
„Doch wirst du", murmelte James. „Trotzdem."
„Willst du mich nicht mal vernünftig fragen?"
James seufzte übertrieben und ging vor dem Sofa abermals auf die Knie. „Oh, Sirius Alphart Black, willst du mir die große Ehre und das Glück erweisen und mein Trauzeuge werden?"
Alle brachen in Lachen aus und Sirius keuchte: „Ja…ja, ich will." Woraufhin alle nur noch mehr lachen mussten.
„Du hättest mal üben sollen, dann hättest du das vielleicht bei mir auch so hingekriegt", sagte Lily und tat so, als würde sie schmollen.
„Ich hatte den unromantischsten Antrag der Welt", teilte sie dem Publikum mit. „Eigentlich stört es mich nicht, aber ich will jetzt diesen Ring haben, sonst werd ich ungemütlich."
James kam zu ihr herüber, ging zum dritten Mal an diesem Abend auf die Knie und schob ihr einen Ring an die linke Hand. Erst nachdem er diese geküsst hatte konnte Lily ihren Verlobungsring sehen.
Er war schlicht, aber stilvoll. Traditionell aus Gold mit einem winzigen Diamanten, der oben und unten von Ausläufern des Ringes eingefasst wurde ohne diesen an der Stelle zu verbreitern. Massivgold, das merkte sie an der Schwere und die Echtheit sah man dem Diamanten an.
„James…wie viel…?"
„Komm schon, ist doch eh dann wieder meins, oder? Und selbst wenn nicht, glaubst du, ich könnte dich mit Billigkram herabwürdigen?"
„Auf eine kranke Art ist die Sache hier doch ziemlich romantisch, oder?", hörte sie Sirius von hinten.
„Das wird sie, wenn die Beiden in die Pötte kommen und sich endlich küssen", sagte Mary.
Und das taten die Beiden.
Bitte nicht schlagen. James tut mir Leid, wisst ihr? Aber irgendwie klang das passend. Der Auftrag…ich dachte vordergründig, ich kann sie doch jetzt nicht die schwerste aller Aufgaben meistern lassen, oder? Beide Parteien werden an Stärke gewinnen und Mary wird Level eins schaffen…Auf bald.
