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Kapitel 2

Gil Grissom sah schon von weitem eine junge Frau am Springbrunnen stehen. Sie blickte sich um und er fragte sich wer der Glückliche war.

Ein Mann ging auf sie zu und mit einem Lächeln antwortete sie auf seine Frage. Schließlich schüttelte sie den Kopf und der Mann verabschiedete sich.

Grissom stockte der Atem als er ihr Lächeln sah. So strahlend, natürlich und wegen oder trotz der Zahnlücke so perfekt.

Xxx

Sara sah auf ihre Uhr. Die Zeit wurde knapp. Langsam sollte der Unbekannte auftauchen. Zumal sie inzwischen einige Männer abweisen musste und der Hotelempfang auf sie aufmerksam wurde.

Sie sah vorsichtig zu dem Mann hinüber, der seit ein paar Minuten auf der anderen Seite des Springbrunnens stand. Auch er schaute sich suchend um, aber wie er aussah, hatte er bestimmt ein Date.

Da kam schon eine Dame auf ihn zu. Sara konnte sie nur so bezeichnen.

Der Fremde schüttelte ihr die Hand und lehnte dann offensichtlich ein Angebot ab. Allerdings ohne Erfolg, denn die etwas gesetzte Dame lies sich nicht beirren. Sara beschloss den Fremden zu retten.

„Entschuldige Schatz. Mein Taxi stand im Stau."

Zuerst wusste Grissom nicht was sie meinte, aber dann klickte es.

„Kein Problem. Aber ich bin froh, dass du da bist."

Beide merkten kam wie die andere Frau ohne ein Wort wegging.

„Danke für die Rettung."

„Gern geschehen. Sie sahen so verzweifelt aus."

Grissom nickte.

„Sie wollte mir einfach nicht glauben, dass ich auf jemanden warte."

„Vielleicht warten Sie auf mich, obwohl ich nicht glaube, dass Sie …"

„Mein Ruf als Womanizer ist nicht so groß wie der als Wissenschaftler."

Sara war irgendwie froh, das zu hören.

Sie bekam deshalb fast nicht mit, dass er etwas gesagt hatte.

„Mein Name ist Gil Grissom. Ich warte hier auf jemanden vom Begleitservice."

Er konnte nicht glauben, dass er das dieser Fremden gesagt hatte. Was sollte sie nur von ihm denken?

Aber da brauchte er sich keine Gedanken machen, denn sie hielt ihm ihre Hand hin.

„Hallo Dr.Grissom. Mein Name ist Sara. Ich glaube Sie warten auf mich."

Er starrte sie an.

„Sie sind vom Begleitservice?"

„Ja. Nein …"

Grissom sah sie fragend an und wartete auf eine Erklärung. Sara holte Luft.

„Ja, man hat mich geschickt."

„Ich verstehe nicht. Sie sind viel zu jung."

Inzwischen kamen weitere Gäste an und begrüßten Grissom.

Der wollte keine Szene machen und griff Sara am Arm und leitete sie in Richtung Ballsaal.

„Kommen Sie. Wir können später darüber reden. Wissen Sie Bescheid?"

Sara nickte. Lisa hatte ihr einige Sachen erklärt. Ein Wissenschaftler, der nicht allein zu einer Abendveranstaltung gehen wollte. Allerdings hatte Sara angenommen, dass es sich um einen älteren Herren handeln würde und nicht um so einen gutaussehenden Mann.

So hatte sie Lisa auch nicht danach gefragt, was dieser Begleitservice einschloss.


Während Grissom Sara in den Saal geleitete, überschlugen sich seine Gedanken. Er hatte extra eine wissenschaftlich interessierte Frau angefordert und was bekam er? Eine Brünette mit langen Beinen und einem wunderschönen Lächeln. Er würde ein ernstes Wort mit der Agentur reden.

Was sollte er aber im Moment mit ihr machen? Würde sie ihn vor den Kollegen blamieren? Am besten den Kollegen ausweichen. Ja, das war eine gute Taktik. Das Büfett und die Tanzfläche waren eine Alternative. Da war er fast allein mit Sara. Ein schöner Name.


Sara merkte, dass Grissom unsicher war. Aber sie wußte nicht warum. Er hatte doch alles. Warum brauchte er eine Begleitung. Wenn sie die Blicke der Frauen im Saal richtig deutete, hätte er die freie Auswahl. Oder hatte er etwas kein Interesse an Frauen? War er etwa schwul?

Sie musterte ihn vorsichtig. Nein, nicht dieser Mann. Sie empfing eindeutig sexuelle Signale.

Oh Gott, hatte sie das gerade gedacht?


Die beiden waren in der Zwischenzeit am Tisch angekommen. Sara stellte sich den Anwesenden selbst vor und das Gespräch plätscherte sich hin.

Alle warteten auf die Begrüßungsrede, die den Abend eröffnen sollte. Im Moment war alles noch ganz normal, aber was würde der Abend bringen?