Als Rose am nächsten Morgen aufwachte, war sie voller Glückseligkeit. Ein Blick durch die Vorhänge sagte ihr, dass es tatsächlich Tag war. Das hieß allerdings für die Moroi, dass es Nacht war. Ihr Blick wanderte zu dem Mann, der neben ihr lag und noch tief und fest am schlafen war, was ganz gewiss selten vorkam. Normalerweise hatte er selbst im Schlaf, immer noch ein wachsames Ohr. Aber heute war das einfach nicht nötig. Langsam glitten ihre Augen über seinen Oberkörper runter bis zu der Stelle wo eine dünne Decke den Rest seines perfekten Körpers versteckte.
Sex mit Dimitri war immer eine aufregende Sache. Wobei sie dabei nicht mal an den Sex selber dachte. Nein, sie wusste nie, was sie bei ihm erwartete. Manchmal fielen sie regelrecht übereinander her, so dass es es ihrem Kampftraining nicht unähnlich war. Das Bett, das so nah stand, war dann meilenweit entfernt. Die Kleidung konnte gar nicht schnell genug von ihren Körpern kommen und flog achtlos auf den Boden. Und kleine Blessuren waren in diesem Fall nicht ausgeschlossen. Aber diese kleinen Makel trug sie immer gerne auf ihrer Haut. So oder so ähnlich hatte auf jeden Fall der erste Teil ihrer gemeinsamen Nacht mit Dimitri ausgesehen.
Und dann war da noch der andere. Der, der ihren Körper als ein Wunder ansah. Der nicht glauben konnte das ausgerechnet er ihn berühren durfte. Der sich Zeit lies jeden Millimeter ihrer Haut zu streicheln und zu küssen. Der sie manchmal minutenlang anstarrte, in dieser vollkommenen Ungläubigkeit. Der ihre Haare streichelte und ihr sanfte Küsse auf ihre Lippen hauchte. Und der sie liebte, mit einer unglaublichen Geduld. Das war auf jeden Fall der zweite Teil ihrer Nacht gewesen.
Da sie ihren Geliebten nicht aufwecken wollte, schlüpfte sie ganz vorsichtig unter seinem Arm heraus. Als sie neben dem Bett stand, konnte sie sehen wie sein Arm über das Bett glitt, auf der suche nach ihrem Körper. Verdammt. Rasch schob sie ihr Kissen dahin, was zwar nur ein schwacher Trost war, aber ihn vielleicht noch etwas schlafen lies. Und allem Anschein nach ging diese Taktik auf. Den er wurde wieder ruhiger und sein Atem ging gleichmäßig.
Rose schlüpfte aus dem Schlafzimmer und blickte sich ratlos um. Sie brauchte was zum anziehen. Und sie war sich sicher, wenn sie jetzt etwas aus ihrem Schrank raus holen würde, würde er ganz gewiss aufwachen. Das konnte sie auf keinen Fall zu lassen. Allerdings huschte dann ein kleines Grinsen über ihr Gesicht. Auf dem Boden lagen immer noch die Sachen von gestern Abend. Rasch bückte sie sich nach seinem Hemd, das ihr zwar viel zu groß war, aber für den Moment reichen musste.
Sie krempelte die Ärmel hoch und klaubte die anderen Kleidungsstücke vom Boden auf um sie auf einen Sessel zu legen. Auf dem Sideboard war die kleine Porzellanfigur umgefallen, ohne größeren Schaden dabei zu nehmen, was eigentlich schon ein Wunder war. Was noch erstaunlicher war, war die Tatsache, dass sie nicht mehr umgeworfen hatten.
Barfuß begab sie sich in die Küche, um dort ein kleines Frühstück zu zaubern. Was für sie schon eine Herausforderung war. Strigoi... kein Problem. Kochen... ein riesiges Problem. Zuerst schaltete sie das Radio an, aus dem Musik aus den 80er erklang, ehe sie etwas Speck und Eier in eine Pfanne warf. Und das wichtigste war natürlich der Kaffee. Sie selber hatte dieser Leidenschaft nie gefrönt. Aber sie kannte viele Wächter, Dimitri eingeschlossen, die danach gierten. Und wenn sie sich schon mal dazu entschlossen hatte, ihm ein Frühstück zu machen, dann sollte es auch perfekt sein. Zwischendurch drehte sie den Speck in der Pfanne um, damit er gleichmäßig kross wurde, warf vier Toastscheiben in den Toaster und drehte die Eier runter, damit sie nicht anbrannten. Sie hatte sogar noch ein paar Orangen da, die sie in frischen Saft verwandelte.
Dabei war sie so in ihrem Element, dass sie nicht mal merkte, wie sie beobachtet wurde. Erst als sie den Blick hob und zur Tür schaute, erblickte sie Dimitri, der sich mit einem breiten Grinsen gegen den Türrahmen lehnte.
„Was?", fragte sie ihn. Obwohl sie sich die Antwort schon denken konnte.
„Rose Hathaway in der Küche. Ich glaube diesen Anblick werde ich noch lange nicht verkraften." Rose hob die Hand, in der noch der Pfannenwender war, und deutete auf ihn. „Diesen Anblick wirst du auch so schnell nicht mehr bekommen. Und wehe wenn du auch nur einem davon erzählst."
Dimitri kam auf sie zu und schob im vorbeigehen die Pfanne mit dem Speck von der Platte, drehte den Herd ab und legte dann seine Arme um sie. „Aber noch aufregender finde ich dich in meinem Hemd." Den er hatte nur seine Jeans vom gestrigen Abend an. Und da seine Sachen ja noch im Apartment gegenüber waren, konnte er sich auch nicht mehr anziehen. „Willst du es wieder haben?", frage sie ihn keck. Doch er schüttelte nur den Kopf.
„Nein, es steht dir viel besser als mir. Du siehst darin … sexy aus." Fast machten seine Worte sie etwas verlegen. Auch etwas was nur selten vor kam.
„Hilf mir lieber den Tisch zu decken, damit wir frühstücken können", lenkte sie ihn deshalb ab. Aber Dimitri machte keine Anstalten sie los zu lassen. Stattdessen zog er sie noch etwas näher heran. „Ich liebe dich, Roza", kam es von ihm, ehe er sie küsste. Seine Hände glitten über den Stoff seines Hemdes bis runter zu ihrem Po, nur um dann das Hemd nach oben zu schieben, damit er ungehindert über die Warme Haut ihres Rücken streichen konnte. Und für einen Moment blieb die Welt stehen.
Doch dann riss er sich los, um Selbstbeherrschung ringend und schaute auf den Herd. „Ich glaube wir sollten wirklich frühstücken."
Gemeinsam deckten sie den Tisch und stellten alles darauf. Rose brachte ihm zu guter Letzt auch seinen heißgeliebten Kaffee während sie sich selber an Tee hielt. Gemeinsam genossen sie das Frühstück. Wobei sie sich immer wieder mit den Händen berührten oder einfach nur glücklich anschauten. Auch wenn sie jetzt schon fast ein Jahr zusammen waren, so hatte sie doch das Gefühl das dies hier ein vollkommen neuer Abschnitt in ihrer Beziehung war. Und sie genoss es.
„Wann holst du deine Sachen?", fragte sie ihn neugierig. Immerhin hatte er ihr ja versprochen das sie ab jetzt ein Apartment teilen würden. Lachend schaute er sie an.
„Geduld ist auch nicht eine deiner Stärken."
„Ach das weist du doch schon lange. Also wann holst du deine Sachen?", konterte sie. Dimitri trank einen Schluck von seinem Kaffee und tat so als müsste er darüber wirklich nachdenken. „Dimitri", drängte Rose.
„Wir frühstücken in Ruhe fertig und dann gehe ich rüber. Zum Einen brauche ich noch etwas zum anziehen und dann kann ich auch direkt meine Sachen packen. Es ist ja nicht viel." Nein das war es wirklich nicht. Das wusste Rose. Seine Sachen, die in der Acadamy waren, hatten sie zurück an seine Familie geschickt. Und nachdem er hier am Hof war, hatte er nicht großartig Zeit gehabt um Besitztümer an zu häufen. Viel hatte Rose zwar auch nicht, aber sie hatte es doch geschafft eine gewisse Behaglichkeit in ihren Zimmern zu schaffen. Und das würde sie jetzt nur zu gerne mit ihm teilen.
Auch wenn sie heute kein Zeitplan drängte, so beeilten sie sich am Ende damit, mit ihrem Frühstück fertig zu werden. Irgendwie hatten sie doch beide den Drang diesen neuen Teil ihres Lebens endlich zu beginnen. Gemeinsam räumten sie den Tisch ab und füllten die Spülmaschine, ehe Dimitri einen vorsichtigen Blick aus Roses Tür warf und dann rasch in seine Wohnung huschte. Nicht das sowieso alle Bescheid wussten, dass sie beide ein Verhältnis hatten. Aber da Dimitri immer noch kein Shirt oder etwas ähnliches hatte, mussten ihn ja nicht alle mit nacktem Oberkörper aus ihrem Zimmer kommen sehen.
Während Dimitri dabei war seine Habseligkeiten zusammen zu packen, sorgte Rose dafür, dass er sich auch wirklich wohl fühlte. Sie räumte ihm Platz im Schrank frei, in ihren Schubladen und auch im Badezimmer. Und sie konnte es selber kaum glauben, wie gut es sich anfühlte für einen Menschen den man liebte, Platz in seinem eigenen Leben zu schaffen.
Als sie ins Wohnzimmer kam, stand da schon die erste Kiste, in die sie einen Blick rein warf. Darin waren einige seiner Westernromane, sein Pflock und Sachen aus dem Badezimmer. Und als sie sich umdrehte konnte sie seinen Mantel an ihrer Garderobe sehen. Rose konnte in dem Moment einfach nicht anders, nahm das Leder in ihre Hände und roch dieser Duft gehörte so zu Dimitri wie Lissa zu Christian. „Ich wusste es schon immer. Du stehst nur auf diesen Mantel", erklang auf einmal eine Stimme hinter ihr. Lachend drehte sie sich um. „Nicht nur. Aber du ohne einen, ist für mich kaum vorstellbar. In den wichtigsten Momenten unseres Lebens hattest du immer einen von dieser Art an." Dimitri zuckte etwas mit den Schultern. „Sie sind bequem, sie halten einen immer trocken und ich fand sie gaben mir etwas verwegenes." „Du bist ja eitel", stellte Rose lachend fest.
„Nur wenn es um meinen Mantel geht", erklärte Dimitri vollkommen ernst. „Und vielleicht um meine Haare, wobei du es ja immer wieder schaffst, sie total durcheinander zu bringen."
„Ich mag es wenn sie durcheinander sind." Und ihr tat es ganz gewiss nicht leid, dass sie die Ursache dafür war. Aber bevor diese Diskussion in andere Richtungen abdriftete, griff sie nach den Sachen für das Badezimmer um ihnen dort schon mal einen Platz zu suchen.
Danach half sie Dimitri seine Sachen im Schlafzimmer unter zu bringen. Seine Unterwäsche neben der ihren, sein Socken bei ihren. Ihre Shirts die jetzt neben seinen lagen und seine Hosen die sich zu den ihren gesellten. Und ihr Gefühl sagte ihr, dass es so richtig war. Dass es sich perfekt anfühlte. Ganz unten in dem Karton, der seine Kleidung enthielt, fand sie dann noch ein Bild. Eins das sie beide zeigte. Wenn sie sich recht entsinnte, dann hatte Lissa es gemacht. Rose und Dimitri die beide die Köpfe zusammen steckten. Irgendwo im Garten des Palastes und sie beide sahen absolut glücklich aus. Trotzdem hatte sie nicht gewusst das er es hatte. „Wo soll das hin?", fragte sie ihn deshalb. Dimitri deutete auf den Nachttisch. „Da steht es immer", erklärte er ihr. „Und noch eins an der Uni", sagte er dann leise. „Lissa hat es mir mal gezeigt und ich habe sie gefragt ob sie es für mich ausdrucken kann."
Dimitri der Romantiker. Rose vergaß das manchmal. Wenn er der Wächter für Christian war, dann war er immer so hart. Aber da gab es ja noch die andere Seite die er fast nur ihr zeigte. Manchmal konnten Lissa und Christian noch einen Blick darauf erhaschen. So wie die letzten Tage, wo er ja allem Anschein mit ihrer Hilfe alles geplant hatte.
Gemeinsam packten sie auch noch die letzte Kiste aus. Verteilte ein paar persönliche Dinge im Wohnzimmer, wozu auch seine Romane gehörten. Eins der wenigen Dinge die Dimitri aus seiner Heimat hatte, war eine Babuschka. Eine Holzpuppe, die sich teilen lies und deren Innenleben aus immer kleineren Versionen ihrer selbst bestand. Auch die stellte sie so hin, dass man sie immer sehen konnte. „Und die nächsten Dinge suchen wir zusammen aus", erklärte sie dann entschlossen. Ja sie würden es gemeinsam schaffen hieraus ein gemütliches Zuhause zu machen.
Jetzt hielt Dimitri nur noch den Schlüssel in der Hand der zu seinem Apartment gehörte. „Ich denke ich bringe ihn eben noch weg." Immerhin brauchte er ihn jetzt ja nicht mehr. Und Räume für Gäste waren immer irgendwie knapp am Hofe. Rose nickte und lies sich dann auf das Sofa fallen. Er würde ja gleich wieder kommen. Und solange wollte sie mal wissen was genau er eigentlich an diesen Westerngeschichten fand. Aber sie stellte sehr schnell fest, das diese Hefte nichts für sie waren. Und das war auch eines der wenigen Dinge, die sie immer noch nicht wirklich bei ihm verstand. Männer die immer ein Pferd vor dem Saloon stehen hatten. Barfrauen die immer leicht bekleidet auf den Helden warteten. Das war eindeutig nicht ihre Welt.
Aber zum Glück musste sie sich ja nicht lange damit befassen und Dimitri kam zurück mit einem glücklichen Lächeln auf seinem Gesicht. „Alles erledigt."
„Sehr gut", meinte Rose. „Dann können wir ja jetzt mit unserem freien Wochenende weiter machen. Also die abendliche Termingestaltung hat mir ja schon mal sehr gut gefallen."
Dimitri setzte sich neben sie auf das Sofa und blickte in ihre brauen Augen. „Und was genau hat dir gefallen?", fragte er sie mit einem wissenden lächeln.
„Oh da gab es so einiges. Ich glaube, dass könnte ich gar nicht alles aufzählen. Aber ich kann es dir zeigen." Wobei sie die letzten Worte in sein Ohr flüsterte und dann ihre Lippen sanft an seiner Wange entlang strichen. Sie hatte immer noch sein Hemd an. Nur hatte sie sich inzwischen einen ihrer schwarzen Spitzenslips angezogen. Sie zog eine kleine Spur von Küssen bis zu seinem Mund. Dimitri selber hatte schon zwei Knöpfe an seinem Hemd geöffnet und seine Finger auf ihre weiche Haut gelegt. Und eigentlich hätte es damit ein perfekter Nachmittag werden können, wenn...
„ROSE! Mach sofort die Tür auf. WAS hast du angestellt?" Rose und Dimitri stoben auseinander. Die Stimme hatten sie beide sehr wohl erkannt. Es war Lissa. Und sie war sauer. Nein nicht mal sauer, sie tobte. Unschuldig zuckte Rose mit den Schultern. „Ich hab nichts angestellt. Ehrlich." Aber da es sich schon fast so anhörte, als ob Lissa gleich die Tür einschlagen würde, bewegte sich Rose zu der selbigen und öffnete sie vorsichtig einen Spalt.
„Was ist los?", fragte sie ungläubig. Immer noch hatte sie keine Ahnung warum Lissa so böse auf sie war. „DIMITRI", kam es anklagend von Lissa und hielt Rose sogar eine Faust unter die Nase. Natürlich hätte sie niemals eine Chance gegen ihre beste Freundin gehabt. Anderseits, Lissa war die Königin. Es kam nie gut, wenn sie die Königin schlug. „Was ist mit Dimitri?", fragte Rose sie nun. „Sag es doch direkt, du bist schuld, dass er uns verlassen will", bluffte Lissa sie nun an.
„Bitte was?" Nun wusste Rose wirklich nicht mehr worum es ging. Lissas Faust krachte erstaunlich kräftig gegen die Tür. Was selbst Rose so erstaunte das sie diese los lies..
Während Rose vorbei an Lissa in Christians Gesicht schaute, als bekäme sie von ihm eine Antwort auf das was hier gerade passierte, schaute Lissa an Rose vorbei auf Dimitri, der vollkommen ruhig auf dem Sofa saß. Für Roses Geschmack etwas zu ruhig. Aber wahrscheinlich versuchte er gerade sich auf die ganze Sache einen Reim zu machen. Rose trat einen Schritt beiseite damit Lissa und Christian eintreten konnten, ehe sie sich bewusst wurde, dass sie nicht gerade Salonfähig gekleidet war. Was ihr insbesondere Christians Grinsen klar machte. „Kein Wort, klar", drohte sie ihm jetzt. Allerdings war das auf eine humorvolle Art gemeint. Aber sie kannte ihn und wusste das er ansonsten einen dummen Spruch machte. Abwehrend im Spaß hob Christian die Hände. „Du kennst mich doch."
„Genau deshalb."
Lissa war immer noch vollkommen sprachlos, während Rose ins Schlafzimmer sprintete und zu mindestens in eine Jeans schlüpfte. Bei ihrer Rückkehr konnte sie sehen wie ihr lieber Freund inzwischen grinste. Er hatte sich allem Anschein nach schon seinen Reim gemacht.
„Also gut", fing Rose an. „Was habe ich mit Dimitri angestellt?", fragte sie ihre Freundin.
„Ich dachte...", verwirrt schaute Lissa zu Dimitri rüber. „Ich dachte er will fortgehen. Ich dachte nach dem gestrigen Abend würde er uns verlassen."
Rose pustete ein paar aufdringliche Haarsträhnen aus ihrem Gesicht. „Und warum sollte er das machen?", fragte sie Lissa. „Na ja ich dachte du hättest gestern Abend mal wieder auf stur gestellt und daraufhin...Er hat doch heute seine Schlüssel abgegeben." Hilflos blickte sie Dimitri an, als hoffte sie, dass er ihr helfen würde. Und jetzt fingen beide Männer an zu lachen. Rose schüttelte nur noch den Kopf und schaute anklagend zu Lissa. „Das du mit meinem Freund unter einer Decke steckst soll ich hinnehmen. Aber du machst mich fertig, nur weil er seine Schlüssel abgeben hat? Lissa." Das letzte Wort kam verzweifelt. „Du solltest uns doch nun wirklich besser kennen."
„Na ja ich dachte, weil du dich immer so gegen das Heiraten gewehrt hast. Und ich fand seine Idee wirklich gut."
Rose wusste gerade nicht ob sie ihre Freundin schelten sollte oder über sie lachen sollte. Stattdessen hielt sie ihre Hand mit dem Ring unter ihre Nase. „Da", sagte sie. „Ich habe ihn nicht zerfleischt. Wir haben nur... Kompromisse geschlossen. Ich sage ja zur Verlobung. Und er zieht dafür endlich bei mir ein."
Lissa lies sich auf das Sofa neben Dimitri fallen und versteckte ihr Gesicht in ihren Händen. „Ich bin ja so dumm", murmelte sie vor sich hin. „Und … Aua...", wobei sie etwas die Finger der Hand bewegte, mit der sie gegen die Tür geschlagen hatte. Tröstend legte Dimitri einen Arm um ihre Schultern. „Und ich bin stolz, dass du dich sogar mit Rose anlegen wolltest, nur um mich zu verteidigen. Aber das nächste mal besser Boxhandschuhe. Die dämpfen den Schlag etwas."
Verstohlen lächelte Lissa. „Ich werde es mir für das nächste mal merken." Rose schaute allerdings etwas nervös von Lissa zu der Tür. Wo zum Teufel waren eigentlich ihre Wächter? Die hätten sie doch von dem schlimmsten abhalten sollen. Aber sie hatte keine gesehen, als Lissa gemeinsam mit Christian im Flur gestanden hatte. Und auf einmal klopfte es, diesmal zaghaft, an der Tür. Also wenn jedes freie Wochenende so aussah, dann sollten sie das Nächste besser planen. Rose riss die Tür auf und vor ihr standen zwei ziemlich zerknirschte Wächter. „Ist die Königin vielleicht bei ihnen, Wächterin Hathaway?" Rose konnte das gerade nicht glauben. Die beiden hatten sich von Lissa abhängen lassen. Sie kamen zuerst. Das war die Grundregel. Und die zwei hatten sie entwischen lassen.
„Wir reden am Montag", sagte sie streng. „Und jetzt können sie gehen. Wächter Belikov und ich sorgen schon dafür, dass sie nachher sicher in ihre Gemächer kommt. Ich kann nur hoffen, dass sie dann mehr Aufmerksamkeit walten lassen." Ja das war jetzt doppelt hart. Nein eigentlich dreifach. Sie mussten bis Montag warten, ehe sie sich ihre Standpauke oder sogar Strafe abholen konnten. Und nicht nur das sie von ihrem Fehlverhalten wusste, nein auch Dimitri, der inzwischen wieder den Gott ähnlichen Status bei den anderen Wächtern inne hatte.
Rose knallte die Tür zu, um damit nochmal ihren Worten Nachdruck zu geben. „Und du", sie wand sich jetzt an Lissa. „Solltest nicht allein durch die Gänge laufen. Und du...", jetzt wanderte ihr Blick zu Christian:" Lässt sie auch noch los rennen. Ohne Wächter." Und das alles nur weil Dimitri ein paar Schlüssel abgegeben hatte. Es war wirklich nicht zu fassen.
Sie lies sich neben Dimitri auf das Sofa fallen. „Das nächste mal Hawaii." Wahrscheinlich die einzige Möglichkeit um ungestört zu sein. Wie gut das Dimitri zwei Arme hatte. So konnte der den anderen um seine Verlobte legen und sie an sich drücken. „Versprochen", sagte er leise zu ihr. Ob das wohl sein Ernst war, fragte Rose sich im stillen. Sie wollte ja schon immer dahin.
Auch wenn Dimitri und sie fast jede Woche mit einem der beiden zusammen waren, so hatten sie doch selten die Gelegenheit wirklich miteinander zu reden. So nutzten sie den unerwarteten Moment und saßen einfach zusammen. Für Rose war das ja früher normal gewesen mit Lissa und später auch mit Christian rum zu hängen. Auch wenn sie und Christian am Anfang ein wirklich gespanntes Verhältnis hatten. Aber das hatte sich inzwischen geändert. Besonders da Christian, ähnlich wie sie, immer bereit war Risiken ein zu gehen. Oder stiftete sie ihn einfach nur dazu an?
Lissa bemerkte dann als erstes das es schon verdammt spät war. Und das sie noch was für die Uni machen wollte. „Streber", konterte Rose lachend. „Täte dir aber auch ganz gut", setzte Lissa dagegen. Da zuckte Rose nur mit den Schultern. „Wozu? Ich hab doch schon den besten Job der Welt."
„Stimmt", sagte ihre Freundin. „Und ich weiß auch das du ihn hervorragend machst." Noch einmal umarmten sie sich, ehe Dimitri die beiden sicher zu ihren Räumen begleitete. Wahrscheinlich würde es niemand wagen ihn an zu greifen. Sollte doch mal jemand so dumm sein, dann würde er es bitter bereuen.
Eine ganze Weile später klopfte es wieder an der Tür. Etwas verwundert öffnete Rose diese und erblickte aber nur Dimitri, dessen Hände mit einem Tablett beladen war. „Ich dachte ich sorge mal für unser Abendessen." Geschickt balancierte er das an ihr vorbei und direkt auf den Kleinen Küchentisch. Wie ein Kellner hob er die Deckel hoch und präsentierte Spagetti und zum Nachtisch Brownies. „Du bist wirklich ein Gott", musste Rose mal wieder zugeben. Sie hatte wirklich den besten Freund/Verlobten der Welt. Den ihr Magen hatte sich kurz vorher zu Wort gemeldet. Und das er Brownies besorgt hatte machte das ganze nur noch besser.
Rasch holte sie Besteck hervor und fing an zu essen. Ja ihre Prioritätenliste war erschreckend kurz. Ihr Freund, ihre Freundin und Essen. „Sag mal", fing sie an, nachdem sie die ersten Bissen hinunter geschlungen hatte. „War das vorhin dein Ernst mit Hawaii?" Fragen musste man ja mal. Obwohl sie noch nie erlebt hatte, dass Dimitri etwas versprochen hatte, was er nicht gehalten hatte.
Dimitri zuckte etwas mit den Schultern. „Warum nicht? Ich war auch noch nie da. Und vielleicht sollten wir ja mal die Liste abarbeiten, wo wir alles hin wollen." Mit einem lächeln erinnerte sich auch Rose an den einen Nachmittag, wo sie zusammen in der Bibliothek gesessen hatten und das Buch mit den verschiedenen Orten durchgeblättert hatten.
„Ok, auf jeden Fall besser als der Maispalast." Das war der erste Ort den sie aufgeschlagen hatte. Und der stand auf ihrer persönlichen Liste gewiss nicht ganz oben.
Rose schaffte es in Rekordzeit ihren Teller zu leeren und wartete nun höflich darauf das Dimitri auch endlich fertig wurde, damit sie über die Brownies herfallen konnte.
Da waren sie beiden wirklich unterschiedlich. Während sie ihr Essen hineinschob, lies sich Dimitri Zeit, wenn er konnte. Was ihre Geduld immer auf eine harte Probe stellte. Und schon mehr als einmal hatte er sie damit aufgezogen. Sie hielt Essen immer für wichtig. Aber nicht so wichtig, als das man Zeit dafür verschwenden sollte.
Endlich war auch er fertig und schob seinen Teller ein Stück von sich weg. „Hol dein Buch." Während er das sagte stand er auf und nahm den Teller mit den Brownies mit sich. Roses Augen wurden für einen Moment groß, ehe sie seiner Anordnung nach kam. Das Buch, das war ihr Terminkalender. Dimitri hatte seinen schon in der Hand und in der anderen seinen Brownie den er genüsslich kaut und es sich mit allem auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte.
„Ok, hier sind wir." Rose lies sich neben ihn fallen und schnappte sich dabei ihren Nachtisch. „Was willst du wissen?" Sie versuchten zwar immer ihre Termine gegenseitig aktuell zu halten, aber wie das Leben so war, kamen dann doch immer unerwartet Veränderungen. Dimitri blätterte in seinem Kalender bis er an die Stelle kam die ihn interessierte. „Sommer, Semesterferien", kam es kurz und knapp. Rose schlug die Seite auf und zeigte sie ihm.
Kurz blätterte ein paar Seiten weiter. „Und ab hier hat Christian Ferien. Und ich weiß das er und Lissa selber auch ein paar Wochen weg wollen. Soviel ich weiß zu ihrem Familiensitz. Das können auch mal andere Wächter übernehmen." Da Lissa die Königin war, hatten da keine Personalprobleme.
„Ich wollte in der Zeit gerne nach Sibirien. Und danach steht Hawaii nichts im Weg." Rose hatte ihm in der ganzen Zeit aufmerksam zugehört. „Zu deiner Familie?", fragte sie ihn und seufzte leise. Sie mochte seine Leute, keine Frage. Aber wenn sie hörten das sie sich verlobt hatten, und sie konnte wetten, dass es darum ging, dann würden Fragen wegen der Hochzeit aufkommen. Eine Hochzeit die es vorerst nicht gab. Und das ganz besonders seiner Großmutter klar zu machen, wurde nicht einfach.
Manchmal hatte sie das Gefühl, dass die alte Dame erst dann zufrieden war, wenn sie das hinter sich hatten. Aber dazu fühlte sie sich so gar nicht bereit. Dimitri schien ihre Gedanken zu lesen, den er legte einen Arm um sie, drückte sie an sich und gab ihr einen Kuss auf die Schläfe. „Sie haben ein Recht es zu erfahren. Und ich würde es ihnen gerne persönlich sagen. Ich verspreche dir, das sie keinen Druck machen werden."
Zweifelnd schaute Rose zu ihm hoch. „Bei dem Rest deiner Familie glaube ich dir das ja, aber Yeva?" Lachend schaute er ihr in die Augen. „Strigoi sind für dich kein Problem, aber bei meiner Großmutter gibst du jedes mal klein bei."
Rose blickte zurück und zuckte mit den Schultern. „Du warst ja nicht dabei als sie mich „getestet" hat. Ich weiß bis heute nicht, ob sie mich mag oder nicht."
Dimitri legte sanft eine Hand unter ihr Kinn, ehe er ihr einen Kuss auf die Lippen hauchte. „Sie mag dich. Sonst würde sie sich nicht mit dir abgeben. Das ist einfach ihre Art, dir ihre Zuneigung zu zeigen."
„Oh toll. Gut zu wissen." Sie konnte sich diesen Kommentar einfach nicht verkneifen. Zumal aus ihrer Sicht ihre Eltern auch nicht besser waren. Abe und Janine warteten ja schon länger auf eine Gelegenheit Dimitri in die Finger zu bekommen. Aber bisher war sie diesem Familientreffen immer geschickt ausgewichen.
Damit das Thema aber jetzt nicht tiefer ging, holte sie ihren Stift hervor um die Termine ein zu tragen. „Dann sollte ich das ganze noch mit Lissa absprechen", meinte sie nachdenklich. Aber sie wusste, dass ihre Freundin sie da immer unterstützte.
Rose leckte sich noch die letzten Krümmel von ihren Fingern und grinste dann. „Dann sollte ich wohl mal sehen das ich angemessene Badekleidung für Hawaii bekomme." Shoppen war immer eine gute Sache die sie aufheiterte. Ihren Terminkalender räumte sie wieder sorgfältig in ihre Tasche die sie immer mit hatte und holte stattdessen ihren Laptop hervor.
„So dann wollen wir mal sehen was wir so am Strand von Hawaii tragen können", grinste sie und hatte schnell eine Seite gefunden auf der es Bikinis satt und genug gab. Was ihr allerdings entging, war der erst noch amüsierte Blick von Dimitri, der dann etwas nachdenklicher wurde.
Rasch wurde sie fündig und hatte einen Bikini im Blick der wirklich knapp war. Aber ganz genau ihr Ding. „Was hältst du von dem?", fragte sie ihren Freund als sie ihm ihr Traumstück zeigte.
„Nein."
„Nein?", fragte sie ihn erstaunt. Na gut, dann halt das nächste Stück. „Und was ist mit dem?", wobei sie ihm ein Ensemble zeigte das nicht unbedingt mehr Stoff hatte, aber immerhin andere Farben.
„Nein."
Okay, das war jetzt schon unheimlich. Normalerweise machte er sich schon mal lustig über ihre verrückten Ideen. Aber das er wirklich was ablehnte war eher anormal. „Was gefällt dir an den Sachen nicht?", fragte sie ihn jetzt. Aber statt einer Antwort, nahm er ihr einfach den Laptop aus der Hand und suchte tatsächlich für sie einen Badeanzug aus, der zwar nicht schlecht aussah und auch ganz gewiss ihre Kurven zur Geltung brachte, aber es war ein Einteiler und ziemlich unspektakulär.
„Das hier würde dir gut stehen", kam es trocken von ihm und er reichte ihr den Laptop wieder rüber. Rose starrte fassungslos auf den Bildschirm. „Aber..." Und dann blitzte eine Erkenntnis in ihr auf und brachte sie zum Lachen. „Du willst nicht, dass andere mich so sehen. Du bist eifersüchtig."
Leicht zuckten die Schultern. „Vielleicht."
„Vielleicht? Ganz gewiss sogar." Rose stellte den Laptop auf den Tisch und setzte sich dann rittlings auf seinen Schoß. „Da tun sich ja ganz neue Möglichkeiten auf."
„Hmm?" Doch dann schüttle er den Kopf. „Nein. Ich bin nur der Meinung das dies alles hier", wobei seine Finger über das Hemd strichen, „für mich bestimmt ist." Ein kleiner sehnsuchtsvoller Blick ruhte auf ihrem Oberkörper. „Und hast du nicht gesagt, dass du für mich bestimmt seist?"
„Wow mein Lieber. Das war in einem ganz anderen Zusammenhang. Das schloss nicht Urlaub am Strand im Badeanzug ein. Da ist Sonne und ich könnte perfekt braun werden. Ich laufe da ja nicht nackt rum."
„Aber so gut wie", murmelte Dimitri..Lachend schüttelte Rose immer noch den Kopf. „Du bist so ein kluger, wundervoller, starker Mann. Aber manchmal erstaunst du mich einfach."
„Genauso wie du mich", flüsterte er jetzt mit einer Stimme, die sie nur allzu gut kannte. Seine Arme legten sich um sie herum. Eine Hand um ihr Gesäß die andere auf ihrem Rücken stand er einfach auf und trug sie ins Schlafzimmer.
Am nächsten Tag trafen sie sich gegen 16 Uhr mit Lissa und Christian. Das war schon fast in Ritual, wenn sie wieder zurück auf die Colleges fuhren. Sie aßen gemeinsam zu Abend und fuhren dann in verschiedene Richtungen. Glücklich war keiner damit. Aber besonders Christian hatte sich für diesen Weg entschieden im letzten Jahr, weil er einfach Abstand brauchte vom Königshof.
Rose und Dimitri hatten den Tag ganz frivol einfach im Bett verbracht. Was nicht mal unbedingt Sex beinhaltete. Sie hatten einfach zusammen gelegen, Pläne für die Zukunft geschmiedet, sich was vorgelesen oder einfach aneinander gekuschelt . Erst gegen Drei waren sie dann aufgestanden, hatten geduscht und ihre Sachen für die nächsten Wochen gepackt. Und für sie war klar, dass dies einer dieser perfekten Tage war, die es so selten gab. Und dabei ging es nur um das eine. Die Nähe des anderen genießen.
Aber jetzt war die Realität wieder da. Pläne wurden gemacht. Ihre Arbeit stand an erster Stelle. Lissa wollte in 14 Tagen wieder am Hof sein. Und das sogar schon am Donnerstag Abend, da immer noch die Sache mit dem Alterserlass in der Schwebe war und an diesem Wochenende eine Ratsversammlung deswegen stattfand. Auch wenn Lissa die Königin war, so waren da immer noch die Ratsmitglieder. Und da gab es immer noch einige, die diesen Erlass durchsetzten wollten. Bisher konnte sie allerdings das abwenden. Und dieses Wochenende war wichtig, weil dann endgültig die Entscheidung getroffen werden sollte. Christian wusste noch nicht genau wann sie wieder zurück fahren würden. Aber er tat immer alles, um sie zu unterstützen.
Rose warf bei diesen Diskussionen Dimitri einen Blick zu. Sie beide waren von der Idee wenig begeistert, dass die Dhampire schon mit 16 Jahren den Moroi dienen sollten. Und sie hatten schon ein paar mal überlegt, wie sie sich als Dhampire da einschalten konnten. Immerhin standen sie mit dieser Abneigung nicht allein da. Sie opferten schon ihr ganzes Leben den Moroi, da sollten sie zu mindestens ihre Kindheit und Jugend genießen dürfen.
So endete das Essen in einer heißen Diskussion, wie man das ganze verhindern konnte, an der sich selbst Dimitri lebhaft beteiligte, der sonst eher ruhig war. Er stellte sonst seine Pflicht gegenüber den Moroi über alles. Aber Kinder zur Schlachtbank führen, das war ihm zuwider.
Ganz am Ende musste Rose aber doch noch lachen. „Habe ich nicht gestern zwei Wächter zu einer Bestrafung verdonnert?", fragte sie. „Ich habe ganz vergessen, dass wir ja Montag gar nicht da sind."
Doch Dimitri zuckte mit den Schultern. „Dann zittern sie halt morgen noch etwas, ehe ihnen die Erkenntnis kommt, dass sie doch noch mal heil aus der Nummer raus gekommen sind. Und ich wette mit dir, dass ihnen dieser Fehler nie wieder unterlaufen wird."
Gemeinsam gingen sie nach dem Essen zu ihren Wagen und packten ihre Taschen in den Kofferraum.
Auch wenn einige Blicke auf ihnen ruhten, so liesen sich Dimitri und Rose nicht davon abbringen sich richtig zu verabschieden. „Pass auf dich auf", flüsterte Dimitri ihr zu. Das sagte er ihr immer. Den ihre erste Aufgabe war immer noch Lissa zu schützen. Und das war nicht ungefährlich. Rose nickte und ihre Antwort war auch immer die selbe. „Du auch."
„Ich liebe dich", waren die nächsten Worte. Und mehr brauchte sie nicht. Meistens schaffte sie es nichts darauf zu sagen, weil ihr einfach in dem Moment ein Kloß im Hals steckte. Aber ihre Antwort darauf war mindestens genausoviel wert. Den sie zog ihn zu sich runter und küsste ihn einfach. Wobei sich da mancher Wächter immer noch verlegen räusperte. Aber das störte sie schon lange nicht mehr. Stattdessen riss sie sich von ihm los und stieg in ihren Wagen. Rose stieß die Beifahrertür auf und grummelte ein ungeduldiges „Lissa", damit sie endlich losfahren konnten. Aber ihre Freundin konnte sich immer genauso schwer von ihrem Freund trennen, Was Rose aber jedesmal auf die Palme brachte. Sie wollte losfahren, Weg von hier. Sie hasste einfach die Abschiede. Sie hatte zu viele erlebt.
Kaum saß Lissa im Wagen gab sie Gas und fuhr vom Parkplatz runter zum großen Tor, um dann Richtung Washington zu fahren.
